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Kolumnist: Cornelia Frey

Auslandsaktien: GE baut weiter um – Nexon gesucht




01.03.19 16:26
Cornelia Frey

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In dieser Berichtswoche legt der amerikanische Aktienmarkt eine Verschnaufpause ein. Der Dow Jones befindet sich seit Jahresanfang in einem Aufwärtstrend, auch wenn nun die Luft etwas dünner zu werden scheint. Am Mittwoch schloss der Dow Jones bei 25.985 Punkten. Zum Wochenstart stach der Kursgewinn bei General Electric (WKN: 851144) mit über zehn Prozent heraus. GE veräußert die Biopharmasparte für 21,4 Milliarden Dollar an Danaher (WKN: 866197) und drückt dadurch die Verbindlichkeiten unter 100 Milliarden Dollar. Die Marktteilnehmer sahen auch für Danaher deutliche Vorteile, so dass die Aktie um neun Prozent höher notierte. Im Biotechbereich wurde die nächste Übernahme unter Dach und Fach gebracht. Der Schweizer Pharmariese Roche (WKN: 851311) kauft für 4,3 Milliarden Dollar den Gentherapie-Spezialisten Spark Therapeutics (WKN: A12HQS). Für eine Aktie von Spark werden 114,50 Dollar in bar geboten, mehr als das Doppelte vom Schlusskurs des 22. Februars mit 51,56 Dollar. Die Aktien der Mitbewerber, wie Biomarin Pharmaceutical (WKN: 924801), uniQuere (WKN: A1XDTV) und Sangamo Therapeutics (WKN: 936386), stiegen ebenfalls. Nach einer Herabstufung von „kaufen“ auf „verkaufen“ verlor die Aktie von Caterpillar (WKN: 850598) über zwei Prozent. Vom Häusermarkt gab es am Dienstag schlechte Nachrichten. Die Baubeginne waren so niedrig wie seit 2016 nicht mehr. Infolgedessen wurden in dieser Woche von einem Analysten die Kursziele für die Häuslebauer nach unten angepasst. Am Mittwoch stiegen die Aktien von Best Buy (WKN: 873629) um 14 Prozent, nach dem die Quartalszahlen besser als erwartet ausfielen und darüber hinaus eine Erhöhung der Dividende angekündigt wurde. Ein schlechter als erwarteter Quartalsausweis sowie ein mauer Jahresausblick bescherten den Aktionären von Mylan (WKN: A14NYH) einen Kursrückgang von über 15 Prozent.



Die Börse in Tokyo hat eine äußerst lethargische Woche hinter sich gebracht und der japanische Leitindex verliert ganze 79 Zähler und schließt bei 21.385 Punkten. Die Aktien von Nexon (WKN: A1JPFB), ein Entwickler von Online-Spielen, stiegen um fast acht Prozent auf ein neues Jahreshoch. Gerüchte, dass große Konzerne wie Amazon oder Comcast eine Beteiligung an Nexon anstreben, ließen den Kurs seit Jahresbeginn schon um über 25 Prozent in die Höhe schnellen. Furukawa Electric (WKN: 854857), ein großer Zulieferer für die Elektroindustrie, wurde von einer japanischen Großbank herabgestuft und die Aktie verlor fast drei Prozent an Wert. Nichts desto trotz hat Furukawa Elektric seit Jahresbeginn um fast 24 Prozent zugelegt und ist eine der besten Aktien im Nikkei 225.

Gleich zu Beginn der Woche setzte die Aktie von Santhera (WKN: A0LCUK) zum Höhenflug an. Das Pharmaunternehmen konnte mitteilen, dass bei einer so genannten SYROS-Studie das Medikament Idebenon eine Langzeitwirkung gezeigt habe. Bisher hatten die Aufsichtsbehörden in Europa und den USA Ende 2017 und Anfang 2018 keine Zulassung erteilt und weitere Daten eingefordert. Auch wenn die Studie noch keine endgültige Zulassung bedeutet, zeigten sich die Anleger hocherfreut und so schnellte die Aktie 124 Prozent in die Höhe, um am Dienstag nochmal 40 Prozent zuzulegen. Am Donnerstag bestätigte die Schweizer Sunrise Communications (WKN: A14M5T) den Kauf der UPC Schweiz von deren Mutter Liberty Global (WKN: A1W0FN) für 6,3 Milliarden Franken. Finanzieren möchten die Schweizer die Übernahme durch eine Kapitalerhöhung mittels einer Bezugsrechtsemission von etwa vier Milliarden Franken. Nicht die Kapitalerhöhung an sich, sondern die Höhe schockierte wohl viele Anleger und im frühen Handel sackte die Aktie um etwa neun Prozent ab.

Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen (WKN: A2JNF4) hat die Geschäftszahlen für das zweite Halbjahr 2018 veröffentlicht. Der Umsatz betrug 192,5 Millionen Euro, der Gewinn betrug 111,7 Millionen Euro. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn lagen deutlich über den Erwartungen der Analysten. Adyen bietet ähnlich wie Wirecard (WKN: 747206), Stripe und PayPal (WKN: A14R7U) Zahlungsdienstleistungen für Unternehmen an.

Kräftig erholt präsentierten sich die Aktien des weltgrößten Brauereikonzerns Anheuser-Busch Inbev (WKN: A2ASUV) am Donnerstag nach Bekanntgabe der Zahlen für das 4. Quartal 2018. Durch eine Reihe von Sonderbelastungen schloss der belgische Konzern, zu dem Marken wie Beck’s, Budweiser und Corona gehören, das Jahr 2018 nicht so erfolgreich wie erwartet ab. Für das Geschäftsjahr 2019 stellte der Bierbrauer jedoch ein starkes Wachstum bei Umsatz und Ertrag in Aussicht. Am Donnerstagmittag lag die Brauerei-Aktie mit 6,5 Prozent im Plus und notiert aktuell bei knapp 70 Euro.

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