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Kolumnist: Cornelia Frey

DAX: Wird es schon besinnlich?




06.12.17 15:04
Cornelia Frey

Euwax

Steinhoff-Aktie mit dramatischem Verlust                                 
   
- Von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion – 06.12.2017 -

Der deutsche Leitindex ist mit Verlusten in den heutigen Handelstag gestartet. Die Marke von 13.000 Punkten unterschritt der DAX bereits zum Handelsstart. Dennoch ist es ein insgesamt eher bewegungsarmer Handelstag.

Schwache Vorgaben aus den USA drückten bereits am Vormittag auf die Stimmung. Offenbar ist die geplante Steuerreform doch noch nicht ganz in trockenen Tüchern und soll an einigen Stellen nochmals nachverhandelt werden. Die aufkommende Unsicherheit drückte bereits gestern auf die Stimmung an den US-Aktienmärkten.

Das macht sich nun auch beim DAX bemerkbar. Der deutsche Leitindex kämpft derzeit ein wenig um Halt, wobei er keine größere Dynamik aufkommen mag. Nach oben will der Durchbruch einfach nicht gelingen, die Kraft der Bären reicht allerdings ebenfalls nicht, um den DAX nachhaltig unter Druck zu setzen. Mittlerweile verdichten sich die Anzeichen, dass Anleger vor eher besinnlichen Tagen stehen könnten, da nun auch bereits die ersten institutionellen Investoren ihre Bücher geschlossen haben. Angesichts einer DAX-Jahresperformance von knapp 14 Prozent, kann man ihnen dies kaum verdenken.

Besonders im Blick steht heute einen Nebenwert aus dem MDAX: Steinhoff International Holdings hat am Dienstagabend Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung eingeräumt. Der Aufsichtsrat des MDAX-Konzern hat sich nun, nach eigenen Angaben, an PWC gewandt, um weitere, unabhängige Untersuchungen durchzuführen. Aufgrund der Unregelmäßigkeiten reichte bereits Vorstandschef Markus Jooste seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung ein. Einen ordentlichen und vor allem geprüften Konzernabschluss kann der Konzern zum jetzigen Zeitpunkt offenbar nicht vorlegen. Zudem sollen nun auch die Abschlüsse der Vorjahre noch einmal geprüft werden. Eventuell müssten auch hier noch einmal Anpassungen vorgenommen werden. Steinhoff hatte eigentlich für heute die Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 angekündigt. Bereits im vergangenen Sommer hatte Steinhoff schon einmal Besuch von der Staatsanwaltschaft. Schon damals gab es offenbar einen begründeten Anfangsverdacht gegen Vorstandschef Markus Jooste wegen des Verdachts der Bilanzfälschung. Im Kern ging es darum, dass möglicherweise überhöhte Umsatzerlöse in die Bilanzen konzernzugehöriger Gesellschaften einflossen. Kurz: Verkäufer und Käufer waren Firmen, die dem weiteren Umfeld von Steinhoff International entstammen sollten. Die Aktie des MDAX-Konzern fällt heute ins bodenlose und verliert mehr als 50 Prozent an Wert.

Nicht besonders gute Nachrichten gibt es heute zudem aus dem Bayer-Konzern. Eine der fettesten Kühe im Stall des Bayerkonzerns, das Schlaganfall Medikament Xarelto, bereitet den Leverkusener zunehmend Sorge. Xarelto hat sich für Bayer in den vergangenen Jahren zur „Cash-Cow“ entwickelt. Das Umsatzpotenzial des Schlaganfall-Medikaments wird auf bis zu fünf Milliarden Euro geschätzt. Allerdings hat Xarelto auch zahlreiche Nebenwirkungen, weshalb es insbesondere in den USA immer wieder zu Klagen gegen den Bayer-Konzern kam. Klagen, die bislang allesamt abgewiesen wurden. Bis gestern. Erstmals hat eine Jury in den USA nun einer Klage stattgegeben und einer Patientin Schadenersatz in Höhe von 28 Millionen US-Dollar zugesprochen. Zwar will sich Bayer gegen das Urteil wehren, doch es besteht die Gefahr, dass möglicherweise ein Präzedenzfall geschaffen wurde. Sollte dies der Fall sein, so wären Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe nicht mehr ausgeschlossen.

Der Streit zwischen Google und Amazon geht währenddessen in die nächste Runde. Google hat angekündigt sein Videoportal YouTube künftig nicht mehr für Amazon-Geräte bereitzustellen. „Der Dienst werde deaktiviert, weil es an Gegenseitigkeit im Umgang mit den Produkten des jeweils anderen fehle“, so Google. Google sieht sich immer durch Amazon noch immer massiv benachteiligt. Ein Vorwurf, der nicht wirklich neu, aber womöglich auch nicht gänzlich unbegründet ist. So werden aktuell bei Amazon keine Google-Produkte zum Verkauf angeboten. Kein Streaming-Stick „Chromecast“. Kein Lautsprecher „Google Home“. Bereits vor zwei Jahren verbannte der Onlinehändler das Google-Produkt Chromecast aus seinem Sortiment, obwohl der Streaming-Adapter zu den am meist verkauften Elektrogeräten bei Amazon gehörte. Nun also will Google zurückschlagen.


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