Versandapotheke Zur Rose / DocMorris

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neuester Beitrag:  29.06.22 15:16
eröffnet am: 05.07.17 19:59 von: Meiertier1 Anzahl Beiträge: 120
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05.07.17 19:59 #1 Versandapotheke Zur Rose / DocMorris
Morgen Donnerstag wird die Versandapotheke Zur Rose an der schweizerischen SIX kotiert.

Der Ausgabepreis wird zwischen 120.- bis 140.- Sfr festgelegt. Ziel sind es ungefähr 230 Milionen Franken einzunehmen um im Deutschen Versandmarkt unter dem bekannten Namen DocMorris das Geschäft auszubauen.

Ich denke für langfristige Investoren könnte dies sicherlich ein spanneder Titel werden.

Werde mir morgen mal eine kleine Position zulegen  
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25.03.22 15:34 #96 Das ist relativ einfach zu erklären
Für Fach Artikel gibt es kein vor Ort Netz mehr, Darum haben dort die Versender die Preissetzungsmacht. Bei Arzneimittel schon.
Man muss unterscheiden zwischen: rezeptpflichtigen Arzneimitteln, nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln und sonstiges(Zum Beispiel Nahrungsergänzung, Kosmetik, Coronaartikel usw.)
Bei sonstiges ist es möglich profitabel zu sein. (siehe Douglas-Vor Ort extrem profitabel, online noch gerade so profitabel)
Bei nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln braucht man als Kunde etwa 70 % direkt, und nicht erst zwei Tage später wenn die Erkrankung schon abgeklungen ist. Preis spielt da also fast keine Rolle. Hier kann online nur als Rosinenpicker verschiedene Chroniker abgreifen, aber wenn man Zeit hat kauft man sie dort wo sie am günstigsten sind. (Nicht bei zur Rose 😂) bei gegebenen spannen ist alles unter etwa 80 € Warenkorbwert hier niemals profitabel.
Bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist die Spanne ein fester Betrag. Die aktuellen Kosten pro Warenabgabe liegen in einer vor Ort Apotheke bei etwa 5,50 €, bei zur Rose und Shop Apotheke bei etwa 14 € pro Packung. Bei Umsätzen von 2 Milliarden sind auch keine Synergieeinsparungen zu erwarten. und viele Dinge wie Kühlartikel laufen überhaupt nicht online. Ich kann Ihnen sicher sagen, wenn sie das mit ihrem eigenen Geld machen, dann verdienen Sie nichts. Zur Rose hält sich vor allem deshalb, weil Durch den Sitz im Ausland entgegen dem deutschen Apothekenrecht Fremdbesitz zum Einsatz kommen kann, Und sie dort nicht als Apotheke sondern Versender gelten ohne Aufsicht und Steuern. Und ohne eigene Haftung. verbrannt wird das Geld der anderen.
Machen wir es doch einmal umgekehrt. Zeigen Sie mir einen Online Versender, der jemals Geld verdient hat (außer mit Masken im dreimonatigen Coronahype).
 
25.03.22 15:37 #97 einen
einen online Arzneimittelversender der jemals Geld verdient hat? Es gibt keinen. Der Aufwand ist einfach zu groß für drei Euro Rohertrag.  
25.03.22 16:07 #98 Kapitalerhöhung
Ich lese hier immer von shortquoten, Baba finde keine Scheine zum short gehen...Darum bin ich immer bei Shop Apotheke short gegangen. Kann mir jemand helfen wo ich ein paar Scheine für diese Firma finde?
Aktuell ist die Cash burn Rate bei fast 1 Million Fr. am Tag. Möchte sich zur Rose also für ein Jahr noch mal refinanzieren muss man zusätzlich 350 Mio SFr. Irgendwoher holen. Beim aktuellen Kurs wären das immerhin fast 3 Millionen Aktien also 30 % Verwässerung. Und, dass bis 2024 kein Gewinn in Erwartung ist, geben Sie ja mittlerweile selber zu. Wie viel wird dann verwässert? 60 %? Und wo soll der Kurs dann stehen?  
08.04.22 14:46 #99 Verwässerung
Auf zur letzten Verwässerung durch Kapitalerhöhung bei dreistelligen Kursen. Von 15 % Verwässerung im Jahr auf bis zu 50 %.
Diese Bude vernichtet Geld der Aktionäre en Masse, und zerstört damit Apotheken vor Ort und flutet Fernsehzuschauer mit Werbung.
Hört doch einfach auf mit dem Blödsinn, und sperrt die Bude ab. Null ist besser als jeden Tag Minus. Und das auf Kosten der Anderen.
Wenigstens hat der Vorstand nichts zu verlieren. 😂

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/...-letzten-gefecht/  
13.04.22 11:44 #100 @Guest90
"einen online Arzneimittelversender der jemals Geld verdient hat? Es gibt keinen."

Betrachtet man nur ZurRose und Shop Apotheke stimmt das, aber abseits derer gibt es tatsächlich welche. Es sind aber die inhabergeführten mit Sitz in Deutschland. Davon sind zwar nach der großen Konsolidierungswelle nicht mehr viele große übrig, aber eine Medikamente-per-Klick mit dreistelligen Mio.-Umsätzen schafft dies. Warum ich das glaube? Ein inhabergeführtes Unternehmen, dessen Basis drei Apotheken sind, kann sich bei dreistelligen Millionenumsätzen kein dauerhaftes negatives Ergebnis leistern. Mit schlanken Strukturen, Automatisierung, keiner aufgeblähter Verwaltung, organischem (gesundes) Wachstum und gutem Unternehmer ist ein wirtschaftliches Geschäftsmodell möglich. Klar ist aber auch, dass es extrem dünne Margen sind und unten nicht viel übrig bleibt. Wie gesagt, sind leider nicht mehr viele übrig. Ein Beispiel ist eben Medikamente-per-Klick.
Zur Rose und Shop Apotheke haben über Jahre Wachstum teuer gekauft, aber konnten die Ergebnisse nicht nachziehen. Ob das eRezept ein Heilmittel wird, wage ich zu bezweifeln..  

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13.04.22 12:34 #101 Elektronisches Rezept
in meiner Stadt gibt es 4 Apotheken, für eine kleinere Stadt bleibt festzustellen, ist die Anzahl relativ hoch, so empfinde ich es zumindest. Alle 4 können scheinbar gut davon leben, zudem ist es ein qualifizierter Berufszweig mit reichlich Personal.
Bei Doc Morris gibt auch qualifiziertes Personal, nur leben können sie nicht davon, warum bloß nicht?
Liegt es daran, dass ich das Rezept erst zum Briefkasten bringen muß, scheint für mich, wie ein Umweg zu sein, um ans Ziel zu kommen. Das elektronische Rezept aber ist  auf mein Smartphone, ein Klick, und es ist bei der Versandapotheke.
Also, ich seh da schon einen gewaltigen Vorteil für Doc Morris, wenn es in Deutschland zugelassen wird. Der Vorteil ist für mich Zeitersparnis plus schnelle Erledigung des Vorgangs.
 
13.04.22 12:47 #102 das geheimnis liegt im ..
das geheimnis, woher zukünftige gewinne der medikamenten-online händler kommen sollen, ist in meinen augen eindeutig der einkauf.

medikamente ist eines der wenigen handelsgüter, bei dem grosshändler beim einkauf keinen grösseren rabatt heraushandeln können. da muss man ansetzen, das ist der hebel für die marge.

jeder verkäufer weiss, das geheimnis des erfolgs liegt im einkaufspreis. hier müssen die versandapotheken ansetzen...  
13.04.22 13:07 #103 einkaufsgemeinschaft?
unter umständen sollten die beiden grossen versandapotheken shop-apotheke und zur rose (doc morris) sogar darÜber nachdenken, eine einkaufsgemeinschaft zu gründen um grössere rabatte bei den pharmafirmen auszuhandeln.

eine einkaufsgemeinschaft sollte kartellrechtlich auch problemlos durchgehen, was spräche also dagegen?  
13.04.22 13:38 #104 @Ciriaco
Die Zeitersparnis ist mit dem E-Rezept definitiv da. Dennoch bleibt mindestens ein Werktag bis zur Zustellung. Wenn es ein Rx-Medikament für die chronische Einnahme (oder zB die Pille) ist, reicht mir die Zustellung am Folgetag. Benötige ich das Rx-Medikament (zB sofortige Schmerzlinderung) akut, hole ich es weiterhin direkt in der Apotheke. Eine Same-day Lieferung ist zwar in einigen Regionen schon möglich, aber wird für die Versender aus NL nicht bundesweit möglich sein.  

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13.04.22 13:55 #105 andererseits gibts auch
stimmt, ist es dringend wird sich auch in zukunft der gang in die apotheke lohnen.

andererseits sind viele leiden chronisch und die medikamente werden regelmässig benötigt, einmal das e-rezept deponiert beim onlineversand macht das nachbestellen dann sehr einfach und praktisch.
sowohl der aufwand des kunden wie derjenige der versandapotheke ist bei jeder nachbestellung viel kleiner.  
13.04.22 15:15 #106 cloud
13.04.22 19:38 #107 one-hit-wunder lauterbach

man hört, der gesundheitsminister soll sich eigentlich nur um sein lieblingsthema covid-19 kümmern....
nicht wirklich ideal für ein projekt wie dem e-rezept.

zitat:  Im Ministerium berichten Mitarbeiter von chaotischen Zuständen. Weil sich der Gesundheitsminister ausschliesslich mit Corona befasst, würden andere Angelegenheiten darunter leiden.
https://www.blick.ch/ausland/...g-brodelt-es-gewaltig-id17404065.html


 
14.04.22 10:12 #108 us fonds kaufen sich ein
da haben wohl einige den braten gerochen.

nach der capital group hat sich jetzt auch invesco mit 5% an zur rose beteiligt.

watch out....  
16.04.22 13:54 #109 medikamente per klick
Das Medikamente per Klick Geld verdient glaube ich erst wenn ich eine Bilanz sehe. Ich denke es ist dort wie bei den meisten deutschen Versandapotheken. Dem Apotheker als eingetragener Kaufmann geht irgendwann das Geld aus, der Bank wird es zu heiß, und eine große Firma macht ihn dann zum Strohmann. War bei Sanicare, Der ehemalige größten Versandapo auch zu beobachten. Nachdem zwei Inhaber pleite gegangen und gestorben sind, wird der Laden von Alteso zwangsbeatmet, einer Tochter des Bertelsmann Konzerns. (Kann man so in den Brachenportalen lesen, weil die Witwe Ansprüche an den neuen Eigentümer gestellt hat und ihm Verrat und Intrige vorgeworfen hatte).
Ansonsten findet man nur Bilanzen von apoLogistics gmbh, die umsatzmäßig in Deutschland Nummer eins oder zwei sind, und die sicher die höchste Automatisierung in der Branche haben. diese verbrennen nur 2 Millionen pro Jahr (Stand 2019).
Die Bilanz weist außerdem Verbindlichkeiten in Höhe von rund 90 Millionen aus. Wie Sie sagen das sind Größenordnungen die nur schwer aus ein paar vor Ort Apotheken quer finanziert werden können.
In der öffentlichen Wahrnehmung treten diese aber alle kaum noch auf. Die großen zwei sitzen in Holland und haben auch keine neuen Markteintritte zu befürchten. Hier droht das unrentable Wachstum und überteuerte Zukäufe zuzuschlagen. Es gibt jetzt die letzte Möglichkeit zur Kapitalerhöhung von zur Rose, zu noch dreistelligen Kursen. Die letzten 600 Millionen Fr. die verbrannt werden können. Das reicht dann noch für zwei Jahre. Falls bis dann das e Rezept nicht etabliert und rentabel ist, dann kreist der Pleitegeier.
Natürlich redet der Vorstand die Sache schön, denn dieser muss ja dafür sorgen dass die Kapitalkosten so spät wie möglich explodieren, Um sich aktuell noch günstig refinanzieren zu können. die Zeit läuft gegen diese Firma, die sehr übermütig gewachsen ist, und damit sogar ihr relativ rentables Schweiz Arzte- Geschäft riskiert.
Ich hatte schon vor über einem Jahr geschrieben: rette sich wer kann bei dieser Aktie und wurde stark belächelt.  
19.04.22 18:25 #110 @Guest90
Aus dem Impressum bei Medikamente-per-Klick geht doch eindeutig hervor, dass Karlheinz Ilius e.K. verantwortlicher Rechtsträger ist. Der operative Betrieb der Apotheker darf in Deutschland auch nur bei einem approbierten Apotheker sein. Er kann zwar Marken-/Domainrechte verkaufen, der Großhandel darf bei einer GmbH liegen, aber den komplette Warenverkehr an den Endkunden und somit Umsatz verantwortet der Apotheker. Und MPK liegt beim Umsatz bereits bei >150 MEUR.

Bei Sanicare wurden nur die Marken- und Domainrechte verkauft, zudem hat Bertelsmann Serviceleistungen übernommen. Der Betrieb läuft aber bei der Sanicare-Apotheke BS-Apotheken OHG und approbierte Apotheker müssen Inhaber dieser sein. Anders lässt es das dt. Apothekengesetz gar nicht zu. Hier lag nur mal einst der Vorwurf, dass diese "fremdgesteuert" (durch Arvato) wird, aber sie würden dann ihre (Versand-)Apothekenerlaubnis verlieren.

Apologistics (neuerdings apo.com) ist die Nr. 3 in Deutschland nach ZurRose & Shop Apotheke. Bei Apo-Discounter.de taucht ja bereits die APO Pharmacy B.V. im Impressum auf und mit dem Standort in Duiven (NL) legt man ja bereits den Grundstein und macht sich "sexy" für Investoren. Beim Grad der Automatisierung gilt Apologistics ja auch schon als Branchenprimus und dürfte durchaus Interesse bei Investoren wecken.

Zum Thema Markteintritte: Viele Handelsunternehmen sind an dem Markt interessiert bzw. hatten großes Interesse. Das Problem ist, dass es nur wenige interessante/attraktive Targets mit Sitz in NL gibt. Douglas hat zuletzt Disapo übernommen und steigt somit in den Markt ein. Gerüchte um Aldi, Amazon, Otto, Lidl & Co. gibt es schon seit ewiger Zeit. Dass ein großes Handelsunternehmen noch in den Markt einsteigt, halte ich für möglich.  

Bewertung:

20.04.22 19:56 #111 Der Widi kennt sich aus
Im Prinzip sind das alles Umgehungen des Fremdbesitzverbots nach Apothekengesetz, welches natürlich nur für in Deutschland ansässige Apotheken gilt. Bis vor zehn oder 15 Jahren wurde dieses Umgehungsverbot um den Fremdbesitz juristisch sehr streng eingehalten und ausgelegt. So wurden zum Beispiel Mietverträge, welche sich an dem Besucherverkehr orientierten z.B. an einem Centerstandort als ungültig erklärt. Bei den Versendern kassieren die Dienstleister teilweise aber sogar Packungszahlabhängig mit. Das ist zumindest nach der bisherigen Auslegung nicht zulässig. Anscheinend hat man sich aber bei der Aufsicht dafür entschieden beide Augen zu zu drücken, man will ja nicht als Spielverderber gelten. Mittlerweile existiert auf dem Papier nach wie vor die Kernfirma als e.K.. Tatsache ist jedoch, es verdienen auch andere, nicht haftende Personen, an dem laufenden Geschäftsbetrieb. Das ist gerade eben nicht die Intention des Gesetzgebers.
Wie dem auch sei. Wenn es einen Markteintritt gibt, dann denke ich tatsächlich auch, dass dieser aus Holland kommt. Man wird sich nicht auf das juristisch dünne Eis in Deutschland begeben, und den EU-Juristen vertrauen, die in der Regel die Warenverkehrsfreiheit über alles stellen, und nicht die Stabilität und Qualität eines Systems durch Haftbarmachung der Betriebserlaubnisinhaber.
Es ist ja keine Cola die da verschickt wird....

Wo sehen Sie den Kurs Ende des Jahres? Ich denke unter 50 €/Stück. Und das trotz aller Privilegien gegenüber (Versand-)Apotheken die ihren Sitz in Deutschland haben.  
21.04.22 10:52 #112 @Guest90
Wie du schon sagst, eine Vergütung der Dienstleister in Abhängigkeit des Versandvolumens ist nicht zulässig. Einzige Variable, die Rechtsgültigkeit besitzt, ist die Abwicklung der Waren über einen Großhandelsbetrieb, den der Investor besitzt. Der Investor hat aber stets keinen Zugriff auf Kundendaten und Endkundengeschäft.. das ist den meisten ein Dorn im Auge.

Ob die ABDA oder andere Institutionen bei der Umgehung des Fremdbesitzverbotes generell ein Auge zudrückt!? Das glaube ich bei der starken Lobby der Apotheker in DE nicht so richtig.
Strategische Investoren aus dem Handels- oder Konsumgüterbereich würden ohnehin das Risiko nicht eingehen und eher eine Sicherheitslösung mit NL-Versender suchen. Die volle Kontrolle eines Betriebes ist nur dort gesichert.

Der Kurs ist bald schon wieder auf Pre-Corona Niveau und ich denke dass der sich dort einpendeln wird (ca. 80 EUR). Größeren Korrekturbedarf sehe ich eher noch bei Shop Apotheke.  

Bewertung:
2

21.04.22 11:40 #113 nun ist
nun ist zur rose aber mehr als nur doc morris. wollt ich nur mal erwähnen..  
22.04.22 08:10 #114 Doc Morris sieht nicht zu rosig aus
@Widi: Zustimmung im ersten Abschnitt.
es gibt allerdings nicht was darauf hindeutet, dass die ABDA sich überhaupt nur irgendwo durchgesetzt hätte in den letzten 20 Jahren.

Ich denke das Versandgeschäft von Shop Apotheke sieht relativ gesehen besser aus. Immerhin haben diese ein leichtes Umsatzplus geschafft. zur Rose war im Bereich Deutschland 7% im Umsatzminus in Bilanzwährung Q1 22.
Die negativen Umsatzrendite von circa -10 % bei Beiden sieht zwar ähnlich aus, aber wie isostar richtig anmerkt gibt es bei zur Rose auch noch ein solides Schweizgeschäft, welches nicht schlecht läuft. Umso katastrophaler sieht es im Geschäftsfeld AM-Versandhandel in Deutschland aus.

Meistens führt das zu Spannungen, wenn nicht klar ist, wie es mit einem großen Geschäftsfeld weitergeht, und ob dieses das ehemalige Kerngeschäft gefährden darf.

Rein gefühlsmäßig wurde bei Doc Morris in den letzten Monaten schon sehr sachte gemacht bezüglich Werbung, und auch die Preisgestaltung ist nicht wirklich günstig. es wird spannend sein ob alleine damit verhindert werden kann, dass erneut 200 Millionen Fr. verbrannt werden im Jahr, oder ob die Fixkosten auch viel zu hoch sind, was meine Vermutung ist.
 
15.06.22 10:43 #115 nach plan
nun scheints nach plan zu laufen, die 30'000 testrezepte sind durch.
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/...zepte-eingeloest/

und: erstaunlich positiver artikel in der apotheken umschau fordert tempo beim e-rezept. was für ein unterschied im ton im vergleich zum konkurrenzblatt apotheke-adhoc..
https://www.apotheken-umschau.de/e-health/e-rezept-723151.html

wie lange es wohl noch dauert, bis die leerverkäufer aus den usa die fortschritte beim e-rezept mitbekommen? 3-2-1-los!


 
28.06.22 12:56 #116 Dunkle Wolken
Heute um 14 Uhr tritt Karl Lauterbach vor die Kameras und wird seine Sparpläne vorstellen.
Eventuell sinkt der Rohertrag je verschreibungspflichtiger Packung damit zusätzlich, denn er will in die Inflation rein sparen. 😂
Fassen wir mal zusammen: Maximale Kapitalerhöhung bei 50(!) Prozent Verwässerung 400Mio.CHF  Flüssige Mittel: ? . Verlust im letzten Jahr 225 Mio. .
Unklar ist auch ob das Packungshonorar, welches seit 2004 unverändert ist, die Kosten der Warensendung überhaupt noch abdeckt.
Ich hatte mal ca. 15€ je Warenabgabe im Arzneimittelversand berechnet. Vor der Inflation.
Das wird ganz schön eng bei 5,80€ Honorar pro Packung. Da verschickt man besser Parfüm...
Bei Douglas wird aktuell vor Ort massig verdient. Online ist man dort mit ner schwarzen Null zufrieden. Ich bezweifle nicht, dass der Online Arzneimittelversand ueberproportional mit dem e-rezept die Umsätze steigert, aber ich bezweifle, dass das zu weniger Verlust führen würde.  
29.06.22 10:36 #117 überproportional die hersteller
es ist ja nicht so, dass bei pharmazie die gewinnmargen tief wären, eher im gegenteil, nur bleibt davon der grösste teil bei den herstellern. die hersteller schwimmen geradezu im geld wie dagobert duck, während viele apotheken ums überleben kämpfen, und zwar sowohl die stationären wie die onlineapos.
ich denke, das ist das grösste problem, sowohl von stationären wie online apotheken, die ihnen bleibenden zu tiefen margen.

die frage ist, wie kommen die händler (stationär wie online) an ein grösseres stück der an sich reichlich vorhandenen marge? das einzige, was mir einfällt, ist, grössere einkaufsgruppen bilden um mit mehr verhandlungsmacht den herstellern entgegen treten zu können.

ich könnte mir sogar das aktuell noch fast undenkbare vorstellen, nämlich dass sich online und stationäre apotheken zu einer gewaltigen einkaufsgenossenschaft zusammentun -  denn nur gemeinsam wird man den pharmaproduzenten höhere einkaufsrabatte abtrotzen können....  
29.06.22 12:21 #118 Einkaufsgemeinschaften
Die gibt es schon, zum Beispiel ELAC Elysee GmbH. Die kaufen im Jahr für 2,12 Mrd € ein, und garantieren dem Apotheker, dass er nicht schlechter dabei wegkommt als wenn er selbst einkauft. Ansonsten machen die gemeinsames Marketing, unter Guten Tag Apotheke oder Pluspunkt Apotheke, und man kann nur Teil der Gruppe werden wenn der Umsatz über 3Mio€ im Jahr liegt. Keine Ahnung ob man dafür Mitgliederbeitrag zahlen muss.
Ich denke das lohnt sich schon für die, aber unterm Strich bleiben bei der GmbH auch nur 350.000€ hängen, was recht wenig ist bei 2Mrd Einkaufssumme.
Ich denke die Hersteller wissen, dass sie nicht mehr verkaufen, wenn der Preis gesenkt wird.
Ist ja nicht wie beim Gaspreis, wo man Stundenlang duscht wenns billig ist, und aktuell nur kurz und kalt. 😉  
29.06.22 15:14 #119 kritische masse.
es gibt eine kritische masse, erst ab der lohnt sich die einkaufsgemeinschaft richtig. und ja, in der pharmazie ist sie um einiges höher als in anderen branchen. im prinzip hat ja auch obama mit seiner obamacare damals dasselbe versucht, mit gemischtem erfolg.

die finanziell hoch potente pharmaindustrie hat ihre lobbyisten aber überall, ob in washington, brüssel oder berlin, überall wird dafür gesorgt, das der gesetzgeber ja nicht an die geldmaschine der pillenkonzerne herangeht. und so konnte auch der gesundheitsminister gestern nichts anderes verkünden als eine erhöhung der prämien für die beitragszahler.

dass vielleicht einer der grossen profiteure der letzten jahre wie biontech einige seiner diversen milliarden gewinne besteuert - kein thema. die lobbyisten wissen solcherlei schon zu verhindern..
 
29.06.22 15:16 #120 beisteuert..
beisteuert solls natürlich heissen.  
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