Zinserhöhungszyklus und Rezession

Seite 1 von 11
neuester Beitrag:  21.06.18 01:03
eröffnet am: 04.03.17 20:18 von: Instanz Anzahl Beiträge: 261
neuester Beitrag: 21.06.18 01:03 von: Instanz Leser gesamt: 43959
davon Heute: 50
bewertet mit 5 Sternen

Seite:  Zurück   1  |  2    |  10  |  11    von   11     
04.03.17 20:18 #1 Zinserhöhungszyklus und Rezession
Die Vergangenheit der letzten gut 60 Jahre zeigt recht deutlich auf, was stets im Anschluss an einen angestossenen Zinserhöhungszyklus durch die Fed passierte: In den ganz allermeisten Fällen folgte darauf unmittelbar eine Rezession (Zeiträume dazu im angefügten Chart grau markiert). So gilt denn auch für die in der Finanzwelt definitiv maßgeblichen US-Börsen, dass Bullenmärkte eigentlich eben nicht an Altersschwäche sterben, sondern ihr Ende in einer Rezession finden werden. Wobei man zudem im Hinterkopf behalten sollte, dass jeder republikanische US-Präsident seit Ende des zweiten Weltkriegs in der ersten Hälfte seiner Amtszeit mit einer Rezession konfrontiert wurde. Ein gutes Omen für Donald Trump sieht da wohl sicherlich anders aus.

Das generelles Problem in diesem Zusammenhang wird sicherlich sein, dass eben auch die hochgetriebenen Preise für Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen und Immobilien praktisch in 8 Jahren quasi zinsloser Zeiten eben durch die Ultra-Tiefzinsen bzw. gar Negativzinsen gebildet worden sind. Erhöht die Fed die Zinsen also recht zügig, werden sich dementsprechend für die Vermögenspreisbewertungen auch recht rasch die Relationen verschieben. Sollte die Fed jedoch z.B. aus Angst vor einem Börsen-Crash eine Kehrtwende einlegen bzw. vollziehen und die Zinsen wieder kurzfristig absenken, so wird sie hierdurch definitiv eine heftigere Inflation lostreten.  

Bewertung:
5


Angehängte Grafik:
effective_federal_fund_rate_and_recessions.png (verkleinert auf 69%) vergrößern
effective_federal_fund_rate_and_recessions.png
Seite:  Zurück   1  |  2    |  10  |  11    von   11     
235 Postings ausgeblendet.
04.05.18 23:57 #237 Wir sehen
vor allem eine Assetinflation, während die gemessene Inflation den Warenumsatz abbildet. Das Geld geht folglich nicht in Konsum sondern in Assets, vor allem Immobilien. Das würde die Differenz zwischen Geldmenge und Wachstum bei niedriger Inflation erklären.

Für mich ist die Diskussion sowieso akademisch. Was folgt für uns daraus, wenn die EZB die Inflation zu niedrig angeben würde? Weiter steigende Kurse? Sicher. Aber sonst?  
05.05.18 06:56 #238 Nun, die Zentralbanken
versuchen ihr Monopoly am Leben zu erhalten. Das dabei ganze Bevölkerungsschichten langsam aber sicher verarmen spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/...ne_H352133638_527048/  

Bewertung:
1

05.05.18 07:03 #239 Und was unseren schönen Staat
angeht, in dem wir gut und gerne Leben sollte man sich den Artikel im folgenden Link ansehen.
http://www.rottmeyer.de/wie-schaffen-wir-das-nur/

Man darf zwar nicht vergessen, dass die Steuerlast in einem modernen Sozialstaat selbstverständlich hoch sein muss, es macht jedoch nachdenklich, wenn von den Steuerzahlern immer mehr eingefordert wird.

Wie das in den nächsten Jahren weiter geht kann man sich angesichts der demografischen Entwicklung ausmalen!  

Bewertung:
1

05.05.18 10:35 #240 Vermutlich sind auch die exorbitanten Steuern
in Deutschland ein wichtiger Grund, warum die Inflation nicht steigt. Hier also Win-Win für die EZB und Lose-Lose für Steuerzahler/Kleinsparer.

 
06.05.18 19:40 #241 Club der Inflationisten
Anbei ein aktueller Kommentar aus der WiWo zur Frühjahrstagung des IWF. Auch hier wird deutlich herausgestellt, dass eine steigende Inflationsrate erhebliche Vorteile für den Staat bietet, denn Inflationsgewinner sind stets die Schuldner, die ohnehin schon in großen Schwierigkeiten sprich starker Überschuldung stecken.

"Club der Inflationisten"

.......Dass diese Zusammenhänge trotz der geschäftigen Geschwätzigkeit in Washington unerwähnt blieben, kann nicht überraschen. Denn schließlich handelt es sich um ein Treffen von Regierungen, Notenbanken und Banken - also den Institutionen, die von der Inflation am meisten profitieren......

https://www.wiwo.de/politik/europa/...er-inflationisten/11657272.html

Zur Thematik Vermögenspreisinflation:

Thomas Mayer, Direktor des Flossbach von Storch Research Instituts, hat einen Vermögenspreisindex entwickelt, der die Nebeneffekte der EZB-Politik recht anschaulich wiederspiegelt.

So verteuerten sich im vierten Quartal 2017 die Vermögenswerte deutscher Haushalte um sage und schreibe 9,3 Prozent. Nach den Rekordwerten im zweiten und dritten Quartal 2017 war dies der dritte Höchstwert in Folge. Immobilien notierten mit einem Plus von 8,2 Prozent im Jahresvergleich, Aktien mit plus 11,8 Prozent und Betriebsvermögen mit plus 24,1 Prozent.

Zum Mayerschen Vermögenspreisindex geht's hier entlang

http://www.fvs-ri.com/fvs-vermoegenspreisindex/ueberblick.html

In der offiziellen Inflationsstatistik tauchen diese Teuerungseffekte natürlich nicht auf. Es dürfte so ziemlich außer Frage stehen, dass es in diesem Zuge auch zu den hier bereits angesprochenen sozialen Konsequenzen bzw. Verwerfungen kommen dürfte. Zu nennen wären hier u.a. die ansteigenden Mieten, der Deutsche Mieterbund rechnet im Zuge des in Deutschland laufenden Immobilienbooms mit Mietzuwächsen von im Schnitt rund fünf Prozent in 2018. Von weiterhin steigenden Immo-Preisen und Mieten darf auch in den Folgejahren ausgegangen werden.

Denn die steigenden Mieten treffen ja exakt die Gruppen von Menschen in Deutschland, die sich (noch) am unteren Ende der Leiter befinden.

So treiben laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts YouGov die hohen Kosten für Wohnungen gerade auch junge Bundesbürger um. So gab ein Viertel der 18- bis 24-jährigen Befragten an, sie hätten angesichts hoher Mieten Probleme, eine geeignete Wohnung zu finden.

Desweiteren stellt sich Thomas Mayer in seiner regelmäßig erscheinenden FAZ-Kolumne aktuell die Kern-Frage

"Würde die EZB die Zinsen bis zu der Gefahrenschwelle treiben, um einen Ausbruch der Inflation zu bekämpfen, wenn ihr Mandat dies erfordert?"

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...-schuldenfalle-15575505.html
 

Bewertung:

17.05.18 21:48 #242 No new tale to tell...
Bereits ein kurzer Blick auf die aktuelle Gemengelage reicht aus, um möglichst vielen Vollquatschereien da elegant aus dem Wege zu gehen.

This time is different?  LOL.  

Bewertung:


Angehängte Grafik:
ust10y-ust2y_vs_spx_2018-05-17.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
ust10y-ust2y_vs_spx_2018-05-17.png
18.05.18 09:27 #243 Erst unter Null droht Gefahr
 

Angehängte Grafik:
2a824dec5518515.png (verkleinert auf 30%) vergrößern
2a824dec5518515.png
18.05.18 20:46 #244 Exakt
Eine invertierte Zins-Kurve – wenn die kurzfristigen Zinsen höher als die langfristigen sind – ist immer bedenklich. Wie hier im Thread auch schon nachdrücklich ausgeführt, kam es in den vergangenen fünfzig Jahren in den USA innerhalb von ein bis zwei Jahren stets zu einer Rezession, wenn die die Zinskurve invers wurde. Allerdings wurde indes noch kein Rezessionssignal ausgelöst: Die Kurve ist zwar so flach wie seit zehn Jahren nicht mehr, die zehnjährigen US-Zinsen übersteigen die zweijährigen aber immer noch um rund einen halben Prozentpunkt.

Interessanterweise sagte der Chef der Distriktnotenbank St. Louis, James Bullard, am Montag, dass die Zins-Kurve bis Ende 2018 invertieren könnte. Eine Rezession wäre dann möglicherweise erst in 2020 zu erwarten.

Abzuwarten bleibt, wie verschärfend sich die quantitative Straffung der Fedschen Bilanz bemerkbar machen wird. Bis zum Jahresende wird die Fed gemäß Plan ihre Bilanz um 420 Mrd. US-Dollar oder 10% reduziert haben. Die Folgen dieses Bilanzabbaus sind schwer zu prognostizieren, möglicherweise könnte der Abbau ähnlich wirken wie Zinserhöhungen und das Rezessionsrisiko erhöhen.
 

Bewertung:

28.05.18 19:46 #245 Die Insolvenz der Türkei hat begonnen
Hier anbei die Links zu zwei interessanten Artikeln hereingereicht:

"Die Insolvenz der Türkei ist keine Frage der Zeit mehr - der Anfang ist schon gemacht"

Wer sich mit dem Makroökonomen und Wirtschaftshistoriker Russell Napier unterhält, braucht gute Nerven. Der Schotte rechnet mit einem «replay» der 80er Jahre, eine Krise in der Türkei fordere Europa und andere Schwellenländer.

https://www.nzz.ch/finanzen/fonds/...heimlich-stark-werden-ld.1385691


"Euroraum unter Zinsnarkose"

Doch ist das der wirkliche Grund für die anhaltende Niedrigzinspolitik? Keine offizielle Presseerklärung verkündet es und niemand aus den etablierten Politiker- und Ökonomenkreisen sagt es: Doch der extrem niedrige Euro-Zins ist zu einer notwendigen Einrichtung geworden, um den Euroraum beieinander und den Euro über Wasser zu halten. Diese Einschätzung lässt sich anhand der Staatsverschuldung im Euroraum eindrücklich illustrieren.

https://www.goldseiten.de/artikel/...-Euroraum-unter-Zinsnarkose.html  

Bewertung:
1

31.05.18 16:59 #246 Gebert-Indikator triggert Sell-Signal
Wie bereits vor Wochen hier schon vermutet, stieg die Teuerungsrate in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahresmonat stark an und kletterte auf 1,9%, wie das Statistikamt Eurostat am heutigen Donnerstag in seiner ersten Schätzung mitteilte.

Womit der Gebert-Indikator ein Sell-Signal triggert, denn Null bzw. ein positiver Punkt ist gemäß des Indikators als Verkaufssignal zu werten.

a) Ist die Infla­tionsrate in der Eurozone niedriger als vor zwölf Monaten? = NEIN

b) War der jüngste Zinsschritt der Europäi­schen Zentralbank eine Senkung? (Senkung zu Anfang 2016 auf 0,00%, danach keine Veränderung, also = JA)

c) Steht der Dollar zum Euro höher als vor einem Jahr? = NEIN

d) Befinden wir uns in den Monaten November bis April? = NEIN

Die aktuelle Gemengelage rund um die Thematiken Italien und Türkei sowie den weiteren protektionistischen Bestrebungen und vermehrte Anzeichen, welche für eine Abkühlung der Konjunktur sprechen, mahnen nunmehr zu einer doch eher vorsichtigen Gangart. Es erscheint unter den gegebenen Umständen sehr wohl möglich, dass die Aktienmärkte zu ihren Höchstständen vom Januar vorerst nicht mehr in Reichweite kommen werden.
 

Bewertung:

04.06.18 22:01 #247 Diesmal stimmen wir überein
Der Dollar hat nach oben gedreht, ebenso wie die Inflation. Sieht nicht mehr so gut aus wie im Frühjahr. Ich denke es kann nicht schaden, den Sommer von der Seitenlinie aus zu beobachten.  
04.06.18 22:03 #248 Korrektur
Der Euro hat nach oben gedreht.  
04.06.18 22:28 #249 Etwas an "Risiko raus"
halte ich, wie bereits bekundet, für das Gebot der Stunde. Was eben nun klarerweise nicht bedeutet, sich komplett von seinen Aktienbeständen zu verabschieden, nein, aber ein gewisses Ausdünnen von Positionen erscheint mir da schon ratsam. Das dadurch enstandendene Pulver trocknet bei der jetzigen Temperaturlage recht gut und wird seine Firepower dann entsprechend zu gegebener Zeit umsetzen können.

Kurz zum Thema:

Die EZB wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Inflation weiterhin kleinreden und darauf hoffen, dass die Bürger weiter der Kaufkraft des Euro vertrauen. Denn auch heute könnten höhere Inflationsraten helfen, die Schuldenlast zu reduzieren, entsprechend würden sich dadurch Schulden und Forderungen somit entwerten. Stellt sich weiterhin trotz massiven Gelddruckens keine nennenswerte Inflation ein, so wird es seitens der EZB dann wohl zu aggressiveren "Taten" kommen, davon ist klar auszugehen. Bevor das Projekt "EURO" mit großem Knall zerfällt, wird es sicher noch zu einschneidenden Maßnahmen kommen. Und wie hochgradig flexibel die EZB samt anhänglicher Polituk da sein kann, das haben sie bereits in den letzten Jahren unter Beweis gestellt.

Thomas Mayer, Leiter des Flossbach von Storch Research Instituts, erklärt in diesem Zusammenhang, dass er eine Rückkehr zu Zinsniveaus wie vor der Finanzkrise bedingt durch die hohen Schuldenniveaus dauerhaft für ausgeschlossen hält.

"Die nächste Krise könnte das Ende des Euro bedeuten"

http://www.dasinvestment.com/...hste-krise-koennte-das-ende-des-euro/
 

Bewertung:

04.06.18 23:23 #250 Schonmal auf die Inflation geschaut?

Scheint nach EZB-Plan zu  laufen.

 

Angehängte Grafik:
quickviewchart.png
quickviewchart.png
05.06.18 01:04 #251 Der Plan ist Seife
Eine einmal angefachte Inflation hat eine sich innewohnende Dynamik. Die EZB-Banker unterliegen der Illusion, derartige Dymiken steuern zu können, was aber kompletter Unsinn ist. Eine stärkere Inflation ist zwar definitiv von amtlicher Stelle gewollt, und da gibt es nun mal keine zwei Meinungen, die Folgen sind jedoch insofern absehbar, als dass die Schar der Betrogenen wie immer immens sein dürfte. Die Historie ist reich an derlei Beispielen.

Draghis Ober-Hiwi, der EZB-Chefvolkswirt Peter Praet, hat immer und immer wieder klar und deutlich betont, dass die EZB eine Inflation um jeden Preis lostreten wird. Und wie hier dann klar angesagt, dies ohne Rücksicht, koste es, was es wolle. Draghi-Anhänger Praet verteidigte den kompromisslosen Aktionismus der EZB hinsichtlich einer Inflationierung und wies auch stets darauf hin, dass es diesbezüglich definitiv keine Tabus mehr gäbe. Seine Statement gipfelte ja dann in dem mittlerweile fast legendären Ausspruch:

"Wenn man genug Geld druckt, bekommt man immer Inflation. IMMER!"

Wer diesen Leitsatz eines "EZB-Chefvolkswirts", eines sogenannten "Währungshüters", immer noch nicht zur Gänze versteht, dem ist wohl schwerlich zu helfen.
 

Bewertung:
1

05.06.18 16:22 #252 Die Inflation haben wir doch schnon
am Immobilien- und sonstigen Assedmarkt.  Durchgeschlagen zu den Löhnen und Verbraucherpreisen ist sie indes nicht, der Eurozone "sei Dank".

Kommt sicher noch. Wer klug ist macht dann seinen Reibach damit, gewußt wie. Aktien werden dann jedoch nicht mehr zu den Gewinnern zählen.  
11.06.18 21:55 #253 Moos hamma, shee samma, reich samma...

Die Entwicklung der Verbraucherpreise ist sehr ungleich. So sind im Zeitraum von 2001 bis 2015 die Verbraucherpreise in den 25 Ländern im Durchschnitt um 44,7 Prozent gestiegen. Bricht man diesen Anstieg über 15 Jahre auf einzelne Jahre herunter, ergibt sich eine jährliche Inflationsrate von 2,7 Prozent.

Hinter dem durchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise verbergen sich überdurchschnittliche Preisanstiege für Güter und Dienstleistungen, die im Konsum ärmerer Menschen eine große Rolle spielen. (Wasser (138 Prozent), Postdienste (107 Prozent), Strom und Gas (106 Prozent) sowie Mietausgaben ( 70 Prozent).

Hingegen lassen für Güter und Dienstleistungen, die für Reiche eine größere Rolle als für Arme spielen, unterdurchschnittliche Preisanstiege erkennen: Dies gilt beispielsweise für Reisen oder teure Haushaltsgegenstände.....

.....Nicht erstaunlich ist daher, dass im europäischen Durchschnitt eine für den typischen Warenkorb von armen Menschen errechnete Inflationsrate ueber der Inflationsrate liegt, die sich für einen Warenkorb errechnet, der die Konsumgewohnheiten reicher Menschen abbildet.

http://blogs.faz.net/fazit/2018/06/06/...or-allem-die-aermeren-10002/  

Bewertung:

13.06.18 23:03 #254 FED-Update

Ich bin der Auffassung, dass niemand, der an den Aktienmärkten engagiert ist, voll investiert in die nächste Baisse rauschen möchte. Und da ein Timing an den Börsen nun mal beileibe keine so einfache Sache ist, muss man sich darauf beschränken, möglichst die Art an Signalen auszumachen, die die Endphase des Aufschwungs für Wirtschaft und Börse anzeigen.

Und hier ist diesbezüglich einer der klar treffsichersten Indikatoren die Zinsen bzw. Zinskurve in den USA. In den USA wurde jede Rezession von einer flacher werdenden Zinskurve eingeleitet. Am Ende waren die kurzen Zinssätze jeweils höher als die langen. Zu einer inversen Struktur kommt es, wenn die Notenbank auf Inflationssignale reagiert und den Leitsatz und damit die realen Zinsen erhöht.

Wobei eine unmittelbare Gefahr hier noch nicht in Sicht ist, denn aktuell bewegt sich der Realzins bei den Geldmarktsätzen in den USA um den Nullpunkt herum. Auch beträgt der Spread zwischen den 2 und 10jährigen US-Treasuries z.Z. gemäß Blumbärch noch ca. 0,38%. Allerdings betrug dieser Spread zu Beginn 2017 noch ca. 1,2%, eine Tendenz ist somit eindeutig erkennbar. Wird die Null-Linie sprich Parität erreicht, so springt die Börsen-Ampel klar auf rot.

Diese Entwicklung mahnt mMn dazu, schon etwas vorsichtiger zu werden, durchaus selektiver zu sein, aber nicht gleich komplett die Nerven zu verlieren, wenn es an den Börsen etwas unruhiger wird. Die Aktienmärkte werden aufgrund der restriktiveren Gangart der Fed nun deutlich volatiler, ob sie jedoch ihren Zenit bereits mit den Höchstständen vom Januar diesen Jahres überschritten haben, das ist eher ein Thema für Hellseher.
 

Bewertung:


Angehängte Grafik:
10-2.png (verkleinert auf 81%) vergrößern
10-2.png
20.06.18 19:35 #255 Die Dominatoren
Während ca. 70% der im S&P500 gelisteten Titel aktuell unter ihren gegen Ende Januar erreichten Höchstständen notieren, eilen die Tech-Giganten Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft und Facebook von Rekord zu Rekord. Die Marktkapitalisierungen von Apple & Co streben mittlerweile der Billionen-Dollar-Grenze entgegen, die Gewichtung dieser fünf Firmen beläuft sich im S&P500 momentan auf mehr als 15%. Interessanter Artikel dazu aus dem Wall Street Journal.

"Behemoths Have Dominated the Market Before, but Tech Is Different"

As the race to become the first company worth $1 trillion enters the final lap, technology monopolies are dominating the stock market. The five biggest companies by market value are U.S. tech stocks: Apple , Amazon, Alphabet , Microsoft and Facebook . Between them they accounted for more than a third of the $2.7 trillion increase in value of the S&P 500 in the past 12 months.

Worse, the top five now make up more than 15% of the S&P, the most for any top five since early 2000. Is it time to worry that the market is getting top heavy?

Weiter hier

https://www.wsj.com/articles/...fore-but-tech-is-different-1528997537  

Bewertung:


Angehängte Grafik:
trillion_race.jpg (verkleinert auf 44%) vergrößern
trillion_race.jpg
20.06.18 19:45 #256 Gundlach aktuell
Bond-King Jeff Gundlach schlägt kräftig auf die Trommel: Die Schulden der USA in Verbindung mit steigenden Zinsen seien von selbstmörderischer Natur, denn die Zinsen der 10jährigen US-Treasuries steigen künftig auf 6%, Öl parallel dazu auf 90 $ das Faß. Eine Rezession in den kommenden Monaten sei wenig wahrscheinlich, aber dann....

"Gundlach Says Rising Rates and Deficits Like Suicide Mission"

- The 10-year Treasury yield is still on track to climb to 6 percent by 2020 or 2021. For now, the lower rate on German 10-year debt is limiting increases in U.S. rates.

- Oil is likely to climb to as high as $90 a barrel.

- There’s no recession likely in the next six to 12 months, but one is possible by 2020, which could make the next presidential election “a wild ride.”

https://www.bloomberg.com/news/articles/...icits-like-suicide-mission
 

Bewertung:

20.06.18 19:55 #257 Bei 6% Zinsen dürften die USA pleite sein.
Vielleicht gibt es dann billig den ein oder anderen Flugzeugträger zu kaufen. Teures Spielzeug, dass die Amis sich dann nicht mehr leisten können!

Oder die Schulden werden einfach als "unfair" eingestuft und gestrichen!  

Bewertung:
1

20.06.18 20:10 #258 Das ist halt eben die Gretchen-Frage
Was passiert mit den überbordenden Schulden, deren Bedienung durch stärker ansteigende Zinsen immer teurer wird? Unternehmen, Staaten und viele private Haushalte haben sich im Zuge der Null-Zins-Sause höher verschuldet als je zuvor.

Ich las just den Welt-Artikel "Europas gefährliche Lust auf Inflation". Möglicherweise erhöhen die Zentralbänker demnächst ja ihre Inflationsziele :-(

Zitat aus dem Artikel:

"Nicht zuletzt könnten stärker steigende Preise dabei helfen, die immensen Schuldenberge, die sich weltweit aufgetürmt haben, abzutragen. All jene Investoren, die in den vergangenen Jahrzehnten Anleihen im festen Glauben an ein Inflationsziel von zwei Prozent gekauft haben, würden bei einem Regimewechsel schleichend enteignet. Die höhere Inflation würde wie eine Art Steuer zuschlagen."

https://www.welt.de/wirtschaft/article177791812/...offaehig-wird.html  

Bewertung:
1

20.06.18 20:24 #259 Übrigens bzgl. einer US-Pleite

Nicht der Staat geht pleite, sondern seine Bürger!

Denn wer oder sonst wird am Ende einer Krise die Zeche bezahlen dürfen?
 

Bewertung:
1

20.06.18 22:54 #260 Instanz, ich kann dir
zurzeit keine Sterne geben. Kontingent erschöpft.  
21.06.18 01:03 #261 Bewertungen sind für mich uninteressant
weil dies eben genau der Button ist, den der Forenbetreiber im Zuge seiner Wattebausch-Politik für lange Zeit entfernt hatte. War schade eigentlich, aber nunmehr scheint's jedoch wieder zu funzen, was begrüßenswert wäre, ja klar......  

Bewertung:

Seite:  Zurück   1  |  2    |  10  |  11    von   11     
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen:    


Bitte warten...