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Kolumnist: Holger Steffen

Daimler: Nach der Absolution ein Kauf?




07.08.17 08:47
Holger Steffen

Nach einem rabenschwarzen Juli ist die Aktie von Daimler
zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen. Trotz
eines kritischen Newsflows versucht die deutsche Politik zu helfen –
kann das die Wende bringen?
Operativ läuft es weiterhin ordentlich bei Daimler. Im zweiten Quartal
wurde der Umsatz um 7 Prozent auf 41,2 Mrd. Euro gesteigert, das EBIT
erhöhte sich in Relation dazu überproportional von 3,3 auf 3,7 Mrd.
Euro. Und trotz eines desaströsen Newsflows zum Dieselmotor bleibt der
Konzern beim Absatz auf Kurs, mit einem Anstieg der
Mercedes-Verkaufszahlen um 11 Prozent im Juli ist Daimler gut in das
dritte Quartal gestartet.

Dennoch ist die Dieselabgasproblematik ein entscheidender Faktor für die
Performance der Aktie. Die Bundesregierung versucht zu helfen, ohne vor
den Bürgern das Gesicht zu verlieren, und will die Hersteller mit einem
umfangreichen Softwareupdate durchkommen lassen – eine Absolution zum
Spartarif. Das in Deutschland größere Querschüsse von der Politik
kommen, ist wegen der Bedeutung der Autoindustrie eher unwahrscheinlich.
Andere Institutionen haben allerdings weniger Beißhemmung. EU-Kommissar
Oettinger hat gerade bestätigt, dass die Kartellvorwürfe gegen die
deutschen Automobilproduzenten durchaus Milliardenstrafen nach sich
ziehen könnten – wobei Daimler nach der Selbstanzeige relativ gute
Karten hat.

Im Abgasskandal hingegen bleibt die Hauptunsicherheit für die
Stuttgarter, ob in den USA noch größere Strafen verhängt werden.
Insgesamt bleibt das Bild bei Daimler sehr gemischt. Der Diesel- und
Kartellskandal sorgt für eine anhaltende Unsicherheit, zudem besteht
unverändert die Gefahr, dass die Dynamik am Weltautomobilmarkt weiter
abnimmt. Dem steht eine sehr günstige Bewertung mit einem Konsens-KGV
von 6,7 und einer geschätzten Dividendenrendite von 5,7 Prozent gegenüber.

Das Argument galt aber schon vor dem jüngsten Kursrutsch und hat nicht
geholfen. Angesichts eines intakten kurzfristigen Abwärtstrends greifen
auf dem aktuellen Niveau nur mutige antizyklische Investoren zu, die
darauf setzen, dass der Newsflow aus der Branche in den nächsten Monaten
nicht mehr schlimmer werden kann. Für Investments empfiehlt sich ein
enger Stop-Loss knapp unter dem zuletzt markierten Zwischentief.


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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
60,31 € 60,42 € -0,11 € -0,18% 18.08./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007100000 710000 73,23 € 59,01 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
60,417 € +0,34%  18.08.17
Nasdaq OTC Other 70,8775 $ +0,25%  18.08.17
München 60,39 € -0,05%  18.08.17
Stuttgart 60,25 € -0,07%  18.08.17
Xetra 60,31 € -0,18%  18.08.17
Düsseldorf 60,18 € -0,22%  18.08.17
Frankfurt 60,201 € -0,35%  18.08.17
Berlin 60,27 € -0,36%  18.08.17
Hamburg 60,14 € -0,60%  18.08.17
Hannover 60,04 € -0,73%  18.08.17
  = Realtime
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