Zinserhöhungszyklus und Rezession

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04.03.17 20:18 #1 Zinserhöhungszyklus und Rezession
Die Vergangenheit der letzten gut 60 Jahre zeigt recht deutlich auf, was stets im Anschluss an einen angestossenen Zinserhöhungszyklus durch die Fed passierte: In den ganz allermeisten Fällen folgte darauf unmittelbar eine Rezession (Zeiträume dazu im angefügten Chart grau markiert). So gilt denn auch für die in der Finanzwelt definitiv maßgeblichen US-Börsen, dass Bullenmärkte eigentlich eben nicht an Altersschwäche sterben, sondern ihr Ende in einer Rezession finden werden. Wobei man zudem im Hinterkopf behalten sollte, dass jeder republikanische US-Präsident seit Ende des zweiten Weltkriegs in der ersten Hälfte seiner Amtszeit mit einer Rezession konfrontiert wurde. Ein gutes Omen für Donald Trump sieht da wohl sicherlich anders aus.

Das generelles Problem in diesem Zusammenhang wird sicherlich sein, dass eben auch die hochgetriebenen Preise für Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen und Immobilien praktisch in 8 Jahren quasi zinsloser Zeiten eben durch die Ultra-Tiefzinsen bzw. gar Negativzinsen gebildet worden sind. Erhöht die Fed die Zinsen also recht zügig, werden sich dementsprechend für die Vermögenspreisbewertungen auch recht rasch die Relationen verschieben. Sollte die Fed jedoch z.B. aus Angst vor einem Börsen-Crash eine Kehrtwende einlegen bzw. vollziehen und die Zinsen wieder kurzfristig absenken, so wird sie hierdurch definitiv eine heftigere Inflation lostreten.  

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04.01.19 20:02 #328 As a reminder
Der US-Arbeitsmarkt ist ein nachlaufender Indikator, kein zukunftsweisender Fakt. Höhere Löhne in Kombination mit langsameren Wachstumsverläufen fürhren sehr wahrscheinlich zu einem negativen EPS-Wachstum in 2019. Von daher nicht all zu sehr blenden lassen.
 

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04.01.19 22:21 #329 Kein Freund der Fed
Wir dürfen gemäß den aktuellen Statements des Fed-Chefs Powell entnehmen, dass es auf dem Treibsand einer zunehmend von Wertpapieren abhängigen und letztlich blasen- und krisenanfälligen US-Wirtschaft weiterhin versucht wird, diese mir jedweden Mitteln zu stützen. Scheinbar sollen die sogenannten Investoren nach unten hin abgesichert werden, und angesichts dessen, dass die Inflation als halbwegs kontrollierbar angesehen wird, setzt die Fed nach oben hin nun keinerlei Grenzen mehr. Die daraus entstehenden "Wohlstandseffekte" der Wertpapiergewinne werden augenscheinlich zu einer wichtigen Wachstumsquelle für die Realwirtschaft angesehen.

Aber auch Lutftschlösser können brennen!! Wie die Vergangenheit schon überdeutlichst aufzeigt hat.
 

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07.01.19 00:13 #330 Die Prophetin im eigenen Lande...
Claudia Buch, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, zieht aus alldem in aller Öffentlichkeit Schlussfolgerungen, die aufhorchen lassen:

"Das deutsche Finanzsystem ist in der langen Wachstumsphase und bei niedrigen Zinsen verwundbarer geworden gegenüber unerwarteten negativen Entwicklungen. Anders als in den vergangenen Jahren überwiegen mittlerweile die Abwärtsrisiken für die Konjunktur. Ein starker Konjunkturabschwung könnte dazu beitragen, dass die Preise für Immobilien, Aktien und Anleihen sinken. Die stark gestiegenen Immobilienpreise bergen die Gefahr, dass die Werthaltigkeit von Kreditsicherheiten überschätzt wird. So zeigt ein Stresstest der Bundesbank, dass ein Konjunktureinbruch und fallende Immobilienpreise die Wohnimmobilien-Kreditportfolios deutscher Banken teilweise empfindlich treffen würden."

Ja nimmt denn niemand Notiz von solchen Warnungen?

https://www.goldseiten.de/artikel/...Jetzt-kommt-die-Bankenkrise.html
 

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07.01.19 00:21 #331 Immo-Preise in Deutschland
verlaufen fast in stringenter Korrelation zu der EZB-Bilanz. Was für ein Horror!!  

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07.01.19 04:08 #332 Instanz
Danke für die guten Beiträge. Ich bin seit einer Weile stiller Mitleser.  
09.01.19 19:47 #333 Rezessions-Talk als selbsterfüllende Prophezeiu.
Kann der Rezessions-Talk in den Medien in Verbindung mit rückläufigen Aktienkursen ein Auslöser für eine Rezession sein?

In einem aktuellen Interview zeigte sich Nobelpreisträger Robert Shiller nicht sonderlich überrascht davon, dass möglicherweiseder der sich verstärkende Rezessions-Sprech in den Medien in Verbindung mit sinkenden Aktienkursen durchaus der Trigger für eine Rezession sein könnten, was dann in etwa einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung gleichkäme, so Shiller. Die US-Verbraucher würden folglich hier schon im Vorfeld ihre Nachfrage einschränken und Investitionen aufschieben bzw. ganz unterlassen, was speziell die stark vom Konsum getriebene US-Wirtschaft dann empfindlich treffen könne.

Desweiteren muss man die Aussagen Shillers vor dem Hintergrund sehen, dass sich der Wert der amerikanischen Finanzanlagen, wie eben Aktien und Anleihen, in den US-Haushalten im Verhältnis zur Größe der US-Wirtschaft auf einem Rekord-Niveau bewegt. Laut einer Studie der Natixis-Bank stieg der der Wert der gesamten US-Finanzassets in den letzten 10 Jahren stark an und beträgt aktuell fast viereinhalb mal so viel wie die gesamte US-Wirtschaftsleistung. (siehe auch den beigefügten Chart dazu)

Was eben auch gleichbedeutend damit ist, dass das Schicksal der US-Wirtschaft noch nie so stark mit dem der Wall Street verbunden war.

Jeder signifikante Abschwung am Aktien- bzw. Anleihenmarkt hat somit starke negative Vermögenseffekte in den US-Haushalten zur Folge, was hier auch die US-Notenbank Fed wohl klar berücksichtigen muss und womöglich auch wird. Unter diesem Aspekt sind auch sicherlich die letzten Äußerungen des Fed-Chefs Jay Powell zu deuten, der u.a. bei Bedarf für eine softere Gangart bei der Zinserhöhungspolitik und einer Verlangsamung der Fedschen Bilanzverkürzung plädierte. Der Federal Reserve ist hier sicherlich auch bewusst, dass ein heftig ausfallender Abschwung an den Finanzmärkten halt auch dramatische Auswirkungen auf die finanzielle Situation der US-Haushalte hat, deren Exposure am Aktien und Anleihemarkt um ein Vielfaches größer ist als beispielsweise in Deutschland bzw. den deutschen Haushalten.

"Robert J. Shiller on Bubbles, Reflexivity, and Narrative Economics"

It’s been almost two years since he last spoke with CFA Institute, and with talk of inverted yield curves, overvalued stock markets, and imminent recession, as well as his upcoming presentation on bubbles at next month’s Inside ETFs Conference, the present struck us as an opportune time to see what was on Shiller’s mind.

Robert J. Shiller: "There are signs. There’s a lot of talk in the air about a recession being overdue, or a recession coming. To some extent, this talk itself can be a self‑fulfilling prophecy. When people think there’s a recession coming, they’ll curtail their spending and put their entrepreneurial ideas on hold. That will make it happen. It looks possible. There’s a lot of talk lately about the inverted yield curve. We’re at that juncture right now. That leads many people to expect a recession, as they have in other times of inverted yield curves. It wouldn’t surprise me at all if we slipped into a recession real soon......"

https://blogs.cfainstitute.org/investor/2019/01/...rrative-economics/
 

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09.01.19 21:57 #334 Powell-Put
In Verbindung zu meinem Vorpost just ein Reuters-Artikel zu aktuellen Aussagen von Jeff Gundlach, Chef-Manager des 121 Milliarden schweren Doubleline-Fond.

Gundlach vermutet, dass der Fed-Chairman am letzten Freitag den Powell-Put vom Stapel gelassen hat, was hier wie eine Option sei, die verhindere, dass der Aktienmarkt heftigere Verluste erleiden könnte. Seitdem haben die US-Börsen wieder in den Party-Modus geschaltet.

Wie nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahre 2000 blieb die Geldpolitik der Fed auch nach der Finanzkrise 2008 bis weit in die wirtschaftliche Erholungsphase hinein sehr locker. In beiden Fällen kehrte die Fed danach nur äußerst langsam zur Normalität zurück. Infolgedessen wurden die Märkte weiter aufgebläht.

"DoubleLine's Gundlach: High-yield market flashing 'yellow' on recession"

[.....]

Gundlach said Federal Reserve Chairman Jerome Powell on Friday pivoted from pragmatism to a “Powell Put” - that the Fed under his leadership will act like an options contract to prevent stocks from falling too much.

Powell said on Friday that the U.S. central bank “wouldn’t hesitate” to adjust how quickly it lets its balance sheet shrink if it starts to cause problems in financial markets. Powell also said the Fed “will be patient” with monetary policy as it watches how the U.S. economy performs.

Since those remarks, the U.S. stock “market has been throwing a party,” Gundlach said.

[.....]

https://www.reuters.com/article/...-yellow-on-recession-idUSKCN1P22FD  

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11.01.19 19:54 #335 Ja, huchele!
Der Fed-Chef äußert sich besorgt über die stark ansteigende Verschuldung der USA. Na sowas!

Jeff Gundlach sieht die Fed bereits gleich einem Selbstmord-Kommando unterwegs. Entspricht faktenmäßig in etwa auch dem Eingangs-Posting dieses Threads. No way out!

"Fed Chairman Powell says he is 'very worried' about growing amount of US debt"

Federal Reserve Chairman Jerome Powell is concerned about the ballooning amount of United States debt.

"I'm very worried about it," Powell said at The Economic Club of Washington, D.C. "From the Fed's standpoint, we're really looking at a business cycle length: that's our frame of reference. The long-run fiscal, nonsustainability of the U.S. federal government isn't really something that plays into the medium term that is relevant for our policy decisions."

However, "it's a long-run issue that we definitely need to face, and ultimately, will have no choice but to face," he added.

The Fed chief's comments came as the annual U.S. deficit reaches new sustained highs above $1 trillion, a fact many economists worry could spell trouble for future generations. Annual deficits have topped $1 trillion before, but never during a time of sustained economic growth like now, raising concern about what would happen if a recession hits.

Total U.S. debt is about $21.9 trillion, of which $16 trillion is owed by the public. In part because of continued rate increases under Powell, the interest cost on that debt could start to become a bigger and bigger burden.

Wall Street's "bond king" and respected financial prognosticator Jeffrey Gundlach said in December that the Fed seems to be on a "suicide mission," raising rates while the government deficit increases as a share of GDP. Normally when the deficit is expanding, the Fed would be lowering interest rates.

Gundlach added that the economy appears to be slowing "and maybe the supply makes it so rates don't go down with economic weakness."

Fitch Ratings — one of the top credit rating agencies that analyzes companies and governments alike — said Wednesday that the ongoing government shutdown could soon start to impact its ability to pass a budget and could impact the government's triple-A sovereign score.

Das gesamte Interview mit Fed-Chef Powell hier

https://www.cnbc.com/2019/01/10/...out-growing-amount-of-us-debt.html  

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14.01.19 23:05 #336 Leistung aus Leidenschaft
so ein ehemaliger Slogan der Deutschen Bank. Betrachtet man den Chart des deutschen Bankensektors der letzten 30 Jahre, so könnte man den Slogan hier diesbezüglich zweifelsfrei ummünzen in "Leistung, die Leiden schafft".
 

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16.01.19 00:41 #337 US-Börsen weiterhin recht überbewertet
was sie ja bereits in den vergangenen 30 Jahren schon sehr oft waren, aber teuer einkaufen will schließlich nun mal kein Investor.

Mark Hulbert aktuell zur Thematik, warum der US-Aktienmarkt auch nach der relativ kurzen Korrektur immer noch stark überbewertet ist und benennt diesbezüglich seine Gründe:

"6 reasons why stocks are still overvalued — even after this recent correction"

Here’s a summary of these six measures featured in this chart:

• The price/book ratio, which stands at 3.0 to 1. This ratio is lower than that at 22 of the 29 major market tops since 1929.

• The price/sales ratio, which stands at an estimated 1.9 to 1. At 18 of the 19 market tops since the mid-1950s, the price/sales ratio was lower.

• The dividend yield, which currently is 2.3% for the S&P 500. At 31 of the 36 bull-market peaks since 1900, the dividend yield was higher.

• The cyclically adjusted price/earnings ratio, which currently stands at 29.0. This is the ratio championed by Yale University’s Robert Shiller. It was lower than where it is today at 32 of the 36 bull-market highs since 1900.

• The so-called “Q” ratio, which is calculated by dividing market value by the replacement cost of assets. According Stephen Wright, an economics professor at the University of London, and Andrew Smithers, founder of the U.K.-based economics-consulting firm Smithers & Co., the Q-ratio currently is higher than it was at 30 of the 36 bull-market tops since 1900.

• P/E ratio. This is the valuation indicator that is currently painting the least-bearish (most bullish) picture. Perhaps not coincidentally, it is the indicator that is most often quoted in the financial press. Nevertheless, according to data on as-reported earnings compiled by Yale’s Shiller, and based on S&P estimates for the fourth quarter, this ratio currently stands at 18.4 to 1. That’s still higher than 67% of past bull-market peaks.

https://www.marketwatch.com/story/...his-recent-correction-2019-01-14
 

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22.01.19 20:44 #338 Die Kanarienvögel in der Kohlemine

Die südkoreanischen Exporte brechen dramatisch ein, aktuell wurden 14,6% weniger Waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausgeführt. Kein gutes Zeichen für die Weltwirtschaft, denn Südkoreas Exporte gelten als "globale Wirtschafts-Kanarienvögel der Kohlemine".

"A data point known as a canary in the coal mine for the global economy just fell off a cliff, and it's a troubling sign of how bad things are in China"

South Korean exports, a data set often held up as a bellwether for the health of the global economy, fell off a cliff in January, pointing to a troubling slowdown in global trade.

Exports from the east Asian nation dropped 14.6% in the first 20 days of 2019 versus the same period last year, according to data released Monday morning. That compared to an increase of 1% over the same period in December.

According to the Korea Customs Service, the country’s exports totaled $25.7 billion in the first 20 days of the year.

The drop was a shock to analysts, who had largely been expecting a contraction in exports, but a small one.

"We had expected a contraction, but the extent of the fall was a surprise," Freya Beamish, chief Asia economist at Pantheon Macroeconomics, wrote in an email Monday.

"Growth at the margins is getting very ugly — 20-day exports fell at an annualized rate of 38.6% in the three months to January, seasonally adjusted, much sharper than the 19.2% fall in the three months to December," Beamish wrote.

"The abysmal January report was partly about the impact of weaker oil prices on Korea’s exports of petroleum products and petrochemicals. But worryingly, semiconductor exports tanked."

[.....]

The data is usually released before the first trading session of the month in Asia, which makes it the first of the world's major economic indicators to be drop each month. While Monday's data is not for a complete month, it signals that when the full month's data is made public in early February, things won't look great.

Because South Korea's exports are heavily exposed to China and Japan — the world's second and third largest economies — it is consider to have strong predictive power. The data released Monday showed exports to China dropping by 22.5% in the first three weeks of the year, reflecting the continued slump in the Chinese economy.

https://www.businessinsider.de/...t-data-craters-2019-1?r=US&IR=T  

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25.01.19 01:17 #339 Der Schwachsinn geht unentwegt weiter
Wie hier bereits seit längerem kommuniziert und auch darauf entsprechend gesetzt, dass es eben unter einem Typen wie Draghi zu keinerlei Änderung des EZB-Kurses bis hin zu seinem Abtritt gegen Ende 2019 kommen wird. Auch danach werden die Oberdrucker und Währungsweichklopfer die Oberhand behalten. Be prepared!

"Draghi schraubt nur an der Wortwahl"

Laut Draghi hat die geänderte Risikobeurteilung vorerst keine Auswirkungen auf die Geldpolitik der EZB.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/...n-der-Wortwahl-article20826999.html
 

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31.01.19 09:39 #340 Das war's
Der Zinserhöhungszyklus hat nunmehr vorerst sein Ende erreicht.

"Fed signalisiert Ende der Zinserhöhungen"

Die Fer sieht derzeit keinen Bedarf, die Zinsen weiter zu erhöhen. Das ist neu. Nach der Sitzung im Dezember kündeten sie noch «weitere graduelle Erhöhungen» an. Dieser Wortlaut wurde nun erstmals seit dem Beginn des aktuellen Zyklus aus der Mitteilung gestrichen.....

.....Bezüglich der Inflation gibt es keinen Grund für höhere Zinsen. Die Inflation und die Inflationserwartung verharren nahe dem Ziel der Zentralbank von 2%. Inflationsdruck wäre laut Powell ein «wichtiger Grund», um die Geldpolitik anzupassen.....

.....Entsprechend bezeichneten die Währungshüter die Risiken nicht mehr als ausgeglichen. Darum ist es laut Powell angebracht, eine abwartende Haltung einzunehmen. Das verdeutlichte sich auch an der Medienkonferenz. Der Fed-Chef benutzte das Wort «Geduld» acht Mal.....

.....Eine Anpassung verkündeten die Währungshüter auch beim Bilanzabbau. Oder zumindest kündigten sie an, dass sie eine Anpassung des Prozesses in Betracht ziehen......

Die Analysten der Bank of America kommentierten entsprechend: «Die Falken sind ausgeflogen».

Zudem ist es gemäss Michael Pearce, Ökonom von Capital Economics, nun wahrscheinlicher, dass die Währungshüter mit den Zinserhöhungen fertig seien und der nächste Schritt eine Reduktion des Leitzinses ist.....

https://www.fuw.ch/article/federal-reserve-erfreut-die-aktienmaerkte/
 

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31.01.19 18:48 #341 Im Schach nennt man das Zugzwang
wobei jeder mögliche Zug für die sich am Zug befindliche Partei unvorteilhaft ist bzw. gar zum Verlust führt. Die Fed kann die Zinsen nicht weiter erhöhen, da sie hiermit einen Crash an den Märkten auslösen dürfte. Das Jahresende 2018 gab hier diesbezüglich einen entsprechenden Vorgeschmack. Die bislang vorgenommenen eher dürftigen Zinserhöhungen so wie der nur marginale Abbau der angeschwollenen Bilanz lassen der Fed allerdings recht wenig Spielraum, um bei einem stärkeren wirtschaftlichen Abschwung entsprechend gegenzusteuern.

Preisblasen aufzublähen, um Bilanzen zu reparieren, das klingt ja eigentlich nicht wirklich vernünftig, weil auch die neuen Blasen eines schönen Tages platzen werden. Davon kann der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan ein Lied singen: Als die Dotcom-Blase platzte, da hat er halt die nächste Blase, nämlich die Immobilienblase angefacht. Die Folge waren noch weit grössere Probleme. Mit der nach 2008 entstandenen Everything-Bubble werkelt die Finanzblasenökonomie der USA eben auch exakt da weiter. Mit wahrscheinlich einschlägig bekannten Folgeerscheinungen dürfte wohl auch diesmal zu rechnen sein.
 

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31.01.19 18:57 #342 OT: Venezuela
Eben weil hier dazu aktuell eine starke Relevanz in den Nachrichten.

Es ist schon recht schwach, dass eine Menge Leute fast in pawlowscher Manier reflexhaft reagieren, wenn sie denn den "Sozen" in Venezuela die wirtschaftliche Misere in die Schuhe schieben können.

Ein Blick auf die 20 Jahre venezolanischer Geschichte, bevor Hugo Chavez zum Präsidenten gewählt wurde, der offenbart recht deutlich, dass Venezuela in dieser Zeit bereits unter der Regentschaft der Christdemokraten in die wirtschaftliche Misere rutschte. Es soll an dieser Stelle ganz sicher nicht über die Fehler der Chavez- bzw. Maduro-Regierung hinweggesehen werden, aber wer jedoch meint, hier die Alleinschuldigen des Übels ausgemacht zu haben, der schafft es eben in seiner Ignoranz halt nun mal nicht, über den Tellerrand zu blicken.

Einsehbar bei Wiki zur Geschichte Venezuelas ab dem Absatz

"Luis Herrera Campins und die Christdemokraten zurück an der Macht"

In den Wahlen von 1979 gewann der Christdemokrat Luís Herrera Campíns die Präsidentschaft. Die Ölpreise verdreifachten sich während der zweiten Erdölkrise, was zu zusätzlichen Einnahmen führte. Dennoch bekam die Regierung die Auslandsschulden nicht in den Griff, auch weil der Ölpreis ab 1983 wieder einbrach. Schon seit 1979 stagnierte die Wirtschaft und rutschte kurz darauf in die Rezession ab......

.....Am 4. Februar 1984 begann Jaime Lusinchi seine Amtszeit. Er versuchte durch eine expansive Wirtschaftspolitik Stabilität zu erreichen. Am Ende war Venezuela so gut wie bankrott.....

.....Der am 26. Februar 1989, während der zweiten Amtszeit Carlos Andrés Pérez' (1989–1993) als Folge von Weisungen des Internationalen Währungsfonds angekündigte neoliberale Wirtschaftskurs führte ab dem 27. Februar 1989, ausgelöst durch eine Preiserhöhung im öffentlichen Verkehr, zum sogenannten Caracazo. Die ersten Unruhen fanden in Guarenas statt. Von den Barrios, den Slums der Hauptstadt, ausgehend, kam es über mehrere Tage zu schweren Aufständen und Plünderungen der Innenstädte und Einkaufszentren. Die Regierung Pérez ließ die Aufstände von Polizei und Militär gewaltsam niederschlagen.....

.....Durch die Wahlen 1994 wurde Rafael Caldera neuer Präsident. Bis 1998 gelang ihm zwar die politische Stabilisierung, der Wirtschaftskrise wurde aber auch er nicht Herr. So lag bei seinem Amtsantritt 1994 die Inflationsrate bei 71 %, es gab eine schwere Währungskrise und einen Zusammenbruch des Bankensystems......

https://de.wikipedia.org/wiki/...tdemokraten_zur%C3%BCck_an_der_Macht
 

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03.02.19 01:21 #343 Die Welt versinkt in Schulden

Die Schulden steigen bereits seit knapp fünf Jahrzehnten doppelt so schnell wie das Einkommen, wobei die Gesamtschulden an den Kreditmärkten analog dazu doppelt so schnell gewachsen sind wie die Wirtschaftsleistung vieler Länder. Genau das hat 2008 zum Crash geführt, doch das Problem wurde seitdem nicht gelöst. Stattdessen hält man weiter an diesem dusseligen Modell fest, wobei die Zentralbanken mittlerweile nur noch versuchen, einfach das ganze System noch ein kleines bisschen länger am Laufen zu halten.

Albert Einstein formulierte mal in seiner weisen Manier:

"We cannot solve our problems with the same thinking we used when we created them."

Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
 

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10.02.19 09:53 #344 Chart zur Gold / S&P500-Ratio

Interessant ist z.Z. auch ein Blick auf die Gold/S&P500-Ratio. Diese Ratio hatte zum Jahresende 2018 hin mächtig angezogen, der SMA 50 denn auch in diesem Zuge den SMA 200 durchbrochen (Golden Cross) und gleichzeitig eine mehrjährige Widerstandslinie geknackt. Aktuell erfolgt aufgrund des starken Börsenmonats Januar ein Re-Test dieser Widerstandslinie von Norden her kommend.  Ein erfolgreicher Re-Test der Widerstandslinie könnte ähnlich wie in 2007 höhere Lows des Volatilitätindex zur Folge haben.

Einfach mal zur Beobachtung gestellt.
 

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13.02.19 20:38 #345 Debt to sell, but who will buy
Die Staatsverschuldung der USA nimmt mittlerweile fast astronomische Formen an. Laut einer offiziellen Mitteilung ist die Verschuldung seit Anfang Februar um 90 Mrd. US-Dollar gestiegen und hievt damit den Gesamtschuldenstand auf über 22 Billion US-Dollar. Nach Angaben von USA Today weist die Staatsverschuldung unter Präsident Trump die historisch höchste Wachstumsrate auf.

Daraus erwächst das zukünftige Problem, wer diesen Schuldenberg finanzieren soll. Ein Artikel in der Financial Times macht darauf aufmerksam, dass die USA in der kommenden Dekade Bonds in der Rekordhöhe von 12 Billionen US-Dollar emittieren müssen, wobei sich die Frage stellt: Who on earth will buy this looming mountain of Treasuries?

"National debt tops $22 trillion for the first time as experts warn of ripple effects"

WASHINGTON – The national debt surpassed $22 trillion for the first time on Tuesday, a milestone that experts warned is further proof the country is on an unsustainable financial path that could jeopardize the economic security of every American.

The Treasury Department reported the debt hit $22.012 trillion, a jump of more than $30 billion in just this month.

The national debt has been rising at a faster rate following the passage of President Donald Trump’s $1.5 trillion tax-cut package a little more than a year ago and as the result of congressional efforts to increase spending on domestic and military programs. The nation has added more than $1 trillion in debt in the last 11 months alone.

https://eu.usatoday.com/story/news/politics/2019/...-ever/2849978002/

"America faces a battle to find buyers for its bonds"

Last week, Beth Hammack, a senior Goldman Sachs banker who chairs a US government advisory group known as the Treasury Bond Advisory Committee, dispatched a letter to Steven Mnuchin, Treasury secretary, with a bombshell at the bottom.

According to TBAC calculations, America will need to sell an eye-popping $12tn of bonds in the coming decade, sharply more than it did in the past 10 years. This will “pose a unique challenge for the Treasury”, Ms Hammack warned, even “without factoring in the possibility of a recession”. In plain English, the Wall Street luminaries on the committee were asking who on earth — or in global finance — will buy this looming mountain of Treasuries?

https://www.ft.com/content/78bc966c-2adf-11e9-a5ab-ff8ef2b976c7
 

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14.02.19 22:45 #346 Die Blaupause dazu
liegt bereits vor.  

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16.02.19 02:26 #347 @instanz
vielen dank erstmal für die vielen interessanten Beiträge von dir. ich persönlich bin seit Oktober 2018 short. und hab meine shorts im Januar abgebaut. nun werde ich wieder zukzessiv short Positionen aufbauen ich bin ungehebelt in short etn053. ich hab 2 Drittel meiner verbliebenen Aktien in den letzten Wochen wo die Kurse wie wahnsinnig Rebounden mit Gewinn verkauft. spekuliere jetzt mit dem freigewordenen Geld wieder auf fallende Märkte. ich muss zu geben mir fällt es nicht leicht meine short Positionen bei so einer su cker rally aufzubauen weil sie so ein starkes momentum hat momentan. ich habe hohen cash bestand auch bei neuen ath highs der Indizes werde ich noch weiter verkaufen.short seeling halt. nur wie ist deine Strategie? ich habe mir vorgenommen keine weiteren long Positionen bei Aktien einzugehen weil ich fast alles zu teuer ansehe. short werden aufgestockt wen es noch weiter steigt Positionen max 20% vom Depot.Momentan habe ich 6% short Positionen. trotzdem muss ich sagen trotz des plans den ich mir gemacht hab fällt es mir manchmal schwer ihn durchzuhalten. ich bin kein permabär nur ich möchte ein gutes crv haben Aktien kaufen würde ich sehr gerne wenn die Aktienmärkten zu 50% fallen würden. gruss Konstrukt PS hab mit dem Handy geschrieben bitte um Nachsicht mit Rechtschreibung und autokorektur  

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16.02.19 03:23 #348 durchwuschteln
wahrscheinlich werden die Zentralbanken  solange durchwurschteln bis endlich nennenswerte Inflation entsteht. und das heißt steigende  assetpreise/ steigende aktien/Immobilien. und mit negativzinsen die noch stärker kommen werden meiner Meinung nach wird gleichzeitig eine fiese japanische Sklerose entstehen wo assetpreise zwar weiter inflationieren aber im value nur mehr Papier wert bekommen. also keine echten mehrwehrt nach Inflation. ein paar Aktien behalten wegen der Inflation kann nicht schaden vorausgesetzt sie überleben die fiese Sklerose/rezession die sehr langsam sich manifestieren könnte.  

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16.02.19 12:20 #349 @Konstruckt
Dass die US-Börsen nach einem wasserfallartigen Einbruch einen ebenso scharfen Rebound hinlegen, das ist ja nichts Ungewöhnliches. So konnten wir im Januar 2016 den Beginn einer weltweiten Korrektur beobachten, doch es kam dann sehr rasch zu einer plötzlichen V-förmigen Kehrtwendung. Ähnliche Muster wiederholten sich auch nach der Brexit-Entscheidung, der Wahl von Donald Trump und zu Jahres-Beginn 2018.

Beispielhaft dazu anbei eine Graphik, welche den Kursverlauf des S&P500 im Zuge des Platzens der Dotcom-Blase zeigt. Harte und schnelle Kursrückgänge wechselten sich hier ebenfalls mit heftigen Rebounds ab.

Das Zünglein an der Waage sind in den heutigen Zeiten mehr denn je die Zentralbanken. Mir kam letztens ein Bloomberg-Chart unter (kommt im nächsten Post), welcher die globale Liquiditätsversorgung der letzten Monate aufzeigt. Wenn man diesem Chart Glauben schenken darf, so ist die Liquiditätsversorgung seit ihren temporärern Tiefs im Spätsommer/Herbst 2018 merklich angestiegen. Was sich eben wohl auch bei den Börsenkursen niederschlägt.

Von daher ist es mMn sinnfrei, gegen die Zentraldruckmaschinen dieser Welt anzuputten. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass die Zentralbanker richtiggehend Angst davor haben, dass die aufgeblasenen Preise für Geldanlagen, die durch die völlig überzogene Geldpolitik der Notenbanken entstanden sind und bereits fast ein Jahrzehnt andauert, mal signifikant Luft ablassen.

Die Hauptsache ist und bleibt wohl, dass eine unaufhörliche Flut von Liquidität weiterhin kontinuierlich die Gestade der globalen Finanzmärkte umspült. Und mittlerweile hat es ja fast den Anschein, dass die Zentralbanken jeden "systemrelevanten" Schuldner – ob Bank oder Staat – über Wasser halten werden. So schafft der mittlerweile von den Zentralbanken beherrschte Markt klarerweise Anreize, an allen Märkten auch höhere Risiken einzugehen.

Was eine höhere Inflation anbelangt, so ist dies allerdings eine diffizile Angelegenheit. Die Zentralbänker versuchen seit Jahren erfolglos, die Inflation stärker anzuheizen. Am Beispiel Japans lässt sich deutlich ablesen, wie schwierig es sein kann, stärkere inflationäre Tendenzen zu erzeugen. Würde man hingegen die "Druckwalzen zum Glühen bringen" und somit das Vertrauen in das Geld komplett zerstören, so wären die hieraus resultierenden Prozesse nicht mehr zu kontrollieren.

Unter diesen Gesichtspunkten erscheint es, so wie du auch ausführst, recht wahrscheinlich, dass die Zentralbanken ihre bisherige Politik fortsetzen und sich versuchen "durchzuwurschteln", eben in der Hoffnung, eines schönen Tages damit mehr Wachstum und mehr Inflation erzielen zu können. Dementgegen könnten bzw. wird gar jedoch eher eine noch stärker ausufernde Verschuldung und noch stärker überzogene Vermögenspreise incl. Kapitalfehlallokationen die Folge dieser Politik sein. Aber der Krug geht halt eben so lange zum Brunnen, bis er bricht.

Was meine persönliche Positionierung anbelangt, so hatte ich im Spätsommer/Frühherbst 2018 meine Aktienbestände ein Stück ausgedünnt und demhingegen die physischen Gold- und Silberbestände als auch via Xetra-Gold und Silber-ETF erhöht. Ab und an spekuliere ich mit Einzeltiteln, von gehebelten Derivaten lasse ich im Großen und Ganzen die Finger, da ich ein ziemlich miserabler Kurzfristtimer bin. Die US-Börsen halte ich bekanntermaßen für heillos überteuert, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass sie durchaus noch teurer werden können. Aber eine Shiller-PE-von mittlerweile wieder gut über 30 und einer Marktkapitalisierung des US-Aktienmarkt, welcher aktuell bei knapp 140% des US-BIPs angesiedelt ist, die bieten mir trotz niedriger Zinsen keinen Appetit zu einem größeren Einstieg, die Renditeaussichten sind mir da einfach zu lausig.

In mir wohnt die Erkenntnis, das es keine dauerhafte Abweichung von fundamental gerechtfertigten Werten geben wird, selbst, wenn die Notenbanken es noch so sehr versuchen. Time will tell!
 

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16.02.19 12:21 #350 Global Money Supply
Hier der im Vorpost erwähnte Chart nachgereicht.  

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16.02.19 19:38 #351 Eine frage der Bewertungen
Es ist aber auch manchmal so verzwickt,  wenn alle Zentralbanken der Welt sich gegen den Sparer und Risikobewusten Aktienkäufer richten. Die akumulierten Ergebnisse der Politik der ZB werden unsere sauer verdientes Geld auf dauer Verwässern . Allein 20 Jahre mal 2,5 Inflation = Hälfte des Vermögens weg!
Sollen wir wirklich weiter stattdessen in überbewerteten Aktien Investieren in der Hoffnung nach Inflation unser vermögen zu erhalten (und dann auch wenn alles gut geht siehe Japanische sklerose)anstatt auch mal Antizyklisch am Ende der hausse zu putten ?  Mir geht es nicht darum  das ich recht habe am Markt und dein Einwand ist berechtigt man kann sich zu tode puten gegen die Zentral banken.   Mir geht es letztendlich nur um Chance/Risiko Verhältnis und wie gesagt auf der longseite sehe ich vielleicht von dem jetztigen niveu 20% Potential nach Oben aber die Fallhöhe sehe ich auf mind 50 % ausgehend vom nashdaq /Sap/Dow.

Wenn ich mir die unternehmen so anschaue und ich schaue mir wirklich die Bilanzen an dann sehe ich überall Aktienrückkäufe zum teil überteuerte sinnlose zukäufe, steigende Zinskosten trotzt niedrigzinsen. Fallende Eigenkapitalquoten fallende margen usw  und  das alles eingehend mit steigenden Kursen die 30 mal Gewinn diskontieren. Die Zentralbanken können meiner Meinung nach weiter die märkte mit Liquidität zu kacken um die Zombiefirmen die keiner braucht weiter am Leben zu halten aber den Konsum wird man nicht damit anheizen, weil ja auch langsam viele Privathaushalte neben den Staaten verschuldet sind und die Zinskosten ja in immer grösseren Beträgen beglichen werden müssen. All die Zinskosten die bezahlt werden fehlen dann im  Konsum  der ja letztendlich für alle Produkte die hergestellt werden immens wichtig ist. Wer soll den dann all die Waren kaufen die auch noch von einem Überangebot an Waren und Dienstleistungen  auch durch künstliche Zombiekreditfinanzierung durch Zentral banken am Leben gehalten wird kaufen?
Ja die Zentral banken haben große macht und können die Firmen und Staaten weiterhin finanzieren durch niedrige zum teil negative Zinsen , QEs etc, aber wer soll dieses ganze zeug kaufen?  Produzieren auf kredit ist die eine sache aber Konsumenten die nix kaufen in einer Wirtschaft die sich ja nicht bereinigen darf weil alle keinen crash haben wollen. So machen wir uns lieber gegenseitig das Leben schwer anstatt die Bereinigung  zu zu lassen und Überkapazitäten abzubauen und die die Übrigbleiben können endlich mal aufblühen und sinnvoll in neue Technologien/Produkte zu investieren anstatt sich gegeneinander  die Margen kaputt zu machen und viel Energie zu verschwenden am Markt zu bestehen um jeden Preis. Den Preis bezahlen die Leute rund um den Globus  wer den billigsten lohn bekommt Fortschritt sieht meiner Meinung anderes aus. Aber ich schweife ab.  Die Z.Banken können ja weiter drucken aber saufen müssen die Pferde schon noch selber und die Pferde  da meine ich die Konsumenten mit. Klar als letzte und verzweifelte tat könnten die Z.Banken das Helikopter geld direkt dem Konsument geben aber was das bedeutet: ein Strohfeuer und nach kurzer zeit Galopierender Inflation mit einen kompletten schulden schnitt. Ich denke die ZB sind in einer Zwickmühle wo sie nicht mehr ohne schmerz rausskommen. Schauen wir uns doch mal ein paar Branchen an: Autobranche=Überkapazitäten Kleiderindustrie=Überkapazitäten Energie= Überkapazitäten siehe niedriger Ölpreis.  Es ist von allem Zuviel auch der Rohstoff Geld. Und das wird sich Meiner Einschätzung bereinigen. Geldpolitik ist eine Sache aber die Realwirtschaft wo der Konsument  geschwächt wird durch hohe Zinskosten zugleich niedriges Lohnniveu und alternde Gesellschaft , Sei es durch den Staat (hohe abgaben)  oder Produkte in den Produkten sind ja die Zinskosten umgelegt. Oder letztendlich Privat durch den Konsum eine ganz andere Sache.  Ein schwacher  Konsument wird die momentanen Bewertungen und Margen obsolet machen und damit einher fallen dann die Aktienkurse.
Wie gesagt  mir geht es nicht um Besserwisserrei oder um recht haben zu müssen. Nur was bleibt übrig ? Nix tuen? nach 20 Jahren, Ersparnisse halbiert!  Jetzt Aktien kaufen oder halten die über fast alle indikatoren überbewertet sind Historisch wie auch das PEG. Wir werden sehen ich werde meinen Plan durchziehen (20% put zukzessive)20% Edelmetall 20% Aktien die meiner Meinung auch einen crash überleben. Und 40% Cash für die Kriegskasse nach einer Bereinigung der Märkte.  Dann würde ich gerne Goldene Eimer rausstellen.... Dir viel Glück mit deiner Strategie Aktien sind ja nicht das schlechteste sind ja immerhin Sachwerte. Nur sind mir die im Moment zu teuer um groß investiert zu sein/ bleiben.  Es bleibt spannend ....  

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16.02.19 21:39 #352 Wenn Buffett schon nicht kauft.....

warum sollte so ein Einfaltspinsel wie ich das dann tun?

"Warren Buffett’s Berkshire Didn’t Buy Much When the Market Crashed Last Quarter"

Berkshire Hathaway (ticker: BRK.B) added a surprisingly small amount of stocks to its huge equity portfolio during the fourth-quarter market decline.

Based on a Berkshire securities filing Thursday, Barron’s calculates the company’s net purchases of stock during the quarter were less than $1 billion, compared with net buys of more than $12 billion in the third quarter. The Berkshire equity portfolio totaled $183 billion at the end of the year.

Berkshire’s equity purchases are closely watched as an indication of CEO Warren Buffett’s views about the stock market and individual stocks.....

https://www.barrons.com/articles/...-back-stock-purchases-51550247447
 

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