Kolumnist: Stephan Bogner

Deutscher Geologe entdeckt eine seltene Carbonatit-Lagerstätte




08.08.17 17:28
Stephan Bogner


Patrik Schmidt aus Weilheim an der Teck studierte Geologie an der Eberhard-Karls Universität in Tübingen. 2008 begann er für Dahrouge Geological Consulting Ltd. zu arbeiten. Während er aktuell an der University of Windsor promoviert (Forschung über HFSE- (“High-Field Strength Element“) Verhalten während magmatischen und hydrothermalen Prozessen im Eldor Carbonatit), entdeckte er jüngst einen ausbeissenden Carbonatit in einem Flussbett auf dem CAP Grundstück, der anschliessend mit Bohrungen getetest wurde. 


Heute machte Arctic Star Exploration Corp. eine eindrucksvolle Ankündigung der Entdeckung eines Carbonatit-Komplexes auf ihrem CAP Grundstück in British Columbia, Kanada. Das Unternehmen startete Mitte Juli ein erstes Bohrprogramm und 2 der 4 Bohrungen durchschnitten tatsächlich einen Carbonatit. Die Laborergebnisse stehen aus und werden in Kürze erwartet, womit wohl das Vorhandensein von Niob innerhalb Carbonatit offiziell bestätigt wird.


Arctics Berater, Jody Dahrouge von Dahrouge Geological Consulting Ltd., kommentierte in der heutigen News:


“Wir sind extrem dankbar, Teil der Gruppe zu sein, die diesen bis dato unbekannten Carbonatit-Syenit-Komplex konzeptualisiert und entdeckt hat. Carbonatit ist eine extrem seltene Gesteinsart, da nur etwa 550 Komplexe weltweit identifiziert wurden. Neben ihrer Seltenheit sind sie auch bekannt, die Produktionsquelle einer Fülle von Rohstoffen zu sein, einschliesslich der dominanten Quelle von Niob und seltenen Erdenelementen (“REEs”). Die möglichen Belohnungen, die mit einer neuen Entdeckung wie auf CAP assoziert werden, können nicht stark genug betont werden.”


Arctic und ihre Aktionäre warten nun gespannt auf die Laborergebnisse.


Der Geologe Patrik Schmidt bei der Arbeit vor Ort auf dem Grundstück (Quelle: Arctic Star Exploration):



Arctic Star Exploration Corp. akquirierte 2010 das CAP Grundstücken (durch Abstecken/Staking) basierend auf einer magnetischen Anomalie, die von Regierungsuntersuchungen festgestellt wurde. Das Unternehmen dachte, dass dies ein Carbonatit sein könnte (aufgrund der Grösse, Form und Lage inmitten einem ruhigen magnetischen Hintergrund aus Sedimenten). Anschliessende Arbeiten fanden schmale Syenit-Dykes, von denen geglaubt wurde, mit einem Carbonatit-Komplex in Zusammenhang zu stehen.


Damals wurden diese Dykes mit Gesteinsproben untersucht und enthielten eine höchst anomale Geochemie (indikativ für eine grosse und höhergradigere Carbonatit-Lagerstätte unterhalb der Erdoberfläche): 0,48-0,98% Nb2O5, 1,13-3,19% Zirconium, >0,1% Lanthan, >0,1% Cer und >0,05% Neodym. Am 18. Juli 2017 startete Arctic ein erstes Bohrprogramm.


Soeben habe ich das Management für ein kurzes Interview angerufen und wurde informiert, dass die Interpretation eines Carbonatit-Komplexes auf dem Grundstück nun erstmals bestätigt werden konnte, da ein deutscher Geologe, Patrik Schmidt vor kurzem nahe der nördlichsten Bohrstation Erkundungen durchführte und dabei einen an der Erdoberfläche austretenden Carbonatit in einem Flussbett fand. Daraufhin änderten sie die Richtung von Bohrloch #4, um den Carbonatit zu treffen, und die Fotos der Bohrkerne sprechen eine eindeutige Sprache. Ein 77 m langer Bohrabschnitt zeigt Carbonatit mit umfangreicher Mineralbeimengung. Die Laborergebnisse werden in Kürze veröffentlicht und sollten die Entdeckung einer niobreichen Carbonatit-Lagerstätte offiziell machen. Mutige Investoren dürften allerdings schon heute auf eine entsprechende Entdeckung spekulieren.


Die jüngsten Arbeiten auf dem Grundstück fokussierten sich auf ein 3.000 x 1.000 m Gebiet, wo vorherige Geophysik und Gesteins-Erdbodenproben eine markante Anomalie anzeigten. Vor kurzem wurden 4 Bohrlöcher fertiggestellt, wobei auch Prospektion, Kartierungen und Gesteinsprobenahmen durchgeführt wurden. Highlights:


• Carbonatit- und/oder alkaliartige Gesteine wurden in 2 von 4 Bohrungen angetroffen;


• eine etwa 90 m kartierte Streichlänge von Carbonatit in Ausbissen mit offensichtlicher, geschättzter Mächtgkeit von >50 m; und


• Entdeckung von zahlreichen weiteren Carbonatit-Ausbissen und dazu in Verbindung stehende Gesteine (in einem etwa 800 x 200 m Gebiet).


Das signifikanteste Bohrloch (CAP17-004) durchschnitt:


• 53-75 m: Calcit-Carbonatit, Fenit, Syenit, Nebengestein


• 75-152 m: Carbonatit mit unterschiedlicher Zusammensetzung (siehe Foto unten)


• 152-219 m: Syenit und Fenit; EOH (“End of Hole“).


Die tatsächliche Mächtigkeit dieser Bohrabschnitte ist bislang noch nicht bekannt. Das Unternehmen gibt zu Bedenken, dass obwohl eine umfangreiche Mineralbeimengung mit unterschiedlicher Zusammensetzung im gesamten Bohrkern sichtbar ist, es noch zu früh ist, um festlegen zu können, ob irgendwelche Metalle oder Minerale in signifikanten Konzentrationen vorkommen. Die Bohrkerne werden aktuell vorbereitet, um in Kürze ins Labor geschickt zu werden.


Fotos vom Bohrkern CAP17-004, die Carbonatit mit umfangreicher Mineralisierung zeigen. Bald werden die Laborergebnisse die genaue Mineralzusammensetzung bestimmen (Quelle: Arctic Star Exploration):





Foto von der jüngst abgeschlossene Bohrung CAP17-004,  das womöglich den Unteren Syenit zeigt (Quelle: Arctic Star Exploration):



Ausbeissender Carbonatit in einem Flussbett, der jüngst von Patrik Schmidt während Erkundungsarbeiten entdeckt wurde (Quelle: Arctic Star Exploration): 



Über Carbonatit-Lagerstätten

Als Karbonatit wird in der Geologie ein selten vorkommendes, stark an Siliciumdioxid untersättigtes magmatisches Gestein bezeichnet, das definitionsgemäß mehr als 50 Volumenprozent Karbonatminerale enthält. Die zu den ultramafischen Gesteinen zählenden Karbonatite treten vorwiegend intrusiv auf, effusive Äquivalente sind sehr selten. Gegenüber assoziierten alkalischen Silikatschmelzen besitzen Karbonatitschmelzen bemerkenswerte physikalische Eigenschaften. So sind beispielsweise ihre Löslichkeiten für Elemente, die in Silikatschmelzen nur selten anwesend sind, sehr hoch. Ihr Aufnahmevermögen für Wasser und andere flüchtige Substanzen wie beispielsweise Halogene sind bei den in der Erdkruste herrschenden Drucken unter allen Schmelzen am höchsten. Karbonatitschmelzen sind überdies sehr effizient im Transport von Kohlenstoff aus dem Erdmantel in die überlagernde Kruste, da sie über weite Temperaturbereiche hinweg flüssig bleiben. Karbonatitische Magmen zeichnen sich durch eine sehr geringe Viskosität aus. Dies dürfte wesentlich dazu beitragen, dass die Interkonnektivität zwischen den Korngrenzen im Mantelgestein aufrecht erhalten bleibt und somit metasomatische Anreicherungen im oberen Mantel erfolgen können. (Quelle: Wikipedia)


Mineralisierte Carbonatit-Systeme werden abgebaut und/oder sind potentielle Quellen für Rohstoffe wie REEs, Niob, Tantal, Kupfer, Nickel, Eisen, Titan, Zirconium, PGE (Platingruppenelemente), Gold, Fluorspar, Kalkstein, Sodalit und Vermiculit. Starkes Nachfragewachstum, z.T. von einer Reihe von “grüne Energie“-Lösungen, haben den Preisdruck auf eine Reihe von diesen Rohstoffen, die mit Carbonatiten in Verbindung stehen, erhöht. Einige der bemerkenswerten aktiven und zuvor produzierenden Carbonatit-Lagerstätten beinhalten Palabora (Cu, Ni, Au, PGE, und andere), Süd-Afrika; Bayon Obo (REEs, Fe, Nb, Fluorspar), China; Araxa (Nb), Brasilien; Cargill (Phosphat), Kanada; Niobec (Nb), Kanada; Mountain Pass (REE’s), USA; und Mount Weld (REEs), Australien.


Jüngste Bohrungen bestätigten ein Carbonatit-System auf dem CAP Grundstück (Quelle: Arctic Star Exploration):



Schematischer Querschnitt durch einen Carbonatit-Komplex:



Für weitere Informationen über das CAP Grundstück, dem Rocky Mountain Rare Metal Belt in British Columbia, weltweit signifikanten Niob-Lagerstätten, dem boomenden Niob-Markt mit schnell wachsender Nachfrage und Nio-Transaktionen/Übnernahme, siehe Rockstone Report #3. 


Unternehmensdetails

Arctic Star Exploration Corp. 
1111 West Georgia Street
Vancouver, B.C. V6E 4M3, Kanada
Telefon: +1 604 689 1799 
Email: info@arcticstar.ca


Aktien im Markt: 55.092.522





Kanada Symbol (TSX.V): ADD
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Deutschland Kürzel / WKN (Frankfurt): 82A1 / A2DFY5
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Disclaimer: Bitte lesen Sie den vollständigen Disclaimer im vollständigen Research Report als PDF auf der Webseite von Rockstone Research, da fundamentale Risiken und Interessenkonflikte vorherrschen.



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