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Kolumnist: S. Feuerstein

Crash im kommenden Jahr?




21.12.21 08:01
S. Feuerstein

Nach der Sitzung der US-Notenbank verabschieden sich einige Anleger in den Weihnachtsurlaub. Dabei zeigt die Richtung bis ins neue Jahr häufig weiter nach oben. Entgegen diesem Trend ging es Ende 2018 etwas deutlicher nach unten. Bereits damals wollte die US-Notenbank im Hinblick auf einen guten Konjunkturverlauf auf die Bremse treten. Die Reaktion der Anleger fiel entsprechend deutlich aus und sorgten am Aktienmarkt für einen üppigen Rücksetzer. In der vergangenen Woche hat die US-Notenbank nun erneut den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik verkündet. Damit stellt sich die Frage, ob nach den Feiertagen ein erneuter Abverkauf droht!

Versiegt der Geldfluss, der die Aktienhausse antreibt?

Während die US-Notenbank für 2022 und 2023 jeweils drei Zinsanhebungen in Aussicht gestellt hat, ist die Europäische Zentralbank davon weit entfernt. Zwar wird man das Anleihekaufprogramm „Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP)“ zum Ende des ersten Quartals auslaufen lassen. Ein Ende der Anleihekäufe stellt dies allerdings nicht dar. Vielmehr möchte man darüber hinaus weiter Liquidität in die Märkte pumpen. Auch wenn die USA das Geld im Hinblick auf die steigende Inflation verknappt, sprudelt die Geldquelle hierzulande weiterhin. Insofern unterscheidet sich die Situation klar von der im Jahr 2018. Auch wenn die Aktienkurse teilweise sehr gut gelaufen sind, muss nicht zwingend mit einer größeren Korrektur gerechnet werden. Man darf daher gespannt sein, welche Signale seitens der EZB im kommenden Jahr kommen werden. Dies vor allem vor dem Hintergrund einer weiter ansteigenden Inflationsrate!

Inflation & billiges Geld?

Wie man es nicht machen sollte, demonstriert seit einiger Zeit die Türkei, deren Währung aktuell ins Bodenlose sinkt. Entgegen wirtschaftswissenschaftlichem Konsens ist der türkische Staatschef Erdogan der Meinung, eine hohe Inflationsrate mit billigem Geld bekämpfen zu müssenn, womit weiteres Öl ins Feuer gegossen wird! Die Auswirkungen sind in der Türkei bereits deutlich spürbar, springen die Kosten doch weiter nach oben. Der beachtlich hohen Inflation von 21 Prozent wird immer weniger vertraut, klettern die Preise doch teilweise um mehr als das Doppelte. Immer weniger findet auch das Geld von Investoren den Weg in die Türkei, müsste man in diesem Fall doch von klaren Währungsverlusten ausgehen. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die Arbeitslosenzahlen aus. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. Damit wäre frühestens zu rechnen, wenn Staatschef Erdogan seine Meinung ändert und die türkische Notenbank nicht mehr beeinflusst. Bis dahin geht die Talfahrt der Türkischen Lira ungebremst weiter. Insofern könnte man hier durchaus von einem Crash sprechen!

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche




Stephan Feuerstein
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