Weitere Suchergebnisse zu "Brent Crude Rohöl ICE Rolling":
 Rohstoffe      Zertifikate      OS    


Kolumnist: Stock-World Redaktion

Die Abzocker vom Öl




18.02.21 11:07
Stock-World Redaktion

Hamburg, 18. Februar 2021 – Immer wieder im Winter steigen die Ölpreise. Die Anbieter machen sich dabei Erkenntnisse der Neuro-Finanz zunutze: Mit einem guten Argument wird dem Kunden die Illusion vermittelt, die Situation einschätzen zu können. „Das Gegenteil ist der Fall“, sagt Nikolas Kreuz, Geschäftsführer der INVIOS GmbH.


 


Eigentlich ist die Nachfrage nach Öl pandemiebedingt schwächer. Viele Länder sind im Lockdown, aus dem Verkehrsbereich kommt kaum Nachfrage und auch Fabriken arbeiten oft nur mit halber Kraft. Gleichzeitig schwächt sich der US-Dollar zum Euro ab. Das spricht für niedrigere Ölpreise. Umso mehr der Dollar bei passender Gelegenheit umgekehrt auch gerne als Argument für höhere Preise genommen wird. „Oft hören wir, dass der Ölpreis hierzulande wegen eines steigenden US-Dollars anzieht. Doch alle diese Argumente sind vulgärökonomische Erklärungsversuche“, sagt Kreuz.


 


Die Ölnachfrage ist nicht vollständig eingebrochen, auf der anderen Seite steuert die Weltkonjunktur aber auf eine Rezession zu. „In diesem Umfeld müssten die Ölpreise als ein Konjunkturbarometer eigentlich deutlich nachgeben“, so Kreuz. Dass das nicht so geschieht, liegt an den beteiligten Marktakteuren. „Derzeit arbeiten die Ölländer wieder etwas wirkungsvoller zusammen, drosseln die Produktion und halten die Preise stabil“, sagt Kreuz. Dazu kommt, dass angesichts der niedrigen Zinsen am Rentenmarkt und bereits sehr hoher Kurse bei Aktien Investoren auch den Ölmarkt als eine Renditequelle begreifen.


 


Hier trifft dann das konstante Angebot auf eine gesteigerte Nachfrage, die – unabhängig von der Konjunktur – den Preis von ökonomischen Sachzusammenhängen ablöst „Hier werden die Argumente eingesetzt, wie sie gebraucht werden“, sagt Kreuz. Der Wintereinbruch auf der nördlichen Hemisphäre? Sorgt für mehr Bedarf, die Preise steigen. Produktionsausfall beim Fracking wegen des starken Winters in den USA? Die Preise steigen. „Die Argumente sind beliebig austauschbar und deshalb so gut, weil sie für jeden nachvollziehbar sind“, sagt Kreuz. Diese Nachvollziehbarkeit sorgt für ein Sicherheitsgefühl bei den Anlegern – oder auch bei den Tankenden an der Zapfsäule.


 


„Dabei handelt es sich nur um eine sehr verkürzte Darstellung eines komplexen Sachverhalts“, so Kreuz. „Aber das sorgt dafür, dass eben nicht die OPEC als gieriges Kartell oder die US-Fracking-Firmen als böse Profiteure der kalten Witterung dastehen.“ Es ermöglicht den Marktmachern, die Preise noch so lange da zu halten, wo sie sie brauchen: relativ weit oben. Der Ölpreis wird irgendwann aber wie alles im Leben zu seinem Gleichgewichtspreis zurückkehren und folgt damit dem Mean-Reversions-Effekt. Am Ende wird dann der ein oder andere auf dem falschen Spekulantenfuß erwischt.


 


Über INVIOS:


INVIOS ist ein bankenunabhängiges Institut für Vermögenssicherung und Vermögensverwaltung in Hamburg. Das Management verfügt über jahrzehntelange und mehrfach ausgezeichnete Investmenterfahrung. Das Institut betreibt Vermögensmanagement, betreut mit Bestnoten bewertete Multi-Asset-Fonds und fördert die finanzielle Allgemeinbildung durch Seminare und Vorträge.


Der Name INVIOS leitet sich aus dem englischen „inviolable“ ab, was so viel bedeutet wie unverletzlich. Der Name unterstreicht den hohen Anspruch an die drei Geschäftsbereiche, die vorhandenen Kundenvermögen zu sichern und gegen externe Einflüsse zu schützen. So folgen alle Anlageentscheidungen von INVIOS grundsätzlich einem disziplinierten Multi-Asset-Ansatz. Dadurch ist es möglich, stabile Renditen unabhängiger von Kapitalmarktschwankungen zu erzielen.


 


Über Nikolas Kreuz:


Nikolas Kreuz ist seit über 35 Jahren am Kapitalmarkt tätig. Der Diplom-Kaufmann und Geschäftsführer der INVIOS GmbH war davon 20 Jahre in der Leitung von Vermögensverwaltungen aktiv: bei der Deutschen Bank, der UBS und der DZ Privatbank in der Schweiz, Luxemburg und Deutschland sowie als Chief Investment Officer für zwei Landesbanken. Nikolas Kreuz führte über 100 Portfoliomanager und verwaltete Vermögenswerte im dreistelligen Milliardenbereich. Die von ihm betreuten Fonds wurden mehrfach ausgezeichnet. Seine langjährige Investmenterfahrung fließt als Know-how in den INVIOS Vermögensbildungsfonds ein, der laut Morningstar zu den besten Fonds weltweit gehört, ausgezeichnet mit fünf Sternen von Fuchs Kapital und Asset Standard sowie einem Top-5-Ranking bei Citywire.


____________________________________________________________________________


Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





powered by stock-world.de




 

Finanztrends Video zu Brent Crude Rohöl ICE Rolling


 
hier klicken zur Chartansicht

Werte im Artikel
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
  = Realtime
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
Antw. Thema Zeit
296 Suncor (SU) und Nexen (NXY) 06.03.21
75259 Brent Crude Rohöl ICE Rolling 27.02.21
4 Gewinner der neuen Seidenstraß. 15.02.21
64 Potenzial chart 11.02.21
14 Das schwarze Gold 05.01.21
RSS Feeds




Bitte warten...