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Kolumnist: Cornelia Frey

DAX nach anfänglichen Gewinnen im Minus




07.01.19 16:33
Cornelia Frey

Euwax                                    

- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion – 07.01.2019 -

Wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte, sei die Fertigung in der deutschen Industrie im November zum Vormonat um 1,0 Prozent gesunken. Analysten hatten im Schnitt einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Ausschlaggebend für den Dämpfer war ein starker Rückgang der Aufträge aus der Eurozone. Vor dem November-Rückgang waren die Auftragseingänge zuletzt im Juli im Monatsvergleich gesunken. Der Anstieg vom Oktober wurde von 0,3 Prozent auf 0,2 Prozent leicht nach unten korrigiert. Im Jahresvergleich fiel der Auftragseingang im November laut Bundesamt um 4,3 Prozent. Für November meldete das Bundesamt einen Anstieg der Aufträge aus dem Inland um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dagegen ging der Auftragseingang aus dem Ausland um 3,2 Prozent zurück, wobei es zu einem deutlichen Einbruch der Bestellungen aus der Eurozone kam. Das Bundeswirtschaftsministerium wies darauf hin, dass der Auftragseingang in den Monaten Oktober und November etwa ein halbes Prozent über dem Durchschnitt des dritten Quartals gelegen habe. Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands in den Industrieunternehmen geht das Ministerium davon aus, dass die Industriekonjunktur wieder etwas Fahrt aufnimmt.

Hoffnungen auf ein Ende des Handelskriegs zwischen den USA und China hatten dem DAX zu Beginn des heutigen Handelstages Auftrieb verliehen. Davor war es am Freitag schon bergauf gegangen. China hatte seine Geldpolitik gelockert. In den USA war der Arbeitsmarktbericht sehr positiv ausgefallen. Zudem hatte die US-Notenbank die Märkte mit Aussagen über ein weiterhin umsichtiges Vorgehen beruhigt.

Der deutsche Leitindex knüpfte aber nur kurz an seine vor dem Wochenende gestartete Erholungsrallye an. Mittlerweile sind die Gewinne geschmolzen. Der Kurs liegt nun bei 10.753 Punkten mit 0,1 Prozent im Minus.

Wirecard schließt Partnerschaft in China

Der Bezahldienstleister Wirecard hat Ctrip als Partner gewonnen. Das ist mit 110 Millionen aktiven monatlichen Nutzern der größte Online-Reiseveranstalter in China.

Die Kunden von Ctrip würden nun Multiwährungs-Visa-Karten angeboten, die sieben der geläufigsten Währungen unterstützen und so den Umtausch von Bargeld im Ausland und das Umrechnen von Währungskursen überflüssig machen. Diese Visa-Karten werden von Wirecard herausgegeben, teilte der DAX-Konzern mit.

Ctrip ist ein an der Nasdaq notiertes Unternehmen und Inhaber mehrerer Reise-Websites einschließlich Skyscanner. Mit Multiwährungs-Visa-Karten können Verbraucher auf Reisen bezahlen. Zu weiteren Vorteilen gehören die festen Wechselkurse.

Die Aktien von Wirecard legten bisher um 1,7 Prozent auf 135,50 Euro zu.

Halbleiterwerte international weiter auf

Die Aktien aus der Halbleiterbranche haben sich heute weiter erholt. Die Hoffnung auf einen baldigen Ausweg aus dem Handelsstreit zwischen den USA und China hatte sich zuvor bereits bei den Branchenwerten in den USA und Asien weiter positiv ausgewirkt. An der NASDAQ hatte der Branchenindex SOX am Freitag letztlich um mehr als vier Prozent zugelegt.

In Deutschland rückten Infineon um 3,1 Prozent und Dialog Semiconductor um 2,0 Prozent vor. Ein positiver Analystenkommentar von Merrill Lynch half hierbei zusätzlich.

Auf europäischer Bühne gewannen STMicroelectronics 1,7 Prozent und die Titel des Branchenausrüsters ASML 1,2 Prozent. AMS in Zürich waren die stärksten Gewinner unter den Branchenwerten: Die Aktie des aus Österreich stammenden und in der Schweiz notierten Chipherstellers zog besonders deutlich um 6,1 Prozent an. Zusätzlich gestützt wurden die Papiere davon, dass der Sensorenhersteller eine Partnerschaft mit dem chinesischen Softwareentwickler Face eingeht, bei der beide Unternehmen ihre 3D-Sensoren und Software bei Anwendungen wie etwa zur Gesichtserkennung besser aufeinander abstimmen wollen.

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