iWatch US-Boersenbrief vom 01.08.2003

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02.08.03 00:58 #1 iWatch US-Boersenbrief vom 01.08.2003



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                   i W A T C H . F R E E

                   - US-BOERSENBRIEF -
           4. Jahrgang - Ausgabe 31 (01.08.2003)

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          DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1616-1521

     Erscheinungsweise: woechentlich Freitag/Samstag
         
  (-;______________________________________________;-)

                       I N H A L T

01. IWATCH ABSTRACT
02. RUECKBLICK: ANLEIHENMARKT AUSVERKAUF, AUFSCHWUNG IN SICHT?
03. AUSBLICK: ZYKLISCHE AKTIEN, AOL ANLEIHENMARKT
04. FOLGEN DES WORLDCOM KONKURSES
05. WUNSCHANALYSE: NORTEL: VERLUST MIT GESCHICK
06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
08. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
09. BROKER- UND HANDELSPLATTFORMEMPFEHLUNGEN
10. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
11. AN-/ABMELDUNG


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01. IWATCH ABSTRACT
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Liebe Boersenfreunde,
 
 Es ist weithin bekannt: Der August ist in der noerdlichen
 Hemisphaere der Urlaubsmonat. Unsere Freunde an der Algarve, die
 eine gemuetliche kleine Quinta mit einer handvoll Fremdenzimmer
 betreiben, bestehen auf einer 11-Monatsfreundschaft: ?Im August
 haben wir keine Freunde, das muesst ihr verstehen. Ihr seid uns
 immer willkommen, nur nicht im August."

 Warum sollte dies an der Wall Street anders sein? Die gesamte
 Finanzbranche schlaegt im Monat August einen anderen Ton an: Das
 Finanzmagazin Barron's schrieb diese Woche seine Titelstory nicht
 etwa ueber ein aktuelles Finanzthema wie beispielsweise die
 Steuergeschenke der Bush-Regierung, den Ausverkauf am
 Anleihenmarkt oder die Rallye an den Rohstoffmaerkten, sondern
 ueber Golf.

 Hier wird der Spagat zwischen Erholungsanspruch der
 Finanzmarktbosse und dem eigenen Anspruch als Finanzmagazin
 geprobt: Eine Schwemme an Golfplaetzen und ausbleibende Golfer
 fuehren zu fallenden Golfgebuehren und drohenden Pleiten auf dem
 Gruen. Naja, ein Versuch.

 So verwundert es kaum, dass, wie nach einem ungeschriebenen
 Gesetz, das gehobene Management im August gesammelt in den Urlaub
 faehrt. Aufgrund der anhaltenden Terrorangst duerfte auch dieses
 Jahr wieder die ?lange Halbinsel" vor der Haustuer ?Long Island"
 ueberfuellt werden.

 Und es ist etwas Wahres dran: Ned Davis errechnete, dass man mit
 der Boersenweisheit ?Sell In May And Go Away" in den letzten
 Jahren gut gefahren ist. Wer die Sommermonate ueber an der Boerse
 long war, der hat in den letzten 50 Jahren insgesamt 30%
 verdienen koennen. Wer hingegen den Winter ueber long war, der
 konnte sich ueber einen Gewinn von satten 5.859% freuen.

 Mit anderen Worten: Wenn Sie ab 1950 stets fuer $10.000 im Mai
 Aktien gekauft und diese im Oktober wieder verkauft haetten, so
 koennten Sie heute auf einen Gewinn von $3.000 blicken. Haetten
 Sie allerdings die Aktien jeweils von Oktober bis Mai gehalten,
 so betruege Ihr Gewinn knapp $600.000.

 Ziehen wir unsere Schluesse aus der Geschichte, so sollten wir
 uns nun einen schoenen Sommer goennen und erst im Herbst wieder
 einen Blick auf die Aktienmaerkte werfen. Aber bislang verlief
 dieser Sommer schon mehr als untypisch, der Dow Jones hat seit
 Mai rund 10% zugelegt. Bisher hat es sich also gelohnt, den
 Spruch ?Sell In May And Go Away" zu ignorieren.

 Koennte es sein, dass diese Sommer anders ist als sonst? Koennte
 es sein, dass die Hautevolee der Finanzbranche dieses Jahr nicht
 in der Karibik unerreichbar ist, sondern per Handy jederzeit in
 die Entscheidungen eingreifen kann und gegebenenfalls auch binnen
 vier Stunden wieder in den Strassenschluchten Manhattans praesent
 sein kann? Vielleicht sogar unangemeldet?

 Natuerlich hat sich in der Abwesenheit seines Chefs auch der
 kleine Angestellte in der Sommerhitze Manhattans auch einmal eine
 ausgedehnte Mittagspause gegoennt. Oder aber taeglich nur das
 Noetigste erledigt. Nicht aber werden neue Kunden umgarnt. Wie
 auch? Die sind ja auch im Urlaub.

 Aber diesen Sommer koennte es anders sein. Diesen Sommer sind die
 Chefs nicht weit weg, koennen jederzeit ueberraschend auftauchen
 und machen von dieser Moeglichkeit sogar Gebrauch. Denn dieses
 Jahr stehen viele institutionelle Anleger in der Schuld ihrer
 Kunden. Nach drei schlechten Jahren muss dieses Jahr nun genutzt
 werden, um moeglichst viel der Verluste wett zu machen. Auf die
 faule Haut legt sich diesen Sommer niemand, zu frisch sind die
 Erinnerungen an die Kollegen, die in den letzten Monaten noch
 ihren Job verloren haben.

 Wie schon im Mai im iWatch angekuendigt wuerde ich mich dieses
 Jahr nicht auf das Mantra ?Sell In May And Go Away" verlassen.

 Lesen Sie heute im Rueckblick und Ausblick Erklaerungen zur
 Bedeutung des Ausverkaufs im Anleihenmarkt. In Kapitel 04 wird
 die Worldcom / MCI Pleite nochmals unter die Lupe genommen und
 auf deren Auswirkung auf den Telekomsektor von heute
 untersucht. Passend dazu wird in der Wunschanalyse in Kapitel
 06 dann ein Opfer von Worldcom, naemlich Nortel, analysiert.
 Die Kursentwicklung und insbesondere das juengste
 Quartalsergebnis laesst eine interessante, und vielleicht
 Lukrative, Spekulation zu.

 Abschliessend wird noch Bilanz gezogen und die Charttechnik
 gibt Ihnen wichtige technische Marken an die Hand, bei deren
 Ueber-, bzw. Unterschreiben Sie aktiv werden sollten.

 Viel Anregendes bei der Lektuere wuenscht

 Stephan Heibel

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02. RUECKBLICK: ANLEIHENMARKT AUSVERKAUF, AUFSCHWUNG IN SICHT?
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Index Aenderung z. Aenderung z. 31.07. Aenderung
            52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 24.07.
Internet 104% -6% 116.42 0.60%
S&P 500 29% -2% 990.31 0.89%
Nasdaq 57% -2% 1,735.02 1.97%
Nasdaq-QQQ 61% -3% 31.80 1.99%
Dow Jones 28% -1% 9,233.80 1.33%
Gold 23% -7% 354.75 -0.71%
Oel 28% -19% 28.70 3.24%
30-Jahr Anl 31% 0% 5.41 0.32
Volatilitaet 4% -63% 21.24 0.78
Euro-Dollar 8% -6% 1.12 -0.02


 Die Woche begann recht vielversprechend. Ueberraschend gute
 Quartalsergebnisse von Kelloggs, Xerox und unserer
 Longspekulation Northrop (bislang +8,5%) als auch positive
 Kommentare zu Walt Disney und AT&T sorgten fuer einen
 freundlichen Start in die Woche. Und auch am Dienstag rissen die
 guten Meldungen nicht ab: Chemieriese DuPont (DD) und
 Telekomgigant Verizon (VZ) konnten beide positiv ueberraschen.
 Weiterhin wurde die Ergreifung des Bodyguards von Saddam Hussein
 vermeldet, Saddam selbst habe man knapp verpasst.

 Konnte die Meldung ueber die Erfolge im Irak in der
 vorangegangenen Woche noch Euphorie an der Boerse ausloesen, so
 fragt sich Nobelpreistraeger George Friedman inzwischen, ob das
 Ausschlachten der kleinen Erfolge in den Medien nicht von den
 tatsaechlichen Problemen ablenken soll: Die Konzeptionslosigkeit
 der Bush-Administration fuer eine Befriedung des Nahen Ostens.

 Denn unterm Strich habe sowohl das Abenteuer in Afghanistan als
 auch im Irak zu einem ausufernden Staatshaushalt in den USA
 gefuehrt, ein neues Ministerium Homeland Security aber keinerlei
 verminderte Terrorgefahr gebracht. Friedman fragt, ob hier
 ueberhaupt die richtige Strategie gewaehlt wurde. Und diese Frage
 konnte niemand beantworten ? die Entscheider sind ja auf Long
 Island ? so dass auf dem Parkett Zweifel laut wurden.

 So richtig verwirrt waren die Lakaien an der Boerse, als dann am
 Dienstag das Konsumentenvertrauen von 83,5 im Juni auf 76,6 im
 Juli fiel. Das ist der niedrigste Stand seit dem Irakkrieg. Die
 Aktienboerse fiel ins Minus, die Anleihenmaerkte erlebten eine
 kurze Rallye.

 Aber es war deutlich zu sehen, wo derzeit die Musik spielt: Am
 Anleihenmarkt. Denn dort hat man die Kaffeesatzleserei, denn mehr
 ist das Konsumentenvertrauen nicht, am schnellsten verarbeitet.

 Seit Mitte Juni, seit Alan Greenspan die letzte Zinssenkung
 verkuendet hatte, waren die Anleihen ausverkauft worden. Die
 Rendite der 10-jaehrigen Staatsanleihen stieg von 3,1% am 16.
 Juni auf 4,5% am gestrigen Donnerstag. Die 30-jaehrige
 Staatsanleihe stieg im gleichen Zeitraum von 4% auf 5,4%.

 Ich weiss, die meisten von Ihnen haben Probleme mit dem Einordnen
 fallender Anleihenkurse und steigender Renditen. Daher nochmals
 langsam, geschmueckt mit meiner persoenlichen Interpretation der
 Hintergruende:

 Sir Alan hat kontinuierlich das Geruecht der drohenden Deflation
 fuer die USA aufrecht erhalten. Somit konnte er den Leitzins
 senken, ohne Gefahr zu laufen, dass Anleihen nicht mehr
 nachgefragt wuerden. Denn, solange der Zins weiter faellt, kaufe
 ich lieber heute Anleihen als morgen, denn heute bekomme ich dann
 noch einen besseren Zins als morgen.

 Wenn der Zins jedoch schon in Richtung Null geht (derzeit steht
 der US-Leitzins bei 1%, seinem niedrigsten Stand seit 45 Jahren),
 dann gibt es nicht mehr viel, was den Investor von einem weiter
 fallenden Zins ueberzeugen kann. Hoechstens eine Deflation. Ich
 hatte zur Veranschaulichung der Deflation ja vor einigen Wochen
 ein Deflationsangebot fuer den iWatch.Pro aufgelegt.

 Gerade noch rechtzeitig, denn kurz danach zerstoerte Greenspan
 die Angst vor einer Deflation, indem er ankuendigte, ausreichend
 liquide Mittel in den Markt zu geben, sofern dies ueberhaupt noch
 notwendig sei. Mit dieser Aussage vollzog er die Trendwende, denn
 wer sich bislang gedanklich mit der Deflation beschaeftigt hatte,
 wurde darauf hingewiesen, dass eine Inflation mindestens genauso
 latent vorhanden ist.

 Sie muessen sich nun vorstellen, dass der Anleihenmarkt aehnlich
 funktioniert wie der Aktienmarkt. Wer 1999 oder 2000 in der
 Hochzinsphase langlaeufige Anleihen gekauft hatte, der konnte
 nun, bei fallendem Zinsniveau auf schoene Kursgewinne seiner
 Anleihen blicken. Denn, um ein Papier mit einem Nominalzins von
 beispielsweise 8% zu erhalten muss man nach jeder Leitzinssenkung
 ein wenig mehr bezahlen. Das Zusammenspiel zwischen Anleihenkurs
 und Nominalzins fuehrt dann dazu, dass die Rendite der Papiere in
 unserem Beispiel faellt.

 Solange weiter fallende Zinsen erwartet wurden, verkaufte niemand
 seine Anleihen. Anleger blieben darauf sitzen und freuten sich
 ueber die sichere, hohe Verzinsung. Und mit nur wenigen Worten
 initiierte Sir Alan die Trendwende. Mit einem Mal begannen
 Anleihenbesitzer ihre Anleihen zu den hohen Kursen zu verkaufen.
 In Erwartung nunmehr wieder steigender Zinsen wurde ihnen
 bewusst, dass sie ihre Anleihen sicherlich spaeter, wenn das
 Zinsniveau wieder hoeher ist, zu einem niedrigeren Kurs
 zurueckkaufen koennten.

 Fuer mich ist dieses Verhalten ein klares Zeichen, dass die
 Boersen nunmehr an eine erfolgreiche Konjunkturbelebung glauben.
 Und vor diesem Hintergrund ist in der Tat eine Inflation
 wahrscheinlicher als eine Deflation.

 Es bleibt nun abzuwarten, welche Mittel Sir Alan noch anwenden
 wird, um die Zinsen niedrig zu halten. Denn, wenn nun
 tatsaechlich ein Konjunkturaufschwung bevorsteht, dann moechten
 viele Anleger ihr Geld nun lieber wieder in den Aktienmarkt geben
 als in den mit noch immer niedrigen Renditen versehenen
 Anleihenmarkt.

 Also, nach diesem kurzen Exkurs wieder zurueck zum
 Konsumentenvertrauen. Der Anleihenmarkt hat schnell erkannt, dass
 ein schwindendes Konsumentenvertrauen eher die Verwirrung der
 Konsumenten widerspiegelt, die durch einen schlechten
 Arbeitsmarkt und die erneute Terrorangst verursacht wird. Es
 werden Konsumenten gefragt, wie sie sich fuehlen. Und viele
 Konsumenten sind nicht einmal in der Lage, ihr eigenes
 Kaufverhalten zu quantifizieren. Wie sollen sie dann ein Gefuehl
 fuer ihren Konsumwillen entwickeln? Nein, dieser Indikator hat
 viel mehr mit einer aktuellen Stimmung zu tun als mit einer
 volkswirtschaftlich verwertbaren Information.

 Daher vergleiche ich diesen Indikator auch mit einem Kaffeesatz.
 Daraus kann man auch Dinge ablesen.

 Also: Das Konsumentenvertrauen ist eine nette Information ueber
 die Stimmung in der Bevoelkerung, nicht aber ein Indikator fuer
 die Konjunktur.

 Am gestrigen Donnerstag wurden dann noch sowohl Arbeitsmarktdaten
 als auch das vorlaeufig geschaetzte Bruttoinlandsprodukt
 veroeffentlicht. Beide fielen positiv aus, die Aktienboerse
 vollfuehrte einen Freudensprung.

 Die Neuantraege auf Arbeitslosengeld sind zurueck gegangen. Nun,
 nachdem vor vier Wochen ein Rekordanstieg zu verzeichnen gewesen
 war haette mich alles andere auch verwundert. Der Sprung vor vier
 Wochen, trotz saisonal positiver Effekte, hatte mich gewundert,
 nicht aber die gestrige Information, dass nun wieder alles im Lot
 ist.

 Und die ?vorlaeufige Schaetzung" des BIP des 2. Quartals 2003?
 Statt der prognostizierten 1,5% belaeuft sich die erste
 vorlaeufige Schaetzung auf 2,4%. Das ist tatsaechlich ein ganz
 schoener Sprung. Der zweite Blick jedoch verraet, dass die US-
 Behoerden ihre Ausgaben allein im 2. Quartal im Vergleich zum 1.
 Quartal um 25% gesteigert haben. 25% Ausgabensteigerung in nur
 drei Monaten. Und das bei abnehmenden Einnahmen. Das muss ein
 Controller erst einmal seinem Chef vermitteln.

 Nun ja, dann verwundert der Anstieg des BIPs nicht mehr so sehr.
 Wenn ich Sie nun noch daran erinnere, dass die vorlaeufige
 Schaetzung noch einmal korrigiert wird und dann anschliessend
 erst in knapp zwei Monaten eine erste errechnete und nicht mehr
 geschaetzte Zahl veroeffentlicht wird, dann sollten Sie diese
 erste vorlaeufige Schaetzung mit viel Skepsis betrachten.

 Ich fuer meinen Teil verwette meinen Hut darauf, das die naechste
 vorlaeufige Schaetzung etwas unter 2,4%, und die folgende erste
 errechnete Zahl wiederum unter dieser liegen wird.

 Wenn Sie also einen Konjunkturindikator wollen, dann schauen Sie
 sich die Entwicklungen an den Boersen an ? und nicht umgekehrt.
 Die umgekehrte Betrachtungsweise ist, wenn ueberhaupt, etwas fuer
 langfristige Entwicklungen. Mittelfristig kann man aus den
 Boersenentwicklungen ablesen, ob die Konsumenten im naechsten
 Quartal mehr konsumieren werden ? nicht umgekehrt.

 Also, wenn der Aufschwung nun kommt: prima. Wenn nicht, dann wird
 Sir Alan zunaechst den Zins noch weiter senken. Anschliessend
 kann er anfangen, selber die fehlende Nachfrage am Anleihenmarkt
 zu stellen und Junk Bonds einkaufen.

 Ich erwarte dementsprechend, dass die Aktien- und Anleihenmaerkte
 in den naechsten Wochen noch einige Wechselbaeder durchlaufen
 werden. Allein der Staat emittiert in der naechsten Woche wieder
 eine neue Anleihe, um seine ausufernden Schulden (siehe
 Ausgabensteigerung ohne entsprechende Einnahmen) zu finanzieren.
 Volumen: $60 Mrd. Wie diese Wechselbaeder aussehen koennten,
 beschreibe ich im naechsten Kapitel.



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03. AUSBLICK: ZYKLISCHE AKTIEN, AOL ANLEIHENMARKT
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 Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des iWatch.Pro
 vorbehalten. Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, aber ohne
 eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Service nicht
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 Stephan Heibel

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04. FOLGEN DES WORLDCOM KONKURSES
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 Nochmal zu MCI, frueher bekannt als Worldcom (WCOEQ.PK), eine der
 groessten Unternehmenspleiten der USA. Ich erhalte immer wieder
 E-Mails von Lesern, die auf eine Wiederauferstehung des
 Telekomgiganten wetten moechten. Ich habe stets gesagt: Finger
 weg von diesem korrupten Laden.

 Worldcom hat Aktionaere und Vertragspartner nach Strich und Faden
 betrogen. Die ganze Wahrheit kommt nun langsam ans Licht, da die
 ersten Untersuchungen abgeschlossen werden.

 Die Kurzversion lautet wie folgt: Mit grossem Medienrummel hat
 sich Worldcom ueber die Boerse reichlich Fremdkapital beschafft.
 Mit gefaelschten Bilanzen wurden zusaetzlich noch Kredite bei
 Finanzinstituten aufgenommen. In den Jahren 1998 und 1999 wurde
 die Spekulationsblase am Aktienmarkt fuer Secondary Offerings,
 (Zweitplatzierungen von Aktien) genutzt. Banken buhlten um die
 Gunst, diesem zukuenftigen Star der Telekombranche Kredite geben
 zu duerfen.

 Dadurch mit reichlich Bargeld ausgestattet, trat Worldcom in
 Wettbewerb mit AT&T (T), Verizon (VZ) und anderen
 Telephonunternehmen. Worldcom investierte seine Mittel in den
 Ausbau seiner Infrastruktur (Kabel) und vergroesserte seine
 Kundenbasis.

 Jedem Geschaeftsmann ist klar, dass aufgrund der hohen
 Eigenkapitalausstattung die Finanzierungskosten guenstiger waren
 als bei Wettbewerbern. Aber nicht nur dadurch hielt Worldcom die
 Preise niedrig und schaedigte dadurch die gesamte Branche,
 sondern auch mit der irrigen Annahme, sich jederzeit weiteres
 Eigenkapital ueber die Boerse beschaffen zu koennen. Dies fuehrte
 zu einer mangelhaften Vorsorge oder auch schlicht zu einer
 schlechten Bilanz.

 Mitte letzten Jahres musste Worldcom schliesslich Konkurs
 anmelden. Elf Milliarden Dollar ihrer Aktionaere und einige
 hundert Millionen Dollar an offenen Auftraegen waren damit binnen
 kurzer Zeit vernichtet.

 Anders als bei Enron zeigt sich die Bush-Administration im Fall
 von Worldcom wohlwollend. Als Strafmass wurde bislang ein Betrag
 von $500 Mio. festgesetzt, zuzueglich $250 Mio. in Aktien. Ein
 kleiner Trost, von dem wohl nicht viel bei den Aktionaeren
 ankommen wird, die einige Milliarden verloren haben.

 Mit dieser ?Strafe" darf Worldcom, das kuenftig lieber MCI
 genannt werden moechte, um nicht an die unloebliche Vergangenheit
 erinnert zu werden, anschliessend wieder im Telekomsektor sein
 Unwesen treiben.

 Unwesen? Warum diese harten Worte? Muss man nicht auch einmal
 verzeihen koennen? Tja, hier kommen wir zu dem wesentlichen
 Vorwurf: Natuerlich muss man einem Unternehmen verzeihen koennen,
 wenn Grund zur Annahme besteht, dass es nicht die gleichen Fehler
 ein zweites Mal begeht. Bei Worldcom hatten diese Fehler, ich
 nenne das aber eher Betruegereien, jedoch System. Und bislang ist
 dieses System noch nicht ausgemerzt worden.

 McLucas und Thornburgh waren zwei, die mit dem Fall Worldcom
 betraut waren. McLucas auf der Seite der US-Boersenaufsicht SEC
 und Thornburgh sollte als Anwalt einen Bankrott-Bericht fuer
 Worldcom erstellen. Beide Berichte deckten im wesentlichen eines
 auf: Der Fisch stinkt immer vom Kopfe her.

 Bernie Ebbers, der fruehere Chef von Worldcom, habe zwar nicht
 alle Betruegereien selber begangen, aber er habe eine
 Unternehmenskultur implementiert, die das Management auf allen
 Ebenen dazu ermutigt oder aber unter entsprechenden Druck gesetzt
 habe.

 Einschuechterungen und Drohungen regierten, laut diesen
 Berichten. Bevor Mitarbeiter sich in die Angelegenheiten ihrer
 Kollegen einmischten, deren Fehlverhalten vielleicht sogar
 anprangerten und damit ihren eigenen Job riskierten, kehrten Sie
 solchen Dingen lieber den Ruecken. Denn schon morgen koennte es
 einen selbst treffen.

 Das Ganze muss abgelaufen sein wie in einem schlechten
 amerikanischen Film: Ein tobender Chef, der seinem Buchhalter
 Schuldgefuehle fuer die schlechte Bilanz auflaedt. Anschliessend
 noch die klare Aufforderung, die Bilanz zu ?korrigieren". Somit
 wurden dann beispielsweise nicht wiederkehrende Umsaetze, wie
 durch den Verkauf von Unternehmensanteilen erzielt,
 buchhalterisch flexibel in den Jahresumsatz eingerechnet.

 Mitarbeiter waren aber auch geblendet: Worldcom galt als eines
 der Unternehmen, das die besten Gehaelter zahlte. Am Mississippi
 genoss Worldcom als moderner Arbeitgeber mit globalen Ambitionen
 einen tadellosen Ruf. Diejenigen, die dieses Spiel nicht mehr
 mitmachen wollten, suchten sich einen neuen Job. Es gab aber
 niemanden, der gegen Bernie Ebbers aufstand und den Ruf von
 Worldcom ankratzen konnte.

 Diejenigen, die auch die unsinnigsten Anweisungen stur
 ausfuehrten, wurden vom zweiten Mann im Management, CFO Scott
 Sullivan, durch grosszuegige Geld- und Sachgeschenke belohnt. In
 der Volkswirtschaft nennen wir einen solchen Vorgang ?negative
 Selektion": am Ende bleiben nur die skrupellosen und die
 einfaeltigen Mitarbeiter uebrig, die vermutlich berechtigte
 Aengste haben, keinen anderen Job zu finden.

 Ebbers verfolgte die damals populaere Strategie des Wachstums
 durch Akquisition. Wettbewerber wurden uebernommen, deren
 Kundenbasis wurde der eigenen zugefuegt, der zugekaufte Umsatz
 wurde als eigenes Umsatzwachstum bilanziert und bezahlt wurde mit
 kontinuierlich steigenden eigenen Aktien. Man braucht nicht viel
 Phantasie um zu erkennen, dass dieses Konstrukt ein
 Aktienkurswachstum ins Unendliche benoetigt ? oder das System
 kollabiert, wie bei Worldcom im letzten Sommer geschehen. Der
 Aktienkurs war von $65 unter $10 gefallen.

 Nachdem in den letzten Jahren die Boerse nicht mehr fuer das
 Generieren weiterer Eigenmittel so ergiebig war, verwendete
 Worldcom die erreichte Groesse als Druckmittel, um die eigenen
 Kreditlinien in die Hoehe zu treiben. Im letzten Sommer stand
 Worldcom schliesslich mit $41 Mrd. in der Kreide.

 Naja, genug gejammert: Ich moechte Ihnen heute nur ein fuer
 allemal klar machen, warum Sie diesem Unternehmen nicht Ihr Geld
 anvertrauen sollten: Ein solches Missmanagement beseitigt man
 nicht mal eben schnell durch den Austausch eines Chefs. Dazu
 bestand das System Ebbers zu lange und war zu brutal durchgesetzt
 worden.

 Was auch immer fuer ein Unternehmen aus dem Konkursverfahren
 hervorgehen wird und wie auch immer es sich nennen mag, von mir
 aus auch MCI, dieses Unternehmen wird zunaechst wieder das tun,
 was es am besten kann: Versuchen, Fremdmittel zu bekommen, um die
 Preise von Wettbewerbern unterbieten zu koennen. Das ist nicht
 gesund fuer die Aktien und das ist auch nicht gesund fuer die
 Branche.

 Vor ein paar Wochen hatte ich mich darueber aufgeregt, dass
 Worldcom Auftraege von der Bush-Administration erhalten hat, im
 Irak eine Infrastruktur aufzubauen. Ich hielt dies fuer den
 Gipfel des Fehlverhaltens: Nicht nur, dass man Worldcom wieder im
 Telekommarkt mitmischen laesst, sondern nun erteilt man diesem
 Unternehmen auch noch die Auftraege, die AT&T oder Verizon nach
 ihrer langen Durststrecke im ungerechten Kampf gegen Worldcom
 benoetigt haetten.

 Und da schreibe ich mir die Finger wund ueber diese
 Ungerechtigkeit, da finde ich im naechsten Augenblick die
 Meldung, dass die Bush-Administration die Erteilung des Auftrags
 an Worldcom nochmals ueberdenken moechte: Man wolle Worldcom vom
 Wettbewerb ausschliessen, bis die Unternehmensethik sich
 verbessert habe. Endlich.

 Diese Meldung kam an gestrigen Donnerstag nach Boersenschluss
 heraus. Sie duerfen heute steigende Kurs bei AT&T und Verizon
 erwarten.

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05. WUNSCHANALYSE: NORTEL: VERLUST MIT GESCHICK
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 >Unter
http://ekip.de koennen Sie sich die Analyse einer von
 >fuenf zur Wahl stehenden Aktien wuenschen. In der jeweils
 >naechsten Ausgabe des iWatch US Aktienletters werde ich fuer
 >Sie dann die Aktie des Gewinners analysieren. Wenn Sie sich
 >die Analyse einer bestimmten Aktie wuenschen, dann senden
 >Sie mir Ihren Vorschlag. Ich werde ihn dann in die
 >Vorschlagsliste aufnehmen, anschliessend entscheiden Sie.
 >Wunschliste fuer die naechste Woche:
 > Eastman Chemical
 > FleetBoston
 > E*Trade
 > Target
 > Caterpillar

Nortel (WKN: 929925; NT; $2,95)

 Interessant, was ich ueber Nortel gefunden habe. Fuer Anleger
 sind die naechsten drei Monate nochmals eine Chance, Aktien
 dieses Unternehmens zu guenstigeren Kursen zu kaufen.

 Nortel ist eines derjenigen Unternehmen, die aus ihrer
 Geschaeftsbeziehung mit Worldcom einige zig-Millionen abschreiben
 duerften. Nortel produzierte noch 2001 auf Teufel komm raus, um
 die optimistischen Prognosen von Worldcom zu ermoeglichen. Als
 sich die Prognosen von Worldcom mit dem Konkurs in Luft
 aufloesten, war Nortel noch auf Wachstum ausgerichtet. Der
 Verlust fuer Nortel laesst sich also nicht nur mit dem
 Zahlungsausfall von Worldcom beziffern, sondern muss auch noch
 die geschaffenen Ueberkapazitaeten beruecksichtigen.

 Im iWatch hatte ich noch 2001, ohne Kenntnis von dem drohenden
 Worldcom Debakel zu haben, vor Nortel gewarnt: Diese Zulieferer
 wuerden als letzte von der Rezession erwischt werden, so meine
 Analyse. Und dem war auch so.

 Seither hat Nortel kraeftig Kosten gespart: Die Mitarbeiterzahl
 wurde von 100.000 auf 35.000 geschrumpft. Ueberkapazitaeten und
 Lagerbestaende wurden abgebaut.

 Im ersten Quartal dieses Jahres konnten erstmals die Fruechte der
 Restrukturierungsmassnahmen betrachtet werden: Es wurde ein Cent
 Gewinn je Aktie erwirtschaftet. Die Umsaetze hatten sich
 gedrittelt.

 Diese positive Entwicklung hatte sich schon fruehzeitig
 angekuendigt und der Aktienkurs hatte die Freude bereits vorweg
 genommen. Seit seinem Tiefstand im vergangenen Oktober bei $0,5
 war die Aktie bereits um 500% gestiegen.

 Noch im September/Oktober kaempfte Nortel gegen den Konkurs.
 Ueberlebensstrategien wurden gefahren, dabei bleiben war die
 Devise.

 Als sich abzeichnete, dass die Konkurswelle im Telekomsektor
 abflaute, schoss der Kurs aus seiner depressiven Entwicklung in
 die Hoehe.

 So hat Nortel heute einen Jahresumsatz von rund $10 Mrd. Die
 Boersenbewertung liegt bei $11 Mrd., die Umsaetze haben sich
 stabilisiert. Verlaeuft die Erholung weiter nach Plan, so moechte
 Nortel im naechsten Jahr 9 Cent je Aktie verdienen. Damit haette
 es ein KGV 04e von 30.

 Der Aufwaertstrend der Nortelaktien endete am Tag, als das
 Ergebnis des ersten Quartals dieses Jahres bekannt gegeben wurde.
 Waren Anleger besorgt ueber den schrumpfenden Umsatz? Nein, der
 hat sich ja inzwischen stabilisiert. Dahinter steckt eine andere
 Geschichte:

 Nortel hatte seinen Mitarbeitern satte Bonusse fuer den Fall,
 dass das Unternehmen Gewinne macht, versprochen. Es wurden also
 75.000 Mitarbeiter entlassen und an allen Ecken Kosten eingespart
 um am Ende einen mageren Gewinn auszuweisen. Dieser Gewinn wurde
 jedoch mehr als aufgebraucht fuer die zugesagten Bonusse an
 Mitarbeiter, so dass am Ende wieder ein Verlust geschrieben
 wurde.

 Es kam wieder die Diskussion ueber Bilanzierungsmethoden auf.
 Nortel hatte zu allem Uebel fuer diesen Quartalsbericht die
 Bilanzierungsmethode geaendert.

 Insgesamt, so kam spaeter ans Tageslicht, wurden im Falle von
 profitablen Quartalen $50 Mio. Bonusse an Mitarbeiter zugesagt.
 Wenn man beruecksichtigt, dass Nortel zuletzt 1999 ueberhaupt
 einen Gewinn ausweisen konnte, ist es schon recht grosszuegig,
 nach drei Verlustjahren fuer den ersten verdienten Cent einige
 Millionen Bonusse auszuschuetten.

 Nun, an diesem Bonus wurde Kritik laut. Anleger befuerchteten,
 dass auch weitere bilanziell nicht aktivierte Verbindlichkeiten
 noch enthuellt werden koennten und mieden die Aktien. Es zeigte
 sich jedoch, dass es keine weiteren Zusagen gibt, Der Kurs
 stagnierte. Ausserdem seien die zugesagten Bonusse fuer das
 laufende Jahr davon abhaengig, dass nunmehr jedes Quartal Gewinne
 geschrieben werden.

 In der letzten Woche wurde schliesslich das Quartalsergebnis des
 2. Quartals von Nortel veroeffentlicht: Ein Verlust von $14 Mio.
 Schuld daran seien schwaechere Umsaetze, sagt das Management.
 Anleger sind ueber dieses Ergebnis enttaeuscht, der Kurs gab um
 rund 8% nach.

 Ich denke, hier spielt das kurze Gedaechtnis den Anlegern wieder
 einmal einen Streich. Denn ein besseres Ergebnis haette Nortel
 nicht bringen koennen. Besser waere nur gewesen, wenn Nortel den
 Umsatz drastisch haette steigern koennen und wenn dabei die
 Margen in die Hoehe geschnellt waeren. Ein Szenario, dass es in
 einer boomenden Wirtschaft durchaus gibt, nicht aber, solange man
 noch ein zartes Pflaenzchen Konjunkturerholung zu pflegen hat.

 Fuer mich ist das ein Zeichen, dass das Management von Nortel die
 Zeichen der Zeit erkannt hat: Vertraglich zugesagte Bonusse
 koennen nicht einfach gestrichen werden. Es kann aber, und das
 haben wir ja bei Worldcom gesehen, ?flexibel" bilanziert werden.
 In diesem Falle hat Nortel seinen flexiblen Spielraum zugunsten
 der Aktionaere genutzt: Das Quartalsergebnis wurde knapp ins
 Minus gerechnet, die Bonusse, die noch vor kurzem fuer so viel
 Aerger gesorgt hatten, fallen somit weg.

 Dem CEO Frank Dunn winkt neben seinem Festgehalt von knapp $800
 Mio. p.a. und den Aktienoptionen im Wert von weiteren $700 Mio.
 in diesem Jahr ein Bonus von $5 Mio., sofern das Unternehmen
 profitabel bleibt.

 Bei einem Umsatz von $2,3 Mrd. kann es doch letztlich nicht an
 einer Spitze von $14 Mio. liegen, ob der Chef des Unternehmens
 einen solch lukrativen Bonus erhaelt, oder? Das ist gerade einmal
 ein halbes Prozent des Umsatzes.

 Fuer mich also ein klares Zeichen, dass dieser Quartalsverlust
 gewollt ist. Und das, was man an positiven Zahlen in dieses
 Ergebnis nicht mit hinein nahm, das wird im naechsten
 Quartalsergebnis in drei Monaten erscheinen. Somit gehe ich von
 einer positiven Ueberraschung in drei Monaten aus.

 Fazit: Nortel hat den Ueberlebenskampf gewonnen und kann nun ein
 solides Geschaeft aufbauen. Ich erwarte im naechsten Quartal eine
 positive Ueberraschung. Wer darauf spekulieren moechte, der kann
 die Aktien zu Kursen unter $2,8 einsammeln. Ein Stopp sollten Sie
 unter $2,4 legen, recht grosszuegig, da es im Verlauf des Sommers
 zu grossen spekulativen Schwankungen kommen kann. Bis $2,5
 koennen Sie Ihre Position allerdings nochmals aufstocken.

 Die Spekulation ist kursunabhaengig. Mit der Veroeffentlichung
 neuer Informationen zum Geschaeftsverlauf sollte der Kurs
 steigen, anschliessend muss diese Position neu betrachtet werden.


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06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
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Bilanz

TRADINGIDEEN / NEU:

BILANZ / OFFEN:


iWatch 03/30

America Online (WKN: 502251, AOL; $15,43) gekauft zu $15,
Langfristposition. Rueckschlaege zum Ausbau der Position nutzen,
Meldungen ueber die Zusammenarbeit des Managements mit der
Boersenaufsicht SEC beachten.

Yahoo! (WKN: 900103, YHOO, $31,13) Kursrueckschlaege auf $29 zum
spekulativen Einstieg nutzen, Stopp Loss unter $28. Spekulation
auf anhaltende Rallye.

Alfa Corp. (WKN: 886560; ALFA; $12,99) gekauft zu $12,9,
Langfristanlage: Niedriges Bewertungsniveau und Spekulation
darauf, dass Insider besser Bescheid wissen.


iWatch 03/26

NovoStar (NFI, $69,75) geshortet zu $71,5, bei Kursen um $75
nochmals nachlegen. Stopp Buy ueber $76, Ziel $62, dann auch $50.


iWatch 03/29

Maverick Tube (WKN: 884074; MVK, $16,50) gekauft zu $18, Ziel
kurzfristig $20, dann erneut untersuchen. Stopp unter $16,5.
Ausgestoppt mit Minus 8%, nun ist Kurssturz bis $14 moeglich,
dann wird ein neuer Einstieg erwogen.


iWatch 03/27

Microsoft (WKN: 870747; MSFT; $26,89) kaufen um $25, Stopp Loss
bei $24. Wette auf Fortsetzung der Rallye nach kurzer Korrektur.


iWatch 03/23

Palm (WKN: 765833; PALM; $16,05) gekauft zu $15. Ziel ist
zunaechst $20, anschliessend auch $27. Stopp Loss auf unter $14,5
anheben.


iWatch 03/22

Royal Gold (WKN:885652; RGLD; $22,31)gekauft zu $18,5, erstes
Ziel $23 wurde Ende Juni erreicht, Position teilweise realisiert
mit Plus 24%. Naechstes Ziel $27 wurde noch nicht erreicht. Der
Kurs vollfuehrt eine Achterbahnfahrt ? nichts fuer schwache
Nerven.


iWatch 03/13

Northrop Grumman (NOC, $92,24) gekauft zu $85, Ziel $98.
Stopp unter $85. Langfristposition. Endlich: Das gute
Quartalsergebnis und der positive Ausblick von Northrop haben den
Kurs endlich aus der Seitwaertsbewegung nach oben katapultiert.


BEOBACHTUNG:

iWatch 03/30

Fannie Mae (FNM) und Freddie Mac (FRE) nach Kurserholung Shorten.


iWatch 03/25

Genentech (WKN: 924632; DNA; $80,75) als Shortkandidat weiter
beobachten. Die Biotech-Branche haelt sich wacker auf hohem
Niveau.


iWatch 03/22

Lone Star Technologies (WKN: 871095; LSS; $16,56) nach
Konsolidierung kaufen: Konsolidierung ist erfolgt. Als Indikator
fuer kuenftige Entwicklung des Oelpreises im Auge behalten. Wenn
die Nachfrage nach Oel-Technologie steigt, dann wird kurz darauf
auch der Oelpreis steigen. Die gleiche Ueberlegung steckt hinter
der Maverick-Tube Spekulation.


iWatch 03/21

Voellig ueberbewertete Aktien, die jedoch weiterhin stark
nachgefragt werden:
Yahoo! (WKN: 900103, YHOO, $31,13)
Expedia (WKN: 929106, EXPE, $78,11)
Amazon (WKN: 906866, AMZN, $41,64)
Interactive (WKN: 885364, IACI, $40,32)
Sina (WKN: 929917, SINA, $34,76)
Ask Jeeves (WKN: 924075; ASKJ; $17,45)
Ebay (WKN: 916529,EBAY, $107,3): Kurssturz nach Quartalsergebnis,
EBay ist nicht mehr unantastbar, sondern sieht sich dem
Wettbewerb mit Google um Werbekunden fuer Suchabfragen
ausgesetzt. Anfang vom Ende oder Einstiegsgelegenheit? Mehr dazu
im Ausblick.

Neues Mitglied: Priceline (WKN: 2779063; PCLN; $32,84) scheint
auch zu den Ueberlebenskuenstlern zu gehoeren.



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07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
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 Die verbleibenden Unternehmensberichte der naechsten Woche werden
 vermutlich etwas ruhiger aufgenommen werden. Vor allem die
 Berichte der Versorger werden mit Spannung erwartet.

 Auch auf volkswirtschaftlicher Seite werden nicht sonderlich
 viele Kennzahlen bekannt gegeben. Die wichtigsten
 Unternehmensberichte werden bis Mittwoch veroeffentlicht werden,
 wobei Cisco, Gillette und Prudential die meiste Beachtung finden
 werden.


UNTERNEHMEN TICKER ERWARTUNG TERMIN
MetLife MET $0.70 4/8/2003
Principal Financial PFG $0.60 4/8/2003
Cisco Systems CSCO $0.15 5/8/2003
Emerson EMR $0.74 5/8/2003
FirstEnergy FE $0.56 5/8/2003
Gillette G $0.29 5/8/2003
Interactive IACI $0.15 5/8/2003
Prudential Financial PRU $0.61 5/8/2003
Waste Management WMI $0.34 5/8/2003
Devon Energy DVN $1.48 6/8/2003
Hartford Financial HIG $1.18 6/8/2003


 Die Fabrik Einkaeufe, der ISM Dienstleistungsindex und die
 Produktivitaet werden naechste Woche noch den groessten Einfluss
 haben. Erstere sollen nochmals, nachdem sie schon im Mai
 angestiegen waren, ansteigen.

 Der ISM Dienstleistungsindex wird zwar nach der juengsten
 Anhebung auf niedrigerem Niveau erwartet, dennoch sollten Sie
 diesen nicht unbeobachtet lassen. Die Produktivitaet im 2.
 Quartal wird auch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber:
 Solange die 1.9% Steigerung aus dem 1. Quartal nicht wiederholt
 werden kann, sollte diese Kennzahl keinen allzu grossen Einfluss
 haben.


BERICHT ERWARTUNG TERMIN
Fabrik Einkaeufe (Juni) 1.1% 4/8/2003
ISM Dienstleistungsindex (Juli) 58.0 5/8/2003
Produktivitaet (Q2 P) 2.1% 7/8/2003
Lagerbestaende des Grosshandels (Juni) n/a 7/8/2003
Konsumentenkredite (Juni) $6.8 7/8/2003


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08. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
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 Die Charttechnik bleibt den zahlenden Abonnenten des iWatch.Pro
 vorbehalten. Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, aber ohne
 eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Service nicht
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      Stephan Heibel
      
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   MfG: Kursmacher

S&P500

 
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