Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Blumenroths Goldkommentar: "Keine Spur von Sommerloch"




09.08.20 09:44
Redaktion boerse-frankfurt.de

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Michael Blumenroth sieht in einem fallenden US-Dollar und anhaltendem Zinspessimismus die Haupttreiber der Goldpreisrallye.



7. August 2020. FRANKFURT (Deutsche Börse). Sah es in der vergangenen Woche noch so aus, als würde sich die Handelstätigkeit den sommerlichen Temperaturen anpassen und die Gold-Rallye eine kleine Pause einlegen, so starteten die Goldpreise im Verlauf dieser Woche so richtig durch.


Die Gründe hierfür sind weiterhin unverändert: Der US-Dollar fällt nach einer kurzen Phase der Erholung gegen die anderen G10-Währungen nahezu täglich auf neue Zweijahrestiefs. Die Renditen/Marktzinsen der US-Staatsanleihen fallen auf neue zyklische Tiefs bzw. in Gestalt der fünfjährigen Staatsanleihen sogar auf neue Rekordtiefs – eine Indikation dafür, dass die Investoren an den Anleihemärkten auf absehbare Zeit nicht mit Leitzinserhöhungen in den USA rechnen. Zu guter Letzt eskalieren die Spannungen zwischen den USA und China aktuell wieder etwas. US-Präsident Trump unterzeichnete gestern Abend ein Dekret, das auf ein Verbot von Tiktok in anderthalb Monaten hinausläuft, sollte die Plattform bis dahin nicht verkauft werden. Gegen das zum Tencent-Konzern gehörende chinesische Onlinetzwerk WeChat verhängte Trump die gleichen Maßnahmen.


Gold mit neuem Allzeithoch in US-Dollar und Euro


Alles in allem ein konstruktives Umfeld für die Goldpreise. Die magische Marke von 2.000 US-Dollar je Unze wurde elegant übersprungen und auch in Euro erzielten die Goldpreise neue Allzeithochs.


Gold wird am heutigen Freitag gut fünf Prozent teurer gehandelt als noch am Donnerstag vergangener Woche. Von 1.955 ging es ohne viel Federlesens bzw. ohne Rückschläge aufwärts auf ein neues Allzeithoch bei circa 2.075 heute Nacht. Aktuell stehen 2.060 US-Dollar an der Tafel.


Der Euro stieg nach einem vorübergehenden Rücksetzer mit 1,1916 gestern Morgen auf den höchsten Stand seit September 2018. Dennoch erzielte Gold auch in Euro mit 1.749 ein neues Allzeithoch. Der Preis von Xetra-Gold stieg seit Donnerstag letzter Woche während der üblichen Handelszeiten (das Rekordhoch der Goldpreise in US-Dollar wurde heute Nacht markiert) von 53,55 bis auf 56,20 Euro je Gramm am gestrigen Donnerstagnachmittag an. Heute Morgen wird Xetra-Gold nicht viel tiefer um 56 herum gehandelt. 


Der Trend spricht ebenso wie die Saisonalität aktuell für Gold, wenngleich es jederzeit zu Rücksetzern aufgrund von Gewinnmitnahmen kommen könnte.


Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende mit Schatten und gekühlten Getränken!


7. August 2020, © Deutsche Börse AG



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