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Kolumnist: Stock-World Redaktion

„6 Faktoren, die 2021 zum Aktienjahr machen“




18.11.20 11:15
Stock-World Redaktion

 JAHRESAUSBLICK v. Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK 

18. November 2020, Düsseldorf.


So bitter das Börsenjahr 2020 begann, so versöhnlich scheint es enden zu wollen. Mindestens 6 Faktoren sprechen dafür, auch im kommenden Jahr auf steigende Aktienkurse zu setzen:


1) Der Ausgang der Wahl in den USA bietet optimale Bedingungen: Mit dem Demokraten Joe Biden könnten die US-Wirtschaftspolitik kalkulierbarer und die Differenzen mit Europa kleiner werden. Zugleich dürfte ein weiterhin republikanisch beherrschter Senat übermäßige Steuererhöhungen und Regulierungen, wie von Teilen der Demokraten angestrebt, verhindern. Statistiken belegen, dass die US-Aktienbörsen immer dann am besten liefen, wenn ein Demokrat US-Präsident war, er aber über keine eigene Mehrheit im Kongress verfügte. So könnte es auch dieses Mal sein, wenngleich die entscheidenden Stichwahlen um die letzten zwei Senatssitze erst im Januar 2021 anstehen.


2) Die Aussicht auf einen Impfstoff beflügelt die Börsen: Hier zählt vor allem die Frage, wer die größten Profiteure von einem Ende der Coronakrise sind. Gewinnen werden alle Branchen, entsprechend hat der DAX auch auf die Nachricht über die möglicherweise baldige Bereitstellung eines Impfstoffes reagiert. Aber die Verlierer der letzten sechs Monate – etwa die Tourismusbranche oder Eventvermarkter – werden beim Comeback zunächst ganz oben stehen. Die Technologie-Branche könnte dagegen kurzfristig leiden – der langfristig positive Trend aber bleibt intakt.


3) Die Weltwirtschaft verbucht die Pandemie weiter unter Unfall: Von ihrem schweren Einbruch im Frühjahr hat sich die Konjunktur in den USA bisher mustergültig erholt. Der Einkaufsmanagerindex bewegt sich nahezu auf dem höchsten Niveau der letzten 20 Jahre, in der Regel folgt die Realwirtschaft diesem Index. Doch nicht nur in den USA, auch im G7-Raum zeigt das Bild bisher eine fast mustergültige V-Erholung. Sie könnte allerdings unter den zuletzt wieder stark gestiegenen Coronainfektionen in den westlichen Industrieländern temporären Gegenwind erhalten.


4) China bleibt die Wachstumslokomotive: Die chinesische Wirtschaft brummt. Selbst der Einzelhandel, der unter der noch erhöhten Arbeitslosigkeit leiden sollte, zeigt sich auf klarem Erholungskurs. Gleiches gilt für Industrieproduktion und Investitionstätigkeit. Auch die westliche Welt profitiert vom chinesischen Aufschwung. Der Warenimport aus den USA und Europa hat schon fast wieder das Durchschnittsniveau der letzten Jahre erreicht. Darüber hinaus dürfte der gesamte asiatische Raum von der jüngst vereinbarten Freihandelszone im asiatisch-pazifischen Raum mittelfristig stark profitieren, ein Umstand, der aber schon heute die Börsen bewegt.


5) Die Notenbanken gehen kein Risiko ein: Die Notenbanken in Europa und in den USA werden ihre ultra-lockere Geldpolitik vorerst nicht verändern. Erst wenn Corona die Konjunktur in den jeweiligen Wirtschaftsräumen nicht mehr oder nur noch unwesentlich einschränkt, sind Anpassungen denkbar – und das ist kaum vor dem vierten Quartal 2021 zu erwarten. Die Leitzinsen werden mit Rücksicht auf die hohe Staatsverschuldung ohnehin nicht in die Höhe schießen können. Auch die Fiskalpolitik wird vorerst weiter extrem expansiv ausgerichtet bleiben. Vor diesem Hintergrund bleiben die Aktienmärkte von Geld- und Fiskalpolitik auch in 2021 gut unterstützt.


6) Die Aktienmärkte profitieren vom Gewöhnungseffekt: Die Pandemie ist, gemessen an der Zahl der Neuinfektionen, im November schlimmer als im März 2020. Ein Vergleich der Aktienvolatilität des Dax im März und November zeigt jedoch, dass die Finanzmärkte jetzt viel verhaltener reagieren. Schlechte Corona-Nachrichten führen nicht mehr zu extremen Kursrückschlägen, den ersten Schock haben die Märkte sozusagen schon überwunden. Die Risiken scheinen aufgrund erster Erfahrungen mit dem Virus besser abschätzbar, statt Hilflosigkeit steht inzwischen ein rationaler Umgang mit den Folgen im Fokus.


Wir sind deshalb überzeugt, dass 2021 ein Aktienjahr wird.


Auch wenn Europa kurzfristig das Potenzial zur Outperformance hat, bevorzugen wir über das Gesamtjahr ein internationales Aktienportfolio. Dieses bereichern wir um langfristige Trendthemen wie Technologie, Demografie und Gesundheit. Das waren schon vor der Coronakrise die Leitthemen. Da die Coronakrise die Bedeutung dieser Themen nochmals deutlich untermauert hat, werden sie auch nach ihrer Überwindung unverändert wesentliche Treiber für höhere Aktienindizes bleiben. Ein weiterer Blick sollte zudem auf die asiatische Region gerichtet sein.


 


Über TARGOBANK


Die TARGOBANK verfügt über mehr als 90 Jahre Erfahrung auf dem deutschen Bankenmarkt. Sie betreut vier Millionen Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden. Das Angebot für Privatkunden umfasst die Bereiche Konto & Karten, Kredit & Finanzierung, Sparen & Geldanlage, Vermögen & Wertpapiere sowie Schutz & Vorsorge. Angebote für Geschäfts- und Firmenkunden ergänzen ihr Geschäftsmodell: So bietet die TARGOBANK Absatzfinanzierungen für Einzelhändler, über die Autobank Einkaufs- und Absatzfinanzierungen für Kfz-Händler sowie Finanzprodukte für Klein- und Kleinstunternehmen, Selbstständige und Freiberufler an. Darüber hinaus bietet die TARGOBANK Unternehmen Finanzierungslösungen in den Bereichen Factoring, Leasing und Investitionsfinanzierung an. Der Schwerpunkt im Privat-, Geschäfts- und Firmenkundengeschäft liegt auf einfachen, attraktiven Bankprodukten, gutem Service sowie auf einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung. Um nah am Kunden zu sein, betreibt die TARGOBANK rund 350 Standorte in 200 Städten in Deutschland, und sie ist telefonisch rund um die Uhr im Service Center erreichbar. Die Bank kombiniert die Vorteile einer Digitalbank mit persönlicher Beratung und exzellentem Service in den Filialen und beim Kunden zuhause. Hauptsitz der TARGOBANK ist Düsseldorf. Deutschlandweit beschäftigt sie 7.500 Mitarbeiter. In Duisburg führt die Bank ein Dienstleistungscenter mit 2.000 Mitarbeitern. Hinzu kommen Verwaltungseinheiten in Mainz (Factoring) und Düsseldorf (Leasing). Als Tochter der Genossenschaftsbank Crédit Mutuel, einer der größten und finanzstärksten Banken Europas, ist die Bank ein sicherer Partner für ihre Kunden.


Weiterführende Informationen: www.targobank.de



Über Crédit Mutuel


Crédit Mutuel Alliance Fédérale ist eine der größten und finanzstärksten Bankengruppen in Europa mit sehr guten Ratings. Sie vereint die Stärken einer Genossenschaftsbank mit starker regionaler und lokaler Verankerung mit denen der international agierenden Geschäftsbank Crédit Industriel et Commercial (CIC). Sie bilden ein weltweites Netzwerk mit 4.500 Geschäftsstellen, rund 70.000 Mitarbeitern und mehr als 25 Millionen Privat- und Geschäftskunden.


Weiterführende Informationen: www.creditmutuel.de oder www.bfcm.creditmutuel.fr



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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