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Kolumnist: Feingold-Research

DAX-Chartanalyse – Stresstest steht erst bevor




04.01.18 08:17
Feingold-Research

Für Börsianer war 2017 ein sehr ordentliches Jahr. Viele hatten Spaß mit dem DAX oder besonders mit US-Werten wie Apple oder Netflix. Einen etwas zähen Job hatten dabei die Charttechniker. Der DAX zeigte sich doch häufig sehr schwankungsarm und notiert nun ebenfalls seit einiger Zeit um 13.000 Punkte. Mit dem Start in das Börsenjahr 2018 haben sich jedoch in einigen Anlageklassen spannende Konstellationen ergeben.

Der Euro hat die Zone um 1,20 USD angelaufen, der Goldpreis zog in den letzten Wochen ebenfalls an. Die Ölpreis notieren auf dem höchsten Niveau seit Sommer 2015. Wir wollen die Anlageklassen lang-und mittelfristig mit den Chartanalysen von Jörg Scherer einordnen. Dazu stellen wir die Analysen aus dem Daily vor.


“Liebe Leser/-innen, 2018 machen wir das Dutzend voll. Sie lesen die ersten Zeilen des mittlerweile zwölften Technischen Jahresausblicks der HSBC. Für viele von Ihnen ist es zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, mit den ersten Ausgaben unseres börsentäglichen Newsletters „HSBC Daily Trading“ bzw. dem Januarheft der „Marktbeobachtung“ tief in die Welt der Charts einzutauchen und einen Blick in die vielzitierte „große Glaskugel“ zu werfen. Auch wenn dabei ausdrücklich ein wenig „Kaffeesatz“ gelesen werden soll, das Rückgrat unseres Jahresausblicks für die wichtigsten Assetklassen bilden anerkannte Verfahren der Technischen Analyse.


Dennoch fiel uns eine Prognose selten so schwer wie 2018 – möglicherweise ein erster Hinweis auf die vor uns liegenden Herausforderungen des neuen Börsenjahres. Die Messlatte für die kommenden 12 Monate wurde nicht zuletzt durch die gleichermaßen gute wie ruhige Kursentwicklung des letzten Jahres in die Höhe geschraubt. Unter geringen Schwankungen immer weiter Richtung Norden – mancher Anleger dürfte 2017 als perfektes Aktienjahr wahrgenommen haben. Das ist die ideale Überleitung zum Jahreschart des DAX® (siehe Chart 1), wo inzwischen sechs weiße Jahreskerzen in Folge zu Buche stehen.


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Ausgewählte Mini Future Zertifikate

DAX Turbo-Bull - TD8A0X


DAX Turbo-Bear - TR0W6E


Längste Erfolgsserie der Historie

Aufmerksame Leser werden feststellen, dass die letzten beiden Kursrallys bereits nach fünf weißen Jahreskerzen endeten. Selbst bei Rückrechnung der deutschen Standardwerte bis in die 1950er-Jahre gab es nur einmal – nämlich von 1981 bis 1986 – eine gleich lange Erfolgsserie wie derzeit. Zu sieben weißen Jahreskerzen in Folge kam es noch nie. Damit kann der seit 2009 laufende Aufwärtsimpuls ebenfalls als „perfekt“, aber auch als „zeitlich weit fortgeschritten“ bezeichnet werden. Noch zwei weitere Argumente sind in diesem Zusammenhang anzuführen.


Zum einen wurden Anleger in den zurückliegenden zwölf Monaten kaum „gestresst“. Sowohl beim DAX® als auch beim S&P 500® lagen Investoren 2017 auf Tagesschlusskursbasis niemals unter Wasser. Kein Kursrutsch unter den Schlusskurs von 2016 während des gesamten Jahres – sicher auch eine Form von perfektem Aktienjahr. Diese Entwicklung birgt allerdings die Gefahr, sollte es 2018 tatsächlich zu Rückschlägen kommen, dass Anleger dann nur über eine geringere Stressresistenz bzw. Risikotoleranz verfügen. Zum anderen – und das ist möglicherweise der wichtigste Aspekt – verlief das abgelaufene Jahr sehr schwankungsarm. In Chart 2 haben wir die Tagesveränderungen des S&P 500® aufbereitet.


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Schwankungen – Fehlanzeige

Die große Mehrzahl der Handelstage (193) brachte bis zum 15. Dezember bei den amerikanischen Standardwerten eine betragsmäßige Kursveränderung von 0,0 % bis 0,5 %. D. h. an gut 80 % aller Tage zeigte der S&P 500® nur marginale Veränderungen. Vielleicht noch beeindruckender sind die folgenden Zahlen: An lediglich vier Handelstagen konnte das Aktienbarometer um mehr als 1 % zulegen, während an ebenfalls lediglich vier Tagen Kursverluste von mehr als 1 % auftraten. Mit anderen Worten: Nur an acht Handelstagen (rund 3,2 %) kam es bis Mitte Dezember zu einer betragsmäßigen Veränderung um mehr als 1 %. Der historische Vergleich mit den zehn Jahren zuvor zeigt zudem, dass 2017 geringere Tagesschwankungen deutlich häufiger anzutreffen waren, während die Ränder – also größere Kursgewinne/- rückschläge massiv unterrepräsentiert waren oder sogar ganz fehlten (siehe Chart 3). Diese Aussagen lassen sich eins zu eins auf den DAX® übertragen. Per Saldo liegt hierin das wesentliche Gefahrenpotential für das neue Jahr. Dies gilt vor allem dann, wenn sich Anleger zu sehr an eine ruhige und gleichmäßig verlaufende Kursentwicklung der internationalen Aktienmärkte gewöhnt haben.”


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Disclaimer: Wir weisen darauf hin, dass HSBC für die Platzierung dieses Beitrags bezahlt und auch die genannten Produkte ausgewählt hat. Darüber hinaus stellt Feingold Research Produkte von HSBC in ihren Publikationen und Beiträgen vor.



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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008469008 846900 13.597 - 10.586 -
Werte im Artikel
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10.622 minus
-1,54%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
Xetra 10.622,07 - -1,54%  17:45
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