WDI Forum für Verantwortungsbewusste

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eröffnet am: 16.06.15 09:36 von: hgschr Anzahl Beiträge: 116
neuester Beitrag: 28.11.18 21:32 von: difigiano Leser gesamt: 39634
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16.06.15 09:36 #1 WDI Forum für Verantwortungsbewusste
Guten Tag,
dieser Thread ist an all jene gerichtet, die bereits sind, neben ihrer eigenen Meinung auch grundsätzliche Arbeit zu leisten, um durch Recherchen zu verschiedenen Themen des Umfeldes der Wirecard Informationen zu gewinnen, die aufgrund ihrer Menge durch einen Einzelnen nicht aufzuarbeiten sind. Durch gezielte Analysen des Marktes, unterteilt in Europa und Asien, der Produktangebote, der Konkurrenten, der gesamtwirtschaftlichen Lage soll der private Investor in die Lage versetzt werden, sich ein ganzheitliches Bild zu verschaffen.  

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22.11.18 19:46 #92 Zur Prognose 2019 - Top Verbesserung
https://ir.wirecard.com/websites/wc/German/3150/...tml?newsID=1735785

Zieht euch doch mal bitte rein, was das genau steht und seht das mal vom heutigen Standpunkt aus:

a) Heute
Man hat 2018 ein EBITDA von 530 Mio. € geplant, Ende des Jahres werden es ca. 570 Mio. € sein.
Es gab also eine Anpassung nach oben um 7,5%.

b) 2019
Man plant 740-800 Mio. €.
Es soll also um 39% bzw. 30% wachsen (530->740 bzw. 570-740). Bislang hat man aber die Prognosen am oberen Ende erfüllt bzw. die Prognosen angehoben. Wenn, wie in den Jahren zuvor, auch 2019 zwei Prognoseanhebungen kommen (z.B. wieder um 7,5%), dann könnte EBIDTA auch 795,5-860 Mio. € liegen. Wow.
Da, anders als zuvor, die 2019er-Prognose deutlich breiter gefasst ist, gehe ich persönlich nicht von Prognoseanhebungen aus, aber dass die Prognose sehr weit oben erfüllt wird, z.B. mit 785 Mio. €.
Das wiederum wäre eine Steigerung um 48% bzw. 37% zum EBITDA von 2018.

Und das wiederum sind höhere Zuwachsraten als bislang.
Schaut in den aktuellen Geschäftsbericht (also über Jahr 2017):
Damals stieg das EBITDA von 2016 auf 2017 um 34% an. 307->412 Mio. €
https://ir.wirecard.com/download/companies/...060-JA-2017-EQ-D-00.pdf

Kurzum: Von einer Wachstumsschwäche kann ich nichts erkennen.
Und 2020 macht Wirecard dann fast so viel EBITDA wie 2017 als Umsatz. Also 1,x Mrd. €. :-)

Und es ist bestimmt ganz leicht, mal eben so einen Konkurrenten aus dem Boden zu stampfen, der direkt auf Augenhöhe kommt und auch 1,x Mrd. € EBITDA macht. Ja, klar... wer es glaubt, wird selig...  
23.11.18 17:54 #93 und das gute ist.....
.... dass ein Ebitda - Wachstum auf 800 Mio durch nur ca. 30% Wachstum des Transaktionsvolumens erzielt werden muss. Hier wirken die Skaleneffekte. Andererseits sind 30% Zuwachs ohne Zukäufe auch herausfordernd.
More to come.  

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23.11.18 18:07 #94 Aktuelle Chartsignale zu Wirecard
Kursziel Level 1 : 144  €
Kursziel Level 2 : 157 €  
UBS-Trendradar
https://www.onvista.de/aktien/Wirecard-Aktie-DE0007472060

 
24.11.18 17:55 #95 Wieso sind 30% herausfordernd?
Zitat Hgschr: "Andererseits sind 30% Zuwachs ohne Zukäufe auch herausfordernd. "

-> Das TX-Wachstum besorgen die Kunden, das muss Wirecard nicht "zukaufen".

Man wächst a) durch die generellen Markttreiber, wodurch sich per se viele Neukunden ergeben ganz ohne Zutun von Wirecard.
Hinzu kommt b) das innere Wachstum, also durch das Häufigere, Regelmäßigere digitalem Bezahlen von immer höheren Beträgen im bestehenden Kundenbestand einerseits, sowie durch das immere größere Datenaufkommen, wodurch automatisch das Leistungsportfolio von Wirecard besser wird (also entweder neue Wettbewerbsvorteile schafft, bzw. bestehende manifestiert und ausbaut) und neue Services angeboten werden können.

Das ist das, was ich als Perpetuum Mobile bezeichne: Daten erzeugen neue Daten, wodurch neue Möglicheiten entstehen, was wiederum neue Daten erzeugt und so weiter und so fort. Die Masse an Daten müssen andere Player erstmal aufbauen und es kostet schon einen Milliardenbetrag, auf das gegenwärtige Level von Wirecard zu kommen. Und bis auf Facebook gab es kein einziges Start-up, dass je mehr als 1 Mrd. $ an Funding bekam und das auch nur über viele Jahre...

Wirecard dringt in immer mehr Bereiche vor, als es umgekehrt angegriffen wird.
Sieht man in den letzten Geschäftsberichten gut:
Acquiring und Issuing macht einen immer geringeren Anteil aus, aber dafür wächst z.B. Risk Management. Ganz neu ist das Kreditgeschäft. Und mit den Bezahllösungen, z.B. Boon, und diversen PoS-Lösungen hat man ebenfalls heiße Eisen im Feuer.
Bei Google und Amazon das Gleiche: Es fing an mit einer Suchmacshine, dann sah man, man kann mit den Daten auch ein Navigationstool anbieten, usw. Und bei Amazon sah man, dass man seine Logistik auch Dritten verfügbar machen könnte, ebenso die eigene cloudkompetenz usw.
Ständig geht es weiter, und zwar aus sich selbst heraus. Und deswegen verkündet Braun auch, dass es absehbar keine Zukäufe geben wird.

Wieso auch? Was können andere, was Wirecard nicht kann?
Ich selbst dachte auch lange Zeit, dass Wirecard "Startups" wie Kreditech, SumUp bräuchte. Nach Blick auf die einzelnen Präsentationen, was Wirecard bereits technisch abdecken kann, sehe ich es ein, dass es die nicht braucht.
Bringt ja auch alles nur Integrationskosten mit sich.

Oder habt Ihr Google  in den letzten 5 Jahren irgendwelche Firmen aufkaufen sehen, die sie für ihre Werbeplattform benötigen?
Ich nicht.
Davor allerdings schon, z.B. Doubleclick oder Youtube. Und so ist es bei Wirecard ebenfalls: Einige M&As waren nötig, jetzt aber nicht mehr.

Einzig Startups, die wirklich etwas Spezialisiertes anbieten und was mittelfristig spannend wird, fände ich aus Wirecard's Perspektive interessant. Beispiel Gesichtserkennung. Da könnte ich mir vorstellen, dass es sinnvoll wäre, sich weiteres Knowhow einzuverleiben. Was originäre Fintech-Themen angeht, sehe ich keine Notwendigkeit für Zukäufe, um ein TX-Zuwachs von 30% zu schaffen.

Und hierbei möchte ich auch danke sagen, dass du solche Fragen aufwirst und WDI kritisch angehst. Halte ich für richtige Herangehensweise!

 
25.11.18 13:46 #96 Challenge Transaction Volume + 30%
Für mich war in der Vergangenheit das Dritte Quartal fast immer die Ausgangsbasis für die Berechnung der Ergebnisse der Folgejahre. EBITDA 3. Quartal * 4 + ca. 10 Mio Mehrgewinn des Q4, zzgl. Ebitda aus Zukäufen. Das kam erstaunlich gut hin. Der Ansatz gilt für mich für 2019 um so mehr, als dass Q! und Q2 in besonderem Masse von den Akquisitionen 2018 im Asia Pacifik Raum positiv betroffen waren.
150 Mio EBITDA im Q3. Um den oberen Rand der Prognose für 2019 in Höhe von 800 Mio Ebitda zu treffen benötigen wir also 200 Mio im Durchschnitt aller 4 kommenden Quartale.
Wir wissen: Rohertrag - Sachgemeinkosten minus Personalgemeinkosten = Ebitda.
Daher rechne ich umgekehrt: Soll 200 Mio Ebitda + SGK + PGK + Kostensteigerung der beiden Kostenpositionen = Soll Rohertrag = 316 Mio. In meinem nächsten Posting leite ich die Kostenentwicklung her.
Rohertrag im Q 3 war 254,5 Mio. Das Soll von 316 Mio wird daher bei einer Steigerung von 24% (bezogen auf Q32018, nicht auf Durchschnitt 2018!) erzielt.

Nun einfach zu rechnen, +24% Rohertrag erziele ich mit + 24% Transaction wäre falsch, da sich der Materialaufwand in Q3 gegenüber der Vergangenheit leicht verschlechterte, also erhöhte (Keine Ahnung, woran das liegt) und sich auch der Umsatz- / Transaction - Verhältnis leicht verschlechterte (eine Beobachtung seit Übernahme Visa-Aktivitäten und USA - Geschäft. Wahrscheinlich sind in diesen beiden Bereichen etwas geringere Margen zu erzielen).
1. Rohertrag + Materialaufwand (steigend) = Umsatz
2. Transaction Volume * Marge je Transaction (sinkend) = Umsatz

Die Herleitung zu + 30% Transaction - Volume: ergibt sich aus den o.a. Sollanstieg von 24% zuzüglich einem "Risikozuschlag" aufgrund der beschriebenen Entwicklung der Verhältnisse T zu U und U zu Rohertrag. Pauschal habe ich mal worst case von 6% angesetzt. Ergibt 30% Transaction Plus
 

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25.11.18 13:57 #97 Challenge Transaction Volume + 30% Teil 2
Warum sind + 30 % Transaction Volume herausfordernd? Recht einfach zu beantworten, denn die Transaktionen entwickelten sich in Q3 ggü Q2 nur um + 12,6%.
Trotzdem ist das nicht Grund zur Panik.
Im Q3 war das Volumen 34 Mio, d.h., + 30 % wären dann 44,2 je Quartal 2019 durchschnittlich. In Q$ 2019 sollte dieser Durchschnitt übertroffen werden können und schwächere Vorquartale mit kompeniseren. ob das dann alles zu +30% Transaction reicht? Herausfordernd!  

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25.11.18 14:24 #98 Challenge Transaction Volume + 30% Teil 3
Also: 30% Steigerung ggü Q3 2018, nicht ggü Gesamt 2018!
Nun komme ich zu meiner Erklärung zum Rohertrag Soll von 316 Mio je Quartal.
200 Mio Ebitda - Soll um auf 800 Mio in 2019 zu kommen.
zzgl. Personalkosten Ist Q3 2018 = 60 Mio
zzgl. Sachgemeinkosten Ist Q3 2018 45,6 Mio
+ 10,4 Mio Kostensteigerung SGK und PGK
ergibt 316 Mio Soll Rohertrag
Bei einem Ansatz von nur 10,4 Mio Kostensteigerung  besteht sicherlich Anlass zu Kritik. Sind ja weniger als 10%!.
Aber schauen wir uns die einzelnen Kostenpositionen an. Bei Personalkosten gehe ich von einer Entwicklung von 6 Mio, also 10% aus, weil die Integration der Asia Pacifik Akquisitionen in Q 3 abgeschlossen war und damit die Personalkosten nur noch moderat steigen, da das nun vorhandene Personal ausreicht, um den erforderlichen Mehrumsatz zu generieren.
Bei den Sachgemeinkosten stiegen die Sonstigen (leider nicht klar, was das ist) per Q3 2018 ggü 2017 um 58%. Aufgrund dieses hohen Sprunges unterstelle ich Zusammenhänge mit den Integrationstätigkeiten. Hier sehe ich eher Einsprungspotenziale.  Die Kosten für Ausstattung sprangen um 38%. Auch hier sehe ich viele Einmalkosten wegen Integration. Gleiches gilt für Rechtsberatung, Beratung, Reisekosten, die sich zudem ggü 2017 prozentual deutlich geringer erhöhten.

Aus meiner Sicht birgt mein Ansatz von + 10,6 Mio Kosten eher noch Potenzial, denn die Integration ist vorüber.  

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25.11.18 14:34 #99 EPS
Und wenn die 800 Mio EBITDA nicht ganz erzielt werden sollten, dass sollten wir unser Auge auf die Entwicklung des Netprofits richten, der ja die Grundlage für die Berechnung des Gewinns je Aktie ist.
Ebitda - Zinsaufwand - Steuern - Wertberichtigungen - Abschreibungen = Netprofit

Zinsaufwand: Zinssteigerungen sind noch nicht in Sicht. In 2018 erhöhten sich die langfristigen Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit der Integration in Aisa-Pacifik.... Hier erwarte ich auch aufgrund des zu erwartenden Nettocash-Flos einen Abbau und damit einen Rückgang des Zinsaufwandes.
Die Steuerquote sollte wegen des immer grösser werdenden Gewinns ausserhalb Europas prozentual weiter sinken.
Wertberichtigungen und Afa werden sich aus meiner Sicht ebenfalls unterproportional entwickeln.
War in der Vergangenheit das Verhältnis Netprofit unter 60% des EBITDA, so entwickelte sich dieses Verhältnis auf 63% per Q3 2018. Wirecard generiert also sukzessive mehr Ergebnis je Aktie auch durch den relativen Rückgang von AfA, Steuern, Zinsen...  

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25.11.18 14:37 #100 Einladung
Meine o.a. Postings beinhalten einige Schwachpunkte. Daher lade ich jeden ein, insbesondere seine Meinung zur Entwicklung des Verhältnisses Umsatz zu Transaktionsvolumen, Materialaufwand zu Umsatz, Entwicklung der einzelnen Kostenpositionen kundzutun. Damit können meine Herleitungen qualitativ besser werden und uns allen helfen.  

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25.11.18 15:06 #101 ok
ich für meinen Teil sehe einfach dies:
TX 9M in 2018 zu TX 9M in 2017 = +44%, TX 9M in 2017 zu TX 9M in 2016 = +43,5%
Nachzulesen in den 9M-Berichten bzw. Q3-Berichten der jew. Jahre.
Das TX-Wachstum von Quartal zu Quartal schwankte immer schon und daher kann ich kein sich verstetigendes Abschwächen des Wachstums erkennen und ist meinerseits auch nicht zu befürchten.
Ich würde zudem etwas konservativer Herangehen und als Rechnungsgrundlage eher 740 Mio. EBITDA als 800 Mio. € nehmen, aber das ist Typsache.
Und ich bewerte die Übernahmen aus 2017 nicht so wichtig, da sie 1) zum teil bereits als organisch gelten (Wirecard North America und MyGate), 2) unter dem Bereich Issuing&Acquring fallen (der sukzessive "unwichtiger" wird) und 3) lediglich zum TX-Wachstum 1/3 beisteuerten, aber noch weniger zu Umsatz und EBITDA. Diese Beiden wachsen nach wie vor besonders auf organische Weise. Und solange EBIDTA_organisch stärker wächst, als das TX_organisch, sehe ich keine Probleme.
Als größte Gefahr sehe ich grundsätzlich einen Abschwung in den Nicht-EU-Ländern (v.a. Asien), weil dort Wirecard am stärksten (rel wie abs) wächst.  
25.11.18 18:49 #102 hgschr: verhältn. umsatz EU/ asien u. nicht E.
insbesondere zu zwetchgenquets letzten satz:

hat jemand für die jahre 2016, 2017 und 9 mon. 2018 die umsatzentwicklung jeweils nach regionen ( EU und nicht EU, insbesondere asien und asia-pacific) nach % und totaler grösse gegenüber gestellt?

was zwetschenquets als grösste gefahr sieht, sehe ich bislang als als grössten hoffnungsträger. ich unterstelle bislang das insbesonders asien und da speziell indien erheblicher wächst als die umsätze in der EU. und somit der umsatzanteil ausserhalb immer erheblicher wird und wiederum das unterstellte höhere wachstum in nicht-EU ländern somit auch das gesamt wachstum und ebitda immer erheblicher prägt.

hgschr:  hat da jemand aktuelle gegenüberstellungen, insbesondere seit konsolidierung der indischen firma und des citi- bank geschäftes?

richtig spannend fände ich wenn es auch gegenüberstellung von roherträgen und margen gäbe.  

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25.11.18 19:06 #103 materialaufwand
ergo: könnte sich der untertellte immer grösser werdende Nicht-EU umsatz auch die grundlage für den schlechteren materialaufwand sein, der dann, wie wir wissen sich  auch mit zunehmenden anteil von nicht-EU umsätzen mit schlechterem materialaufwand immer erheblicher im gesamtergebnis ausdrückt. umsatzrendite, rohertrag, etc, pp...  

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25.11.18 19:07 #104 Quartalsvergleiche
von aktuellem Jahr auf Q des Vorjahres finde ich nicht angebracht, da hier zu viel Optimismus entsteht. Denn 2017 war vor den Akquisitionen eher ein schwaches Jahr im Vergleich zu 2018 Q 3 nach Integration aller Akquisitionen. Schwankungen gab es von Quartal zu Q, aber das war den sukzessive eingebundenen Akquisitionen geschuldet und in Q3 2018 sind nun alle drin. Dass nun alles als Organisch gebündelt wird, macht mir keinen Spass. So kann ich nicht mehr beurteilen, wie sich die "burner" Indien und USA entwickeln. Organisch ist für mich das "alte" europäische Geschäft. Und das läuft langsamer, als progostiziert wurde, so um die 10%+.  Daher auch mein Ansatz, die Berechnungen auf Basis Q32018 zu machen.
Indien wird evtl nicht mehr separat berichtet, weil dann deutlich werden könnte, dass das bislang ein zu teurer Kauf war!? Würde ich auch so machen. Und by the way. Wenn das Management zu teuer gekauft hat, dann war das halt ein Fehler. Wer viel macht, macht auch Fehler. Unterstellungen, das Management habe ggfs. beim Kaufpreis irgendwie profitiert (seltsame Kaufwege über Steuerparadiese..?.) weise ich zurück. Die MB Beteiligungsgesellschaft wird kontrolliert und die Frage der Mittelherkunft zum Erwerb von 7% Aktien gestellt.
Dank an Zwetschge. Das könnte die Begründung für die Verschlechterung der Vwerhältnisse Umsatz:Transaktion und Rohertrag: Umsatz sein.  

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25.11.18 19:15 #105 @difigiano
Danke für den Beitrag, auch wenn es nur Fragen waren. Solche Vergleiche habe ich mangels Zeit nur rudimentär machen können. Wärest Du bereit, diese wichtigen Infos aufzubereiten? Oder jemand anders? Grossen Wert lege ich auf Eure Beobachtungen/Einschätzungen zu den Entwicklungen der einzelnen Kostenpositionen.
Weiter wäre die Entwicklung der asiatischen Landeswährungen bedeutend. Bei einem schwachen Euro können wir aufgrund von Wechselkurseffekten zusätzlich Ebitda generieren. Sich dabei nur am Dollar zu orientieren, wäre falsch, wenn sich die wichtigsten asiatischen Währungen nicht parallel zum Dollr entwickeln oder evtl. an dessen -Wert gebunden sind. Die Rupie verhält sich gerade zum Euro wie zum Dollar. Steigend. Also vorteilhaft für WDI.  

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25.11.18 19:24 #106 im Grunde wäre es super ...
… wenn sich jemand bereit erklären würde, gewisse Bilanz oder G+V Positionen zu untersuchen.
Was sind die Treiber für Beratungskosten? Welche Treiber exisitieren bzgl. der Personalkosten (siehe Sprung der Anzahl der Mitarbeiter von Q32017 auf Q3 2018). Was ist in der Position "sonstige" Sachgemeinkosten. Wo finden die meisten Personalzuwächse statt? Z.B. in dem Hochlohnland Singapore oder in Niedriglohnländern wie Vietnam, Thailand, Indien? Wenn jeder etwas googled können wir gemeinsam viel erreichen.  

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25.11.18 19:31 #107 das war ...
… mein Ansatz des Forum. Für Verantwortungsbewusste. Der einzelne von uns kann wenig, gemeinsam können wir alles. Und denkt dran! Es ist unsere Kohle. Bis dato wetten wir aufgrund der vielen offenen Fragen. Gemeinsam können wir rational investieren.
Und dass WDI ein Burner ist, wissen wir alle.  

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25.11.18 22:43 #108 Beurteilung Zukunft von WC

Hallo hgschr,

du gehst bei deinen Analysen sehr in die Tiefe und hantierst mit vielen Annahmen, ob das so zielführend ist und einen wirkllichen Mehrwert für ein objektives Urteil bringt, will ich nicht kommentieren.


Eine Erfolgsaufstellung nach regionalen Märkten kann man übrigens aus dem GB 2017 Seite 267 entnehmen, und da sieht Asien sehrgut aus (besser als Europa).


Ich ging jedenfalls nach dem GB zum 30.6.18 von folgenden Daten aus:


Davon ausgehend, dass -wie im letzten Jahr- auch im 2.Halbjahr 2018 ein deutlicher Umsatz und Ergebnisschub kommt, lege ich folgende Zahlen zugrunde:

900 Mio. Umsatz 1. Hj.2018
1200 Mio.
Umsatz 2. Hj.2018 (Umsatz im 2. Hj. 2017 lag mit 875 Mio. um 260 Mio. über dem 1.Hj.)
= 2100 Mio. erwarteter Umsatz 2018, das entspricht einem Umsatzwachstum 2018 von 40 %.

(letzte Unternehmensprognose: Vision 2020 = 2800 Mio. wird m.E. 2019 deutlich überschritten;
2018 Umsatz 2100 Mio. + 40% = 2019 Umsatz von 2940 Mio.)



Nur aus dem Umsatzanstieg (ohne Margenveränderung, Marge liegt so bei 27,5%; Ziel 30-35% lt. Vision 2020) erwarte ich ein EBITDA von 580 Mio.EUR für 2018 (letzte Unternehmensprognose:
520-545 MIO.EUR).

1% Margenveränderung würden ca. 20 Mio. +/- beim EBITDA ausmachen.


Nach den Daten zum 30.9.2018 ist meine Schätzung durchaus erreichbar. Ich sehe keinen Grund, an den Prognosen von WC kurz- und mittelfr. zu Zweifeln.


Gruß Matze


 

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26.11.18 10:42 #109 Prognose 2020
Kleine Ergänzung zu deinem Beitrag matze:
Die Umsatzprognose für 2020 wurde meines Wissens nach auf 3 Mrd erhöht.  

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28.11.18 15:16 #110 hgschr
die exorbitanten beraterkosten sind auf die m&a aktivitäten zurück zu führen, legal, DD, wp...  das schlägt bei einem unternehmenskauf kräftig zu buche, insbesondere wenn die käuferseite eine puplic-firma ist (börsennotiert). da sind bei der übernahme von 1 firma mit einem kaufpreis von 150 mio plus besserungsschein beträge im kleinen 8 stelligen bereich fällig, verteilt auf ca 24 monate und wenn dann vereinbarte annahmen abgerechnet werden, in der regel 2-3 jahre später noch einmal 7 stellige beträge, legal, wp, m&a begleiter, etc.

um das exakt zu ermitteln müsste man schon bei wc oder dem wp von wirecard arbeiten und die sachkonten in fleissarbeit durcharbeiten. bei den beraterkosten wäre das unnötig da dies auf der hand liegt.

das vergleichen von weiteren g+v positionen, insbesondere kostenstruktur würde leider wenig bis nichts bringen und wäre die leidliche suche von der stecknadel im heuhaufen. das liegt daran, dass bei firmen, und insbesondere bei gewinnbringenden firmen die in vielen ländern mit unterschiedlichsten steuersysteme und steuersätzen landesgesellschaften unterhalten, kosten wie zb für eine neue app, die in aschheim entwickelt wurde und zb 1 mill. internene kostens verursacht hat, mit einem bruchteil dieser kosten an eine niedrig-steuer-landesgesellschaft verechnet oder berechnet werden , auch wenn diese gesellschaft diese einsetzt oder den grössten nutzen hat. selbst wenn der verkauf dieser app am freiem markt ein vielfaches wert wäre, würden nur geringste kosten ( bruchteile) verrechnet. da hat eine firma wie wirecard eine eigene taxabteilung  für verrechnungspreise das da nicht wirklich 1 euro mehr als unvermeidbar, an das niedrig-steuerland verrechnet wird.  

selbst wenn man einblicke in die sachkonten hätte wäre es aus vorstehenden erläuterungen schier unmöglich hieraus belastbare und hilfreiche erkenntnisse zu gewinnen. da kommt man über eine konsolidierte betrachungsweise nicht hinaus, leider.

ich habe mir um wenigstens um positive/ negative indizien zu erkennen mit der zeit angewöhnt die finazierungsseite so weit wie möglich zu betrachten. und darauf zu hoffen das die beteiligten finanzierer ( i.d.r. banken)ihren job relativ gut machen. nur im anhang der bilanz und verbindlichkeitenspiegeln der unternehmen werden keine ross und reiter benannt, leider.  

wie:
art der finanzierungen, working capital und wie besichert und die veränderungen der höhe nach und veränderungen der besicherungen

höhe der einzelnen finanzierungen,
anzahl und höhe der einzelnen finanzierer, am liebsten namentlich.

laufzeit

konditionen

wechsel von finanzieren

zwetschenquets: dies ist auch der grund warum ich mir nicht nur unternehmensangaben ansehe sondern auch „bildzeitungs-seiten“. da sind ab und an hilfreiche infos zu finden die einem einen ansatz geben das ein oder andere detail genauer anzusehen oder abzuleiten

wie zb.: hat die mb gmbh die finanzierung wo die mb gmbh die aktien verpfändet hat auf eine im kosortium beteiligte bank zurück gegriffen?

zu welchen beleihungskonditionen, zu den intern banküblichen beleihungswert,höher oder niedriger, etc.

vielleicht gibt es es in diesem forum einen finanzierungsapezialisten dem infos hierzu aufgrund eines sensiblen auges aufgefallen  sind oder ableitungen möglich sind?

wenn erkennbar, achte ich darauf das das einzelne bankenarrangement analog mit der geschäfts- und finanzierungsentwicklung schritt hält und sich keine partner stück für stück verabschieden.  hier ist mir aber bislang nichts negatives aufgefallen.

aber bei betrachtungsweisen von solch parametern hat wohl jeder hier einen anderen focus, was ja positiv und kein fehlverhalten ist.




 

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28.11.18 15:52 #111 nachtrag zu vorstehendem beitrag
und diese betrachtungsweise ist auch grundlage warum ich den aktienkauf durch mb sensibel und durchaus auch kritisch betrachte was einige teilnehmer hier bei wc
als bashing klassifizieren.  ich stelle mir die frage. wäre uch prägendes irgan bei wc wie mb. hätte ich wenn ich rd. prozent der shares halten würde, davon die hälfte für eine mögliche finanzieung verpfändet. hätte/ würde ich speziell im fall wc aktuell für 1,07 mio aktien kaufen. ( was grundsätzlich absolut positiv ist)

hätte oder würde ich wesentlich mehr shares kaufen zb. für über 100 mio. euro
oder gar keine....

und mit den infos die uch über wc habe, hätte ich an seiner stelle wohl wesentlich kräftiger zu gekauft. vorsusgesetzt ich könnte mir den kapitaldienst hierfür leisten.

ich bin etstaunt das ich für vorstehende frage bashing-unterstellungen ernte, womit ich gut leben kann. ich wundere mich nur warum nur ich mich versuche in diese lage versuche, zu versetzen?  

das er die hälfte seiner aktien an wc verpändet hat, ist natürlich eine ansage von mb die kaum vergleichbar positiveres am markt findet. aber von dem trumpf aktuell unter 1 % auszuspielen erschliesst sich mir nicht ( ausser die kapitaldienst begründung, wovon ich derzeit ausgehe).

als wirkende drohgebärde gegenüber aktiven shortsellern wären 70 % nachkaufpotenzial durchaus nicht minder abschreckend.  ich sehe unüblich wenig risiken für die nächsten 3 jahre bei wirecard. aber solch mir nicht erschliessende dinge treiben mich um und uch wäre noch zuversichtlicher wenn ich solch punkte, besser diesen für mich als verständlich abhacken könnte.  

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28.11.18 18:49 #112 wirecard und ein zinsanstieg
wenn ich mich richtig erinnere habe ich irgendwo hier im forum etwas über risiko bei zinsanstieg für wirecard gelesen ( kann auch ein anderes forum gewesen sein). diese gefahr sehe ich nicht. denn legt man eine working capital finanzierung von 1.000 millionen euro zugrunde und unterstellt einen anstieg der finanzierungskosten um 1 % punkt dann würde dies einen anstieg der finanzierungskosten um 10 mio bedeuten. im fall wirecard würde dies aus einem guten jahresergebnis kein weniger gutes oder gar schlechtes ergebnis machen.  was anderes wäre es wenn die zinsen nicht auf wachstumsfinanzierung oder anstieg der leitzinsen zurück zu führen wäre, sondern auf eine abschwächende bonität. aber das als aussenstehender fundiert zu erfahren bzw es aus den geschäftsberichten errechnen oder erlesem zu können ist m. e. ohnhin unmöglich. letzeres halte ich bei wc bislang nicht gegeben.

wissenswert wären auch infos in wie weit wirecard einen vorfinanzierungseffekt aus dem abwickeln von zahlungen hat, wenn ja in welchen bereichen und wie ist dieses im verhältnis zum gesamten geschäft von wc?

max.hier könnte ein überschaubares zonsrisiko bestehen wenn ein solcher bereich verhältnismässig stark zunehmen.

bestehen z.b hieraus exorbitante ausfallrisiken?  

vll. kennt sich ja wer hierüber aus wie das ablauftechnisch abläuft und wo/ wie vorfinanzierungen und ausfallrisiken drin stecken.

zwetchquets vll?   ich versprecheauch das ich das thema insiderkauf nunmehr auch gut sein lassen werde.


weiss eigentlich jemand wer dieser mexicaner ist der vor ca 2 jahren rd. 5 % prozent erworben hat?
 

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28.11.18 19:40 #113 Nein
Hier kann ich leider keine Hilfe sein, so im Detail kenne ich mich nicht aus und will ich auch gar nicht.

Um Informationen zu Stichrechtsmitteilungen, Director Dealings o.ä. an Insiderhandeln zu bekommen, kann ich nach wie vor nur die Wirecard-Webseite selbst empfehlen, und keineswegs die BILD-ähnlichen Börsenblättchen, die ja wiederum von den Unternehmen selbst gefüttert werden. Wenn also finanznachrichten.de die Verpfändung postet, dann, weil sie im Verteiler von Wirecard sind. Die Meldung ist ja 1:1 auch in der IR-Rubrik zu finden.

 
28.11.18 20:42 #114 Profit outperforms Revenue
Vergleich zu FB und Alphabet (Google)

Wirecard ist beileibe nicht der einzige Anbieter einer Digitalplattform mit konstant hohen Wachstumsraten beim Umsatz und Gewinn (hier: Net income). Schaut mal hier: https://abc.xyz/investor/

Gemäß den Quartalsberichten wuchs und wächst Alphabet kontinuierlich um gute 20% im Umsatz und noch deutlich, deutlich höher im Gewinn - trotz und wegen Mrd.-Strafen seitens der EU. "Wegen" deshalb, weil die Strafe ja nur kam, weil sich Google und Co. zuvor nicht ans Gesetz hielten und sich dadurch über das Strafmaß hinaus bereicherten.

Gleiches Spiel mit den Wachstumsraten ist bei Facebook zu sehen.

Ein in bescheiderem Ausmaß vergleichendes Bild zeigt sich bekanntlich auch bei Wirecard:
Organisches Wachstum:
Q3/18 Umsatz 28,3% EBITDA 34,4%
Q2/18 Umsatz 25,3%, EBITDA 33,5%
Q1/18 Umsatz 25,1%, EBITDA 26,7%
Q2/17 Umsatz 24,2%, EBITDA 28,4%
Q1/17 Umsatz 25,3%, EBITDA 27,0%
 
28.11.18 21:26 #115 zwetchgenquets
alibaba ähnliches bild.



bei facebook ist sogar noch richtig musik drin. kurzfristig mit der zunehmenden monetaerisierung von instagram und whats ap ist auch erst grad da wo fb 2014 war.

alphabet ist ohnehin unglaublich. ich dachte immer das google als erstes die marktkap von 1000 miliarden erreicht. wie man sich täuschen kann.

twilio ebenfalls, sogar noch rasanter insbesondere  seit 2018

sixt ist auch so ein kandidat. hat aber nix mit digitalplattform zu tun.

mein klumpenrisiko bei wirecard würde ich aber trotzdem nicht gegen fb, google, twilio, sixt, etc eintauschen. im moment ist das die am besten „lesbare“ branche und wirecard mit den zahlen das beste pferd im stall. da kommt keine global payments, worldpay ( was ich nicht begreife) worldline oder adyen hin, paypal vielleicht...  
28.11.18 21:32 #116 hgschr
kannst du meinen letzten beitrag bitte löschen. der hat hier in diesem forum nichts zu suchen. sorry u danke  
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