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Kolumnist: Cornelia Frey

DAX: Das große Warten




12.03.19 15:01
Cornelia Frey

Euwax

Brexit: Überraschende Einigung in Brüssel
 
Das sah eigentlich sehr ordentlich aus. Der DAX sollte eigentlich erfreulich in den heutigen Handelstag starten. Gute Vorgaben gab es schließlich genug – vor allem aus den USA und Brüssel. Doch wirklich profitieren konnte der deutsche Leitindex hiervon bislang nicht. Es scheint vielmehr, als würden viele Anleger noch die für heute Abend geplante Abstimmung im britischen Parlament abwarten. So kommt auch der deutsche Leitindex nicht wirklich vom Fleck. Euphorie im Vorfeld der für heute Abend geplanten Abstimmung sieht definitiv anders aus.

Trendwende I: Ein wenig überraschend ist es schon. Großbritannien und die Europäische Union haben sich auf einen Fahrplan für mögliche Backstop-Alternativen geeinigt. Grund zur Euphorie gibt es dennoch keinen. Denn erst heute Abend wird sich zeigen, was die gestern Abend beschlossene Einigung de facto wert ist.

Die Hintergründe: Großbritannien und die Europäische Union haben sich verpflichtet, bis Ende 2020 Ersatzlösungen für den Backstop auszuarbeiten. Kurz: Gestern Abend wurde eine Zusatzvereinbarung getroffen, die eine dauerhafte Anwendung der sogenannten Backstop-Klausel unmöglich machen soll. Vor allem für die Gegner des aktuellen Brexit-Abkommens im britischen Unterhaus gilt die sogenannte Backstop-Klausel als Knackpunkt. Sie fürchten, dass durch diese Backstop-Klausel Großbritannien – quasi durch die Hintertür – ständiges Mitglied in der Zollunion bleibt, ohne jedoch über ein Mitbestimmungsrecht zu verfügen. Die europäische Kommission, stellvertretend Jean-Claude Juncker, ist Theresa May nun ein kleines Stück entgegen gekommen. Die gestern getroffene Vereinbarung ist vielleicht der letzte Versuch, doch noch einen geordneten Brexit auf die Beine zu stellen. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass es sich nur um eine Zusatzvereinbarung handelt. Der ausgehandelte Vertrag bleibt unberührt. Kritiker sehen in der Zusatzvereinbarung schlichte Augenwischerei. Optimisten sehen in dem Kompromiss den wirklich letzten Versuch, das britische Parlament zu einer Zustimmung zu bewegen. Heute Abend werden wir mehr wissen. Vor allem an den Devisenmärkten wurde der Kompromiss mit einer gewissen Erleichterung aufgenommen: Das britische Pfund konnte gegenüber Euro und US-Dollar deutlich zulegen. Im Zuge dessen gab der britische Leitindex moderat nach. Experten führen den FTSE-Rücksetzer jedoch vor allem auf die temporäre Pfund-Stärke zurück.
 
Trendwende II: Volkswagen plant Umbau
Volkswagen will innerhalb der kommenden zehn Jahre rund 22 Millionen batteriebetriebene Fahrzeuge auf der Plattform MEB bauen. Das wären, Stand heute, rund sieben Millionen Fahrzeuge mehr, als bislang in Aussicht gestellt. Bis zum Jahr 2050 will der gesamte Konzern komplett CU2-neutral arbeiten – die Verwaltung eingeschlossen.
 
Trendwende III: NASDAQ startet durch
An den US-Börsen ging es gestern deutlich nach oben. Vor allem an der NASDAQ ging es gestern heiß her und der Technologie-Index konnte weiter Boden gut machen. Die eher schwache Vorwoche ist mittlerweile fast schon wieder vergessen. Nicht ganz so gut läuft es derzeit beim Dow Jones. Die Krise um den Flugzeughersteller Boeing (ein Index-Schwergewicht) belastet so ein wenig die Gesamtperformance. Gleich mehrere Fluggesellschaften, vor allem in Asien, haben vorläufig ihre Flüge mit Maschinen des Typs 737 MAX 8 eingestellt.

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