Kolumnist: Feingold-Research

10 Prozent Rendite – Ihr Ziel




14.09.17 13:18
Feingold-Research

Langfristig hat der DAX eine jährliche Performance von rund acht Prozent geschafft. Wer zehn Prozent erzielen will, muss nicht immer das Aktienmarktrisiko eingehen. Zehn Prozent Gewinn im Jahr mit Investments am Kapitalmarkt – in früheren Jahren war die erreichbar, wenn man einen Mix aus Anleihen und Aktien clever zusammenstellte. Festverzinslich ist heutzutage bei vertretbarem Risiko in dieser Renditeklasse kaum noch etwas zu holen, selbst bei riskanteren Unternehmensanleihen.

Doch wie lassen sich zehn magische Prozente erzielen? Fünf Auswege sind leicht zu finden, aber nicht ohne Risiko. Das hat sich in den vergangenen Jahren nicht verändert. Die Balance zwischen Chance und Risiko ist immer noch gefragt.


Bild 3_990x300Zehn Prozent wirken dabei ambitioniert, auch weil sie oberhalb der langfristigen durchschnittlichen Rendite des DAX liegen. Wichtig ist für alle, die jene Zahl anstreben, dass sie ihre Gewinne nach oben deckeln, sprich dann auch wirklich mit maximal zehn Prozent zufrieden sein sollten. Eine Investitionsmöglichkeit sind zum Beispiel Capped Bonuszertifikate.


„Dabei begrenzt der im Produkt eingezogene Cap die Gewinnchancen“, erklärt Anouch Wilhelms, Zertifikateexperte der Commerzbank, eines der Eigenschaften dieser Papiere. Bei den ausgewählten Produkten lassen sich die Renditen auch genau bestimmen. Capped Bonuszertifikate, aber auch Aktienanleihen und Discountzertifikate, haben noch einen anderen Vorteil. Mit ihnen können Anleger ihr Risiko gegenüber einem Aktien- oder Indexengagement verringern, weil sie einen Puffer gegen fallende Kurse besitzen. Hier eine Auswahl an Papieren:


  1. Mit dem Capped Bonuszertifikat (WKN CY3BDM) ohne Aufgeld sind exakt 10 Prozent drin, wenn der DAX bis Dezember 2018 die Marke von 10.500 Punkten (Sicherheitspuffer: 13 Prozent) nicht unterschreitet. Passiert dies einmal, so ist der Einsatz nicht verloren, jedoch entfällt der Bonusanspruch des Papiers. Ansonsten ist es völlig egal, ob der DAX bis Dezember 2018 bei 10.501 oder 14.200 Punkten notiert oder irgendwo dazwischen – die Rendite beträgt stets 10 Prozent bis zum Laufzeitende.
  2. Offensiver ist ein Discount-Call in seiner Ausgestaltung, jedoch lassen sich auch da exakte Renditewünsche umsetzen. Bei einer Basis bei 10.200 Punkten und einem Cap von 10.700 liefert die PR004Y 10 Prozent ab, wenn der DAX im März 2018 oberhalb von 10.700 Punkten notiert. Das heißt, der DAX kann noch knapp zwölf Prozent fallen und dennoch wird die Maximalrendite von zehn Prozent ausgezahlt. Das Papier ist aber riskanter als ein Bonuszertifikat, weil ein Totalverlust entstehen kann. Dafür müsste der DAX bei Fälligkeit unter 10.200 Punkte notieren. Das entspricht einem Puffer von 16 Prozent.
  3. Noch spekulativer, jedoch ebenso Rendite freudig sind Inline-Optionsscheine. So liefert der Schein HU9T9U genau 10 Prozent ab, wenn der DAX bis März 2018 zwischen 9.600 und 15.000 Zählern notiert. Wird eine Barriere allerdings verletzt, entsteht ein Totalverlust. Sie liegen aber 21 beziehungsweise 23 Prozent davon entfernt. Seit diesem Jahr hat UniCredit in diesem Produktbereich einige Neuerungen parat, für spekulative Anleger lässt sich so auf Renditejagd gehen bei für die Produktkategorie vertretbarem Risiko.
  4. Am defensivsten in der Auswahl sind Discountzertifikate und Aktienanleihen, auch mit Ihnen lassen sich zehn Prozent einfahren. Beim DAX ist dies aufgrund der niedrigen Volatilität schwieriger, bei Einzeltiteln wie Infineon oder Nordex klappt es aber ganz gut. Daher stellen wir Ihnen zwei Papiere vor:

Zum einen die Aktienanleihe auf Infineon (CV1XGX). Hier wird bis August 2018 ein Kupon von 11 Prozent gezahlt, was mit dem aktuellen Kurs eine Seitwärtsrendite von knapp 10 Prozent ergibt. Bei Nordex lässt sich aufgrund der hohen Volatilität ein Discount von 16 Prozent bei einer Seitwärtsrendite von 10 Prozent erzielen. Die WKN lautet CY5PWP


Übrigens – um die zehn Prozent auch wirklich reinzuholen, dürfen einem die Kosten beim Kauf nicht in die Quere kommen und die Rendite belasten. Unter den Onlinebrokern lässt Degiro die Rendite am ehesten „in Ruhe“, denn die Kosten für den Kauf jener Produkte sind dort am niedrigsten. Alternativ handeln Sparfüchse an der Börse gettex, wo Zertifikate kommissionsfrei gehandelt werden. So bleiben 10 Prozent auch 10 Prozent.



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