Kolumnist: Heiko Geiger

Adidas präsentiert solide Zahlen und baut auf Automatisierung




19.05.17 12:01
Heiko Geiger

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas präsentierte mit den jüngsten Unternehmensergebnissen wieder gute Zahlen. Sowohl Umsatz, als auch Gewinn stiegen deutlich über die Erwartungen im ersten Quartal an. Der Umsatz des weltweit zweitgrößten Sportartikelherstellers stieg im ersten Quartal um 19 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro (vgl. mit dem ersten Quartal 2016), der Gewinn kletterte um knapp 30 Prozent auf 455 Millionen Euro.

Diese positiven Ergebnisse kommen unter anderem auch durch die Wachstumsschübe aus den USA und China, wo der Umsatz um knapp ein Drittel zulegen konnte. Dementsprechend zufrieden hat sich auch Vorstandsvorsitzender Kasper Rorsted gezeigt. "Unsere wichtigsten Marken - Adidas und Reebok - sowie alle unsere bedeutenden Märkte haben zweistellige Umsatzsteigerungen erzielt", so Rorsted. Zusätzlich kommt Adidas bei der Bereinigung des Produktportfolios voran. Jüngstes Beispiel hierfür ist die Abspaltung vom defizitären Golfausrüstergeschäft. Künftig werden in dieser Sparte nur noch Golfkleidung und –schuhe hergestellt.


Amerikanische Konkurrenz


Im Gegensatz zu Nike hat Adidas Probleme Schuhe zum Listenpreis zu verkaufen. Nike, der weltweit größte Sportartikelhersteller, schafft es jeden zweiten Schuh zum vollen Preis zu verkaufen. Bei Adidas werden 60 Prozent der Schuhe unter Listenpreis abgegeben.
Außerdem hat Nike eine höhere Marge im Verkauf. Die Marge von Adidas liegt bei rund acht Prozent, Nike weist mehr als 13 Prozent aus. Adidas CEO Kasper Rorsted hat jedoch angekündigt die operative Marge bis 2020 auf elf Prozent zu steigern. Bezüglich dieser derzeitigen Marge gab es ebenfalls Kritik seitens der Aktionäre. Die weitere Entwicklung des Unternehmens bleibt jedoch abzuwarten.


Hin zur Automatisierung


In Deutschland experimentiert Adidas derzeit mit einer so genannten „Speedfactory“, in welcher pro Jahr vollautomatisch etwa eine Million Paar Schuhe hergestellt werden sollen. Ziel ist es, die Distribution von Schuhen zu beschleunigen, etwa um Modelle, die überraschend gut laufen, binnen weniger Tage in allen Geschäften vorrätig zu haben und damit Kunden schneller bedienen zu können.
Aktuell steht der Kurs der Adidas Aktie bei EUR 174,89 (Stand 17. Mai 2017). Analysten von Bloomberg setzen das 12-Monats-Kursziel auf EUR 184,13 EUR. 17 Analysten setzen auf Buy, 20 auf Hold und 6 auf Sell. Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen & ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.


Aktienanleihen auf Adidas AG


WKN


Kupon p.a.


Basispreis


Laufzeitende


max. Rendite**


Aktueller Briefkurs*


Details


VN898S


9,00%


EUR 190,00


21.09.2018


13,05%


99,46%


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VN898J


8,00%


EUR 180,00


15.06.2018


9,57%


99,41%


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*Stand: 18.05.2017

**Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handelt. Sofern beim Anleger Erwerbskosten (z.B. Ausgabeaufschläge, Transaktionskosten wie Ordergebühren) oder laufende Kosten (z.B. Depot- und andere Verwahrungsgebühren) anfallen, reduzieren diese die Bruttorendite. Wie stark diese Erwerbs- und laufende Kosten ins Gewicht fallen, hängt unter anderem von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab. Wird das Geschäft beispielsweise zwischen dem Anleger und der Bank / Sparkasse zu einem festen oder bestimmbaren Preis vereinbart (Festpreisgeschäft), so umfasst dieser Preis alle Erwerbskosten und enthält üblicherweise einen Erlös für die Bank / Sparkasse. Andernfalls wird das Geschäft im Namen der Bank / Sparkasse mit einem Dritten für Rechnung des Anlegers abgeschlossen (Kommissionsgeschäft). Die Kosten hierfür betragen bis zu 1%, mindestens jedoch bis zu EUR 50, und können außerdem zusätzlich fremde Kosten und Auslagen (z.B. Handelsplatzentgelte) umfassen. Außerdem können im Zusammenhang mit der Verwahrung des Produkts im Anlegerdepot für den Anleger die mit der verwahrenden Bank / Sparkasse vereinbarten Kosten anfallen (Depotentgelt), die die Wertentwicklung zusätzlich mindern.

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Aktienkurse der o.g. Unternehmen von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Mini Futures um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt
Emittenten- /Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.


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