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Kolumnist: Cornelia Frey

DAX: Die Hoffnung lebt!




04.01.19 17:10
Cornelia Frey

Euwax


Tech-Sektor im Fokus - Ölpreise legen deutlich zu


 


Das kann sich sehen lassen. Der DAX legt heute ordentlich zu und überwindet sogar immer wieder die Marke von 10.600 Zählern. Ist das nun ein echter Aufbruch oder vielleicht "nur" ein "Short-Squeeze"?


 


Das ist doch mal ein versöhnlicher Wochenabschluss. Der deutsche Leitindex legt heute doch sehr ordentlich zu und macht somit einen Großteil seiner jüngsten Verluste wieder wett. Trotzdem steht das heutige Kursplus auf eher wackeligen Beinen. Vor allem aus technischer Sicht ist noch nichts wirklich gewonnen und es spricht viel dafür, dass einige Anleger heute auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Das zeigte sich heute auch an der Euwax. Bereits am frühen Morgen wurden einige Derivateanleger kalt erwischt und mussten sich, schneller als manchem lieb sein konnte, von ihren Short-Positionen trennen. In den Blick rückt nun jedoch schon wieder die Marke von 10.800 Zählern beziehungsweise die Rückeroberung der 200-Tages-Linie beim DAX. Sollte zumindest eines der beiden Ziele erreicht werden, so würde sich die Situation vor allem aus technischer Sicht auch wieder nachhaltiger entspannen.


 


Tech-Sektor kann sich erholen: Ist der Apple-Schock schon verdaut?


 


Im Fokus vieler Anleger steht natürlich auch heute Vormittag der Tech-Sektor. Der Apple-Schock von gestern sitzt noch immer tief – nicht nur bei Apple. Auch Zulieferer von Apple gerieten gestern naturgemäß in den Sog der schlechten Nachricht, und so verbilligten sich Aktien von Lumentum, Cirrus Logic oder Qorvo um 8,4 bis 9,1 Prozent. Der US-Tech-Sektor insgesamt gab um 7,7 Prozent nach, der Halbleiter-Sektor verlor immerhin noch rund sechs Prozent. Heute kommt es – zumindest im deutschen Sektor – jedoch schon wieder zu einer kleinen Gegenbewegung. So kann Infineon im frühen Handel um etwas mehr als ein Prozent zulegen, Dialog Semiconductor legt sogar um gut 2,4 Prozent zu.


 


US-Absätze: Nur Volkswagen überzeugt


 


Zumindest etwas im Fokus sind heute auch wieder die Autobauer – wenngleich auch hier die Vorgaben durchaus unterschiedlich sind. So wurden heute die Absatzzahlen in den USA bekannt gegeben. Überzeugend zeigt sich zuletzt Volkswagen. Die Wolfsburger konnten die Absätze um 5,8 Prozent auf nun 32.000 Fahrzeuge steigern. BMW kommt immerhin noch ein moderates Plus von 0,3 Prozent, aber immerhin fast 34.400 abgesetzten Fahrzeugen. Deutlich schlechter lief es zuletzt bei der VW-Tochter Audi mit einem Minus von 15,7 Prozent sowie Daimler. Mercedes-Benz hatte zuletzt mit einem Absatzeinbruch in Höhe von 9,1 Prozent zu kämpfen und brachte "nur" etwas mehr als 32.000 Fahrzeuge an den Mann beziehungsweise an die Frau.


 


Öl legte deutlich zu


 


Deutlich zulegen können heute beide Ölsorten. So verteuern sich WTI und Brent Crude Oil fast im Gleichschritt um rund drei Prozent. Auf dem US-Dollar lastet derzeit noch immer ein wenig der anhaltende Shutdown in den USA. Die US-Leitwährung bewegt sich gegenüber dem Euro heute weiterhin vor allem seitwärts und notiert in etwa im Bereich von 1,1367. Gold zeigt sich leicht schwächer und so kostet die Feinunze aktuell rund 1.287 US-Dollar.


 


EUWAX SENTIMENT


 


Wie bereits weiter oben angedeutet wurden vor allem am Vormittag einige Anleger kalt erwischt. Die DAX-Stärke forderte ihren Tribut und so waren einige Anleger gezwungen sich von ihren Short-Positionen zu trennen. Mittlerweile hat sich die Situation wieder entspannt, wobei der Grundtenor weiterhin eher pessimistisch bleibt.


 


TRENDS IM HANDEL


 


Ölpreise steigen: Anleger setzen auf Gegenbewegung


Nach Kaufemphelung: Puts auf Dow Jones gesucht


 


Nach einer Kaufempfehlung sind heute vor allem Puts auf den Dow Jones gesucht. Es sieht aktuell zwar so aus, als würde auch der Dow Jones vor einem erfreulichen Handelstag stehen, doch offenbar trauen einige Anleger dem Frieden nicht besonders.


 


Trotz der Tatsache, dass beide Ölsorten heute deutlich zulegen können, setzen Anleger heute verstärkt auf eine schon in Kürze eintretende Gegenbewegung. So sind heute vor allem Knock-Out-Puts auf die Nordseesorte Brent gesucht.


 


Auf eine auch in Europa sich abzeichnende Zinswende setzen Anleger zudem mit Puts auf den Bund-Future.



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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
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