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Kolumnist: Sven Weisenhaus

DAX finalisiert die ABC-Korrektur




15.05.20 09:19
Sven Weisenhaus

Der DAX ist gestern klar unter die Rechteckgrenze bei 10.460 Punkten gefallen. Die Welle C ist damit bestätigt – und somit auch die gesamte Elliott-Wellen-Zählung.


DAX - Chartanalyse


Dabei ist es aus Elliot-Wellen-Sicht nun relativ unerheblich, wie weit die Kurse noch fallen, ob sie zum Beispiel noch, wie vorgestern beschrieben, die 10.000er Marke erreichen oder in Kürze wieder nach oben drehen. In jedem Fall ist aus heutiger Sicht eine perfekte Prognose gelungen, wobei sogar der Verlauf relativ detailliert korrekt vorhergesagt wurde.


Kurzer Rückblick


Dazu erinnere ich an die Börse-Intern vom 29. April. Damals sah der Chart des DAX noch so aus:


DAX - Target-Trend-Analyse


Und dazu war Folgendes zu lesen: „…am Ende sowohl der Welle 1 als auch der Welle 3 kam es jeweils an einer Konsolidierungslinie (rot gestrichelt) zu Rücksetzern (Wellen 2 und 4). Man sollte daher damit rechnen, dass der DAX an der Rechteckgrenze bei 11.170 Punkten bzw. der knapp darüber verlaufenden Konsolidierungslinie erneut Besuch von den Bären bekommt. Und dieses Mal könnte deren Gegenwehr größer ausfallen, weil nach einem 5-gliedrigen Verlauf regelmäßig eine größere (ABC-)Korrektur folgt.“


Schaut man nun noch einmal auf den aktuellen Chart oben, dann hat der DAX tatsächlich an der Rechteckgrenze bei 11.170 Punkten bzw. der knapp darüber verlaufenden Konsolidierungslinie Besuch von den Bären bekommen, die den Index dann im Rahmen einer ABC-Korrektur auf das heutige Kursniveau geführt haben. Auch der Hinweis aus der Börse-Intern vom 24. April, das Depot abzusichern, kam somit zur richtigen Zeit.


Wie geht es nun weiter?


Jetzt stellt sich allerdings die Frage, ob die Kurse nun wieder nach oben drehen und es zu einem neuen 5-gliedrigen Aufwärtsimpuls kommt. Denn einen solchen Kursverlauf lässt die bisherige Elliott-Wellen-Analyse erwarten. Im Moment kann man jedoch noch nicht genau vorhersagen, auf welchem Niveau die Welle C endet. Zudem habe ich so meine Zweifel, dass die aktuelle Abwärtswelle tatsächlich nur eine ABC-Korrektur ist. Ich kann mir stattdessen auch vorstellen, dass die Aktienindizes nun länger nachgeben und im „Worst-Case-Szenario“ sogar noch auf neue Korrekturtiefs fallen, insbesondere DAX und Euro STOXX 50, aber möglicherweise auch die US-Indizes Dow Jones und S&P 500.


Mit anderen Worten: Es ist immer wieder schön, wenn die Kursentwicklungen den Erwartungen so perfekt folgen. Ein Rücksetzer war aber nach der sehr starken Kurserholung mit einer extrem hohen Wahrscheinlichkeit verbunden. Doch nach jeder Prognose kommt erneut die Frage, wie es danach weitergeht. Und das ist im Moment noch alles andere als eindeutig. Hier muss man jetzt abwarten, wie sich die kleine ABC-Korrektur weiterentwickelt.


Auf der Suche nach dem heiligen Gral


Viele Kleinanleger suchen nach möglichst genauen Prognosen und der perfekten Hilfestellung, besonders wenn es mit den Aktienkursen abwärts geht, wie in der aktuellen Krise. Und sie möchten natürlich auch möglichst konkret wissen, wie sie sich verhalten sollen. Das zeigen auch aktuelle Mails von Lesern der Börse-Intern. Einige Anleger sind dabei der Meinung, dass erfahrene Investoren, Banken, Fondsmanager oder irgendwelche anderen Experten genau wissen, was an der Börse gerade los ist und wohin die Kurse als nächstes laufen werden.


Mir ging es vor mehr als 20 Jahren auch so. Ich war völlig ahnungslos, während im Internet die vermeintlichen Experten mit scheinbar treffsicheren Prognosen nur so um sich warfen und mühelos Gewinne erzielten. Doch inzwischen kann ich Ihnen versichern, dass niemand, wirklich niemand, Ihnen genau sagen kann, was an den Märkten als nächstes passiert. Wie die Geschichte bereits mehrfach eindeutig belegt hat, können das nicht einmal Institutionen wie die US-Notenbank.


Die Suche nach Sicherheit ist ein für mich absolut nachvollziehbares und auch sinnvolles Verhalten. Aber es braucht viele Jahre intensiver Beschäftigung mit der Börse, bis man wirklich begreift, dass es Zeiten gibt, in denen es einfach ist, Prognosen abzugeben, und es Phasen gibt, in denen es fast unmöglich ist, die weitere Kursentwicklung einzuschätzen. Und letzten Endes geht es doch immer nur um Wahrscheinlichkeiten, da immer wieder unvorhersehbare Ereignisse auf die Märkte treffen können. Aber selbst dann hilft die Erfahrung, sich die Wahrscheinlichkeiten zu Nutze zu machen.


Das ist im DAX nun wahrscheinlich


Um damit noch einmal zurück zum DAX zu kommen: Durch die gestrige Intraday-Wende, die sich in der langen Lunte der Tageskerze abzeichnet, könnte es sein, dass die Welle C bereits ein Ende gefunden hat. Doch eindeutig ist dies aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie erst, wenn das Hoch der Welle B überschritten wird. Dazu muss der DAX aus Sicht der Target-Trend-Methode erst einmal die Rechteckgrenze bei 10.460 Punkten klar zurückerobern. Kommt es hingegen zu erneuter Schwäche und einem Rutsch unter die Mittellinie bei 10.105 Punkten, dürfte die 10.000er Marke die Kurse weiter anziehen.


Und das bullishe Szenario einer aktuellen ABC-Korrektur, auf die bald wieder ein neuer 5-gliedriger Aufwärtstrend folgt, ist erst dann letztendlich hinfällig, wenn ein neues Korrekturtief unterhalb von 8.255,65 Punkten markiert wird.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


(Quelle: www.stockstreet.de)



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