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Kolumnist: Börse Stuttgart AG

Argentinien einigt sich mit seinen Gläubigern




08.08.20 09:51
Börse Stuttgart AG


Kurz vor Ende der Frist am 4. August vermeldete Argentinien, sich mit den Gläubigern von ausstehenden Anleihen in Höhe von 65 Milliarden US-Dollar geeinigt zu haben. Je 100 US-Dollar Schulden bot Argentinien den Gläubigern an, 53,50 US-Dollar zurückzahlen. Die Gruppe um Blackrock, Fideltiy und Ashmore verlangte bis zuletzt eine Rückzahlung von 56 US-Dollar. Mit zwei weiteren Gläubigergruppen konnte sich Argentinien vor Ablauf der Frist auf eine Rückzahlung von 54 US-Dollar einigen. Mit der Einigung wurden auch die Zahlungstermine der ausstehenden Anleihen nach hinten verschoben. Die Rückzahlungen beginnen 2024 und sollen bis 2038 abgeschlossen sein.
Mit dieser Vereinbarung konnte Argentinien den neunten Staatsbankrott in seiner Geschichte noch verhindern. Ende 2019 betrug die gesamte Staatsverschuldung Argentiniens 323 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus sind die ökonomischen Rahmendaten von Argentinien sehr besorgniserregend, der Internationale Währungsfonds erwartet für das laufende Jahr ein schrumpfendes BIP von 9,9%. Zusätzlich betrug die Inflationsrate zuletzt über 50%. Noch in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts galt Argentinien als eines der reichsten Länder der Welt.


 


Ecuador gelingt ebenfalls die Umschuldung


Auch Ecuador ist es gelungen, 17,5 Milliarden US-Dollar umzuschulden. Im Fall Ecuador verzichteten die Gläubiger auf Forderungen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Damit einhergehend konnte Ecuador die durchschnittliche Rückzahlungsfrist laut Finanzministerium von 6,1 Jahren auf 12,7 Jahre erhöhen und den Zinssatz von 9,2% auf 5,3% senken. Ecuador muss für die nächsten fünf Jahre keine Tilgungen leisten und erst in zwei Jahren Zinsen an die Anleihegläubiger bezahlen. Das Land steht durch die Corona-Pandemie und die fallenden Ölpreisnotierungen stark unter Druck. Die Erdölproduktion umfasst fast 60% der Exporte Ecuadors.


 


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