Kolumnist: Feingold-Research

300 Prozent mit dem Trump-Put!




19.05.17 09:13
Feingold-Research

Seit November lief der Trump-Call – kommt jetzt der Trump-Crash? Auch Inliner taugen als Absicherung, so zum Beispiel die WKN HU9T89 aus unserer ISIN-Liste und einer maximalen Rendite von 321 (!) Prozent. Diesen Schein haben wir Ihnen herausgesucht, er ist eine prima Absicherung, ganz oben auf unserer Empfehlungsliste. Auch HU9UA4 und SC2KBS können Sie sich getrost als Beimischung ins Depot legen, vor allem dann, wenn Sie “dagegen” noch Aktien- oder ETF-Positionen haben.


Denn ein Depot ist ganzheitlich zu sehen, Produkte und Anlageformen sollten sich ergänzen. Was aber hat Trump zu melden, was passiert? In der Finanzmarktrunde haben wir diskutiert, auch Egmond hat in seinem Format die Märkte unter die Lupe genommen. Zur Aufzeichnung gehts hier


Robert Rethfeld zeigt in einigen Charts, ob generell ein Abschied vom Markt im Mai sinnvoll ist. Sell in May stammt eigentlich aus Zeiten, da Unternehmen nur einmal im Jahr groß berichteten und es dann Dividende gab. Saisonalität ist also schwierig, doch Volatilität und Sentiment sind gute Orientierungen.


Ist „Sell in May“ die richtige Strategie?

Das Börsenjahr besteht aus einer starken (November bis April) und einer schwachen (Mai bis Oktober) Jahreshälfte.



Der Dow Jones Index stieg in der jüngst abgelaufenen November-April-Periode um 15,4 Prozent. Dies bedeutet die siebte November-bis-April-Plus-Periode nacheinander. Seit 1967 endeten 41 der 51 Perioden auf der Plusseite. Acht der zehn roten Balken erklären sich durch Rezessionen: 1969/70, 1973/74, 1982, 2001 und 2008/09. Der Chart zeigt jeweils den Endpunkt einer Winter-Periode (April).


Plus-Ergebnisse oberhalb von zehn Prozent gab es lediglich 1980, 1982, 2003 und 2009. Alle genannten Jahre werden mit dem Ende einer Rezession assoziiert.



Aktuell erholen sich die Märkte ohne eine vorauslaufende Rezession. Damit scheint ein Anstieg von mehr als 10 Prozent von Mai bis Oktober 2017 ausgeschlossen.


Möglich wäre hingegen ein Anstieg bis 10 Prozent oder ein Verlust. Dabei sind die Spielarten durchaus unterschiedlich. Sie reichen von einer schwachen Performance in Perioden frisch gewählter republikanischer Präsidenten (Ausnahme: George Bush der Ältere)…



… bis zum Boom/Bust-Muster der Jahre 1986/87 (folgender Chart).



Dabei schieben sich größere Widerstände in den Markt. Dies betrifft nicht nur den US-Markt in Form des Allzeithochs des Dow Jones Index, sondern auch…



… langfristige Widerstände im Euro Stoxx 50….



… und im Stoxx Europe 600.



Auch wenn der DAX bereits ein neues Allzeithoch markieren konnte, so ist der Kurs-Dax davon noch etwa 6 Prozent entfernt. Nur der KDAX ist mit anderen internationalen Indizes vergleichbar, da der DAX die Dividenden berücksichtigt (=Performance-Index).


Insgesamt sollten sich die Marktteilnehmer darüber im Klaren sein, dass die schwächeren sechs Monate begonnen haben. Gleichzeitig geraten befinden sich US- und europäische Indizes an wichtigen Widerständen. Im Falle eines Verlaufs wie 1987 würde die Party zunächst einmal bis zu einem Spätsommer-Hoch weiterlaufen. Ein typischer Verlauf für einen frisch gewählten republikanischen Präsidenten würde allerdings ein Mai-Hoch beschreiben, dem fallende Kurse bis Ende September folgen.


Quelle: Chartanalyse-online.de / Robert Rethfeld Wellenreiter-Invest



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