Nach Öl, Gold, Zucker und Kaffee: Wasser-Rally?

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neuester Beitrag:  13.09.07 15:53
eröffnet am: 25.03.05 09:57 von: Parocorp Anzahl Beiträge: 7
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25.03.05 09:57 #1 Nach Öl, Gold, Zucker und Kaffee: Wasser-Rally.

Krieg ums Wasser?

Es gibt genügend für alle

Werden Kriege künftig nicht mehr um Öl, sondern ums Wasser geführt? Experten der Vereinten Nationen und der USA halten die Schreckensvision für wenig wahrscheinlich.

 

Zum einen, weil es nach ihrer Analyse in nur einem Krieg der vergangenen 5000 Jahren ausschließlich um Wasser ging. Zum anderen, weil "die Erde genügend Wasser bietet, um die Grundbedürfnisse aller ihrer Bewohner zu erfüllen", wie der Präsident des unabhängigen Pacific Institute in Oakland (Kalifornien), Peter Gleick, sagt.

 

Friedliche Kooperation in Wasserfragen

    Die schwindenden Süßwasser-Ressourcen "müssen nicht unbedingt ein Grund für Spannungen sein", meint auch UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Vielmehr könnten sie als Katalysator für eine Zusammenarbeit dienen. Tatsächlich haben sich politische Gegner wie Indien und Pakistan sowie Israel und die Palästinenser auf die friedliche Kooperation in Wasserfragen einigen können, ohne zuvor Frieden zu schließen. Beim Disput um die Nutzung des Nils bemühen sich außer den zehn Anrainerstaaten und der Weltbank auch Afrikas Entwicklungsbank, die kanadische Regierung sowie die Vereinten Nationen um eine Lösung.

 

Die UNO ruft am Dienstag, dem Weltwassertag 2005, die internationale Dekade "Wasser zum Leben" 2005 bis 2015 aus. Die Aktion soll das Bewusstsein für das nur begrenzt verfügbare Lebenselixier weltweit schärfen und die Einhaltung eines Versprechens des Millenniumgipfels im Jahr 2000 forcieren. Demnach soll der auf noch 1,1 Milliarden Menschen geschätzte Anteil der Weltbevölkerung ohne Zugang zu sauberem Wasser bis 2015 halbiert werden. Dass noch immer 5000 bis 10.000 überwiegend junge Menschen pro Tag an Krankheiten durch unreines Wasser sterben, ist für Gleick unverzeihbar.

 

Wasserkonflikte

    Er forderte mehr Geld vom industrialisierten Norden. Statt der benötigten 30 Milliarden Dollar (22,5 Milliarden Euro) stelle er derzeit nur 3 Milliarden Dollar zur Trinkwassergewinnung und sanitären Versorgung in Afrika und Asien bereit. Die USA, wo fast 10 Milliarden Dollar im Jahr mit abgefülltem Trinkwasser in Plastikflaschen umgesetzt werden, beteiligten sich gerade einmal mit 25 Millionen Dollar, schrieb Gleick kürzlich in einem Artikel für den "San Francisco Chronicle". Zusammen mit dem Geographen Aaron Wolf von der Staatlichen Universität von Oregon und weiteren Kollegen stellte er Berichte über Wasserkonflikte der vergangenen fünf Jahrtausende zusammen. Demnach trug sich der einzige Krieg, in dem sich zwei Staaten ausschließlich um Wasser bekämpften, um 2500 v. Chr. in Mesopotamien zu, dem heutigen Irak. Damals grub Ulama, der König des Stadtstaates Lagasch, dem benachbarten Umma Wasser von Euphrat und Tigris ab.

 

Seitdem spielte die Kontrolle über Süßwasserquellen nicht mehr die Hauptrolle in Kriegen. Zwar wurden in Vietnam, Kuwait, dem Irak und Kosovo Wasserreservoirs und Entsalzungsanlagen bombardiert, aber jedes Mal nur als Zielscheibe politisch, religiös oder ethnisch motivierter Attacken. Zwei Drittel der 1800 Dispute seit 1950 über die Wasserrechte in den 261 multinationalen Flussgebieten der Welt seien am grünen Tisch gelöst worden, sagte Wolf in einem Interview. In 150 Fällen habe es ein Abkommen gegeben, einige Konflikte seien noch offen.

 

Trend zu Wiederaufbereitungsanlange

    "Wir können künftige Kriege verhindern, wenn wir heutige Reserven durch den Einsatz neuer Technologien erhalten", meint auch die Wasserstrategin Marcia Brewster von der UNO-Abteilung für nachhaltige Entwicklung. Der Trend gehe weg vom Bau neuer und größerer Staudämme hin zur Wiederaufbereitung von gebrauchtem Wasser und der Erziehung des Verbrauchers.

 

In der Landwirtschaft, die global 70 Prozent allen Süßwassers schluckt, werden Felder geebnet und Bewässerungsanlagen optimiert, um das ungenutzte Versickern und Verdunsten von Wasser zu stoppen. In Israel, Indien, Jordanien, Spanien und Kalifornien reduzierte ein neues Tröpfchen-Bewässerungssystem den Wasserverbrauch um 30 bis 70 Prozent bei gleichzeitigem Erntegewinn von 20 bis 90 Prozent.  von Gisela Ostwald, dpa

...be happy and smile  

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18.03.07 14:26 #2 Wasser immer noch aktuell
Das Thema Wasser ist aktuell und wird es auch bleiben. Nestles Zahlen sind nicht schlecht :)
Durch den neuen "KlimaHype" wird sich langfristig sicher etwas tun.
Sorgen machen mir ein wenig eventuelle Verstaatlichungen von Wasserwerken.

Aber solange der Fond empfohlen wird :)  

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15.04.07 13:10 #3 Weltwasserrat: Klimawandel verschärft Wasserkn.
Weltwasserrat: Klimawandel verschärft Wasserknappheit

Klimaveränderungen machen nach Einschätzung des Weltwasserrates einen höheren finanziellen Einsatz notwendig, um die Versorgung der Menschheit mit Wasser in den kommenden Jahrzehnten zu gewährleisten.
Schon heute hätten 1,5 Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Wasser, sagte der Präsident des Weltwasserrates, Loïc Fauchon, in Istanbul anlässlich des Internationalen Wassertags am Donnerstag. Es sei klar, dass der Klimawandel einen Einfluss auf die Verteilung von Wasser habe. Die Welthungerhilfe warnte, Wasserknappheit hemme die Entwicklung armer Länder.

"Die Schere zwischen Orten, wo es immer weniger Wasser gibt, und anderen, wo es durch Tropenstürme und häufigere Überschwemmungen Wasser im Übermaß gibt, geht immer weiter auseinander", sagte Fauchon. "Diese beiden Extreme verpflichten uns, die Anstrengungen zu erhöhen, um gegenzusteuern. Und dazu wird viel Geld benötig." Für die Politik müsse Wasser "wirklich eine Priorität" werden. Notwendig seien auf technischer Seite ein verstärkter Einsatz der Meerwasserentsalzung, Tiefbohrungen, der Pipeline-Transport über weite Strecken und der Einsatz besserer Klärtechniken, um genügend Wasser zur Verfügung zu stellen.
Dem 1996 gegründeten Weltwasserat gehören 300 internationale Organisationen, Regierungsstellen, Institute und Verbände aus 55 Ländern an. Fauchon befand sich in Istanbul um das dort für das Jahr 2009 geplante Fünfte Weltwasserforum vorzubreiten.

Menschen in Entwicklungsländern würden von der Klimaveränderung und den damit einhergehenden Dürren am härtesten getroffen, erklärte der Welthungerhilfe-Generalsekretär Hans-Joachim Preuß in Bonn. Regelmäßige Regenfälle würden nach aktuellen Prognosen ausgerechnet in den Regionen ausbleiben, wo die Bevölkerung rapide wachse und schon heute unter Wasserknappheit und Ernteausfällen leide.
"Eine Verknappung des Trink- und Brauchwassers sowie eine Verschlechterung der Wasserqualität werden zu noch mehr Hunger und Armut führen", warnte Preuß. "Die Industrieländer als Hauptverursacher des Kimawandels müssen ihren Umgang mit Energie endlich ändern".

Quelle: http://portal.gmx.net/...Klimawandel-verschaerft-Wasserknappheit.html



 
25.04.07 22:40 #4 Die Kursentwicklung bestätigt die Annahme!
Absolut zukunftsträchtig!

MfGariva.de

$Take the money and fly

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muß, was er nicht will.

 
27.05.07 20:06 #5 Mittelzufluß begrenzen

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(DAS INVESTMENT)

Die schweizerische Fondsgesellschaft Pictet hat ihren Water Fund (WKN: 933 349) teilweise geschlossen. Ab sofort dürfen pro Abwicklungskonto bei Pictet in Luxemburg täglich nur noch Anteile im Gesamtwert von bis zu einer Million Euro gekauft werden. Das klingt großzügig, aber es heißt auch: Ordern mehrere Anleger bei einer Bank Anteile im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro, verfallen alle Kaufaufträge. Pictet hat die Maßnahme ergriffen, um die Mittelzuflüsse des Aktienfonds zu begrenzen. Allein seit Jahresbeginn ist das Volumen von 3 Milliarden Euro auf vier Milliarden Euro gestiegen. Dadurch war Fondsmanager Hans Peter Portner gezwungen, den Anteil großer Konzerne am Portfolio auf etwa die Hälfte anzuheben. Ursprünglich wollte er vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen setzen. Außerdem beschränkt sich das Portfolio längst nicht mehr auf Dienstleister, Ausrüster und Versorger des Wassermarktes: So machen Aktien von Nestlé zum Beispiel aktuell 4,5 Prozent aus. Dabei wird das Unternehmen durch den Vertrieb von Mineralwasser dem Ansatz des Wasserfonds nur bedingt gerecht. Schärfere Maßnahmen, um die Mittelzuflüsse zu reduzieren, hat Pictet derzeit nicht im Sinn. „Es wird nicht dazu kommen, dass wir den Fonds komplett für Neuanleger schließen“, sagt Pictet-Sprecher Oliver Möller auf Anfrage von DAS INVESTMENT.com.

05.04.07 cwl

http://fonds.onvista.de/kag-news.html?ID_INSTRUMENT=96548

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-Damit bleibt der Fond für Kleinanleger interessant.

 
13.09.07 15:50 #6 Uponor
bin schon eine weile hier drinnen und suche nun das chinesische Gegengewicht da ich festgestellt habe das im arabischen raum die chinesen sehr stark drinne stecken z.b. China Waters Affaires
aber leider sind gute infos zu dieser firma rar

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13.09.07 15:53 #7 ach so
WKN: A0MQ4W   ISIN: BMG210901242
da hier wieder die Tücke im Detail liegt, verweckslungs gefahr

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