Kolumnist: Feingold-Research

Bitcoin – Neue Short-Attacke läuft an




06.09.18 12:36
Feingold-Research

Unsere Warnungen vor einem drohenden Rückschlag am Krypto-Markt erwiesen sich als richtig: Am Mittwoch sackten die Kurse kräftig in den Keller, zahlreiche Altcoins verloren um mehr als 20 Prozent. Am Terminmarkt haben sich die Bären in Stellung gebracht, die Short-Wetten sind massiv gestiegen.


Von 7400 auf 6400 in zwei Tagen – die Nervosität bei Bitcoin ist zuletzt wieder sprunghaft gestiegen. Auch die anderen Digitalmünzen stehen massiv unter Druck. In den Top 10 rangieren vier Kryptowährungen auf Sicht von 24 Stunden um mehr als 20 Prozent im Minus. Rund 200 Mrd. Dollar bringt der Markt derzeit noch auf die Waage, ohne Bitcoin gerechnet sind es nur noch 90 Mrd. Dollar. Zum Vergleich: DAX-Schwergewicht SAP kommt derzeit auf gut 140 Mrd. Dollar. IOTA musste zudem wieder den Platz im Top 10-Ranking räumen und liegt mit 1,5 Mrd. Dollar nur noch auf Rang elf.


Wichtig für den Gesamtmarkt bleibt aber weiter Bitcoin. Die Nummer eins unter den Kryptos folgte zuletzt sehr gut unserem Fahrplan und scheiterte wie erwartet an der Barriere um 7400 (blaue Markierung). Mit dem jüngsten Rückschlag fiel der Preis zudem wieder unter die Ausbruchsmarke um 6800/6850 (braun) – ein weiteres negatives Signal.


Mit 6400 Dollar steht Bitcoin erneut im Dunstfeld der stark beachteten Unterstützungsregion zwischen 5700 bis 6100 (grün). Seit November vergangenen Jahres wurde die Zone mehrfach angelaufen und bestätigt. Deutlich wird aber auch, dass die Erholungen seit Juni immer schwächer ausfallen. Anders formuliert: Der seit Jahresbeginn etablierte Abwärtstrend (rot) gewinnt zunehmend an Bedeutung, die Bullen verlieren die Hoffnung. Steigende Preise werden zum Ausstieg genutzt.


Spannend ist zudem die Entwicklung am Terminmarkt. Nachdem Ende August die Short-Wetten massiv abgebaut wurden, läuft seit dem 1. September eine neue Attacke (rote Linie unter dem Chart). Die Zahl der Shorts ist seitdem sprunghaft von 22.000 auf rund 38.000 gestiegen und liegt knapp unter dem Hoch vom 21. August. Viele professionelle Akteure haben sich somit für einen Ausbruch auf der Unterseite in Stellung gebracht.


Quelle: www.tradingview.com


Noch sind die Würfel nicht gefallen. Solange die Unterstützung um 5700/6100 hält, ist jederzeit mit Gegenbewegungen zu rechnen. Wegen der fallenden Abwärtstrendlinie fällt der Spielraum für Erholungen aber immer geringer aus. Damit sinkt die Fantasie auf der Oberseite.


Fazit: Für die Bitcoin-Bullen sind die Perspektiven denkbar schlecht. Ausgehend von der 6000er-Zone erscheint im günstigen Fall eine Erholung von rund 15 Prozent bis 6800 möglich. Nach den zahlreichen Tests in den vergangenen Wochen steigt nun aber die Gefahr, dass Bitcoin auf der Unterseite durchbricht. Ein Tagesschluss unter 5700 dürfte sich als Startsignal einer weiteren Abwärtswelle mit Ziel 4300/4800 erweisen. Auf dem ermäßigten Niveau werden wahrscheinlich zahlreiche Short-Wetten geschlossen, was zu einer technischen Erholung führen sollte.



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