Kolumnist: Feingold-Research

CFDs, Vola und Terminkurven – Warren Buffett verstehen




05.04.17 08:31
Feingold-Research

Ob Fonds, Zertifikat, ETF, CFD oder auch die simple Aktie – Anleger sollten ihre Investments verstehen, um Chancen und Risiken zu beurteilen. Investmentlegende Warren Buffett hat immer empfohlen, nur in etwas zu investieren, was man versteht. Er bezog sich dabei auf das Geschäftsmodell von Unternehmen, aber das gleiche Prinzip gilt auch für Investmentprodukte. So müssen bei Produkten auf Rohstoffe - zum Beispiel bei den Turbos DL9P32 und CY0PLM auf Brent Öl – die Terminkurven beachtet werden, weil hier die Erwartungen des Marktes abgebildet werden.


Deutsche Anleger befolgen Warren Buffetts Rat und haben bei der Wahl des Basiswerts klare Präferenzen, nämlich den guten alten Bekannten, den DAX. Die in diesem Aktienindex abgebildeten Firmen kennen die meisten und auch die Zusammensetzung und Gewichtung  ist transparent und wird auf vielen Medien veröffentlicht. Ganz unterschiedliche Instrumente werden auf den deutschen Leitindex angeboten, darunter natürlich auch CFDs. Die Statistik zeigt, dass der Indexbereich insgesamt beliebt ist. Sie machen etwa zwei Drittel des gehandelten Volumens im CFD-Bereich aus und vereinen gleichzeitig rund 60 Prozent der vollzogenen Transaktionen auf sich.


Viele interessante Produkte auf den Deutschen Leitindex finden Sie täglich frisch in unserer ISIN-Liste:


Put auf den DAX: XM7GPQ


DAX-Call ( lange Laufzeit): XM84T5 oder DM2M5F


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DAX auf ein Jahr

DAX auf ein Jahr


Der DAX dominiert wiederum mit einem Anteil von rund 80 Prozent, weit vor dem Dow Jones mit etwa zwölf Prozent. Die Erfahrung zeigt, dass auch im CFD-Bereich zahlreiche Anleger vorsichtig agieren und moderate Hebel sowie längere Halteperioden wählen und sich nicht nur als Day-Trader engagieren. Wird es am Markt aber volatil und die Kurse schwanken heftig hin und her, nimmt aber auch die Handelsfrequenz zu.


Nach der Krise ist vor der Krise – Vola spielte Investoren einen Streich

Ende 2008 beispielsweise lag die Volatilität des DAX, ausgedrückt durch das Barometer VDAX-New auf einem Allzeithoch von rund 83 Punkten. Unmittelbar danach wurde beinahe jede Investmentmöglichkeit in Frage gestellt, von fast allen Seiten über den Sinn von Derivaten geredet, was die Marktteilnehmer zusätzlich verunsicherte. Im Gegensatz zum DAX, der erst im März 2009 bei etwa 3600 Punkten seinen Boden fand, ging die Volatilität aber bereits ab Ende 2008 deutlich zurück. Von 83 Punkten sank der VDAX-New zunächst bis in die Region von 50 Punkten, um danach sogar bis auf seinen langjährigen Durchschnitt von rund 20 Punkten zurückzufallen. Aufgrund dieses schnellen Rückgangs der Volatilität nahmen viele Akteure den Markt danach als vergleichsweise träge zur Kenntnis.


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Börse_DAX_KurstafelDie Volatilität spielt beim Vergleich von Contracts for Differences zu anderen derivativen Instrumenten eine beträchtliche Rolle. Wer als spekulativer Investor im Frühjahr 2009 auf eine Rallye beim DAX setzte, lag bei der Tendenz goldrichtig. Vom Tief ging es binnen neun Monaten um rund 2500 Punkte nach oben. Neben der Tendenz war für Derivateanleger jedoch auch die Wahl des richtigen Produkts entscheidend.


So waren Call-Optionsscheine zwar die passende Wahl für eine Aufwärtsbewegung, ihre Gewinne wurden jedoch häufig zu großen Teilen von einer stark zurückgehenden Volatilität aufgezehrt. Ein Zahlenbeispiel verdeutlicht dies: Ein DAX-Optionsschein mit einer Restlaufzeit von neun Monaten, der etwa 500 Punkte aus dem Geld liegt, kostet bei einer Volatilität von 20 weniger als die Hälfte dessen, was das gleiche Papier bei einer Volatilität von 35 kostet. Insofern wird klar, wie die Gewinne bei Calls auf den DAX, aber auch auf Einzelaktien durch den Rückgang der Schwankungsbreiten zusammenschmolzen.


Es lässt sich auch ohne Vola leben

Eben jener Volatilitätseinfluss wird bei Mini-Futures, Knock-outs und CFDs ausgeschaltet. Die „Vola“ spielt bei der Preisberechnung also keine Rolle. Entscheidet sich ein Investor für eine CFD-Spekulation auf steigende oder fallende Notierungen erzielt er einen Gewinn, wenn er die Kursrichtung korrekt einschätzt und dabei die Finanzierungskosten übertroffen werden.


Mehr Infos zum Thema Volatilität finden Sie im Know-How Magazin von Goldman Sachs.


Börse-Dax-1Oftmals wird dabei die Möglichkeit unterschätzt, CFDs auch strategisch einzusetzen und auf der Short-Seite zwischenzeitlich eine Absicherungsstrategie einzubauen. Viele Anleger haben sich in diesem Jahr mit Aktien, ETFs oder Zertifikaten auf den DAX eingedeckt. Diese Positionen notieren mittlerweile mit teils beträchtlichen Gewinnen im Plus. Um eine gewisse Zeit lang neutral aufgestellt zu sein, gibt es nun zwei Möglichkeiten. Zum einen den Verkauf der Positionen und die Realisierung der Gewinne. Der große Nachteil entsteht dann, wenn man sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut zum Einstieg in den Markt oder den Einzeltitel entscheidet.


Häufig entstehen hohe Transaktionskosten, wenn alle Bestandteile des Depots wieder zusammen gekauft werden müssen. Mit Contracts for Difference können Anleger ihre Aktien- oder Indexpositionen für eine bestimmte Zeit quasi ausgleichen und sind dann neutral aufgestellt. Was sie auf der einen Seite gewinnen, verlieren sie auf der anderen und umgekehrt. Man sieht: CFDs sind ein grundsätzlich sehr einfaches und transparentes Produkt. Darüber hinaus gibt es aber auch Möglichkeiten, weiterführende Anlage- und Tradingideen umzusetzen.



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