Umsetzbarkeit des Energiewandels

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neuester Beitrag:  22.02.21 12:52
eröffnet am: 04.10.20 05:28 von: leslie007 Anzahl Beiträge: 203
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04.10.20 05:28 #1 Umsetzbarkeit des Energiewandels
und Zukunftsfähigkeit der Erneuerbaren soll hier in Hinblick auf Energiesicherheit Europas diskutiert werden. Man will auf saubere Verbrennungsmotoren und fossile Energie verzichten... Verbraucher und Industrie werden durch unsinnige Abgasnormen, Sanktionen gegen Energieimporte  und Subventionen für Elektromobilität erpresst - obwohl oder weil der Zubau von Wind- und Solarkraft zum Erliegen gekommen ist. Durch Auslaufen der Förderung durch die EEG-Umlage werden im nächsten Jahr tausende Windkrafträder stillgelegt und die Entsorgung der Rotorblätter aus Glasfaserverbundstoffen ist ungelöst. Warum werden derzeit umweltfreundliche und kostengünstige Alternativen wie Erdgas zum Atom- und Kohleausstieg trotz versiegender eigener Ressourcen hinter geopolitische Interessen gestellt? Und wie soll der Transport und Speicherung von zukunftsfähigen Wasserstoff ohne Gazproms Piplinenetz umgesetzt werden?  
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177 Postings ausgeblendet.
14.02.21 22:32 #179 mit nordstream
wovon ich fest ausgehe,werden wir bald ueber die 5e lachen.fair value mindestens 9Euro oder 10Dollar  
14.02.21 22:36 #180 Ferdinand Dudenhöfer
Sagt mit seiner drastischen Aussage eigentlich nur dass, was die Regierung bereits mit der Einführung der CO2-Steuer umsetzt.. Nur auf Raten damit das Volk nicht revoltiert.  
14.02.21 23:22 #181 Gedanken..
Mit der Einführung der CO2-Steuer hat die Regierung die Verdoppelung des Spritpreises bereits eingeleitet, um seine Erneuerbaren auf Kosten der Ölförderer zu finanzieren. Putin hatte bei seiner Neujahrsansprache bereits gesagt, dass Europa sich im Klaren sein sollte, dass Russland nicht mehr als Tankstelle angesehen werden kann und die Ölplayer schlagen mit ihren Investitionskürzungen den gleichen Weg ein. Gleichzeitig wird  in Europa die Mobilität drastisch eingeschränkt, es wird angesichts der Kältewelle in Frankreich und Schweden zu Energiesparen aufgerufen, es kommt zu Störungen bei Kraftwerken und Stromnetzen.. in Asien, Europa und Amerika explodieren die Strom und Energiepreise. Die Ölkrise hat uns längst erreicht.  
15.02.21 22:09 #182 Gasabfackeln in den USA
15.02.21 22:24 #183 Gasabfackeln in Russland
Grüne Technologien für blauen Kraftsoff

Gemäß den Anforderungen der russischen Gesetzgebung müssen Ölunternehmen die Nutzung von 95% der produzierten APG sicherstellen. Dies ist eine der grundlegenden Maßnahmen des Bundes zur Verringerung der Luftverschmutzung durch Verbrennungsprodukte des zugehörigen Erdölgases.

https://...z-ru.translate.goog/?utm_source=special&utm_content=ng  
15.02.21 23:51 #184 interessante Hintergrundinformationen
Die RAND-Corporation ist ein enorm mächtiger Think Tank der USA, dessen Empfehlungen von den US-Regierungen sehr oft eins zu eins umgesetzt werden.


Export von Erdgas senken und den Bau von Pipelines behindern

Die RAND-Corporation stellt fest, dass Russland vom Gasexport lange nicht so abhängig ist, wie vom Ölexport. Dennoch stellt die RAND-Corporation eine gegenseitige Abhängigkeit Russlands und der EU beim Gas fest. So geht 80 Prozent des russischen Erdgases nach Europa und Europa bezieht 40 Prozent seines Erdgases aus Russland.

Aus Sicht der US-Geostrategen und der Transatlantiker ist es gut, dass die Medien darüber nicht berichten. Dann nämlich würde sich die Legende, Europa wäre abhängig vom russischen Gas und Russland würde es als Druckmittel einsetzen (können), als Lüge herausstellen. Die Zahlen zeigen, dass Russland weitaus abhängiger von Europa ist, als umgekehrt.

Russland weiß das, daher sind die Preise, die Russland den Europäern für Gas in Rechnung stellt, auch konkurrenzlos niedrig. Würde Russland die Preise erhöhen, hätten andere Anbieter eine Chance, ein Bein auf den europäischen Markt zu bekommen. Daher sorgt Russland dafür, dass das russische Gas für Europa konkurrenzlos günstig ist.

Das weiß auch die RAND-Corporation, denn sie schreibt, dass eine Abkehr Europas vom russischen Gas und hin zu Flüssiggas zum Beispiel aus den USA, für Europa teuer sein würde. Das steht dort wörtlich so geschrieben und sie geben auch offen zu, dass die Alternativen zu russischem Gas für Europa mindestens 30 Prozent teurer wären.

Trotzdem empfiehlt die RAND-Corporation als erste Option, Nord Stream 2 zu stoppen und nur wenige Monate, nachdem die Studie erschienen ist, ist genau das geschehen, als die USA kurz vor der Fertigstellung der Pipeline harte Sanktionen eingeführt haben, die den Bau zumindest unterbrochen haben. Derzeit kann niemand sicher sagen, ob und wann die Pipeline zu Ende gebaut wird, auch wenn Russland Zuversicht ausstrahlt und Deutschland (zumindest bisher) zu dem Projekt steht.

In jedem Fall empfiehlt RAND, den europäischen Gasmarkt zu “diversifizieren” und setzt dabei auch auf andere Pipeline-Projekte, wie zum Beispiel eine Pipeline von Aserbeidschan über die Türkei nach Südeuropa. Auch die neu entdeckten Gasvorkommen im Mittelmeer spielen in den Gedankenspielen von RAND eine Rolle. Das Gas soll demnach Zypern und Israel gehören und ebenfalls nach der Erschließung der Vorkommen nach Europa gehen, um Griechenland und Italien zu versorgen, die bisher ihr Gas aus Russland beziehen.

Vor diesem Hintergrund bekommt der Gas-Streit zwischen Griechenland und der Türkei eine ganz andere Dimension. Gleiches gilt für den Krieg zwischen Aserbeidschan und Armenien um Bergkarabach.

Eine weitere Option, Russland vom europäischen Gasmarkt zu drängen, ist laut RAND, dass die Europäer mit Fracking anfangen sollten. Allerdings bedauert RAND, dass Fracking in vielen EU-Ländern verboten und unpopulär ist.

Die nächste Option ist laut RAND der Ausbau der Flüssiggas-Kapazitäten in der EU, wozu neue Terminals gebaut werden müssen.

Daher kommt RAND bei dem Thema zu dem Schluss, dass es kaum Erfolgsaussichten gibt, denn eine Reduzierung der Gasimporte aus Russland käme die europäischen Staaten sehr teuer. Interessant, dass das in einem Papier eines US-Think Tanks steht, während deutsche Transatlantiker fröhlich das Gegenteil erzählen und für eine Reduzierung der Gasimporte aus Russland eintreten. Sie schaden damit – wahrscheinlich wissentlich – ihrem eigenen Land, um den USA einen geopolitischen Vorteil zu verschaffen.

Die Sanktionen gegen Nord Stream 2 zeigen aber, dass die USA es trotzdem versuchen, der Ausgang ist offen. Anscheinend hat man 2019 selbst bei RAND nicht daran geglaubt, dass es in Deutschland Idioten gibt, die das Ende von Nord Stream 2 zum Schaden des eigenen Landes fordern könnten. Und Deutschland ist bei Nord Stream 2 das Schlüsselland, auf das es ankommt. Man sollte also bei der nächsten Wahl genau überlegen, ob man Parteien wählt, in denen die Gegner von Nord Stream 2 eine wichtige Rolle spielen, denn diese Leute machen eine Politik, die Deutschland so sehr schadet, dass nicht einmal RAND darauf gesetzt hätte, dass das funktioniert.

Darauf sollte man Leute wie Röttgen, Merz oder all die Grünen, die gegen Nord Stream 2 sind, mal ansprechen.

https://www.anti-spiegel.ru/2020/...and-planen-teil-1-wirtschaft/amp/  
15.02.21 23:57 #185 Gut ist
das Gas + Öl immer teurer werden..

Europa ausgefördert und USA friert ein.

Gazprom sollte nun erste Sanktionen erlassen gegen Europa in

In Form von weniger Gaslieferungen durch die Ukraine nach Europa wegen Falschheit.

Das wäre ein erster Anfang..
 
16.02.21 00:18 #186 Hi leslie007
Dass Europa der grösste Abnehmer von Gazprom ist stimmt nicht.

Russland selber kauft das meiste Gazpromgas und der Anteil von Europa dürfte bei 30-40% liegen + nicht bei 80%

Und was Konkurenz angeht gibt es die nicht,, warum sollte Gazprom wegen einer nicht existierenden Konkurenz sein Gas zu billigspreisen verkaufen..

Das Gegenteil ist der Fall,, ab nächstem Jahr wird nach Dänemark nun auch Holland seine Gasförderung komplett einstellen.

Und Gaslieferanten wie Norwegen, Algerien+ Libyen liefern auch immer weniger  

Fakt dürfte also sein dass Europa auf Gazprom immer abhängiger wird und auf dem guten Willen Gazprom ausgeliefert ist.

Man stelle sich mal vor Gazprom hätte vor 3 Wochen seine Gaslieferungen komplett gestoppt dann wären heute die Gasreserven komplett Leer und die Wirtschaft Europas läge am Boden..!?

Denn KEINER AUF DER WELT KANN WAS GAS LIEFERN.

Falls einer doch einen kennt dann wäre ich Froh den kennen zu lernen.

 
16.02.21 00:26 #187 Gazprom förderte in 2020
zirka 600 Mrd n3 Gas

Davon gingen zirka 190 Mrd nach EU

Dann etwa 50 bis 100 Nrd an die Gusstaaten

Der Rest wird in Russland verarbeitet

Aber ab diesem Jahr kommt China hinzu mit Mindestens 10 Mrd m3 Gas.

Die neue Aserbaidschan Pipline nach Europa wird dieses Jahr 1 bis 2 Mrd m3 liefern  
16.02.21 00:43 #188 Und da der Gasverbrauch der EU
bei 500 Mrd n3 Gas liegen soll was ich bezweifle denn

GAZPROM lieferte 190 Mrd m3

Norwegen 90 Mrd m3

Dann Algerien 30 Mrd

Und Libyen 5-10 Mrd m3 Gas

Zusammen also 330 Mrd n3

FRAGE,, wer liefert die fehlenden 170 Mrd m3 Gas

Deutschland fördert meines wissen auch ein paar Mrd m3 Gas

USA IST AUS DEM RENNEN

Bleibt also noch Novatec (Rus) die in letzten 3 Jahren zirka 40 Mrd m3 lieferten, am ende wird es noch mehr sein..

Fakt dürfte sein dass der Clup nur Wunschträume von sich gibt+++++  was sie GERNE HÄTTEN, AVER TRÄUMEN kann jeder..grins  
16.02.21 00:50 #189 Fakt dürfte auch sein
Dass in Asien die Musik von Morgen Spielen wird und Gazprom wird DAS ganze unterstützen mit ausreichend Sauberen Erdgas Lieferungen..

Der Westen hingegen wird ohne genug eigene Energie abrutschen und Platz machen für andere Grössere


 
16.02.21 01:00 #190 @ raider
Die Zahlen aus dem Artikel stimmen doch mit deinen Angaben überein. Dort steht lediglich dass 80 % der Exporte nach Europa gehen. Gazprom beliefert zu 2/3 den Inlandsmarkt, also bleiben von den 600 Mrd. Kubikmetern 190 Mrd. für Europa der Rest geht nach China.. Tendenz steigend.  
16.02.21 01:36 #191 beim Ölmarkt wäre Russland
Deutlich angreifbarer gewesen, die Amis hofften mit ihrem Frackingboom die Preise zu destablisieren und es eigene Wirtschaft anzukurbeln. Da aber aufgrund Corona die Nachfrageseite aus blieb und Russland und Fracking nur mit Schulden finanziert wurde, hat man sich ein Eigentor geschossen.

Da Russland nur 1/3 seines Erdgases exportiert ist man hier weniger angreifbar, insbesondere da Europa ausgefördert ist. Allein mit Holland fallen ab dem nächsten Jahr über 20 % der Lieferungen nach Deutschland weg und Holland muss dann selber importieren.

Und ob sich Deutschland angesichts der steigenden Energiepreise dann noch erlauben kann seine Ausbauziele für Erneuerbare durch seine CO2-Steuer zu finanzieren möchte ich bezweifeln. Ich glaube nicht, dass Russland weiterhin günstig sein Gas anbietet, um damit Erneuerbare zu finanzieren. Selbst Bidens Berater sehen die Einführung einer CO2-Steuer als politisch nicht umsetzbar.  
16.02.21 02:25 #192 Und was die erneuerbaren Energien angeht
Müsste man erst neue Stromtrassen bauen um diese Energien zu transportieren die es so aber nicht gibt  

BLÄSST der Wind kräftig dann sind die Fernleitungen überlastet

Genau die  selben Probleme bei der Sonnenenergie

Zb in letzten Wochen lieferte Sonne + Wind NULL

Deshalb ergibt es keinen Sinn noch mehr aufzustellen..

Hasst aber recht mit deinem Posting weiter oben..

Hauptsache Gazprom reagiert und verteuert seine Bodenschätze.

Aber die Sache mit Novatec muss von Putin geregelt werden denn Gazprom wurde um viele Mrd€ betrogen mit dieser hinterhältiger Gasschwämme von Novatec

NOVATEC arbeitete gegen Gazprom um diese zu schädigen.!?  
16.02.21 06:22 #193 Gedanken
Es war jeden klar, bis auf ein paar Blinden, das Fraking mit ihren Folgen nur das letzte Zucken der sterbenden US Öl Förderung ist.

 
16.02.21 11:27 #194 Kursentwicklung
hallo Michael, habe jetzt in Gazprom investiert, erwarte mir hier deutliche mehr als bei den österr. Aktien die aber eh gut gelaufen sind.    
16.02.21 15:24 #195 Gaspreis
der Gaspreis hat heute eine überaus positive Entwicklung... zumindest für Gazpromaktionäre  
17.02.21 00:57 #196 Fahrplan für Wasserstoffinfrastruktur
Nach Angaben der elf Betreiber wird sich das vorgeschlagene Netz ab Mitte der 2020er Jahre schrittweise über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren entwickeln:

Bis 2030 wird ein „erstes“ Pipelinenetz von 6.800 km lokale Cluster der Wasserstoffproduktion und -nutzung verbinden - sogenannte „ Wasserstofftäler “.

Ab 2035 wird ein ausgedehntes Netzwerk die Verbraucher in der Mitte des Kontinents mit Regionen mit „reichlich vorhandenem Potenzial für grüne Wasserstoffressourcen“ verbinden - wie dänischen Offshore-Windparks oder Solar- und Windparks in Südfrankreich.

Bis 2040 ist ein echtes europaweites Netzwerk von etwas mehr als 22.900 km vorgesehen, das in zehn europäischen Ländern verlaufen und Verbindungen zu globalen Importrouten ermöglichen wird.

https://www.euractiv.com/section/energy/news/...rastructure-backbone/  
17.02.21 07:27 #197 @Raider
Novotel und Gazprom arbeiten zusammen.

Novatek hat durch die Lieferungen nach Europa mit LNG einfach gezeigt, dass Novatek schneller und günstiger LNG liefern können als die Amerikaner (die damit keinen Fuß in diesen Markt kriegen werden).

Sobald NS2 fertig ist, ist Novatek kein Thema mehr.  
18.02.21 11:42 #198 Statistisches Jahrbuch zur globalen Energie..
18.02.21 23:41 #199 Windkraftausfälle in USA belasten RWE
Die extremen Wetterbedingungen im US-Bundesstaat Texas werden das Ergebnis von RWE belasten. Die Witterung führe zu Ausfällen von Windkraftanlagen und hohen Strompreisen. Dies teilte der DAX-Konzern am späten Donnerstag mit. Um eigene Lieferverpflichtungen erfüllen zu können, muss RWE aktuell zu außergewöhnlich hohen Preisen Strommengen zukaufen, nachdem die Public Utility Commission of Texas den Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) angewiesen hat, Knappheitspreise festzusetzen.

In der Folge wird das Ergebnis (EBITDA) des Segments Onshore Wind/Solar 2021 voraussichtlich insgesamt mit einem niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet. Eine abschließende Bewertung der tatsächlichen Auswirkungen sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich.

https://www.finanznachrichten.de/...n-texas-belastet-ergebnis-015.htm

Das Problem der Erneuerbaren.. Wirds kalt explodieren die Strompreise, aber die Windräder stehen still. Wird zu viel produziert sinkt der Strompreis und Erneuerbare sind ohne EEG-Ausgleich ebenfalls nicht rentabel.  
19.02.21 15:03 #200 Gazprom ESG Value Investment
> https://www.ariva.de/forum/...energiewandels-571634?page=6#jumppos172

Russisches Erdgas: nicht nur kostengünstiger, sondern auch klimafreundlicher: Nach dem internationalen Klimarating Carbon Disclosure Project (CDP) hat Gazprom den en niedrigsten Product Carbon Footprint unter den größten Öl- und Gasunternehmen der Welt.
https://pbs.twimg.com/media/...XcAQc9av?format=jpg&name=4096x4096

Eine kürzlich veröffentlichte unabhängige Studie des Beratungsunternehmens Sherpa, ergab, dass russische Pipeline-Gaslieferungen im Durchschnitt 1,5 mal weniger Emissionen verursachen als LNG Exporte.
https://sphera.com/research/ghg-intensity-of-natural-gas-transport/
 
21.02.21 22:38 #201 Ausbau der Windkraftwälder
Der Umweltausschuss des Bundestages will in der kommenden Woche ergründen, wie sich erneuerbare Energien „naturnah und landschaftsverträglich“ ausbauen lassen. Als wäre das nicht schwierig genug, verklagt die EU-Kommission Deutschland wegen jahrelanger Versäumnisse bei Ausweisung und Erhalt von rund 4600 Schutzgebieten gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH).

Solche Gebiete – häufig im Wald gelegen – darf der Mensch möglichst naturverträglich nach gewissen Kriterien nutzen, auch für die Windenergie. Mit genauen Detailinformationen über die Klage rechnet die Bundesregierung in den kommenden Wochen. Wahrscheinlich ist, dass Deutschlands offenbar eklatanter Habitat-Nachholbedarf die Ausweisung von Standorten für Windkraft weiter erschweren wird. Insbesondere der Ausbau von Windkraft im Wald – kaum vermeidbar, falls Deutschland mit seinen Erneuerbaren-Zielen dem jüngst verschärften Emissionsminderungsziel der EU folgt – dürfte damit politisch noch brisanter werden.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/...gebaut-werden/26937108.html  
22.02.21 10:05 #202 Expertenkommission Fracking
Die Bundesregierung richtete vor zwei Jahren eine Expertenkommission Fracking ein. Die berufenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben den Auftrag, mögliche Risiken der umstrittenen Fördertechnik für Mensch und Umwelt unabhängig einzuschätzen. Sie sollen den Bundestag wissenschaftlich beraten. Im Januar veröffentlichte die Kommission nun ein erstes Gutachten.

Das nun veröffentlichte Gutachten der Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland "Emissionsraten deutlich kleiner als 1 Prozent zu erwarten" seien. Diese Aussage begründet die durchführende Ingenieursgesellschaft nicht mit eigenen Messungen, sondern mit einer zweiten Auswertung von Studien aus Nordamerika.

Andy Gheorghiu hält es für keinen Zufall, mit welcher "Dreistigkeit" klare wissenschaftliche Erkenntnisse übergangen werden. "Hier möchte man offenbar den Bundestag bewusst dazu verleiten, Fracking in Schiefergestein wieder zu ermöglichen", so der langjährige Anti-Fracking Aktivist und Consultant.

Die Frage, wieviel Methan bei der Fracking-Förderung austritt, entscheidet nicht nur darüber, ob die Bundesregierung den Öl- und Gaskonzernen in Deutschland diese Fördermethode zukünftig erlaubt. Bisher gilt hierzulande ein Fracking-Moratorium. Basierend auf Empfehlungen der Expertenkommission könnten allerdings ausnahmsweise einzelne Fracking-Bohrungen genehmigt werden.

Die Bewertung der klimaschädlichen Emissionen spielt auch eine Rolle für ein mögliches Verbot für Importe von gefracktem Erdgas, wie es beispielsweise Klaus Ernst, der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Die Linke seit langem fordert. Tatsächlich steigen die Importe von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA, Kanada und Australien in die Europäische Union seit Jahren.

https://www.heise.de/tp/features/...ng-zu-tief-angesetzt-5061281.html  
22.02.21 12:52 #203 @leslie, #202
Das möchte ich noch ergänzen. Die noch größere, unmittelbarere Gefahr für uns sehe ich in der Grundwasserverseuchung. Beim Fracking werden stark grundwassergefährdende Chemikalien
(Buthendiglykol, BDG) in den Untergrund verpresst. In den dünnbesiedelten Regionen der USA ist das schon schlimm genug, aber für das dichtbesiedelte Deutschland wäre es schlicht eine Katastrophe.
Daher sollten wir uns dem Fracking in Deutschland entgegenstellen!  
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