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Kolumnist: Sven Weisenhaus

DAX, S&P500, EUR/USD und Gold im Chartcheck




10.07.13 09:06
Sven Weisenhaus

DAX


 


Nach einer wahren Achterbahnfahrt, in der es zu wilden Auf- und Abwärtsbewegungen kam, beendete der DAX die abgelaufene Handelswoche mit einem Minus von 1,93 Prozent. Aufgrund des tieferen Tiefs am Mittwoch kann man aber trotz der Verluste von einer Seitwärtsbewegung sprechen.


 



 


Diese zeichnet sich insbesondere ab, wenn man über den Tellerrand hinausschaut und den DAX-Verlauf (im folgenden Chart) etwas langfristiger betrachtet.


 



 


Interessant ist, dass sich der DAX im Rahmen der Seitwärtstendenz (dunkelblaues Rechteck) einkeilt. Von oben drückt eine (rote) Abwärtstrendlinie auf den Kurs, die schon seit dem Hoch bei 8.557,86 Punkten Bestand hat, von unten stützt den Kurs eine Aufwärtstrendlinie, die aber wegen ihrem bislang kurzen Bestehen eine geringere Relevanz hat. Dennoch dürfte der Bruch einer dieser Linien weiteres Potential in die entsprechende Richtung mit sich bringen.


 


Wir hatten die Etablierung einer kurzfristigen Seitwärtsphase für “sehr wahrscheinlich“ gehalten, auch weil sie in Sommermonaten durchaus nicht unüblich ist. Sie könnte sich innerhalb der Trendlinien noch etwas fortsetzen. Kommt es dann zu einem Bruch, dürfte sich die Range etwas ausweiten.


 


Da wir aufgrund der Fibonacci-Marken jedoch noch weiteres Korrekturpotential für den DAX sehen, halten wir tiefere Kurse in den kommenden Wochen für unvermeidlich. Bis zum Mindestkorrekturkursziel von 38,20-Pozent der vorangegangenen Aufwärtsbewegung hat der DAX noch Platz bis auf 7.548 Zähler.


 


 



 


Zumal Korrekturen häufig in drei Wellen ablaufen. Auf eine erste Abwärtswelle folgt oft lediglich eine Gegenbewegung (die wir aktuell gesehen haben), bevor es im Anschluss daran zu einer zweiten Abwärtswelle kommt. Diese steht noch aus.


Sie könnte allerdings auch erst im Rahmen der saisonalen Herbstschwäche ausgebildet werden und bis dahin könnten die Kurse in den Sommermonaten noch weiter seitwärts tendieren.


 


 


S&P500


 


Interessant ist, dass sich die US-Märkte am Freitag nach den US-Arbeitsmarktdaten deutlich besser halten konnten als der DAX. Damit konnte sich der breit gefasste S&P500 in der abgelaufenen Handelswoche weiter von seinem ehemaligen Allzeithoch nach oben hin absetzen. Doch nun stößt er an einen Abwärtstrend, der sich seit dem neuen All-Time-High Ende Mai gebildet hat. Dieser verläuft bei aktuell 1.633 Punkten und könnte in der kommenden Woche eine kleine Hürde darstellen.


 



 


Wenn es, wie von erwartet, zu einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung kommen soll, dann müsste der Kurs nun an dieser Linie scheitern und wieder zurückfallen. Ansonsten bleibt die Möglichkeit, dass die Seitwärtsrange deutlich breiter ausfällt. An einer weitergehenden Aufwärtsbewegung in den Sommermonaten glauben wir nicht.


 



EUR/USD


 


Weiterhin ist die Marke von 1,30 US-Dollar Dreh- und Angelpunkt für den Euro. Nachdem der Kurs einige Tage um dieses Niveau pendelte, fiel der Kurs in Folge der Ansage von Mario Draghi und des US-Arbeitsmarktberichts wieder darunter. Damit ist der Wechselkurs lediglich wieder am unteren Ende unserer Seitwärtsrange angekommen.


 



 


Und letztlich hat der Euro damit nur auf die Aussagen Draghis und den US-Arbeitsmarktbericht sinnvoll reagiert. Denn beides sind gute Gründe für einen schwachen Euro. Während das Angebot der EZB-Währung laut Draghi noch sehr lange hoch bleiben wird, deutet der US-Arbeitsmarktbericht immer mehr darauf hin, dass die Fed die Versorgung mit US-Dollars zurücknehmen wird. Diese veränderte Marktsituation spiegelt sich nun im Wechselkurs wider. Und es ist auch damit kaum mehr zu erwarten, dass er einen Bruch auf über 1,35 US-Dollar schafft. Wahrscheinlicher ist, dass er nun nach unten hin durchgereicht wird.


 


Gold


 


Wir sahen in den jüngsten Kursverlusten im Goldpreis eine Übertreibung. Aus unserer Sicht erfolgte der Kursrutsch zu schnell, weshalb eine etwas länger anhaltende Konsolidierung folgen sollte. Gold sollte nach unseren Erwartungen aus der vorangegangenen Ausgabe noch etwas weiter zulegen und dann auf diesem Niveau eine Zeit lang seitwärts tendieren. Beim Blick auf den aktuellen Chart zeigt sich, dass diese Prognose hätte nicht besser ausfallen können.


 



 


Wir erwarten nun weiterhin eine Bodenbildung, die dann auch im Rahmen des kurzfristigen Abwärtstrendkanals (rot) zu Kursen von über 1.300 USD führen kann. Leider neigt der Goldpreis aber derzeit sehr stark zur Schwäche. Die Bodenbildung bedarf also noch etwas Zeit und das Kurstief ist womöglich noch nicht ganz erreicht.


 


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