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Kolumnist: Cornelia Frey

Dax zwischen leichter und erleichtert




14.03.19 14:56
Cornelia Frey

Euwax

No „No-Deal-Brexit“
 
von Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten

Der Dax startet unverändert in den Donnerstag, legt dann aber nach der ersten Handelsstunde zu. Das Thema „ No Deal Brexit“ ist nach der Abstimmung am Abend „vom Tisch“. Jetzt wird über eine Verschiebung abgestimmt. Anleger sind ruhig – gefährlich ruhig. Der Dax bleibt damit unter der 200 Tagelinie.

Viele Anleger sind skeptisch und sichern ihre Positionen mit Puts ab. Außerdem ist am Freitag großer Verfallstag. Derweil geht die Berichtssaison in eine weitere Runde.
Die Vorgaben aus den USA sehen gut aus: Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter und die Bauausgaben waren im Januar überraschend gestiegen. In China dagegen stochert die Industrieproduktion bei mageren 5,3 Prozent Wachstum herum.
 
Lufthansa wirtschaftet erstklassig
Die Lufthansa hat 2018 den zweithöchsten Gewinn ihrer Geschichte eingeflogen. Und das trotz hoher Treibstoffkosten und teurer Flugausfälle.
Der operative Gewinn lag mit gut 2,8 Milliarden Euro rund vier Prozent niedriger als im Rekordjahr 2017. Der Nettogewinn ging um acht Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro zurück. Damit verdiente der Dax-Konzern mehr als von Analysten erwartet.
Der Umsatz steigt um sechs Prozent auf 35,8 Milliarden Euro.
Die Dividende bleibt stabil bei 80 Cent.
Möglicherweise aber drücken höhere Preise für Flugbenzin im laufenden Jahr noch stärker auf das Ergebnis. Lufthansa peilt für 2019 daher einen operativen Gewinn in der Spanne von 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro an. Analysten rechnen mit einem Wert auf Vorjahreshöhe also rund 2,8 Milliarden Euro.
 
RWE schwächelt
RWE hat weniger Strom erzeugt – bei fallenden Preisen. Das hat das Ergebnis im vergangenen Jahr belastet.
Das bereinigte operative Ergebnis von "RWE alleine" sank 2018 von 2,1 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro. Auch das Nettoergebnis sinkt. Beide Kennziffern lagen im Rahmen der Unternehmensprognose. In den Zahlen ist die Tochter Innogy nicht mehr enthalten. Innogy wird derzeit von E.on übernommen.
Für das vergangene Geschäftsjahr will RWE wie angekündigt eine Dividende von 0,70 Euro zahlen. Das ist zwar deutlich weniger als im Vorjahr (1,50 Euro). Allerdings war darin eine Sonderdividende im Zusammenhang mit Rückzahlungen zu Unrecht gezahlter Atomssteuern enthalten. Für das neue Geschäftsjahr kündigte RWE eine Ausschüttung von 0,80 Euro je Aktie an. Für 2019 erwartet der Energiekonzern bestenfalls ein stabiles Ergebnis.
 
Boeing 737 Max bleiben weltweit am Boden
Auch die USA haben jetzt ein Startverbot für alle Boeing 737 Max verhängt. Damit ist ein Großteil der weltweiten Flotte des Flugzeugtyps lahmgelegt.
Boeing selber empfahl als Vorsichtsmaßnahme ein weltweites Startverbot für alle 371 Flugzeuge der Baureihe 737 Max.
 
Gea Gewinneinbruch Dividende stabil
Der Maschinenbauer Gea will trotz eines Gewinneinbruchs die Dividende für 2018 stabil bei 85 Cent halten. Das Unternehmen hatte bereits Anfang Februar Eckdaten für das vergangene Jahr vorgelegt und seine Mittelfristziele eingestampft. Für das laufende Jahr kalkuliert das im MDax notierte Unternehmen - wie bereits bekannt - einen moderaten Umsatzrückgang. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll auf 440 bis 490 Millionen Euro weiter sinken. 2018 wies Gea 518 Millionen Euro aus, acht Prozent weniger als im Vorjahr.

K+S hält Anleger bei Laune
Der Dünger- und Salzkonzern K+S will die Anleger nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr mit einer höher als erwarteten Dividende bei Laune halten. Statt der üblichen 40 bis 50 Prozent des Konzerngewinns sollen für 2018 56 Prozent ausgeschüttet werden. Absolut bedeutet das eine Dividende in Höhe von 0,25 Euro Euro je Aktie nach 0,35 Euro im Vorjahr. Analysten hatten im Durchschnitt einen Rückgang auf 0,19 Euro erwartet.

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