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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Auslandsaktien: Stock-Picking unerlässlich




23.04.17 08:05
Redaktion boerse-frankfurt.de


Die Integration von Umwelt- und Sozialstandards in die Unternehmensprozesse gehören für viele Organisationen längst zum Pflichtprogramm. Rückschlüsse auf wirtschaftlichen Erfolg sind nicht möglich. Anleger müssen bei jedem Engagement genau hinsehen. 20. April 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Geht es um das Thema Nachhaltigkeit, dann können sich die Fortschritte auf Unternehmensseite im vergangenen Jahr durchaus sehen lassen. Zu diesem Schluss kommt Oekom in ihrem Corporate Responsibility Report 2017. Nicht nur international tätige Großkonzerne der Industriestaaten kommen demnach ihrer unternehmerischen Verantwortung für Umweltstandards und Fragen der Unternehmens- und Mitarbeiterführung zunehmend nach. Auch in den Schwellenländern wachse der Stellenwert eines Nachhaltigkeits-Managements. 

Noch Luft nach oben


Aspekte eines solchen Systems finden sich in immer mehr Corporate Governance-Regularien, wie Oekom anmerkt. Gemessen an den rund 100 einzelnen Bewertungskriterien der Organisation sei die Gruppe der Klassenbesten - jeweils mit Noten von gut oder sehr gut - zwar lediglich von 16,29 auf etwas über 16,5 Prozent gewachsen. Dem gegenüber habe sich das Mittelfeld aber von 35,86 im Jahr 2015 auf nun 40,15 Prozent spürbar verbreitert. Andererseits hätten mit gut 43 Prozent unzureichend engagierte global aufgestellte Konzerne in Sachen Nachhaltigkeit noch viel Luft nach oben. 

Mit der stärker werdenden Nachfrage nach Investitionen unter zusätzlicher Berücksichtigung von sozialen oder ökologischen Aspekten tragen Anleger zu dieser Entwicklung wesentlich bei. Allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden laut Forum nachhaltige Geldanlagen im vergangenen Jahr Mittel in Höhe von über 326 Milliarden Euro unter Berücksichtigung eigener Wertvorstellungen investiert. Damit habe sich das Volumen des nachhaltigen Anlagemarkts in dieser Region binnen eines Jahrzehnts auf mehr als das 25-fache dynamisch vergrößert.
Fast schon Pflichtprogramm  

Für Roland Stadler ist klar: "Kaum einer kann sich erlauben, bei diesem Trend nicht mitzumachen." Der Händler der Baader Bank macht dies unter anderem an der Zusammensetzung des viel beachteten Dow Jones Sustainability (DJSI) World Index fest. Die Liste zugehöriger Werte lese sich wie das Who is Who der Großkonzerne. Ein Garant für eine bessere Rendite sei eine Investition in nachhaltige Werte allerdings nicht. Anlegern, die sich für Einzelwerte interessieren, böte der DJSI World lediglich eine Orientierungshilfe. Um eine individuelle Analyse kämen Investoren nicht herum.


StadlerStadler  

Nicht per se ein Wettbewerbsvorteil


Die Performance des DJSI World könne mit der des deutlich breiter gefassten MSCI World jedenfalls mithalten. Für ersteren steht seit Januar 2016 ein Plus von gut 11 Prozent zu Buche, im selben Zeitraum erreichte der MSCI World einen Zuwachs von rund 10 Prozent. DJSI World-Neuzugänge wie Norsk Hydro (WKN 851908) sind dabei erfolgreicher gelaufen. Die Aktie des norwegischen Aluminiumproduzenten legte seit Beginn vergangenen Jahres von 3,46 auf 5,27 Euro und damit über 50 Prozent zu. "Das liegt größtenteils an einem Ansiteg der Aluminiumpreise, die sich seitdem von 1.507 auf 1.903 US-Dollar pro Tonne verteuert haben." Die Aktie der ebenfalls seit September im DJSI World zugehörigen ungarischen Aluminiumproduzenten MOL Magyar (WKN 593127) komme auf einen vergleichbaren Gewinn. 

Dem gegenüber stimme bei der Royal Dutch Shell (WKN A0D94M) nach einer Durststrecke zwar die Vorzeichen. Die Anteile des britisch-niederländischen Ölmultis liegen mit rund 13 Prozent seit Januar 2016 derweil nur leicht über der Index-Performance. 

Prognosen zählen


Eine generelle Aussage zur Wettbewerbsfähigkeit einer der Nachhaltigkeit verpflichteten Firma ist auch nach Ansicht von Walter Vorhauser nicht möglich. "Nur durch Stock-Picking, also gezieltes Investieren in Einzelwerte nach bestimmten Kriterien, könnten Anleger ihre Chance auf zusätzliche Rendite erhöhen." Als Beispiel nennt der Händler der Oddo Seydler Bank die Amgen-Aktie (WKN 867900). Nachdem der US-Wert im vergangenen Jahr kaum von der Stelle gekommen sei, hätten gute Unternehmenszahlen gekoppelt mit einer vielversprechenden Studie für Repatha, einem neuen Medikament zur Reduzierung des Cholesterins im Blut, für etwas Rückenwind gesorgt. Viele Analysten stufen die Aktien mittlerweile unterbewertet ein. 

Auch Panasonic habe nach einer durchwachsenen Periode im Zuge des Februar-Quartalsberichts wieder höhere Gewinne für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht gestellt. "Die Umsätze mit Autobatterien laufen rund", weiß Vorhauser. Zudem hätten die Japaner eine ganze Reihe von neuen Haushaltsprodukten auf der diesjährigen Convention vorgestellt. Gleichzeitig habe Panasonic Avionics auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg die nächste Generation seiner Unterhaltungsplattform für Flugzeuge demonstriert. 

von: Iris Merker
20. April 2017, © Deutsche Börse AG



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