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Kolumnist: Cornelia Frey

DAX: Abwartende Haltung vor US-Midterms




06.11.18 14:00
Cornelia Frey

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Im Vorfeld der US-Kongresswahlen halten sich die Anleger bedeckt und der DAX startete bei 11.500 Punkten zunächst unverändert. Der japanische Nikkei-Index hat nach den Vortagesverlusten wieder rund ein Prozent gewonnen. Im Laufe des Vormittags drehte der DAX leicht ins Minus und notiert um die Mittagszeit bei 11.450 Zählern.

Die europäische Gemeinschaftswährung pendelte am Dienstag um die Marke von 1,14 US-Dollar. Eine Feinunze Gold kostet 1.234 US-Dollar.

Nach dem zwischenzeitlichen Preisanstieg verlieren die Ölpreise am Dienstag wieder. Am Montag waren die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen der USA gegen den ölreichen Iran zum Wochenbeginn wirksam geworden sind.

Kongresswahlen – Denkzettel für Trump?

Midterms – das steht für die Wahlen zur Halbzeit einer Präsidentschaft. Die Amerikaner wählen dabei unterschiedliche Ämter. Im Fokus stehen der Kongress und seine beiden Kammern. Wichtig ist die Zwischenwahl, weil der Kongress in den USA über Bundesgesetze entscheidet. Der Senat muss zustimmen, wenn es etwa darum geht, einen neuen Verfassungsrichter zu ernennen und das Repräsentantenhaus bestimmt über den Bundeshaushalt. Momentan halten in beiden Kammern die Republikaner, also die Partei von Donald Trump, eine Mehrheit. Sollte sich das ändern, wird das Regieren für Donald Trump schwieriger. Die USA sind nach zwei Jahren Donald Trump mehr denn je ein gespaltenes Land – und so ist nach Ansicht von Beobachtern bei dieser Wahl alles möglich.

Apple – Produktionskürzungen für das neue iPhone XR?

Mit Kursabschlägen von knapp drei Prozent gehörte die Apple-Aktie zum Wochenstart zu den größten Verlierern. Für Abgabedruck sorgten Berichte über Produktionskürzungen für das neue iPhone XR. Laut der japanischen Zeitung Nikkei hat Apple seinen Smartphone-Fertigern Foxconn und Pegatron mitgeteilt, dass sie die Pläne für weitere Produktionslinien für das kürzlich eingeführte iPhone XR auf Eis legen sollen. In der vergangenen Woche hat Apple die Analysten mit der Umsatzprognose für das laufende Weihnachtsgeschäft enttäuscht und angekündigt, zukünftig die Absatzzahlen für seine Produkte nicht mehr zu veröffentlichen. Notierte die Aktie vor den Zahlen am Donnerstag noch bei über 195 Euro, so hat sie mittlerweile auf 176,13 Euro korrigiert.

Deutsche Post Zahlen über den Erwartungen – Aktie legt zu

Verluste im Brief- und Paketgeschäft haben der Deutschen Post einen Gewinneinbruch eingebrockt. Die von Post-Chef Frank Appel eingeleitete Sanierung der Paket- und Briefsparte schlug im abgelaufenen Quartal mit Kosten von 392 Millionen Euro zu Buche. Das DAX-Unternehmen erzielte im dritten Quartal einen Gewinn von 146 Millionen Euro und damit 77 Prozent weniger als im Vorjahr. Aufgrund der Gewinnwarnung im Juni hatten Analysten im Vorfeld mit einem noch stärkeren Einbruch gerechnet. Auf Jahressicht hat die Aktie rund 30 Prozent an Wert eingebüßt und sich schwächer als der DAX entwickelt. Mit der heutigen Zahlenvorlage gewinnt sie drei Prozent auf 28,80 Euro und führt die DAX-Gewinnerliste an.

Sommerwetter belastet Hugo Boss – Gewinn geht zurück

Rabattschlachten und Währungseffekte haben dem Modekonzern Hugo Boss im abgelaufenen Quartal zugesetzt. Der Modekonzern litt wie seine Konkurrenten unter dem heißen Sommer und dem späteren Start in die Herbst-/Wintersaison. Zwar stieg der Umsatz um ein Prozent auf 710 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging vor Sondereffekten aber um zwölf Prozent auf 126 Millionen Euro zurück. Der Konzerngewinn sank um 18 Prozent auf 66 Millionen Euro. Im vierten Quartal möchte das MDAX-Unternehmen wieder Fahrt aufnehmen und bestätigte die Prognose fürs Gesamtjahr. An der Börse reagieren die Anleger verhalten, die Hugo Boss Aktie verliert um die Mittagszeit leicht auf 63,40 Euro.

Größter Verlierer im MDAX ist heute die Zalando-Aktie mit einem Abschlag von über sechs Prozent auf 32,23 Euro. Erwartungsgemäß ist der Online-Modehändler unter dem Strich in die roten Zahlen gerutscht. Von Juli bis September betrug der bereinigte operative Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT-Verlust) 38,9 Millionen Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein kleines Plus von 400.000 Euro. Den Umsatz steigerte das Unternehmen um 11,7 Prozent auf 1,20 Milliarden Euro. Den am 17. September gesenkten Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen am Morgen.

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