Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 3730
neuester Beitrag:  08.02.12 23:13
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemming Anzahl Beiträge: 93246
neuester Beitrag: 08.02.12 23:13 von: Kicky Leser gesamt: 5660305
davon Heute: 44
bewertet mit 365 Sternen

Seite:  Zurück   1  |  2    |  3730    von   3730     
20.02.07 18:45
#1 Der USA Bären-Thread
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
Seite:  Zurück   1  |  2    |  3730    von   3730     
93220 Postings ausgeblendet.
08.02.12 11:47
#93222 Europas Sparkurs ist richtig
Top-Ökonomen: Daniel Gros - Europas Sparkurs ist richtig | FTD.de
Viele kritisieren, dass höhere Steuern und geringere Staatsausgaben die Krise verschärfen. Sie liegen falsch - langfristig zahlt sich die ...
 
08.02.12 12:05
#93223 der VIX :irgendwas wird passieren
Once again, we're getting close to what's been a floor for the index (since the crisis) and so it seems inevitable that something is going to come along and jolt everyone awake.

Read more: http://www.businessinsider.com/...something-is-about-to-happen-2012-2  

Angehängte Grafik:
chart.png (verkleinert auf 85%) vergrößern
chart.png
08.02.12 12:38
#93224 Exporte brechen zum Jahresende ein
... Im Dezember setzten die Exporteure kalender- und saisonbereinigt 4,3 Prozent weniger um als im Vormonat. Einen stärkeren Rückgang hatte es zuletzt im Januar 2009 gegeben.
Die Dezember-Zahlen sind ein Beleg für das jähe Ende des Wachstums der deutschen Wirtschaft im letzten Quartal 2011. In einer ersten Schätzung ging das Statistikamt im Januar davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember um etwa 0,25 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft ist. Banken-Volkswirte gehen davon aus, dass das Minus angesichts der Exportschwäche noch größer ausgefallen ist. "Man muss nun von einer höheren Schrumpfung ausgehen", sagte Dekabank-Ökonom Andreas Scheuerle.
Die Binnenachfrage konnte den Einbruch bei den Ausfuhren nicht wettmachen. Die Einfuhren fielen auf Monatssicht um 3,9 Prozent.....

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...ein/60165737.html  
08.02.12 13:05
#93225 Denkwürdiges Zitat
Stammt aus der Dankesrede "Fatalismus wäre eine Todsünde" des Philosophen Hans Jonas (1903 - 1993). Er hielt die Rede 1992 anlässlich der nachträglichen Ehrung seines Lebenswerks, nachdem er in der Nazizeit als Jude aus Deutschland vertrieben wurde.

www.hans-jonas-zentrum.de/hj/fat.html#top

"Ich möchte Ihnen daher als alter Mann, der oft erfahren hat, daß das Wort ohnmächtig ist, zurufen: Oh, glauben Sie nicht, glaubt nicht daran, daß Dinge unausweichlich sind, und laßt Euch nicht verführen vom Rate angeblich objektiver Notwendigkeit, der wir hilflos gegenüberstünden. Haltet daran fest, daß wie man denkt, was man denkt, was man sagt und wie man in der wechselseitigen Kommunikation Ideen verbreitet, einen Unterschied ausmacht im Gang der Dinge. Erfolg ist nicht garantiert; aber sicher ist, daß die Anstrengung unterlassen, die Bemühung aufgeben, ganz bestimmt das Unheil werden läßt, das wir voraussehen können und dessen Voraussehen es ja doch verhindern soll. Verzeihen Sie mir, daß ich in dieser mahnenden Weise - nicht nur an Sie, sondern auch noch an mich selbst gerichtet - Ihnen predige."

Das Zitat erhält in Zeiten des TINA-Prinzips (TINA = "there is no alternative" oder Merkels "alternativlos") neue Brisanz. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht bei der von Jonas befürchteten "Ohnmächtigkeit des Wortes" bleibt.  

Angehängte Grafik:
h-jonas.jpg
h-jonas.jpg
08.02.12 13:22
#93226 "EZB beteiligt sich am Schuldenschnitt"
berichtet das Handelsblatt in # 220.

Da drängt sich doch gleich die Frage auf:


Die EZB hat nur etwas über 10 Mrd. an Eigenkapital. Wenn sie ihre im Zuge der Stützprogramme (teils noch recht teuer) am Markt aufgekauften Griechenland-Anleihen zu 50 % abschreibt, bekommt sie vermutlich negatives Eigenkapital. Denn die für die Aufkäufe generierten Euro-Schulden bleiben ja in voller Höhe auf der Passivseite ihres Cyber-Kontos stehen, während die Aktiva (aufgekaufte griechische Staatsanleihen) wegen des Schuldenschnitts stark im Wert verlieren.

Im Grunde wäre die EZB dann ähnlich verzockt wie ein US-Häuslebauer, der sein Haus zu Blasenzeiten für 500.000 Dollar fast ohne Eigenkapital gekauft hat, während das Haus aktuell nur noch 250.000 Dollar wert ist. Folge: Er hat nun "negatives Eigenkapital" und ist de facto pleite.

Wer also sorgt jetzt für die Rekapitalisierung der EZB? Greifen nun die bislang folgenlos vergebenen "Garantien" Merkels und Schäubles?

Wäre dem so, würde echtes deutsches Steuergeld fließen, um die Löcher im Schattenkonto der EZB aufzufüllen. Letzlich würde Deutschland dann, zumindest anteilig, "in harter Münze" die griechischen Staatsschulden abtragen. Damit ist die Transferunion mit Deutschlands als PIIGS-Zahlmeister perfekt.

Alternativ ignoriert die EZB ihr negatives EK. Aber kann man einer solchen Zentralbank dann überhaupt noch vertrauen? Wäre das nicht ein implizites Eingeständnis, dass der Euro keinen Pfifferling mehr wert ist?  
08.02.12 13:28
#93227 Unterdessen in Amerika
Feb. 8, 2012, 6:12 a.m. EST

U.S. stock futures edge up on Greek hopes

www.marketwatch.com/story/...utures-edge-up-on-greek-hopes-2012-02-08

FAZIT: Goldmans und Bernankes Bläh-Saat geht - mit GS-Draghi als Ober-Eurofluter - nun auf.  
08.02.12 13:40
#93228 "Wulff ist ein Fall für den Staatsanwalt"
08.02.12 13:44
#93229 Menetekel für die "liberalisierte Finanzwelt"?
08.02.12 13:48
#93230 off-topic: Zweifelhafte Bio-Gütesiegel
08.02.12 14:21
#93231 Ich bin mir nicht sicher wo wir stehen

Neben einem klassischen Crack UP Boom, von dem ich zunächst augegangen bin, mehreren sich in einigen Bereichen die Anzeichen für eine dauerhaftere Stabilisierung der Wirtschaft.
Ist das aufgrund des weiter ausufernden Schuldenproblems überhaupt möglich? Auf der ebene der öffentlichen Haushalte sind die Schulden zuletzt weiter stark angewachsen (PIGS, US, GB, Japan etc.) auf der ebene der privaten Haushalte gab es eine Tendenz zur stabilisierung, auf Unternehmensebene wurden erhebliche Reserven aufgebaut.
Erstaunlich finde ich in diesem Zusammenhang wie optimistisch Unternehmenslenker sind. So scheint doch die Annahme korrekt zu sein -die sich bereits aus dem IFO Index ergab-, dass die Auftragslage und der Eingang zufriedenstellend sind.
Unternehmen sind jedoch nur bereit flächendeckend Investitionen anzuschieben wenn das Umfeld stimmt.
Was mich nachdenklich macht ist die extreme Zeitverzögerung mit der Maßnahmen wirken und die  geringe Geduld die diesem Phänomen entgegen steht.
Außerdem ist die Risikoaversion in der Finanzwirtschaft sehr gesunken. Die Sensibilität für das Umfeld scheint immer weniger vorhanden, die Störanfälligkeit steigt inversiv zum Sensibilitätsverlust.

Permanent 

 
08.02.12 15:22
#93232 Die niedrigen Zinsen
und das sicher immernoch bestehende Misstrauen gegenüber der Finanzbranche führen dazu das die Leute ihr Geld mehr in ihre Häuser oder ihre Bildung, Freizeit, Gesundheit usw. investieren. Da weiss man wenigstens warum die Kohle weg ist und man hat was davon wenn es einigermassen intelligent gemacht wird.

Das ist gut für die reale Wirtschaft. Die Finanzheinis hatten ihre Party, die müssen sich halt jetzt anders orientieren.  
08.02.12 15:35
#93233 93226
Die EZB hat noch die Möglichkeit, ihre Goldbestände auf den Marktwert aufzuwerten. Das sollte noch die eine oder andere Milliarde bringen, ich weiß leider nur die Dimensionen nicht mehr genau. Es war aber mehr als das nominale Grundkapital. (20 Mrd (??) an Aufwertungspotential)
Die Signalwirkung dieses Schrittes wäre aber zugegeben köstlich ....  
08.02.12 15:51
#93234 Die Bombe tickt....Münchau in SPON

Münchau ist schlau genug, zu wissen, dass die FTD inzwischen doch sehr als unilaterale Presser erkannt ist... also gehts im Spiegel weiter.

Wie Münchau sehe ich auch in Spanien den eigentlichen Stolperstein des Euro-Systems. Während Griechen-Bombe noch in irgendeiner Weise entschärft werden kann, käme eine Probesprengung der Spanien-Bombe einem Totalzerleger des EuroSystems gleich.

Vier tickende Geldbomben bedrohen Europa

Eine Kolumne von Wolfgang Münchau

 

Wieder einmal stehen die Schuldenverhandlungen mit Griechenland auf der Kippe. Doch die größten Gefahren für den Euro lauern nicht in Athen - sondern in Spanien und in den Bilanzen des Europäischen Zentralbanksystems.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813992,00.html

 
08.02.12 15:58
#93235 A.L.

Alternativ ignoriert die EZB ihr negatives EK. Aber kann man einer solchen Zentralbank dann überhaupt noch vertrauen? Wäre das nicht ein implizites Eingeständnis, dass der Euro keinen Pfifferling mehr wert ist?

Der Euro hängt an der Ersparnis der Nordstaaten, welche sich vor allem in deren Exportleistung ausdrückt. Solange die Handelsbilanz der EMU mit dem Nicht-Euro-Raum zumindest einigermaßen ausgeglichen ist, hat die EZB noch Spielraum.

Die EZB ist im Grunde schon überschuldet seit dem Jahreswechsel 2008/2009. Die damals erfolgte Bilanzausweitung war nicht mehr durch Sicherheiten gedeckt. Das damalige "Loch" von ca. 600 Mia ist inzwischen auf mehr als 2 Bill. angewachsen. Optimisten könnten nun sagen: "Geht doch, wir leben immer noch".

 

 
08.02.12 16:04
#93236 DIHK-Umfrage: Exporteure trotz Schuldenkrise optim

DIHK-Umfrage: Exporteure trotz Schuldenkrise optimistisch

25.000 Firmen sind sich fast einig: Ein Großteil der deutschen Unternehmer rechnet laut einer DIHK-Umfrage für 2012 mit einem guten Außenhandel. Große Exporteure erwarten sogar bessere Geschäfte.

DüsseldorfDie deutschen Exporteure rechnen trotz der Euro-Schuldenkrise auch in diesem Jahr mit guten Auslandsgeschäften. Das lässt sich an einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ablesen, die am Donnerstag offiziell veröffentlicht wird, aber dem Handelsblatt bereits in Auszügen vorliegt.

Der DIHK hat 25.000 Unternehmen befragt, von denen mehr als 6000 im Exportgeschäft tätig sind. 31 Prozent der exportierenden Unternehmen gehen davon aus, dass das Auslandsgeschäft ihres Unternehmens in den kommenden zwölf Monaten anzieht, lediglich 14 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Bei der letzten Umfrage im Herbst war der Saldo genauso groß.

Großunternehmen mit mehr als tausend Beschäftigten sind inzwischen noch optimistischer, zeigt die Umfrage: 37 Prozent erwarten bessere Geschäfte außerhalb des Heimatmarktes, nur zehn Prozent rückläufige. Damit stieg der Saldo von 20 Punkten im Herbst auf nun 27 Punkte.

Die wachsende Zuversicht der Großunternehmen ist aus Sicht der DIHK-Volkswirte ein wichtiges Signal für die gesamte deutsche Wirtschaft. Sie seien stärker als viele mittelständische Unternehmen auf Märkten außerhalb Europas aktiv und spürten so schneller, wo die Nachfrage anziehe. Die kleineren und mittelständischen Unternehmen würden als Zulieferer der Großunternehmen von dieser Erholung profitieren.

Im vergangenen Jahr stiegen die Ausfuhren aus Deutschland um 11,4 Prozent gegenüber 2010, meldete das Statistische Bundesamt heute. In diesem Jahr werden die Exporte noch um sechs Prozent zulegen, preisbereinigt um knapp vier Prozent, prognostizieren die DIHK-Volkswirte. Dass sie von einer Wachstumsverlangsamung ausgehen, erklären sie insbesondere mit den gebremsten Ausfuhrperspektiven aus dem europäischen Ausland.


Zum Artikel

 
08.02.12 17:20
#93237 Pladoyer für eine Top-Bildung
Unser Bärenthread wird seltener gelesen als früher, auch gibt es im Schnitt pro Posting nur noch etwa halb so viele Sterne. Daraus lässt sich Sentiment-technisch auf eine baldige Top-Bildung schließen.

Warum? Tops sind nicht daran erkennbar, dass Perma-Bären aufgeben [;-))], sondern daran, dass ihnen die "Leserschaft" wegläuft. Die Masse wird dann zu "complacent".

Charttechnisch offenbart sich im SPX die "Selbstgefälligkeit" der Bullen in RSI-Werten von über 70 (blauer Kreis) - sie ist damit am "oberen Anschlag". Bullisch ist zwar das vor einigen Wochen vollzogene "Golden Cross" (grüner Kreis). Man muss sich jedoch fragen, ob das Golden Cross - in dem von mir erwarteten längeren Seitwärts- bis Abwärtsmarkt für den Rest des Jahrzehnts - mehr Bestand hat als das bärische "Death Cross" vom letzten Sommer. DiDere aktuelle bullische Ausbruch im SPX (und DAX) verdankt sich vor allem Draghis Geldflutung, ist also wie die 2009-Rallye überwiegend liquiditätsgetrieben.

Bullen und Bären müssen sich daher fragen, welche weitere Zentralbank jetzt noch "überraschend" mit-fluten könnte. Mit der EZB sind praktisch alle größeren Zentralbanken, von der Fed bis zu BoJ, mit von der Partie. Weitere Überraschungen können somit nur noch in einer Steigerung der bisherigen Flutungen bestehen.

Einzig China käme noch als weiterer großer "Fluter" in Frage, aber dort steht die PBoC ja bekanntlich auf der (Zins-)Bremse. Nun ein Stop in Chinas Bremsmanöver hätte Überraschungspotenzial. Dazu müsste sich die Lage anderswo in der Welt aber schon drastisch verschlechtern. Denn die chin. Regierung fürchtet die viel zu hohe Inflation (18 % bei Lebensmitteln) wie der Teufel das Weihwasser, weil diese Wanderarbeiter und anderes China-Prekariat zur "Konterrevolution" anstacheln könnte. Ehe Chinas KP am eigenen Ast sägt, müssten zuvor anderswo schon ganze Bäume entwurzelt worden sein.

Mit anderen Worten: China flutet erst bei DAX unter 4000...  

Angehängte Grafik:
sc.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
sc.png
08.02.12 17:25
#93238 Und dann ist da noch der VIX
Die Volatilität ist angesichts der drohenden Staatspleiten in Europa erstaunlich niedrig. Das ist ein weiterer Selbstgefälligkeits-Kontraindikator.  

Angehängte Grafik:
sc.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
sc.png
08.02.12 18:02
#93239 Die "Central" Bad Banks
sind:

- in USA: die Fed
- in GB: die BoE
- in Japan: der BoJ
- in Europa: der EFSF

Das hat aber nur rechtliche Gründe, weil die EZB "offiziell" keine faulen Staatsanleihen kaufen darf. Und wenn sie etwas "Verbotenes" getan hat, darf sie damit nun erst recht keine "offiziellen" Verluste machen.

[Ein Mathematiker steigt an einer Station, wo der Zug sonst nicht hält, aus. Auf dem Bahnsteig ermahnt ihn der Schaffner: "Sie können hier nicht aussteigen, der Zug hält hier nicht." Darauf der Mathematiker: "Wenn der Zug hier nicht hält, bin ich auch nicht ausgestiegen!"]

Also muss jetzt ersatzweise der EFSF ran. Er nimmt der EZB den Griechenschrott zum Einstandspreis ab (link unten), wodurch die EZB pro forma keine Verluste aus dem griech. Schuldenschnitt erleidet.

Damit wird in Europa der EFSF zur Bad Bank. Anderswo sind es die Zentralbanken selbst. Gewonnen ist damit für Europa nichts. Es wurde nur ein weiter Scheißhaufen dekorativ unter den Teppich gekehrt.

www.handelsblatt.com/politik/international/...ne-bruecke/6186424.html  
08.02.12 18:10
#93240 Sarkozy bittet zu Tisch
 

Angehängte Grafik:
sprinkle-brigade-poop-art-12.jpg (verkleinert auf 94%) vergrößern
sprinkle-brigade-poop-art-12.jpg
08.02.12 18:37
#93241 Ein interessantes US Post
http://market-ticker.org/akcs-www?post=201689

In den USA gelten statistisch zwischen 1946 und 1964 Geborene als "Baby Boomers" (= geburtenstarke Jahrgänge), in Deutschland zwischen 1955 und 1965 Geborene.
(Quelle: wikipedia.org)  
08.02.12 19:35
#93242 Neuer Gastbeitrag bei "Querschüsse"
08.02.12 19:41
#93243 Auch den VIX kann man fixen: CZ34KP
-----------
MfG

Boxenbauer
08.02.12 19:59
#93244 Spiegel: Jetzt vom Börsenboom profitieren!
www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,814023,00.html

Das soll nicht etwa antizyklisch durch Shorts passieren, sondern hausfrauen-zyklisch durch (mMn viel zu) späte DAX-Longs.

Wenn der Spiegel nach monatelanger Rallye zum Einstieg bläst (bei RSI 70, siehe # 237) ist dies ein Kontraindikator erster Güte.

Der grüne Bulle im aktuellen Euphorie-trunkenen Spiegel-Artikel (obere Bildhälfte) weckt Erinnerungen an den letzten "Kater danach" (untere Bildhälfte).  

Angehängte Grafik:
bulle.jpg (verkleinert auf 77%) vergrößern
bulle.jpg
08.02.12 22:12
#93245 @Anti
Wenn schon die Antizykliker bärisch werden ist dann haben wir eine negative Divergenz zu einem positiven Verlauf einer negativen Marktentwicklung. Was solle mer mache?
-----------
Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
08.02.12 23:13
#93246 Eine Träne für Griechenland
Ambrose Evans-Pritchard
http://blogs.telegraph.co.uk/finance/...-a-tear-for-brussels-a-blush/
Die Steuereinnahmen sind innerhalb eines Jahres um 18,7% gefallen,weil 60000 kleinere Firmen pleite gegangen sind seit dem Sommer,die Mehrwertsteuer ist von 13% auf 23% gestiegen-Griechenland jagt seinen Schwanz.Das GDP-Defizit hängt bei 8-9% weil die ökonomische Basis wegbricht.
Die Unterstützung für Pasok ist von 47% auf 8% gefallen.Neue Demokratia auf 18%,die harte Linke liegt bei 35%.
Was wird im April bei den Wahlen passieren?Glaubt irgendjemand die werden sich an die Versprechen halten bis 2020???
Zitat:On Tuesday night, Karatzaferis( Linke)said he was not ready to sign.


Very quickly: some of you will have seen that Greece’s tax revenue from VAT collapsed by 18.7pc in January from a year earlier.

Nobody can seriously blame tax evasion for this. It has happened because 60,000 small firms and family businesses have gone bankrupt since the summer.

The VAT rate for food and drink rose from 13pc to 23pc in September to comply with EU-IMF Troika demands. The revenue effect has been overwhelmed by the contraction of the economy.

Overall tax receipts fell 7pc year-on-year.

This is a damning indictment of the EU-imposed strategy. Greece is chasing its tail. The budget deficit is stuck near 8pc to 9pc of GDP because the economic base is shrinking so fast.

Let me just add that it makes little difference whether or not Lucas Papademos secures triparty agreement today – or soon – for a debt deal.

The Greek parliament still has to vote and there is a sauve qui peut mood among MPs who don’t want to be stoned to death (metaphorically) by the polloi – hoi or otherwise.

Prof Yannis Varoufakis told me this morning that PASOK support has dropped to 8pc in the polls from 47pc when elected. New Democracy is down to 18pc.

Where are voters going? To parties that are not very friendly to Angela Merkel. The hard Left in various forms is running at around 35pc.

So what happens in the April elections? Does anybody think that the new government will comply with the Merkel-Troika Diktat, and continue complying until 2020 when the country will still be prostrate with a public debt of 120pc of GDP – if all goes perfectly?

http://www.ekathimerini.com/4dcgi/...icles_wsite1_1_08/02/2012_426846
...A group of PASOK MPs has launched an effort to collect signatures from lawmakers within the center-left party and New Democracy in a bid to extend the tenure of Papademos as interim premier.There are also some within the ND camp that would prefer the interim government to remain in power for longer but several key advisers to conservative leader Antonis Samaras urged him to demand elections as soon as possible, even in the first half of March.....  
Seite:  Zurück   1  |  2    |  3730    von   3730     
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: