Kolumnist: Feingold-Research

Draghi stellt die Weichen für den DAX




05.09.17 11:22
Feingold-Research

Mit dem Handel an den US-Börsen könnte die Dynamik beim DAX am Dienstag wieder an Fahrt gewinnen. Ohne unplanmäßige Nachrichten zu Nordkorea werden sich sich Investoren mit größeren Neuengagements wohl zurückhalten. Denn am Donnerstag steht die EZB-Sitzung an, auf die wir an dieser Stelle einen Blick werfen möchten. Wir favorisieren auf Euro/US-Dollar weiterhin Short-Produkte. Besonders interessant sind die Discount-Puts  PR4S6W sowie PR4S68 sowie der Inliner DM5EX2 mit Seitwärtsrendite. Mutige Bären greifen zum Knock-Out TD9WQY.


Vor der Sitzung am Donnerstag erwarten die Investoren von Mario Draghi keine konkreten Entscheidungen. Mit Spannung wird die Pressekonferenz erwartet, auf der  Notenbank-Chef Draghi die Märkte auf das weitere Vorgehen bei den monatlichen Anleihekäufen vorbereiten könnte. Zwar erwartete man zeitweise eine Reduzierung des Volumens ab 2018, mittlerweile scheint aber auch eine Beibehaltung des aktuellen Kurses möglich. Die EZB-Sitzung sowie auch das Fed-Meeting am 20. September bietet somit viel Überraschungspotenzial.


Draghi hat es in der Hand


Für den Euro und damit auch den DAX könnten in den kommenden Wochen die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt werden. Sollte Draghi seine verbale Zurückhaltung zur Euro-Rally der vergangenen Monate aufgeben, wäre eine Trendwende beim Währungspaar Euro/Dollar und damit eine Euro-Abwertung denkbar. Der DAX dürfte dann positiv reagieren. Nach wie vor hat die EZB kein Interesse daran, dass ein starker Euro die konjunkturelle Erholung in Europa gefährdet. Immerhin wertete der Euro als einzige Weltleitwährung seit Jahresbeginn auf handelsgewichteter Basis deutlich auf.


Schwache Bilanz


Für den DAX könnte sich eine Trendwende am Devisenmarkt ebenfalls als Initialzündung erweisen, den Rückstand gegenüber den US-Märkten aufzuholen. Zwar wurde der Markt zuletzt wieder an der 200-Tage-Linie gekauft. Saisonal betrachtet sind die Voraussetzungen aber eher schlecht, der September zählt zu den schwächsten Monaten im Jahresverlauf. Ähnlich die Lage an den US-Börsen: In Nachwahljahren (wie 2017) bilden die US-Indizes meist im August ein Hoch aus, dem eine schwache Entwicklung im September und Oktober folgen. Dazu kommt der Dekadenzyklus in Form der „7er-Jahre“ (wie 1997, 2007, 2017). Nicht selten werden die Gewinne des ersten Halbjahres komplett ausradiert. Die Gewinnwahrscheinlichkeit liegt in „7er-Jahren“ im Oktober bei lediglich 17 Prozent. Gerade vor dem Hintergrund der langfristigen steigenden Märkte eine bemerkenswert schlechte Quote.



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