Kolumnist: Timo Emden

Bitcoin: BaFin warnt vor Initial Coin Offerings




10.11.17 09:50
Timo Emden

Die Bundesaufsicht für Finanzen (BaFin) weist in einem offiziellen Schreiben daraufhin, dass das Investment von Coins im Rahmen von „Initial Coin Offerings“ (ICOs) mit erheblichen Risiken verbunden ist. „Anleger sollten sich darauf einstellen, dass auch ein Totalverlust ihrer Investition möglich ist“, so die BaFin.

Damit schließt sich die Aufsichtsbehörde einer Kette von bereits ausgesprochenen Ausrufezeichen vor sogenannten ICO’s an.


Britische FCA warnte bereits im September eindringlich vor ICO's


Bereits Mitte September warnte auch offiziell die britische Aufsichtsbehörde FCA vor sogenannten Token, welche durch ICO's finanziert werden. Diese sind laut dem britischen Hüter mit "einem hohen Risiko verbunden und spekulative Investments". "Seien Sie sich den damit verbundenen Risiken bewusst, welche bis zum Totalverlust Ihres Kapitals führen können", warnte die FCA damals in einem offiziellen Schreiben.


Ausrufezeichen für Ausrufezeichen flatterten im Frühjahr und Sommer gefühlt fast täglich herein. Auch die amerikanische Aufsichtsbehörde SEC gab im späten August eine Warnung heraus. Vorstandsmitglied der deutschen Bundesbank Thiele warnte ebenfalls eindringlich vor den Gefahren von Bitcoin und Co. bereits im Mai diesen Jahres und verpasste der digitalen Währung Bitcoin einen deftigen Seitenhieb.


Die Volksrepublik China und Südkorea haben ICO’s mittlerweile verboten.


Helfen Warnungen und ausgesprochene Verbote tatsächlich weiter?


Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Das ausgesprochene ICO- Verbot in China sorgte im Spätsommer zu Kursverlusten um bis zu 40 Prozent bei Bitcoin. Doch seitdem hat sich der Kurs mittlerweile an Wert bis auf über 7.000 US- Dollar mehr als verdoppeln können. Verbote werden umgangen, in dem z.B. chinesische Cyberbörsen ein Schlupfloch in Nachbarländern suchen und tatsächlich fündig werden. Warnungen vor einem Investment scheinen so oder so aus Anlegersicht weiterhin ignoriert zu werden.


Dass Warnungen und Verbote das Gegenteil bewirken scheint somit immer mehr der Fall zu sein. Vielmehr müsste m.E. ein geeigneter regulatorischer Rahmen geschaffen werden um den Handel ordnungsgemäß aus Anlegerperspektive tätigen zu können. Beispielhaft geht aus meiner Sicht die CME Group voran, in dem diese bis zum Jahresende ein Bitcoin- Terminkontrakt auf die Beine stellen will. Es muss über Cyberwährungen gesprochen und nicht lediglich gewarnt, gar Verbote ausgesprochen werden. Ein klarer Konsens würde allen beteiligten Parteien weiterhelfen um den größten Nutzen aus der digitalen Revolution ziehen zu können. Warnungen und Verbote allein helfen nicht weiter und machen digitale Währungen u.U. ungewollt nur noch interessanter.




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