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Kolumnist: Feingold-Research

DAX – weitere Kursgewinne sind möglich




07.06.21 12:47
Feingold-Research

Wochenplus und neue Rekorde: Die deutschen Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche überwiegend Gewinne verzeichnet. Dabei ging es bei den Standardwerten nach einem schwächeren Wochenstart kontinuierlich bergauf, während die Nebenwerte-Indizes auch zeitweilige Rücksetzer hinnehmen mussten. Verantwortlich für die Kauflaune der Anleger waren in erster Linie gut aufgenommene Wirtschaftsdaten. So überzeugte unter anderem die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone. Auch der US-Arbeitsmarktbericht sorgte für spürbaren Auftrieb. Hier war die Arbeitslosenquote zurückgegangen, wobei der Stellenaufbau schwächer ausfiel als prognostiziert. Dies führte wiederum dazu, dass eine schneller als erwartet kommende Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed als weniger wahrscheinlich angesehen wurde. Wir stellen den Marktkommentar von Robert Ertl, Börse München, vor.


Mehrere Rekordstände im Wochenverlauf



Der Deutsche Aktienindex (Dax) markierte im Wochenverlauf mehrere Rekordstände, zuletzt am vergangenen Freitag bei knapp 15.706 Zählern. Letztlich gewann der Dax im Wochenvergleich 1,1 Prozent auf 15.692,90 Punkte. Angetrieben wurde der Index vor allem von starken Automobiltitel. So stieg der Kurs von BMW auf Wochensicht um 7,5 Prozent, der von Volkswagen um 6,3 Prozent und der von Daimler um immerhin 3,5 Prozent. Der MDax rückte im Wochenvergleich um 1,1 Prozent auf 33.689,65 Zähler vor, auch dieser Index verzeichnete neue Rekordhochs. Dagegen gab der TecDax 1,1 Prozent auf 3.387,45 Punkte ab. Hier belastete unter anderem das Ab und Auf bei Morphosys. Nach der Ankündigung einer Milliarden-schweren Übernahme in den USA brach der Kurs des Biotech-Unternehmens ein. Im weiteren Wochenverlauf erholten sich die Titel zwar spürbar, auf Wochensicht stand dennoch ein Minus von 3,7 Prozent zu Buche. Der m:access All-Share stieg im Wochenvergleich um 2,6 Prozent auf 3.183,09 Zähler.


BILD: BMW Trugen ein gutes Stück zu den Rekordständen im DAX bei, die Autotitel von BMW, Daimler und Volkswagen. Im Bild das neu ausgebaute BWM-Werk für E-Motoren in Dingolfing.

Anleihen: Leichte Schwankungen



Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten haben in der vergangenen Woche unter leichten Schwankungen zugelegt. Zwar belasteten zeitweise einige besser als erwartet ausgefallen Konjunkturdaten. Letztlich überwog aber, dass die Marktteilnehmer eine raschere Straffung der Geldpolitik trotz anziehender Inflationsraten weniger wahrscheinlich finden. Im Wochenvergleich ging die Rendite der marktbestimmenden zehnjährigen Bundesanleihe von -0,18 auf -0,21 Prozent zurück. Die Umlaufrendite reduzierte sich von -0,24 auf -0,25 Prozent.

Konjunkturdaten stützen US-Kurse



Die US-Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Auch hier hoben Konjunkturdaten sowie die nachlassende Sorge vor einer rascheren Zinswende der Fed die Stimmung. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich im Wochenvergleich um 0,7 Prozent auf 34.756,39 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index rückte um 0,6 Prozent auf 4.229,89 Zähler vor. Der technologielastige Nasdaq-100-Index gewann ebenfalls 0,6 Prozent auf 13.770,77 Punkte.

Ausblick: Weitere Kursgewinne möglich



Nachdem zuletzt die US-Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche dazu beigetragen haben, die Sorgen vor einer rascher als angenommenen Straffung der Geldpolitik zu lindern, rechnen einige Beobachter auch für die aktuelle Handelswoche mit Kursgewinnen an den deutschen Aktienbörsen. Fürs Erste könnten die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung die Befürchtung steigender Zinsen in den Hintergrund drängen, heißt es. Wie lange das so bleiben wird – falls es überhaupt so kommt –, ist allerdings offen. Denn es gibt durchaus abweichende Meinungen hinsichtlich der Frage, ob die derzeit teils oberhalb der Zielmarken der Notenbanken liegenden Teuerungsraten tatsächlich nur ein temporäres Phänomen sind.

Investoren blicken auf die EZB-Sitzung



Auch vor diesem Hintergrund dürften die Anleger mit großem Interesse auf die zur Veröffentlichung anstehenden US-Verbraucherpreise blicken. Und natürlich kann sich die Europäische Zentralbank (EZB) der vollen Aufmerksamkeit der Märkte gewiss sein, wenn sie das Ergebnis ihrer Ratssitzung bekannt gibt. Dabei erwartet allerdings kaum ein Marktteilnehmer eine Straffung der Geldpolitik, einige Analysten können sich sogar die Ankündigung weiterer Stützungsmaßnahmen vorstellen. Auf jeden Fall aber dürfte es eine aktualisierte Einschätzung der Konjunkturerwartung der EZB geben. Neben diesen beiden Terminen könnten zudem die ZEW-Konjunkturerwartungen, die Werkaufträge und die Industrieproduktion hierzulande sowie das Verbrauchervertrauen in den USA für Impulse an den Märkten sorgen. Dabei dürften all‘ die anstehenden Daten einerseits auf Hinweise hinsichtlich der Konjunkturerholung, andererseits aber auch auf ihre möglichen Auswirkungen auf die Politik der Notenbanken hin analysiert werden.

Ausgewählte wichtige Termine der Woche

Montag, 07.06.: Werkaufträge in Deutschland; Verbraucherkredite in den USA; Handelsbilanz Chinas
Dienstag, 08.06.: ZEW-Konjunkturerwartungen (Deutschland); Industrieproduktion in Deutschland; Bruttoinlandsprodukt der Eurozone; Handelsbilanz der USA
Mittwoch, 09.06.: Handelsbilanz Deutschlands; Ergebnis der Ratssitzung der Bank of Canada; Verbraucherpreise in China
Donnerstag, 10.06.: Ergebnis der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank; Verbraucherpreise in den USA
Freitag, 11.06.: Verbrauchervertrauen der Universität Michigan (USA)
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
33.846,39 34.034,19 -187,801 -0,55% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US2605661048 969420 35.094 24.986
Werte im Artikel
67,58 plus
+1,69%
79,30 plus
+0,76%
93,32 plus
+0,46%
3.504 plus
+0,11%
223,50 plus
+0,09%
15.725 plus
+0,06%
34.231 plus
+0,02%
-    plus
0,00%
4.224 minus
-0,02%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
ARIVA Indikation Indizes
33.846,39 -0,55%  19:24
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