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Kolumnist: Claus Vogt

Aktiencrash oder klassische Baisse?




10.02.18 10:05
Claus Vogt

Liebe Leser,

die bearishe Bedeutung des parabolischen Kursanstiegs, der die US-amerikanischen Aktienindizes in den vergangenen Monaten gekennzeichnet hat, habe ich hier vorige Woche thematisiert. Die Geschwindigkeit, mit der sich der damit signalisierte Kursrückgang innerhalb weniger Tage entfaltet hat, war nicht nur beeindruckend. Er hat Ihnen auch sehr deutlich gezeigt, wie schnell es an einer extrem überhitzten und überbewerteten Börse abwärtsgehen kann.


Das war der erste wichtige Warnschuss


Im etwas größeren Bild sehe ich in diesen Turbulenzen den ersten deutlichen Hinweis auf die kommende Baisse, den sogenannten „Warning-Crack“. So heißt in der Charttechnik der erste scharfe Kursrückgang, mit dem der Übergang von einem Aufwärtstrend zu einer Topformation vollzogen wird.


Im Normalfall erreicht dieser Kursrückgang ein Minus von 10% bis 15%. Danach erholt sich die Börse wieder, und auf den Charts entsteht eine typische Topformation, die oft mehrere Monate Zeit in Anspruch nimmt. Dann beginnt die Baisse, in deren Verlauf die Kurse etwa 12 bis 24 Monate fallen.


S&P 500, 2016 bis 2018



Auf den parabolischen Kursanstieg folgte erwartungsgemäß ein scharfer Kurseinbruch.


Quelle: StockCharts.com


Ich rechne mindestens mit einer Drittelung des S&P 500


Aufgrund der extrem hohen Überbewertung des US-Aktienmarktes erwarte ich von der nächsten Baisse übrigens mindestens eine Drittelung des Weltleitindex S&P 500. Aus Gründen, die ich den Lesern meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren ausführlich dargelegt habe, halte ich sogar erheblich höhere Verluste für wahrscheinlich.


Eine detaillierte Analyse der fundamentalen Bewertung, die langfristig für Ihren Börsenerfolg entscheidend ist, finden Sie in meiner Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „So wichtig ist die fundamentale Bewertung“. Dort habe ich auch dargelegt, welche Kennzahlen der Fundamentalanalyse statistisch nachweisbar funktionieren – und welche nicht.


Entwickelt sich jetzt ein Crash-Muster?


Die Geschwindigkeit, mit der die Kurse in den vergangenen Tagen gefallen sind, eröffnet noch eine andere Möglichkeit, die allerdings sehr selten ist: Statt einer trägen Topformation entwickelt sich hier vielleicht ein Crash-Muster. In meinem Wochenupdate vom 3. Februar 2018 habe ich dazu bereits geschrieben:


„Noch gespannter bin ich sogar, ob sich hier ein Crash-Muster entwickeln wird. Wundern würde es mich nicht, da es ja zahlreiche Parallelen zu 1987 gibt und die Überbewertung alle Rekorde gebrochen hat. Dazu müsste der Kursrückgang in den genannten Bereich oder zumindest in der Größenordnung von minus 10% sehr zügig erfolgen.“


Diese Bedingung ist inzwischen schon erfüllt. Jetzt werde ich mit Argusaugen darauf achten, wie es von hier aus weitergehen wird und wie sich die entscheidenden Kennzahlen verhalten werden.


Alle Ampeln stehen auf Rot – Bleiben Sie wachsam


Börsencrashs sind sehr seltene Ereignisse. Derzeit sind alle Bedingungen für eine Baisse und sogar für einen Crash erfüllt. Die Parallelen zu den Crashjahren 1929 und 1987 sind unübersehbar groß. Deshalb versprechen die kommenden Wochen überaus spannend zu werden. Die nächsten Wochen werden über den weiteren Verlauf der Börse und der Weltwirtschaft entscheiden. Bleiben Sie jetzt unbedingt am Ball, und lesen Sie Krisensicher Investieren – 30 Tage kostenlos. 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,


Herzliche Grüße,


Ihr



Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren


P.S.: Sie können auch an fallenden Kursen verdienen. Aktienbaissen können sehr lukrative Zeiten für Sie sein. Lesen Sie Krisensicher Investieren.


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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.


2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier" und die „Inflationsfalle“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.



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