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Kolumnist: Feingold-Research

Dax – den volatilen Herbst nutzen




12.09.18 07:33
Feingold-Research

In unserem ersten Teil Amazon, Apple, Facebook – Stimmungswandel und 4 Krisen schauten wir uns bereits die ersten aktuellen Krisen im wirtschaftlichen Umfeld an. Mit den Worten Trump, Brexit und Italien ist eigentlich schon genug gesagt. Auch die Emerging Markets könnten für Unruhe sorgen. Jedoch lehrten die vergangenen Krisen, dass diese die Aktienmärkten nur kurzfristig aus der Ruhe bringen könnten. Daher können schlechte Tage in einem volatilen Herbst ein guter Einstieg in die Märkte sein. Elf Prozent Bonusrendite bietet beispielsweise der Dax Capped-Bonus HX0GRR.

Blicken wir nun auf den spannenden zweiten Teil der Experten der Börse München:


Krise 4: Neue Welt(finanz-)wirtschaftskrise durch Schwellenländern

Den Gestank der letzten Krisen der Schwellenländer – 1997/98 wegen Leistungsbilanzdefiziten, im Rahmen der Finanzkrise ab 2008, im Zusammenhang mit den Schockwellen an den globalen Zinsmärkten 2013 und zuletzt 2015/16 aus Angst, Chinas Wachstumsmodell könnte scheitern – hat noch jeder Aktionär in der Nase. Damals wurden jeweils alle Emerging Market von den Finanzmärkten einfach über einen Kamm geschoren und abgestraft.


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Da die Emerging Markets immer mehr Wirtschaftskraft auf sich vereinen, wächst auch ihr weltwirtschaftliches Schadenspotential. Die aktuellen Währungseinbrüche in Indien, vor allem aber in Argentinien und der Türkei werden vielfach bereits als Vorboten einer neuen allgemeinen Krise der Schwellenländer mit globalen Ansteckungseffekten betrachtet.


Wie wird also das Aktien-Herbstwetter?

Auf den ersten Blick sprechen diese Krisen für gewaltige Aktien-Herbststürme. Doch ist auch ein zweiter Blick auf das Herbstwetter anzuraten.


Frankfurt_Börse_Banken_3Das Trumpsche Handels-Tief kann sich durchaus abschwächen. Zunächst gibt es viele rational und nicht wie der US-Präsident emotional handelnde US-Unternehmen, die nicht auf die europäischen Lieferketten und schon gar nicht auf die Absatzmärkte in Übersee – die bei einer Handelseskalation ebenso weniger zugänglich wären – verzichten wollen. Und was spricht gegen mehr US-Importe von Sojabohnen, Flüssiggas und Fracking-Öl nach Europa, damit sich der europäische Handelsbilanzüberschuss zu den USA verringert?


Um die britische Küche ist es nach EU-Exodus der Briten nicht unbedingt schade. Und die typischerweise sehr flexible deutsche Exportindustrie wird den Ausfall Großbritanniens zunehmend ersetzen können. Aus Stabilitätssicht ist der Abgang Großbritanniens sicherlich schmerzhaft. Aber wie weh tut es eigentlich noch, wenn die Stabilitätsunion doch ohnehin regelmäßig vermöbelt wird?


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Tatsächlich geht die Entstabilisierung Europas weiter. Oder glaubt irgendjemand, dass Italien in den europäischen Schuldturm geworfen wird? Niemand in der EU will die Italiener gegen EU und Eurozone aufbringen. Brüssel ist das Zusammenhalts-Hemd näher als der Stabilitäts-Rock.


Und einem nachhaltigen Vertrauensverlust Italiens an den Anleihemärkten oder gar einem Schuldeninferno wird sich die EZB entgegenstemmen wie eine Henne, die ihre Küken schützt. Einer Zahlt Bestimmt bleibt die inoffizielle Übersetzung von EZB. Mit diesem geldpolitischen Breitbandantibiotikum werden auch Ansteckungseffekte im Keim erstickt. Übrigens, wenn kein Deutscher EZB-Präsident wird, muss auch niemand im Euroraum Stabilität befürchten.


asien_emergingmarketsIn puncto Schwellenländer gibt es sicherlich die bad boys, die meinen, wirtschaftliche Naturgesetze aushebeln zu können. Da darf man sich nicht wundern, wenn das Auslandskapital Flügel bekommt und die Währung – der Aktienkurs eines Landes – massiv an Wert verliert. Aber es gibt auch die good boys, die finanziell, wirtschaftlich und währungsseitig gut dastehen. Warum sollte das Kapital aus diesen attraktiven Ländern flüchten? Nicht zuletzt bremst die Fed die Anziehungskraft Amerikas als Fluchthafen für Kapital. Um frühere Fehler nicht zu wiederholen, nimmt sie von scharfen Zinserhöhungen Abstand.


Natürlich kann niemand schwarze Schwäne an den Aktienmärkten ausschließen. Doch die Finanzgeschichte lehrt, dass jede Krise in den letzten 10 Jahren Aktien nur kurzfristig aus der Ruhe bringen konnte. Grundsätzlich fürchten Politiker einen Weltwirtschaftseinbruch wie 2008, der einem neuerlichen Aktien-Crash ohne Zweifel wieder folgen würde. Das Motto lautet: Besser jetzt vorbeugen als später heilen. Oder: Wo die Not am größten, werden auch noch morgen die Notenbanken am nächsten sein.


Eine erhöhte Schwankungsbreite bei Aktien ist zwar einzukalkulieren, aber kein verheerender Vierfaltigkeitssturm.


Auch der Herbst hat noch schöne Aktien-Tage.


Quelle: Börse München, eigene Recherche



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