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Kolumnist: Sven Weisenhaus

DAX, Fresenius, BASF und Dürr im Check




25.02.14 16:42
Sven Weisenhaus

Sie möchten wissen, wie sich der DAX zukünftig entwickelt und warum man bei Aktien wie Fresenius, BASF oder Dürr vorsichtig werden sollte? Im Deutschen Anleger Fernsehen DAF ging es am 25. Februar in der Sendung "Börse Live" genau darum. Lesen Sie nachfolgend eine Wiedergabe des Interviews.

Frage 1: Sehen wir uns den DAX an. Gestern kräftig zugelegt und auf über 9.700 Punkte geklettert. Sind wir jetzt endlich raus aus dieser Range? Ist jetzt der Weg nach oben offen?


Es sieht im Moment nicht so aus, als würde dies dem DAX gelingen. Der DAX pendelt schon seit dem 14. Februar in dieser engen Seitwärtsrange zwischen ca. 9.600 bis 9.700 Punkten.



Nach dem dynamischen Aufwärtsimpuls, den wir gestern im Xetra-Handel gesehen haben, kam es im Späthandel schon wieder zu ersten Schwächen.


Wenn heute ebenfalls keine Anschlusskäufe erfolgen, und danach sieht es im Moment aus, dann dürften wir in diese Range zurückfallen. Denn die Chancen für einen erfolgreichen Ausbruch stehen immer dann besonders gut, wenn die Dynamik hoch ist. Und das ist im Moment leider nicht der Fall.


Frage 2: Schauen wir uns Einzelwerte an. Wir hatten heute schon Zahlen bekommen von Fresenius und BASF. Steigen wir mit Fresenius ein. Wie gefällt Ihnen hier der Chart.


Der Chart sieht berauschend aus. Das Problem sind nur die Geschäftszahlen. Denn daraus ergibt sich, dass wir uns schon bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 befinden, welches auch dem rasanten Kursanstieg geschuldet ist.


Wir sehen hier einen Aufwärtstrend, der 2009 begonnen hat. Im Moment schießt der Kurs nach oben hin aus dem Trendkanal heraus.



Ich würde daher einfach jetzt eine Korrektur abwarten, die auf 100 Euro zurückführt, und erst dann wieder einsteigen. Denn dort wäre auch das fundamentale Bewertungsniveau wieder gerechtfertigt.


Frage 3: Herr Weisenhaus, Sie entpuppen sich als Spaßbremse heute früh,  wenn ich diese knackigen Zahlen sehe und sie sagen: „Wartet erst einmal ab, wir sind schon zu weit gelaufen“. Wie sieht es denn aus bei BASF? Auch hier tragen ja die Zahlen das Attribut „Rekordjahr“.


Nicht nur ich bin die Spaßbremse, sondern letztendlich sind es die Unternehmenslenker auch. Denn diese gehen von etwas geringeren Wachstumsraten in diesem Jahr aus. Und da sieht es dann bei BASF ähnlich aus wie bei Fresenius. Wir haben auch hier schon ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15 und bei einem nur schwach erwarteten Gewinnwachstum  sowie sogar rückläufigen Umsatzwachstumsraten sieht das dann natürlich nicht ganz so schön aus.


Und das bestätigt auch die Charttechnik: Wir haben auch hier einen rasanten Kursanstieg, sehen aber, dass sich der Kurs seit 2009 einkeilt. In dieser Chartsituation handelt es sich um einen bärischen Keil, der auf fallende Kurse hindeutet.



Deshalb würde ich, angesichts der fundamentalen Bewertung, auch bei BASF eher zurückhaltend agieren und fallende Kurse abwarten. Ein Kursziel von 60 Euro wäre hier sogar möglich, mithin ein Kurssturz um 30% - allerdings nur aus rein charttechnischer Sicht. Ich bin nicht ganz so pessimistisch, würde trotzdem auch erst bei unter 70 Euro bei BASF wieder zugreifen.


Frage 4: Jetzt lassen Sie mal alle Zurückhaltung fallen. Gucken wir uns auch noch Dürr an.


Sieht genauso schlecht aus. Ich hatte hier schon Ende November ein Interview zum Thema Dürr gegeben (siehe http://www.daf.fm/video/charttechnik-dax-korrektur-notwendig-50165992.html) und hatte damals eine Fahnenstange im Chart gesehen, weil sich der Kurs sowohl in 2012 als auch in 2013 glatt verdoppelt hatte. Der Kurs stieg von 10 Euro im Jahr 2010 auf über 66 Euro an und das Ganze ging für mich zu schnell.



Allerdings hatten wir bei Dürr das Phänomen, dass der Kurs eigentlich nur in die fundamentale Entwicklung hineingewachsen ist und insofern das erreichte Kursniveau als fair anzusehen war.


Man sieht jetzt auch, dass der Kurs unterhalb von 66 Euro seitwärts tendiert. Ich erwarte, dass diese Seitwärtstendenz noch anhält. Die Luft wird so langsam aus dem Ballon gelassen und der Kurs kann sich auf seinem fairen Niveau einpendeln.


Also keine größeren (Kurs-)Rückschläge bei Dürr, aber eben auch keine großen Kursgewinne.


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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005785604 578560 52,82 € 39,65 €
Werte im Artikel
49,56 plus
+0,27%
13.106 minus
-0,46%
67,79 minus
-0,73%
26,78 minus
-2,33%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
49,33 € -0,35%  09.12.19
Nasdaq OTC Other 54,46 $ +3,18%  06.12.19
Düsseldorf 49,595 € +0,35%  09.12.19
Xetra 49,555 € +0,27%  09.12.19
Berlin 49,535 € +0,13%  09.12.19
Hamburg 49,455 € +0,08%  09.12.19
Stuttgart 49,475 € +0,08%  09.12.19
München 49,255 € 0,00%  09.12.19
Frankfurt 49,635 € -0,05%  09.12.19
Hannover 49,335 € -1,12%  09.12.19
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