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Kolumnist: Ingrid Heinritzi

ANFA kratzt am Ersparten




01.09.17 07:20
Ingrid Heinritzi

Jede nationale Notenbank im Euroraum schafft ihr eigenes Geld? Eigentlich nicht so geplant. Doch genau dieses Mysterium bedroht nun den Euro und somit die Kaufkraft von hart Erspartem. Gold wird der Gewinner sein


 


Kennen Sie die Abkürzung ANFA? Nein? Keine Sorge, die wenigsten wissen, wofür sie steht. Ginge es nach der Europäischen Zentralbank (EZB), dann sollten es auch nur die wenigsten wissen. ANFA steht für "Agreement on Net Financial Assets". Klingt nett "Übereinkunft über Netto-Finanzaktiva". Doch dahinter steckt eine Falltür für die EZB-Banker oder besser für die Sparer der soliden Euroländer.


 


ANFA ist eine Absprache unter den 19 nationalen Zentralbanken im Eurozonen-Zusammenschluss über die eigenen Aktivitäten. Es beinhaltet Regeln und Obergrenzen für die Aktiva, die die einzelnen Notenbanken eigenständig halten dürfen (Artikel 14.4 des EZB-Protokolls Nummer 4). So können die einzelnen Mitgliedsnotenbanken auf ihre eigene Rechnung – und Risiko – Aktiva von ihren Staaten oder zum Beispiel Pensionsfonds sowie ansonsten insolventen Banken gegen Auszahlung von Zentralbankgeld entgegennehmen. Damit können die einzelnen Notenbanken unabhängig von der EZB weiteres Zentralbankgeld schöpfen.


 


Die kleinen Mitgliedsnotenbanken können so überproportional an der ausgegebenen Geldmenge teilhaben. Das Risiko, dass Staaten oder Banken ihnen etwas nicht mehr zurückzahlen können, bleibt jedoch wohl wieder einmal an den großen Teilnehmerstaaten hängen.


 


ANFA ist also zum einen gefährlich wegen der Risiken und zum anderen weil die Geldmenge weiter aufgebläht werden kann, ohne dass die EZB genügend Eingriff ausüben kann. Anleger, die dies verstanden haben, dürften immer mehr zu Fans von Gold werden. Denn das Edelmetall ist die Fluchtburg für das Ersparte. Denn weitet sich die Geldmenge aus, ist die Geldentwertung nicht mehr weit. Neben physischem Gold könnten auch Aktien von Gesellschaften mit aussichtsreichen Goldprojekten interessant sein. Caledonia Mining und Cardinal Resources sind gute Beispiele dafür.


Caledonia Mining hält 49 Prozent an der Blanket-Goldmine in Simbabwe, im südlichen Afrika. Die Goldproduktion ist erfolgreich dank der Beteiligung einheimischer Investoren und Dividenden werden an die Anleger gezahlt. Eine Produktionssteigerung bis zum Jahr 2021 von jetzt rund 50.000 Unzen Gold auf 80.000 Unzen Gold ist das erklärte Ziel von Caledonia.


 


Cardinal Resources konzentriert sich auf Westafrika. Am weitesten fortgeschritten ist das Namdini-Golprojekt. Die nötige Infrastruktur in der Nähe ist vorhanden und die Regenzeit beträgt nur zwei Monate. Bohrungen ergaben sehr gute bis hervorragende Werte. Bis zu 137 Gramm Gold pro Tonne Gestein konnten ausgemacht werden. Dafür musste zudem nur bis zu 168 Meter unter der Oberfläche gebohrt werden. Vier Millionen Unzen Gold-Ressourcen sollen insgesamt im Projekt schlummern.


 


 


 


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