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Kolumnist: Feingold-Research

Die Digitalisierung schreitet voran…




08.08.17 08:01
Feingold-Research

Die Digitalisierung hat längst alle Bereiche unseres Lebens erreicht. Ein Leben ohne Smartphone ist nicht mehr vorstellbar, immer neue Apps erleichtern unseren Alltag und helfen dabei, uns mit unseren Mitmenschen zu vernetzen. Doch nicht nur in unserer Freizeit spielen Smartphone, Tablet und Co. eine wichtige Rolle, auch im Berufsleben wird die Digitalisierung zunehmend wichtiger. Sie hilft Unternehmen unter anderem dabei, Kosten und Zeit einzusparen.


Kurze Geschichte der Digitalisierung


Für viele Experten beginnt die digitale Revolution im Jahr 2002. Studien zufolge war es dem Menschen in diesem Jahr erstmals möglich, mehr Daten digital zu speichern als in Analogform. Der Grundstein der Digitalisierung wurde jedoch bereits wesentlich früher gelegt. Ende des 19. Jahrhunderts war es erstmals möglich, Töne ohne Verzerrung über das Telefon zu übermitteln. Von den heutigen Kommunikationsprogrammen wie Whatsapp war man zwar noch Lichtjahre entfernt, der Anfang jedoch gemacht.


Erst viele Jahre später, im Jahr 1968 wurde der erste Mikroprozessor entwickelt, der bis heute essentiell für Computer ist. Von den 1970er bis in die 2000er Jahre spielte vor allem die Entwicklung der IT-gestützten Kommunikation eine wichtige Rolle. Von der E-Mail über das Handy bis zu Facebook und Twitter war es zwar ein weiter Weg, heute sind wir aber überall ständig mit unseren Bekannten vernetzt. Arbeitstechnisch hatte das vor allem zur Folge, dass Daten ausschließlich digital vorlagen und verarbeitet wurden. Speichermedien wurden immer kleiner und konnten immer größere Daten speichern. Das jetzige Jahrzehnt wiederum ist geprägt von weltweiter Vernetzung mithilfe riesiger digitaler Datenmengen. Diese Entwicklung wird auch unter dem Begriff Arbeit 4.0 zusammengefasst.


So verändert die Digitalisierung den Arbeitsmarkt


Viele Menschen befürchten, dass durch die zunehmende Digitalisierung Arbeitsplätze verlorengehen, da immer mehr Tätigkeiten auch durch Maschinen ausgeführt werden können. Tatsächlich ist jedoch eher eine Verschiebung der Tätigkeiten festzustellen. Vor allem die IT-Branche konnte in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum an Arbeitsplätzen verzeichnen. Gleiches gilt für die Softwarebranche. Fabrikarbeiten und körperlich anstrengende Tätigkeiten werden indes tatsächlich immer öfter durch Maschinen übernommen. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass hier Arbeitsplätze verlorengehen. Allerdings verschieben sich die Tätigkeitsprofile, weshalb Arbeiter ein immer größeres technisches Know-How benötigen, um die Maschinen bedienen zu können. Sie müssen daher offen für Weiterbildungen und Umschulungen sein.


Das Arbeiten 4.0 erfordert Umdenken


In allen Bereichen eines Unternehmens erfordert das Arbeiten 4.0 ein Umdenken. Firmenchefs und Vorgesetzte müssen offen für die neuen Möglichkeiten sein, die die neuen Technologien bieten. Sonst können sie von Konkurrenten leicht ins Abseits gestellt werden. Auf der anderen Seite müssen aber auch die Mitarbeiter bereit sein, sich den neuen Technologien zu stellen und mit diesen zu arbeiten. Denn sie sind es schließlich, die die Technik verstehen und anwenden müssen. Besonders für ältere Arbeitnehmer stellt dies oft ein Problem dar, da sie sich auch in ihrer Freizeit weniger mit den neuen Medien beschäftigen, als ihre jüngeren Kollegen.


Digitales Arbeiten bietet einige Vorteile für Mitarbeiter


Obwohl es viele Arbeitnehmer gibt, die der zunehmenden Digitalisierung kritisch gegenüberstehen, zeigt sich der Großteil doch offen für die künftigen Aufgaben. Damit verbunden, bieten sich auch für sie einige Vorteile. Das digitale Arbeiten fördert beispielsweise das Home Office, also das Arbeiten von zu Hause aus. Durch die Cloud können Daten auch von zu Hause aus abgerufen werden. Das bietet den Vorteil, dass private Termine leichter wahrgenommen werden können und die Kinderbetreuung bequemer vonstattengeht. Auf der anderen Seite befürchten viele Arbeitnehmer dadurch eine Verschmelzung von Arbeits- und Privatleben.


Zeit sparen durch die digitale Vernetzung


Die Digitalisierung birgt viele Vorteile für Unternehmen, unter anderem können so Geschäftsabläufe vereinfacht und Zeit gespart werden. Das bezieht sich zum einen auf innerbetriebliche Arbeitsabläufe. Viele Unternehmen benutzen bereits Nachrichtensysteme wie Skype, um innerhalb des Unternehmens miteinander zu kommunizieren. Das geht schneller als von einem Büro zum anderen zu laufen, außerdem können so auch Daten in Sekundenschnelle übermittelt werden. Daten können aber auch direkt auf einem gemeinsamen Unternehmensserver oder in der Cloud abgelegt werden, sodass jeder Mitarbeiter Zugriff auf sie hat. Unterstützend dazu können Unternehmenssoftwares, wie sie der Marktführer Lexware anbietet, dabei helfen, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und dadurch Zeit einzusparen.


Durch die weltweite Vernetzung können auf der anderen Seite aber auch Dienstreisen zu Kunden und Geschäftspartner überflüssig werden. Auch Konferenzen können schnell und einfach über das Internet abgehalten werden, auch wenn sich die Geschäftspartner in einem anderen Land befinden.


Erhöhte Kundebindung durch Onlinepräsenz


Viele Unternehmen sind online bereits tätig, bei anderen besteht hier noch deutlicher Handlungsbedarf. Dabei geht es nicht nur darum, einen Online-Shop aufzubauen, sondern diesen auch durch Ratgeber zu ergänzen, die dem Kunden Mehrwert liefern. Darüber hinaus spielt auch die Präsenz in Social Media wie Facebook, Twitter oder Instagram eine immer wichtigere Rolle. Eine besonders kundenfreundliche Entwicklung sind auch die zahlreichen Live-Chats, die in vielen Online-Shops zum Einsatz kommen und die Kunden innerhalb weniger Sekunden kompetent beraten können.


Kosteneinsparung durch Digitalisierung


Ein Bereich, in dem mit dem Einsetzen der Digitalisierung viel Geld gespart werden konnte, sind die Druckkosten. Da Daten problemlos digital zu Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden gesendet werden können, fallen Druckkosten für Tinte, Papier und Wartung des Druckers weg. Darüber hinaus werden Porto- und Versandkosten gespart, wenn ein Unternehmen auf elektronische Rechnungen umsteigt. Das papierlose Büro ist ferner nicht nur kostensparend, sondern auch umweltschonend.


Durch den Einsatz eines sogenannten Smart Meters können Stromkosten gespart werden. Dabei handelt es sich um einen intelligenten Stromzähler, der zum einen Daten direkt an das Stromunternehmen sendet und damit ein kostenpflichtiges Ablesen überflüssig macht, zum anderen Daten von den Geräten im Gebäude erhält und dadurch erkennt, wo Strom gespart werden kann.


Die verringerten Geschäftsreisen sind nicht nur zeitsparend, sie schonen außerdem auch den Geldbeutel. Über 46 Milliarden Euro wurden im Jahr 2012 in Deutschland für Geschäftsreisen ausgegeben. Obwohl die persönliche Begegnung auch im digitalen Zeitalter eine wichtige Rolle spielt, kann hier viel Geld eingespart werden. Denn durch Videokonferenzen und intelligenten Datenversand können viele Vorgänge auch vor Ort geklärt werden. Weitere Tipps zur Kosteneinsparung durch Digitalisierung bietet dieses kostenlose Whitepaper.


Auch künftig wird durch die Arbeit 4.0 weiteres Einsparpotential nutzbar sein. Eine Studie zeigt, dass die deutsche Industrie durch die Digitalisierung künftig etwa ein bis zwei Milliarden Euro im Jahr an Materialkosten einsparen kann. Dabei spielt wiederum vor allem die Vernetzung der Produktion mit anderen Bereichen eines Betriebs eine entscheidende Rolle.


Mangel an Fachkräften in der Zukunft?


Obwohl die Digitalisierung schon sehr weit fortgeschritten ist, ist ein Ende noch lange nicht in Sicht. Künftig wird sich vor allem der Austausch von Daten noch deutlich mehr digital abspielen. Mitarbeiter können dann von überall auf der Welt Daten abrufen. Das Arbeiten 4.0 stellt die Arbeitswelt aber auch vor Probleme, wie Experten befürchten. So gehen sie davon aus, dass bis zum Jahr 2030 circa 50 Millionen Fachkräfte im IT-Bereich fehlen werden. Für Studienplatz- und Ausbildungssuchende ist der Blick in die IT-Branche also durchaus lohnend.


Fazit


Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt revolutioniert. Riesige Datenmengen können schnell und einfach verschickt werden und sind von der ganzen Welt aus erreichbar. Besonders in den Bereichen Kosten- und Zeitersparnis haben viele Unternehmen schon vom Arbeiten 4.0 profitiert, jedoch gibt es auch hier immer noch Sparpotential. Langfristig gesehen stellt die Digitalisierung den Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen, bietet jedoch besonders jungen Menschen gute Chancen.



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