Kolumnist: Feingold-Research

DAX-Chartanalyse – der Blick geht in die USA




18.01.17 15:20
Feingold-Research

Politische Börsen bestimmen den Ausblick auf das Jahr 2017. Nun können sich Anleger einen weiteren Tag rot im Kalender anstreichen. Der Bundestag soll am 24. September gewählt werden. Bis dahin könnten wir uns unter anderem noch mit einer Abstimmung auf dem Juni 2016 beschäftigen. Theresa May will den harten Brexit und sieht Großbritannien als globale Handelsnation in Tradition des Commonwealth. Großbritannien will zwar eigenständig sein, gleichzeitig aber ein umfassendes Freihandelsabkommen durchsetzen. So zumindest der Plan in London. In dieser Woche stehen neben dem Brexit jedoch einige wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda. Achtung: Um 18.00 Uhr besprechen Daniel und Egmond die Aussichten der Märkte nach der Trump-Vereidigung.


Wer beim DAX auf steigende oder fallende Kurse setzen möchte, kann die Knock-Outs aus unserer Auswahl nehmen. Wir haben zum Wochenbeginn zahlreiche Produkte in unsere Auswahl aufgenommen. Hier finden Sie die Übersicht…


Bear – XM3B3U


Bull – CD8027


börse_winter_2Am Nachmittag legen Citigroup und Goldman Sachs die Geschäftszahlen für 2016 vor.  Goldman Sachs ist das Index-Schwergewicht im DowJones und könnte so im Index für einige Bewegung sorgen. Die Inflationsdaten für die USA folgen um 14.30 Uhr. Im Dezember soll sich die Inflation weiter beschleunigt haben auf 2,1 Prozent, nach 1,7 Prozent für November.


Lesen Sie auch unseren Ausblick auf die EZB – Draghi hält die Presse am Laufen 


Die Daten zur US-Industrieproduktion werden um 15.15 Uhr veröffentlicht. Für Dezember wird ein Anstieg um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat vorhergesagt, nach einem Minus von 0,4 Prozent für November. Wegen des Feiertags vom Montag werden die US-Öllagerdaten erst am Donnerstag um 17 Uhr veröffentlicht. Die US-Notenbank veröffentlicht um 20 Uhr ihren Konjunkturbericht Beige Book. Eine Stunde später beginnt Yellen mit einer Rede. Nach Börsenschluss in den USA legt Netflix die Ergebnisse vor. Der Umsatz soll um 35 Prozent auf 2,47 Mrd. Dollar nach oben schießen, während sich der Gewinn je Aktie auf 0,13 Dollar verbessern soll.


Wir blicken auf die Charts von Index-Radar:

Im kurzfristigen Chart wurde ein Verkaufssignal ausgelöst. Damit bestätigt sich erneut der negative saisonale Verlauf in der Monatsmitte.


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In der gestrigen Analyse des Deutschen Aktienindex hatten wir bereits aufgezeigt, dass im zweiten Januardrittel oft Kursverluste drohen – dies zeigt zumindest die Erfahrung der vergangenen 20 Jahre. Dabei dürfte es sich um Gewinnmitnahmen handeln, die nach den häufig starken Jahresendspurten und Jahresanfängen erfolgen. Auch in 2017 kommt dieser Effekt wieder zum Tragen, wenn auch bisher nur in schwachem Ausmass: Nach einer Rally von rund 10.400 auf 11.700 Puntken in den vergangenen Wochen ist nun eine Gegenbewegung zurück nach Süden im Gang.


Dadurch ist der Index am Dienstag unter die erste charttechnische Unterstützung bei 11.480/11.530 Punkten gefallen. Zwar hat er sich davon im weiteren Tagesverlauf schnell wieder erholt, doch der Schaden ist angerichtet – zumal sich im 5-Minuten-Chart der Vortage ohnehin bereits ein kleiner Abwärtstrend manifestiert (blaue Fläche), der mit rund 40 Punkten täglich abfällt und aktuell bei 11.520/11.560 eine Hürde bildet. Die Untergrenze dieses Kanals bei 11.400 ist nun das nächste Kursziel, dort verläuft auch ein im Dezember bereits bewährter Haltebereich.


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Zumindest im ersten Anlauf sollte diese Unterstützung halten. Dass der Markt jedoch trotz des mittelfristig intakten Aufwärtstrends (grün) auch mehr Korrekturpotenzial hat, zeigt der prozentuale Abstand zu seinem Durchschnittskurs (blauer Indikator unter dem Tageschart). Dort wird sichtbar, dass eine Konsolidierung den Index um bis zu sieben Prozent unter sein Monatsmittel sinken lassen kann. Daraus errechnet sich für eine ausgeprägte Schwäche Spielraum bis zurück unter die viel beachtete Wendezone bei 10.800.


Anleger müssen sich kurzfristig auf Gewinnmitnahmen einstellen. Erst wenn der Index sich über die im 5-Minuten-Chart erkennbaren Widerstände bei 10.600/10.635 erholt, dürfte die Korrektur vorbei sein. Wer auch kleinste Schwankungen ausnutzen will, kann auf Rückschläge in Richtung 11.400 setzen. Vorsichtigere Trader warten erst einen Ausbruch unter diese Zone ab, und spekulieren dann auf die nächste Verkaufswelle.


Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
35,33 € 34,98 € 0,35 € +1,00% 23.11./16:01
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000CD80272 CD8027 40,42 € 12,54 €
Werte im Artikel
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Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Frankfurt Zertifikate
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EUWAX 35,33 € +0,91%  15:40
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