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Kolumnist: Stock-World Redaktion

„Corona-Management beeinträchtigt Devisenkurse“




01.07.20 10:18
Stock-World Redaktion

In der Krise wird oftmals offenbar, wo Stärken liegen, aber auch wo sich Schwächen auftun. Das lässt sich in Covid-Zeiten sogar an Euro, US-Dollar und Co ablesen. Warum dem so sein könnte, erklärt Investing.com-Analyst Robert Zach.

 


New York, 01. Juli 2020 – Das Währungspaar Euro/US-Dollar (EUR/USD) ist eines der beliebtesten bei Devisen-Anlegern weltweit. Doch in den vergangenen Wochen hat sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise auch ein Vergleich des Euro mit anderen Währungen gelohnt. Auffallend ist dabei, dass die Währungen von Ländern, die sich bei der Bekämpfung des Virus wesentlich schwerer getan haben als der vermeintlich „alte Kontinent“ Europa, unter Druck geraten sind, im Falle von Brasiliens Real sogar massiv. Das Britische Pfund und der US-Dollar präsentierten sich nicht ganz so schwach, aber grundsätzlich liegt der Verdacht nahe, dass den Führungen dieser Länder ihr mitunter krudes Krisenmanagement als Schwäche ausgelegt wird: Ein US-Präsident, der erst die Gefahr herunterspielt und später die WHO angreift, ein brasilianischer Regierungschef, der das Virus als „Grippe“ verharmlost, und ein britischer Premier, der als Beweis seiner Post-Corona-Fitness Liegestützen macht – all das stärkt nicht das Vertrauen in die jeweilige Landeswährung. Im Gegenteil, wie ein Vergleichschart der Devisenpaare beweist.


 


Vergleichschart EUR.png


 


Die weitere Entwicklung der Corona-Fallzahlen dürften Devisenanleger daher noch länger im Blick haben. Außer Acht lassen sollten sie andere Aspekte dennoch nicht: Gerade in Brasilien könnte sich der weltweite Nachfragerückgang bei Rohstoffen weiter negativ bemerkbar machen, und in Großbritannien ist es vor allem der Brexit, der für Unsicherheit sorgen dürfte.  Dass beim US-Dollar in den kommenden Monaten nicht nur die Pandemie eine Rolle spielen wird, ist allein vor dem Hintergrund der im Herbst anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA naheliegend – ein gewisses Maß an Volatilität ist damit beim „Greenback“ quasi vorprogrammiert. 


 


 


Über Robert Zach
 


Robert Zach ist Marktanalyst bei Investing.com und seit 2009 an den Finanzmärkten aktiv. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft und der Ausbildung bei einer Bank war Robert Zach für eine renommierte Prop-Trading-Firma in Hongkong und Bangkok tätig, bevor er 2017 zu Investing.com kam.


 


 


Über Investing.com


 


Investing.com ist eine Finanzmarktplattform, die an 250 Börsen weltweit Echtzeitdaten, Kurse, Charts, Finanzinstrumente und vieles mehr bereitstellt. 2007 gegründet, ist Investing.com mittlerweile mit mehr als 21 Millionen monatlichen Nutzern und über 180 Millionen Sitzungen eine der drei weltweit führenden Finanzwebsites.


 


Investing.com bietet unbegrenzten Zugang zu Finanzmarktinstrumenten wie etwa kundenspezifischen Portfolios, persönlichen Benachrichtigungen, Kalendern, Taschenrechnern und Einblicken in die Finanzwelt – und zwar völlig kostenlos.



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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