Kolumnist: Feingold-Research

Bitcoin, IOTA – Zwischen Fake News und Hoffnung




09.09.18 08:59
Feingold-Research

Für den Krypto-Markt zeichnet sich erneut eine sehr schwache Handelswoche ab. Nur zwei der zehn größten Währungen liegen auf Sicht von sieben Tagen im Plus, prozentual zweistellige Verluste sind keine Seltenheit. Dennoch lohnt sich aktuell der Blick auf IOTA.


Nach den herben Verlusten in den vergangenen Tagen zeigt sich der Krypto-Markt am Freitag zumindest stabil. Doch die Ruhe kann trügerisch sein, jederzeit ist mit neuen Rückschlägen zu rechnen. Mit der gestiegenen Unsicherheit sinkt auch das Handelsvolumen, der Markt wird anfälliger für Manipulationen. Wer gezielt die Kurse tiefer haben möchte, hat derzeit ein vergleichsweise einfaches Spiel. Oft reichen nur Gerüchte, um die Kurse in den Keller zu schicken.


Ein gutes Beispiel lieferten die vergangenen Tage. In unserer fundamentalen Analyse haben wir die größten Problemfelder skizziert. Berichte, nach denen Goldman Sachs die Bitcoin-Pläne auf Eis gelegt habe, wurden inzwischen von der Investmentbank bestritten. Finanzchef Marty Chavez sprach auf der Techcrunch-Disrupt-Konferenz sogar von Fake News. Vom Rückschlag am Mittwoch haben sich die Kurse bisher nicht erholt, einige Akteure dürften so viel Geld verdient haben. Auch in der nächsten Woche ist wieder mit ähnlichen negativen Meldungen zu rechnen, gemixt mit hoffungsvollen Signalen. Der große Blick über den Tellerrand und damit auf die langfristigen Perspektiven rückt in den Hintergrund, der Markt wird immer mehr zum Spielball von Spekulanten.


Gerade zum Wochenschluss wollen wir aber nicht nur auf die negativen Fakten schauen. Es gibt auch gute Nachrichten, beispielsweise bei IOTA. Neben den vielen Partnerschaften aus dem Automobilbereich folgte nun eine Absichtserklärung mit dem französischen Energieversorger Engie Lab Crigen, um intelligente Energie-Ökosysteme mit Hilfe der IOTA-Tangel zu entwickeln. Auch wenn der positive Newsflow somit anhält, kann sich der Kurs dem negativen Umfeld nicht entziehen. Ausgehend vom jüngsten Hoch kam IOTA um rund 30 Prozent zurück. In der Chartanalyse hatten wir vor einem bevorstehenden Rückschlag gewarnt.


Aktuell steht der Kurs bei etwa 56 Dollar, das Chance-Risiko-Verhältnis fällt etwas freundlicher aus. Zugleich wurde der überkaufte Zustand abgebaut, die Zone um 0,50 bis 0,57 Dollar bietet etwas Sicherheit auf der Unterseite. Eine erneute Gegenbewegung erscheint aber nur möglich, wenn der Markt und damit vor allem Bitcoin von neuen Hiobsmeldungen verschont bleibt.


Quelle: Guidants


Was ist möglich? Bis zur Kombination aus 50-Tage-Linie und Abwärtstrend besteht rund 15 Prozent Potenzial. Fällt IOTA unter 0,50 Dollar, ist der Weg frei bis an das Tief von Ende 2017 bei rund 0,32/0,36 Dollar. Entsprechend eng sollte der Stopp platziert werden. Wer hingegen nicht zocken möchte, sondern ein langfristiges Engagement plant, wartet auf bessere Zeiten.



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