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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

ETFs: Seitwärtstrend bremst Kauflaune




14.05.20 09:16
Redaktion boerse-frankfurt.de

DAX Kurslinie

Mit der fehlenden Richtung am Aktienmarkt fehlt auch der klare Trend im ETF-Handel, mal wird gekauft, mal verkauft. Viel um geht derzeit in Anleihen. Hier finden auch ESG-Anleihen immer mehr Zuspruch.


 


12. Mai 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). ). Angst vor einer zweiten Infektionswelle versus Hoffnungen, die Pandemie einigermaßen in den Griff bekommen zu haben: Corona gibt weiter den Takt vor. Der DAX bewegt sich schon seit über einem Monat zwischen 10.300 und 11.000 Punkten, mit allenfalls leichter Tendenz nach oben. Am Dienstagmorgen liegt der Index bei 10.863 Punkten.


Das bestimmt auch den ETF-Handel. Je nach Tagestrend kaufen oder verkaufen Anleger. Am gestrigen Montag dominierten die Sorgen, die Abgaben überwogen, wie Carsten Schröder von der Société Générale feststellt. So trennten sich Anleger von S&P 500-ETFs von Amundi (WKN A2H573) oder Lyxor (WKN LYX0FS) sowie MSCI Japan- (WKN A0YEDV) und FTSE China-Trackern (WKN A2PB5V). Das Handelsaufkommen hat sich nach den extremen Spitzen im März und April normalisiert, fasst Schröder zusammen.


Auf Wochensicht verzeichneten die „Klassiker“ die höchsten Umsätze, also DAX- (WKN 593393DBX1DA), Euro Stoxx 50- (WKN 593395), Stoxx Europe 600- (WKN 263530), MSCI World- (WKN A0RPWH), S&P 500- (WKN A0YEDG) und Nasdaq-ETFs (WKN A0F5UF801498), wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt zeigt. Viel wird auch weiterhin mit Short-ETFs gehandelt, vor allem dem Xtrackers Short DAX Daily Swap (WKN DBX1DS) und dem Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap (WKN DBX0BY).



„Umsätze nach hohen Niveaus normalisiert“



Kräftige Verluste für Öl-/Gas- und Banken-ETFs


Rege gehandelt werden unverändert Aktien aus der Öl- und Gasbranche, meist mit dem iShares Stoxx Europe 600 Oil & Gas (WKN A0H08M). Zwar haben die Ölpreise die Tiefs vom April hinter sich gelassen, liegen aber immer noch auf extrem niedrigem Niveau. Daher brachte der iShares Stoxx Europe Oil & Gas Anlegern seit Jahresanfang ein Minus von 33 Prozent.


Auch Banken-ETFs werden wieder viel gekauft und verkauft, etwa der iShares Euro Stoxx Banks (WKN 628930). Der hat sich nach dem Corona-bedingten Einbruch im März noch gar nicht erholen können. Anleger sitzen seit Jahresanfang auf Verlusten von 45 Prozent.


Anleihe-ETFs rege gehandelt


Auffällig hoch ist derzeit das Interesse an Anleihen-ETFs: Der iShares US-Dollar Treasury Bond 7-10yr (WKN A0LGP4) und der iShares Core Euro Govt Bond (WKN A0RL83) belegen auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen fünf Handelstage die ungewohnt hohen Plätze zwei und drei. Schröder berichtet von Käufen des Lyxor Euro Government Bond (WKN LYX0XK), des Lyxor Euro Corporate Bond (WKN LYX0Z4) und des Xtrackers II ESG Euro Corporate Bond (WKN DBX0E8) mit Nachhaltigkeitsfokus. Aus den Portfolios flogen hingegen der Geldmarkt-ETF Lyxor Smart Overnight Return (WKN LYX0UV) und der EM-Staatsanleihen-ETF Lyxor iBoxx USD Liquid Emerging Markets Sovereign (WKN LYX0Y5).



„Entscheidung gegen US-Staatsanleihen nicht trivial“



Anleihen-ETFs: ESG-Fokus gefragt


Der Trend hin zu ESG-Anlagen macht sich auch im Anleihe-Segment bemerkbar. Die Zahl der Produkte steigt und steigt, liegt aber weiter deutlich hinter der von Aktien-ETFs unter Beachtung der Nachhaltigkeitskriterien: Während an der Börse Frankfurt mittlerweile 117 ETFs mit solchen Filtern gehandelt werden, sind es 31 Anleihe-ETFs 31, die meisten davon mit Unternehmensanleihen.


Das Angebot deckt bereits ein breites Spektrum ab von europäischen über US-amerikanischen, globalen und Emerging Markets-Anleihen bis hin zu gemischten Portfolios unterschiedlicher Laufzeiten. Einige ETFs tracken konkret Green Bonds, also Bonds, die zur Finanzierung von Umwelt- und Klimaprojekten aufgelegt werden. 


„ESG-Bewertung von Staatsanleihen heikel“
  
Nach Ansicht von Jose Garcia Zarate von Morningstar ist die Frage der ESG-Bewertung von Staatsanleihen weiter heikel. Die meisten ESG-relevanten Bewertungen von Staaten als Anleiheemittenten konzentrierten sich auf soziale und makroökonomische Indikatoren, etwa die Daten zum Arbeitsmarkt, Bildungssystemen oder sozialer Mobilität. „Solche Ansätze sind bei Emerging Markets vielversprechender als bei entwickelten Märkten, auch weil die Unterschiede und Disparitäten zwischen den einzelnen Emerging Markets sehr viel größer sind als in den entwickelten Märkten.“ 



Schwierig sei die Implementierung von ESG-Strategien bei Staatsanleihen auch, weil hier die Abweichungen zum globalen Rentenmarkt sehr groß sein können. Wer also den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klima-Abkommen mit einem Ausschluss von US-Anleihen quittieren wolle, müsse sich vom größten und liquidesten Rentenmarkt der Welt verabschieden. „Solche Entscheidungen sind, vor allem für institutionelle Investoren, nicht trivial.“


von: Anna-Maria Borse
12. Mai 2020, © Deutsche Börse AG




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