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Kolumnist: Holger Steffen

Deutsche Bank: Der Zins-Joker




13.11.17 09:20
Holger Steffen

Die Aktie der Deutschen Bank versucht das Comeback, die wichtige Marke
von 15 Euro konnte mit der jüngsten Kurserholung zurückerobert werden.
Zwar bläst dem Institut nach wie vor der Gegenwind ins Gesicht, aber die
Restrukturierung der Aktivitäten und eine Makrodeterminante versprechen
perspektivisch Unterstützung. Wachstum sieht anders aus, im dritten
Quartal sind die Erträge der Deutschen Bank erneut um 10 Prozent auf 6,8
Mrd. Euro gesunken, und wieder schwächelte das Investmentbanking.
Eine gesunkene Risikovorsorge für Kredite und anhaltende Kostendisziplin
ermöglichten vom niedrigen Niveau des Vorjahres aus aber eine deutliche
Verbesserung des Vorsteuerergebnisses um 51 Prozent auf 933 Mio. Euro.
Die Aktionäre sind bei der Deutschen Bank inzwischen schon mit kleinen
Lichtblicken zufrieden und schickten die Aktie auf Erholungskurs.

Dennoch betonten die Analysten von RBC Capital, dass das Institut zu
denjenigen europäischen Bankhäusern gehörte, die beim EBT zwischen Juli
und September die Konsensschätzungen der Analysten am deutlichsten
verfehlt haben. Auch ansonsten sind die Analysten der Deutschen Bank
nicht sonderlich wohlgesonnen. Zuletzt gab es in erster Linie Halten-
oder Verkaufsempfehlungen, das durchschnittliche Analystenkursziel liegt
etwa 5 Prozent unter dem aktuellen Börsenkurs. Doch es gibt auch
Treiber, die das Comeback der Aktie untermauern könnten.

Die Fusion der Postbank mit dem übrigen Privat- und
Geschäftskundengeschäft verspricht perspektivisch hohe Synergien, und
mit dem Börsengang der Asset-Management-Sparte winkt die Hebung stiller
Reserven. Besonders wichtig für die europäischen Banken wäre aber eine
langsame Normalisierung der Zinslandschaft in Europa. Als
EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure in der letzten Woche darauf
hinwies, dass die Anleihenkäufe der Zentralbank nicht ewig weitergehen
können (schon aus technischen Gründen wegen begrenzter Volumina)
reagierten die Bankaktien prompt positiv.

Die unterstützenden Faktoren könnte sich bei der Aktie der Deutschen
Bank in den nächsten Monaten trotz aller Probleme durchsetzen.
Risikobereite Akteure steigen jetzt ein und sichern sich mit einem
großzügigen Stop-Loss bei 14 Euro ab.


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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
16,03 € 16,235 € -0,205 € -1,26% 22.11./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005140008 514000 17,82 € 12,68 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
15,991 € -1,50%  22.11.17
NYSE 18,91 $ -0,53%  22.11.17
Berlin 16,20 € -0,80%  22.11.17
Hannover 16,21 € -0,98%  22.11.17
Frankfurt 16,014 € -1,08%  22.11.17
Stuttgart 16,007 € -1,08%  22.11.17
Düsseldorf 16,01 € -1,11%  22.11.17
Xetra 16,03 € -1,26%  22.11.17
München 15,985 € -1,30%  22.11.17
Hamburg 15,98 € -2,23%  22.11.17
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