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Kolumnist: Feingold-Research

Aktive Fonds – Finger weg!




21.03.17 09:12
Feingold-Research

Liebe Anleger, jetzt neu und nicht im Feingold-Research-Fanshop – “Indexzertifkate und ETFs” mit satten Gebühren und keinerlei Mehrwert zum Indexinvestment. Glaubt Ihr nicht – dann hier mal bei den Kollegen der ARD nachlesen. Der Name der Produkte übrigens – ach so, ja - aktive Fonds, die sich nur verkleiden als Indexpapiere und ETFs. Genau lieber Anleger, das “tolle” Zeug von Deka und Co, das Dir bei WISO, der Sparkasse, der FAZ oder in der Filiale so gern empfohlen wird…zum Schmusen, diese aktiven Fonds. Aber leider nur für den Fondsmanager, der daran verdient. Wir raten nachdrücklich seit FTD-Zeiten schon zu Sparplänen mit RICHTIGEN Indexpapieren, ETFs oder auch zu Aktiensparplänen, aber bitte, macht nicht die Fondsmanager reich, es sei denn, Ihr erwischt einen Flossbach. Davon gibt es aber nur wenige. Wer zweifelt, dem sei übrigens mal der Besuch des Fondskongresses in Mannheim im Januar empfohlen. Da präsentiert sich die gesammelte Fondswelt und jeder kann sich davon überzeugen, wieviel Tausende an Fonds”Leuten” von den üppigen Gebühren bezahlt werden. Einfach dabeisein – es lohnt. Aber anders, als man denken mag!

Übrigens - seit dem Jahr 2002 wird der Report S&P Indices versus Active Funds (SPIVA) veröffentlicht; 2015 erstmals mit Zehn-Jahres-Vergleichen auch für Europa. Das Ergebnis war vernichtend für die Fondsmanager. Der breitgefasste amerikanische Aktienindex S&P 500 hat sich demnach in zehn Jahren besser entwickelt als 98 Prozent der Fonds auf amerikanische Aktien. 98!


Nehmen Sie den Affen


Es könnte günstiger sein, einen Flug nach Borneo zu buchen, sich einen Affen zu suchen, der einmal auf den Kursteil der FAZ mit S&P500-Aktien wirft und dem Tier bisschen Futter zu bezahlen. Vorteil – höhere Trefferquote und eine schöne Reise.


Luminale_BörseAch ja – ETFs oder Indexpapiere sind eben billiger und vielleicht langweiliger, passiv klingt ja auch im Schlafzimmer langweiliger als aktiv. Bringt aber an Rendite in dem Fall mehr. Besonders schönen Performanceschrott haben übrigens Santander und natürlich gleich mehrfach die DEKA im Angebot. Auf die DEKA ist bei Gebühren halt einfach Verlass, Deka klingt zwar fast wie Dekra, versagt aber beim Rendite-TÜV regelmäßig.


Wie funktioniert nun nochmal die Alternative – ETFs?


Grundsätzlich versuchen ETFs die Wertentwicklung von Indizes so präzise wie möglich, also 1:1 abzubilden. Die zugrunde liegenden Indizes können beispielsweise Aktienindizes wie der DAX, aber auch Renten-, Rohstoff- oder Strategiebarometer sein. Dabei versprechen ETFs, die Vorteile von Fonds wie etwa eine breite Risikostreuung mit dem täglichen Handel zu niedrigen Kosten in einem regulierten geschützten Rahmen zu verbinden.


Wenn sich der zugrunde liegende Index verändert, sei es durch eine Verschiebung der Gewichte von Aktien im Index oder durch den Austausch von Indexmitgliedern, wird der ETF ebenfalls umgehend angepasst. Anleger partizipieren also „passiv“ an der Wertentwicklung des jeweiligen Index. Das ist auch einer der großen Unterschiede zu Fonds, die ihre eigenen Anpassungen vornehmen können und nicht streng an die Vorgaben aus dem Index gebunden sind.


Asien_KoreaHieraus ergeben sich gleichzeitig auch Vor- und Nachteile der ETFs. Während Anleger bei steigenden Kursen annähernd 1:1 am Index partizipieren, sind sie bei Kursrückgängen ebenfalls voll dabei. Der Schutz vor Kursrückgängen geht komplett verloren, was dagegen Fonds mit aktiven Fondsmanagern steuern können.


Sie haben die Möglichkeit bei entsprechender Markterwartung, ihre Partizipation am Index zu verringern und Cash-Positionen aufzubauen. Sollten die Kurse tatsächlich fallen, können so die Verluste bei einem Kursrückgang reduziert werden. Steigen die Kurse, schaffen es aktive Fonds kaum, den „voll investierten“ ETF zu schlagen.


Hinter Exchange Traded Funds (ETFs) steht kein Fondsmanager und diese Produkte können ihre Benchmark weder deutlich schlagen noch klar verfehlen: Sie bilden nämlich einen Index annähernd eins zu eins nach. Aber das ist vielleicht auch ihr Erfolgsgeheimnis. Diese als “passiv” bezeichneten Finanzprodukte können wie Aktien schnell ge- und verkauft werden.


Eine mehrtägige Rückgabe der Anteile, während der der Wert der Finanzprodukte steigen aber auch fallen kann, wie es oft bei Fonds der Fall ist, existiert hier nicht.



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