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Kolumnist: Feingold-Research

ETFs – so gelingt der Einstieg




02.04.21 09:00
Feingold-Research

Aller Anfang kann auch leicht sein, selbst wenn dies oft nicht so erscheint. Meist fehlen nur ein paar Informationen und ein wenig Überwindung, andere Pfade zu beschreiten. Wir stellen die Kolumne von Lyxor vor… 


*Zu Ostern haben wir uns eine kleine Überraschung für unsere Leser überlegt. Wer unseren Börsendienst testen möchte, erhält mit dem Code “dax15000″ 20 Prozent auf die Bestellung*


Neu ab Februar 2021: Mit unserem Modul “Markenstärke und Vermögensaufbau” richten wir uns speziell an Börseneinsteiger und Anleger, die nur wenig Zeit für die Börse zur Verfügung haben. Ihr erhaltet c.a. 5 Mails pro Woche und unser beliebtes Markenwertportfolio mit unseren Aktien-Favoriten und rund 20 Prozent Rendite seit September 2020. Alle informationen und die große Übersicht zu den verschiedenen Modulen findet ihr auf der eigenen Homepage.


Wir stellen ihnen bei Feingold Research gezielt Absicherung auf Aktien und Indizes vor. Keine Zockerei oder Harakiri, sondern strategische Ergänzung für ihr Depot. Wichtig: Man kann mittel-bis langfristig optimistisch für Aktien sein und dennoch kurzfristig den Fuß vom Gas nehmen. Wir sind keine Crash-Propheten, blicken jedoch auf kurzfristige Ereignisse am Markt. So zieht die Volatilität des US-Bond-Markts seit Tagen deutlich an und könnte ein Vorlaufindikator für den VIX sein. Wir erklären das im Börsendienst.



Manch einer hat es gerade in diesem Jahr gemerkt: War es schon immer schwierig, sich aufzuraffen, die Sportschuhe anzuziehen und sich zu bewegen, so konnten dank Covid-19 oder eher wegen Covid-19 doch viele Menschen den berühmten inneren Schweinehund überwinden. Kein Wunder, denn wegen häufig mangelnder Alternativen blieb in den ersten Wochen und Monaten des Lockdowns nur die Bewegung an der frischen Luft.


Alternativen und mögliche Optionen sind auch gute Stichwörter, wenn es um die Vermögensanlage geht. Sich auch hier aufzuraffen, ist angesichts langfristig eher niedriger Zinsen – sofern es sie überhaupt gibt – alternativlos. Zugleich treibt immer mehr Menschen um, ob das Geld im Alter ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Aber wo anfangen? Und wie?


Der Zinseszinseffekt hat sich verflüchtigt


Noch im vergangenen Jahrhundert spielte der sogenannte Zinseszinseffekt eine wesentliche Rolle beim Aufbau von Vermögen. Hohe Zinsen allein für Staatsanleihen führten dazu, dass sich das eingesetzte Kapital über die Jahre und Jahrzehnte vervielfachte. Einstein soll deshalb den Zinseszinseffekt einst als das achte Weltwunder bezeichnet haben. Spätestens seit der Finanzkrise nach dem Jahr 2007, und verschärft in diesem Jahrzehnt, sind die Errungenschaften des Zinseszinseffekts jedoch ad acta gelegt. Es sind andere Wege gefragt, Vermögen aufzubauen. Zum Beispiel durch den Einsatz von ETFs.


ETFs, oder börsengehandelte Indexfonds, haben die Möglichkeiten demokratisiert, Kapital anzulegen: Mit ETFs ist es möglich, auch schon mit kleinen Summen langfristig ein ansehnliches Vermögen aufzubauen. In aller Regel sind ETFs passiv anlegende Investmentfonds. Was heißt das? ETFs folgen unterschiedlichen Indizes, die wiederum repräsentativ für das abgebildete Thema stehen.


 


Ein Klassiker ist der deutsche Aktienindex DAX, der seit dem 1. Juli 1988 sekündlich berechnet wird und vielen als Pulsmesser der deutschen Wirtschaft gilt. Die Idee dahinter: Der DAX vereinigt die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen. Im September 2021 wird die Anzahl der Indexmitglieder übrigens von jetzt 30 auf dann 40 erhöht. Hinzu kommen einige andere Änderungen am Regelwerk, damit der DAX noch besser den Zustand der deutschen Wirtschaft reflektieren kann. Neben dem DAX gibt es sehr viele andere Indizes, die verschiedenen Märkten, Regionen, Themen, der Entwicklung festverzinslicher Wertpapiere oder Rohstoffen folgen.


Wo anfangen? Asset-Allokation als Ausgangspunkt


Vor der Auswahl des persönlich passenden Index steht die sorgfältige Vermögensaufteilung, die Asset-Allokation. Denn die Aufteilung eines zur Verfügung stehenden Anlagebetrags auf unterschiedliche Anlageklassen ist wesentlich für den langfristigen Anlageerfolg. Für die meisten Anleger bieten sich vier Anlageklassen an: Aktien, festverzinsliche oder Rentenpapiere, Rohstoffe und Immobilien. Der Prozess der Asset-Allokation ist  deshalb so wichtig, da Studien immer wieder gezeigt haben, dass 80 Prozent des langfristigen Anlageerfolgs von der Aufteilung oder Allokation der Anlagegelder abhängen. Die geschickte Einzeltitelauswahl trägt demzufolge nur zu einem geringeren Teil zur Wertentwicklung bei.


 


Die Aufteilung auf unterschiedliche Anlageklassen hat entscheidende Auswirkungen auf die Schwankungen eines Portfolios. Je höher zum Beispiel der Aktienanteil ist, desto größer wird das Auf und Ab der Kurse und damit auch die Schwankung des Portfolios sein, aber auch die Aussicht auf eine zusätzliche Rendite. Ein Depot, dass einen Aktienanteil von 60 Prozent hat, lässt langfristig eine bessere Rendite erwarten als eine Anlage, die nur aus festverzinslichen Wertpapieren oder aus Tages- oder Festgeld besteht.


Welches Risiko kann verkraftet werden? 


Die Risikotragfähigkeit ist individuell sehr verschieden. Zur Ermittlung wurde früher oft die Frage gestellt „Wie hoch darf der Verlust bei der eingesetzten Anlagesumme maximal sein, damit ich noch gut schlafen kann?“ Heute geben entsprechende Simulationsrechner im Internet ein gutes Gefühl dafür, worauf sich Anleger anhand historischer Entwicklungen einstellen sollten und müssen. Die letzte Überlegung, bevor es losgehen kann, betrifft den Anlagehorizont. Vermögen braucht Langfristigkeit, um sich entwickeln zu können.


Langfristigkeit und Geduld. Daher ist das Sparen auf einen festen Zeitpunkt hin unter Einsatz von Aktien wenig sinnvoll. Eine an dieser Stelle immer wieder aufkommende Frage ist natürlich die nach dem geeigneten Einstiegszeitpunkt. Da es fast unmöglich erscheint, immer den Tiefpunkt der Kurse beim Kauf zu treffen und auch selten zum absolut höchsten Kurs verkauft wird, spielt er für den Langfristinvestor eher eine untergeordnete Rolle, wenn er überhaupt eine spielen sollte. Tiefst- und Höchstkurse lassen sich zudem erst im Nachhinein als solche identifizieren. Eine gute Möglichkeit, die Bedenken, überteuert zu kaufen, beiseitezuwischen, sind Sparpläne. Bereits für geringe Summen, aber auch für größere Anlagen, bieten ETF-Sparpläne die Möglichkeit, regelmäßig und diszipliniert zu investieren, unabhängig von jeglichen Überlegungen zum Market-Timing. Blieben noch die Kosten, die für den langfristigen Anlageerfolg eine große Rolle spielen. Vermiedene Kosten kommen dabei der langfristigen Wertentwicklung zugute. Regelmäßig berichten wir in „Die Welt der ETFs“ darüber, wie sich teurere, aktiv verwaltende Fondsmanager gegenüber passiven Anlagen schlagen. Auf lange Sicht ist eine erfolgreiche Anlage inIndizes nachbildende ETFs nicht von der Hand zu weisen.


Und wie? Als Anleger einsteigen


Sind die beschriebenen Vorüberlegungen abgeschlossen, kann es ans Anlegen gehen. Wer erstmals investiert, sollte eine möglichst breite Streuung seiner Vermögenswerte im Auge behalten, besser bekannt als „Lege nicht alle Eier in einen Korb“. Das Prinzip dahinter: Durch eine diversifizierte Anlage soll das systematische Risiko möglichst eliminiert werden, also das Risiko, was einem einzelnen Wertpapier zuzuschreiben ist.


Im Idealfall sollte ein Portfolio nur noch dem unsystematischen Risiko, also dem allgemeinen Marktrisiko, ausgesetzt sein. Die Schwankungen der gehaltenen Wertpapiere untereinander gleichen sich dabei aus und das Portfolio gewinnt langfristig kontinuierlich an Wert, auch wenn es in einer Einzeljahresbetrachtung zu heftigen  Schwankungen nach oben oder unten kommen kann. Ein ETF, der sich für den Anfang eignen könnte, ist der Lyxor MSCI All Country World UCITS ETF. Er umfasst rund 3.000 Aktien aus 23 industrialisierten und 26 Schwellenländern, eine sehr breite Aufstellung mit einem Nord-amerika-Anteil von rund 57 Prozent und einem Schwellenländergewicht von etwa 12 Prozent. Wer lieber selbst gewichtet, kann beide Anteile auch separat erwerben, zum Beispiel mit dem Lyxor MSCI World UCITS ETF oder dem Lyxor MSCI Emerging Markets UCITS ETF. Zu beachten ist, dass der USA-Anteil im MSCI World Index rund 60 Prozent beträgt und China etwa 35 Prozent im Schwellenländerindex ausmacht. In diesem Zusammenhang sind mögliche Währungsrisiken zu berücksichtigen, auch wenn die ETFs selbst in Euro gehandelt werden.


Wem der Sinn eher nach Europa steht, kann den ebenfalls sehr breit aufgestellten Lyxor STOXX Europe 600 UCITS ETF ins Auge fassen. Enthalten sind die 600 nach Marktkapitalisierung größten Aktien aus Europa. Eine breite Palette an Lyxor Core ETFs und preisgünstigen Basisanlage-ETFs erlauben es, einfach und kostengünstig die eigene Anlagestrategie um das Thema Aktien zu erweitern, um langfristig Vermögen auch in nahezu zinslosen Zeiten aufbauen zu können.


 


Geht es nicht auch bequemer?


Ihnen ist das alles zu kompliziert oder Sie suchen eher nach einer breit aufgestellten Vermögensverwaltung in einem einzigen ETF? Dann könnten Sie die Lyxor Portfolio Strategy UCITS ETFs interessieren. Diese ETFs legen wiederum in andere ETFs der Anlageklassen Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Rohstoffe an. Die vorgestellte Asset-Allokation ist hier also schon für Sie vorgenommen. Und wie alle Lyxor ETFs sind sie an der Börse handelbar und preisgünstig. Die drei Lyxor Portfolio Strategy ETFs unterscheiden sich durch Ihren Aktien-ETF-Anteil. In der defensiven Variante liegt er bei 40 Prozent, in der ausgewogenen bei 60 und bei der offensiven Variante bei 80 Prozent. Dies lässt alle Möglichkeiten offen, die Aktienmärkte bieten können. Einmal im Jahr, Anfang März, werden ihre anfänglichen Gewichtungen wiederhergestellt, Rebalancing genannt. Eine bequeme Art, mit dem Vermögensaufbau zu beginnen.



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