Ulms Nebenwerte Wikifolio

Seite 1 von 1
neuester Beitrag:  20.04.17 18:56
eröffnet am: 19.12.16 14:16 von: ulm000 Anzahl Beiträge: 22
neuester Beitrag: 20.04.17 18:56 von: ulm000 Leser gesamt: 11746
davon Heute: 28
bewertet mit 7 Sternen

19.12.16 14:16 #1 Ulms Nebenwerte Wikifolio
Mein Nebenwerte-Wiki ist in diesem Jahr bis jetzt recht gut gelaufen mit einem Plus von 27% und ich denke, dass sich in meinem Wiki spannende Aktien befinden und die gute Wiki-Kursperformance sich durchaus fortsetzen könnte.

Hier mal meine aktuellen Wiki-Werte im Kurzportrait:

Actua:

Actua ist ein kleines US-Unternehmen mit mehreren Töchter/Minderheitsbeteiligungen, die auf Internetbasis z.B. im Bereich Versicherungen tätig sind. Ist aber nicht der Hauptgrund warum ich dort investiert bin. Actua hat vor kurzem eine Tochter für 130 Mio. $ verkauft und hat darum nun ein großes Aktienrückkaufprogramm iniziert. Mein persönliches Kursziel: > 17 $.

Borussia Dortmund:

Der BVB ist finanziell auf einem sehr guten Weg und der Weg dürfte sich fortsetzen mit den deutlich höheren Fernsehgelder.

Evotec:

Das Biotec-Unternehmen hat in den letzten Wochen/Monaten für einen richtig guten Newsflow gesorgt mit Kooperationen/Allianzen wie. z.B. mit Celgene oder Merck und dem Zukauf von Cyprotex für 56 Mio. €.

First Sensor:

First Sensor hat sich hohe Ziele gesetzt mit einem jährlichen Umsatzwachstum von rd. 10% bei gleichzeitigem überproportionalen Gewinnwachstum. Wenn die Berliner diese angestrebten Wachstumsziele wirklich hinbekommen sollten, dann ist die Aktie meiner Einschschätzung nach mit einer der interessantesten dtsch. Nebenwerte. Dazu ist First Sensor in hochinteressanten Zukunftsmärkten unterwegs wie z.B. Industrie 4.0, Mininaturisierung in der Medzintechnik, Smart Home/City, dem Internet der Dinge oder autonomes Fahren. In all diesen spannenden, zukunftsträchtigen Sparten spielt ja die Sensorik eine ganz wichtige Rolle. Mit einem 2017er KGV von rd. 18 ist First Sensor nach der guten Kursperformance in diesem Jahr nicht mehr allzu billig, wobei aber durchaus ein EPS > 0,80 € in 2017 raus kommen könnte/sollte, aber zum einen ist hier ein guter Schuss Fantasie mit drin aufgrund der Wachstumsziele und der Geschäftsfelder und zum anderen ist die Bilanz tadellos mit einer Eigenkaptalquote von 49%.

Funkwerk:

Die kleine thüringerische Funkwerk AG ist ein Spezialist in den Bereichen Informations- und Kommunikationssysteme sowie Videosicherheitslösungen vor allem für Bahnbetreiber. Nach sehr schwierigen Jahren dürfte dieses Jahr das Turn Around-Jahr für Funkwerk werden. Sieht man auch am Kursverlauf, denn die Aktie hat in diesem Jahr schon um über 200% zugelegt.

Helma Eigenheimbau:

Aktuell für mich die dtsch. Nebenwertaktie mit dem besten Chancen-Risikoprofil gepaart mit einem super Wachstum (2017 z.B. Umsatzwachstum von rd. 25% angepeilt) und einem 2017er KGV von gerade mal 11. Mein persönliches Kursziel: > 70 € bis Ende 2017.

Norcom:

Die kleine Münchner Softwareschmiede Norcom ist Spezialist von BigData-Verarbeitung und hat  mittlerweile ihr Hauptaugenmerk auf die Datenverarbeitung beim autonomen Fahren spezialisiert. Norcom ist als kleines Unternehmen von 2, 3 Aufträgen abhängig und das macht die Aktie durchaus risikobehaftet. Mit einem 2017er KGv von 14 ist die Aktie alles andere als teuer meiner Erachtens nach. Mein persönliches Kursziel: > 20 €, aber dafür müssen natürlich die versprochenen Aufträge von Autohersteller auch kommen.

SAF Holland:

Eigentlich ist SAF Holland als Zulieferer für Nutzfahrzeuge (u.a. Achs- und Federungssystemen, Sattelkupplungen) nicht gerade in einem hoch interessanten Geschäftseld unterwegs, aber die Aktie ist mit einem 9er KGV und einem KUV von 0,6 alles andere als teuer. Bankhaus Lampe z.B. nennt ein Kursziel von 18 €.

Uzin Utz:

Der Ulmer Bauchemiehersteller für Bodenbelege hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und antizipiert voll vom dtsch. Bauboom, aber auch am sehr gut laufenden US-Häusermarkt mit der neuen US-Produktion. Mit der Kostendiziplin wie auch den Umsatzskaleneffekte hat es Uzin in Q3 auf eine EBIT-Marge von 11% gebracht. In diesem Jahr dürfte der Umsatz bei ca. 280 Mio. € liegen, mit einem EBITwachstum von 42% (2016 EBIT ca. bei 28,5 Mio. €) und einem Nettogewinnwachstum von 42% (2016 Nettoergebnis bei ca. 19,5 Mio. € bzw. ein EPS von 3,87 €). Würde damit ein 2016er KGV von 14 ergeben. Erscheint angesichts der Wachstumsziele mit einem Umsatz von 400 Mio. € in 2019 (+ 40% gg. 2016) und der mittlerweile richtig guten EBiT-Margenentwicklung recht attraktiv zu sein.

Vectron:

Vectron Systems ist eines der führende Unternehmen im Bereich Kassensysteme für die Gastronomie und Bäckereien in Deutschland mit einem Marktanteil von 25%. Vectron wird vom neuen "Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen" enorm profitieren. Elektronische Registrierkassen müssen künftig über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen. Das neue Gesetz muss aber noch vom Bundestag und Bundesrat durchgewunken werden. Noch sind sich die Analysten nicht einig wann Vectron von diesem Boom profitieren wird. Warburg erwartet den Boom erst in den Geschäftsjahren 2019/20 und Hauck & Aufhäuser erwartet, dass der Boom schon im Laufe des kommenden Jahres Vectrom erreichen wird. Von der Charttechnik her ist die Vectron-Aktie bei 58 €  aus ihrem 5 Monate langem Seitwärtsrange ausgebrochen. War dann auch der Grund warum ich Vectron gekauft habe.

Washtec:

Der Augsburger Autowaschanlagenmaschinenbauer kann man sicher nicht mehr als billig bezeichnen nach dem tollen Kursverlauf der letzten 2, 3 Jahren mit einem KGV von um die 20, aber Washtec hat sich in den letzten Jahren enorm weiter entwickelt wie z.B. EBIT-Marge von 6 auf 11% gesteigert und hat ein grundsolides Geschäftsmodell (Wartungsumsätze betragen rd. 30% des Gesamtumsatzes).

Zeal Networks:

Die ehemalige Tipp 24 hat mit ihrem Internetlotto ein recht interessantes Geschäftsmodell und ist mit einem 2016er KGV von 14 und einer Dividendenrendite von 7,7% alles andere als hoch bewertet. Die Bilanz ist tadellos mit einer Eigenkapitalquote von sehr guten 68%, null Verschuldung, sogar Nettocash mit 42 Mio. € (= 5 € je Aktie). Mein persönliches Kursziel: > 50 €. Die Deutsche Bank sieht das Kursziel bei 68 €.
 
21.12.16 12:57 #2 Aufnahme von MBB ins Wiki
Die Holding MBB hat in diesem Jahr richtig spektakuläre Zahlen vorgelegt (9M 2016: Umsatz + 30% und EBIT + 48%). Aber das ist nicht der Grund warum ich die Aktie gekauft habe, denn die Zahlen sind längst im Kurs drin.

MBB will/wird ihre Sparte rund um die Aumann-Gruppe an die Börse bringen und von dieser Seite her kommt eine richtig gute Fantasie ins Spiel, die nach dem Aumann-Börsengang die Fundamentals der MBB deutlich besser machen wird/kann, denn letztendlich wird MBB weiterhin die Mehrheit bei Aumann beibehalten und mit dem eingenommen Geld vom Börsengang (ich schätze mal zwsichen 160 bis 200 Mio. €) ist ein Zukauf für die Holding geplant.

Aumann ist ein Spezialmaschinenbauer für Wickeltechnik von Elektromotoren und von automatisierten Produktionslinien und hat neben dem dtsch. Standort auch Standorte in den USA und China.
Aktuell rennen so gut wie alle Autobauer Aumann die Bude ein, denn alle bauen ihre Produktionskapazitäten für Elektroautos rasch auf und dazu braucht man u.a. Maschinen um die Autoelektromotoren zu wickeln. Bis jetzt generiert die Aumann-Gruppe von ihrem Umsatz von 150 Mio. € nur rd. 25% des Umsatzes aus dem Segment Elektromobilität. Der wird aufgrund der hohen Auftragseingänge schon in 2017 deutlich nach oben gehen. Darum und auch wegen der ordentlichen Profitabilität (EBIT-Marge bei rd. 10%) wie auch der guten Bilanzqualität (Eigenkapitalquote von 32% inkl. Nettocash) könnte der Aumann-Börsengang schwerer werden als die aktuelle Marktkapitalisierung der MBB Holding überhaupt ist mit 450 Mio. €.

MBB will/wird aber nach dem Börsengang die Mehrheit behalten an der Aumann-Gruppe und damit wird der Aumann-Umsatz/Gewinn in der MBB Holding weiter voll konsolidiert werden. Die Quirin Bank hat den Fair Value der Aumann-Gruppe auf 436 Mio. € taxiert (= 66 je MBB-Aktie). In den Annahmen der Quirin-Bank sind für den Spezialmaschinenbauer exzellente Wachstumsraten prognostiziert mit einem Umsatzwachstum von 30% in 2017 und 20% in 2018 mit einer EBIT-Marge von 11% bzw. 11,5%.

Es wird also richtig spannend werden welcher Preis MBB beim Aumann-Börsengang erzielen kann und das könnte/dürfte dann natürlich der Kurstreiber für die MBB-Aktie sein. So um die 400 Mio. € sollte der Aumann-Börsengang wohl bringen. Würde nach den Quirin-Schätzungen ein 2018er KGV von 20 und EV/EBIT-Multiple von 13 bedeuten. Wäre dann zwar schon eine recht hohe Bewertung, aber die Aumann-Gruppe wird aufgrund der Elekromobilität auch sehr kräftig wachsen die kommenden Jahre.

Den Cash den MBB durch den Aumann-Börsengang einnehmen wird (ich schätze mal 160 bis 200 Mio. €, da ja die Mehrheit bei der MBB bleiben wird) soll dann zu einem Zukauf für die Holding benutzt werden.  
21.12.16 19:01 #3 Hallo Ulm,
ist schon seltsam, alle haben dich immer bezüglich deiner Analysen gelobt und nun steigt kaum einer in dein Wiki ein. Ich glaube fast, dass ich hier der einzige bin ( wenn auch mit kleinem Einsatz, da ich sehr stark verteile und in kleinen Schritten aufstocke
) der investiert ist. Da ich dich schon lange kenne, denke ich auch dass das Geld relativ sicher angelegt ist.  
28.12.16 16:15 #4 Einstieg in Trina Solar
Neuer ist doch wurscht. Du kennst mich jetzt über einige Jahr hier von Ariva Neuer und dann weist du auch, dass mir bestimmte Dinge so ziemlich egal sind. Ich hab ohnehin die Wikis hauptsächlich wegen mir angelegt und ich werde so ab Ferbuar/März mein Depot peau a peau in meine 2 Wikis übertragen. Früher geht es leider nicht. Gibt halt schon ein paar schöne Vorteile mit dem Wiki, aber auch 2, 3 Nachteile. Aber die Vorteile überwiegen. Wichtig ist dass der Wiki gut läuft und dieser Nebenwerte-Wiki läuft ja richtig gut. Ohne großartiges Traden und ohne großes Risiko. Mit einer solchen Strategie kann man schöne Gewinne einfahren und es gibt so viele gute Nebenwerte, dass die Auswahl richtig groß ist. Man muss halt dann etwas mehr Arbeit in die Recherche/Analyse/Bewertung reinstecken, weil es halt wirklich viele, hochinteressante und spannende Nebenwerte gibt, die auch meist von keinem Analysten begleitet werden.

Jetzt aber zu meinem Trina Solar Neueinstieg. Normalerweise nehme ich zur Zeit keine Solaraktien ins Depot, denn die aktuelle Solarkrise mit dem Modulpreisturz seit Mitte des Jahres von rd. 30% ist wohl noch nicht ausgestanden und dieser schon mehr als scharfe Preisrückgang wird in den kommenden 2, 3 Quartalen bei allen Solarunternehmen mehr als tiefe Spuren bei den Zahlen hinter lassen.

Trina Solar ist aber eine Ausnahme und der Aktienkauf hat mit irgendwelchen Fundamentals rein gar nichts zu tun.

Das Trina-Management hat schon im August angekündigt, dass man mittels einem Management Buy Out die Trina-Aktien von der Börse nehmen wird und somit wird Trina wieder privatisiert. In der Woche vor Weihnachten gab es nun auf der Trina-Hauptverammlung grünes Licht für den rd. 1,1 Mrd. $ schweren Deal von den Trina-Aktionären mit einer Zustimmungrate von 97%.

Das Trina-Management will/wird ihre Aktien zu einem Preis von 11,60 $ von der Wallstreet nehmen und das soll laut Trina in Q1 2017 der Fall sein. Aktuell notiert die Aktie bei 9,30 $. Also 19% unter dem Übernahmeangebot.

Man sieht an diesem hohen Kursabschlag, dass es durchaus noch Risiken gibt, dass dieser Deal nicht zustande kommen könnte. Das größte Risiko, dass der Deal nicht gemacht wird liegt darin, dass China ein neues Gesetz beschließen könnte um den derzeitigen großen Kapitalabfluss aus China einzubremsen und je nachdem wie das Gesetz dann aussieht könnte es den Deal verhindern.
 
04.01.17 18:08 #5 Aufnahme von IVU - Charttechnisch bedingt
Beim kleinen Berliner IT Bahn/Logistikspezialist IVU könnte es zu einem charttechnischen Ausbruch kommen nach dem die Aktie in den letzten Monaten aufgrund einer wohl temporären operativen Schwäche und einem gecancelten Israelauftrag, der zu Abschreibungen führte, unter die Räder gekommen ist.

Der sehr signifikante Chart-Widerstand liegt leicht ersichtlich bei 3 €. Enger Stopp bei knapp unter 2,80 €.

Das heutige XETRA-Handelsvolumina mit rd. 250.000 € war heute jedenfalls sehr hoch für IVU-Verhältnisse. Das Höchste seit Anfang Dezember.

Dafür habe ich Vectron aus dem Wiki verkauft. Sollte es bei Vectron über das Alltime High gehen von Mitte Dezember  (knapp über 64 €) wäre natürlich der Kassenspezialist Vectron wieder eine Depotoption.

Bei Evotec werde ich in den nächsten Tagen sehr wahrscheinlich mal einige Gewinne raus nehmen.

 
10.01.17 16:53 #6 Charttechnischer Zukauf von König + Bauer
Bei IVU hat der charttechnische Kauf keine Gewinne hervorgebracht, denn die Aktie ist nicht über den 3 €-Widerstand gekommen und notiert nun wieder unter 2,90 €. Nun versuche ich es mit dem Druckmaschinenbauer König + Bauer, denn heute morgen ist die Aktie über ihren Widerstand von 45 € gekommen und könnte damit die viermonatige Seitwärtsrange nun verlassen haben. Charttechnisches Kurspotential bis 50 € sollte drin sein.

Das Risiko nach unten scheint hier dann doch begrenzt zu sein mit der 200-Tageslinie (aktuell bei 42,53 €), aber auch von den Fundamentals her mit einem 13er KGV und einem KUV von etwas unter 0,7. Warburg nennt sogar ein Kursziel von 60 € oder Hauck & Aufhäuser von 58 €.

Hab gestern Hypoport wieder in das Wiki aufgenommen nach dem die Aktie sich in der Vorwoche über die 200-Tageslinie gekämpft hat. Dafür habe ich die BVB-Aktie verkauft, denn es scheint mal wieder so zu sein, dass die BVB-Aktie wieder in einer Seitwärtsrange gefangen ist (das hat die Aktie in der Tat so an sich mit den längeren Seitwärtsläufen) und erst wenn es über 5, 42 € gehen sollte wird die BVB-Aktie für mich wieder interessant.  
16.01.17 13:13 #7 Zwei charttechnische Zukäufe
In der letzten Woche hat es mit den 2 charttechnischen Zukäufen nach den Kaufsignalen bei König & Bauer (+ 18%) und Hypoport (+ 5%) super funktioniert und am Freitag und heute gab es bei 2 Small Caps auch charttechnische Kaufsignale, so dass ich in beide Werten rein bin.

Die Aktie des Spirituosenhersteller Berentzen kämpft um über sein Verlaufshoch auf XETRA-Schlusskursbasis zu kommen, das bei 8,52 € liegt. Das Intraday-Verlaufshoch liegt bei 8,80 € von zu Beginn der letzten Woche.
Die Berentzen-Aktie hat zu Beginn des Jahres Fahrt aufgenommen als der Noch-Berentzen Vorstandschef Frank Schübel in einem Interview mitgeteilt hat, dass "wir auch ein gutes viertes Quartal und insbesondere einen starken Dezember hatten" und "die Beständigkeit in der positiven Entwicklung sicher zu stellen. Die Maßnahmen für das Jahr 2017 – beispielsweise Preisoptimierungen, Lancierung neuer Innovationen und technische Verbesserungen ­– sind schon voll in der Umsetzung und die Ergebnisse vielversprechend".
Berentzen hat ein paar sehr harte 'Jahre hinter sich und es hat sich schon vor 12 Monaten angedeutet, dass Berentzen die Kurve bekommen hat. Wie schnell Berentzen aus der Kurve nun raus kommen wird muss sich noch zeigen (= Fantasie), aber generell kann man davon ausgehen, dass Berentzen ihr operatives Geschäft wieder voll im Griff hat. In 2016 dürfte Berentzen eine EBITA-Marge von etwas über 10% erreicht haben.  
Das 2017er KGV von 15 deutet nun zwar nicht unbedingt daraufhin, dass die Berentzen-Aktie allzu billig ist, aber das dann doch recht niedrige EV/EBITA-Multiple mit 3,5 ist aber alles andere als teuer wie auch das KUV von 0,5. Somit ist die Berentzen-Aktie nicht nur charttechnisch interessant, sondern auch von den Fundamentals her ein durchaus interessanter Small Cap mi einem gewissen Kurspotential  10%.

Die Aktie des Kassenspezialist Vectron ist schon am Freitag kräftig angezogen (+ 5%) und ist heue nun über das Intraday-Verlaufshoch von Mitte Dezember (67 €) knapp rüber gekommen. Auf Tagesendbasis liegt das Verlaufshoch übrigens bei 64,12 €.
Ohne Frage damit ist Vectron vom Chart her hoch interessant. Von den Fundamentalkennziffern ist Vectron aber sehr schwer einzuschätzen, da derzeit noch nicht klar ist wann Vectron von den neuen Gesetzesänderungen in Deutschland profitieren wird. Was aber offenbar so gut wie sicher ist, Vectron hate ein super Q4 2016. Hier mal ein Link zum neuen Vectron Kassensystem Pos Touch 15 II aus der Allgmeinen Bäckerzeitung:

http://www.abzonline.de/praxis/...t-vielen-funktionen,7069304316.html

Dass ich Platz bzw. Cash hatte für die 2 Zukäufe habe ich nach dem klasse Kursverlauf der letzen Tage König & Bauer komplett verkauft und habe die Aktien von Helma-Eigenheimbau zurückgefahren nach dem Helma am Donnerstag ihre 2016er Auftragseingänge mit einem Plus von 6,5% gemeldet hat. Helma gehört für mich im deutschen Nebenwertebereich nach wie vor zu den absoluten Topwerten mit sehr guten Wachsumsraten, aber ich sehe bei Helma in den kommenden 6, 8 Wochen eigentlich keinen Kurstreiber. Deshalb das temporäre Zurückfahren von Helma-Aktien in meinem Nebwerte-Wiki zu Gunsten vom charttechnischen Vectron-Kauf..
 
23.01.17 13:24 #8 Aufnahme von Verbio in den Wiki
Aufnahme von Verbio ins Wikifolio. Verbio produziert Biodiesel (rd. 475.000 t), Bioethanol (rd. 250.000 t) und Biogas (rd. 600 GWh) und erzielt damit einen Jahresumsatz von um die 700 Mio. €. Verbio hat vor zwei Wochen ihre Jahresguidance für das Geschäftsjahr 2016/2017 sehr deutlich erhöht. Die EBITA-Guidance wurde um 63% auf 90 Mio. € erhöht und der Nettocash soll Ende Juni nun bei 120 Mio. € liegen (vorher: 88 Mio. €). Begründet wurde diese deutliche Guidanceerhöhung mit einer hohe Anlagen-Auslastung, der positiven Preisentwicklung von Bioethanol und einem aktuell guten Auftragsbestand. Danach ist die Aktie in den Rallymodus übergegangen und ist am Freitag über die runde 10 €-Marke gesprungen. So hoch lag die Aktie seit 10 Jahren nicht mehr. Das war dann für mich das Einstiegzeichen.

Von den Fundamentals her ist Verbio sehr interessant, da die Aktie alles andere als teuer ist. Sie wird mit einem 2017er KGV von 14 bewertet und mit einem cashbereinigten KGV von 11 (Nettocash 120 Mio. € = 1,90 €). Da Verbio durch den Nettocash über eine klasse Eigenkapitalquote von um die 80% verfügt hat meines Erachtens die Aktie auf dem Bewertungsniveau noch gut Luft nach oben. Wobei man aber das Risiko hier nicht unterschätzen sollte, denn Verbio ist natürlich von der Rohstoffkostenentwicklung abhängig.

Von den Gesamtmärkten her wird es langsam aber sicher hochinteressant/spannend und es muss nach dem seit Wochen laufenden Seitwärtgeschiebe eine Richtungsentscheidung her. Trump ist nun da und nun kommt die Börse an Trump bzw. seinem Beraterteam inkl. deren wirtschaftlichen Entscheidungen/Beschlüsse nicht mehr vorbei. Beim DAX ist eigentlich charttechnisch alles klar. Nach oben steht der Widerstand bei 11.665 und nach unten die 11.431. Möglich ist derzeit alles. Eine weitere Rallye insofern keine negative Wirtschaftsnews von Trump kommen oder eine größere Korrektur.

 
25.01.17 14:48 #9 Tom Tailor: Charttechnik die begeistert
So sieht die HSBC die technische Verfassung bei der Tom Tailor-Aktie.

Nach dem die Aktie eine idealtypische untere Umkehr vervollständigt hat und über ein Konsolidierungsdreieck gesprungen ist sieht die HSBC ein rechnerisches Kursziel von 6,20 €, das auch mit dem 161,8 Fibonacci zusammen passen würde. Aus der großen unteren Umkehr könnte man laut der HSBC sogar ein langfristiges Kursziel von 7,75 € ableiten. Der Stopp-Loss sollte logischerweise in der Nähe der charttechnischenAusbruchsmarken liegen (5,45/5,37 €):

http://www.finanzen.net/nachricht/zertifikate/...e-begeistert-5290386

 
27.01.17 22:29 #10 Also Verbio ist eine Wundertuete
Komischerweise ist der Verbiokurs nicht korreliert zum Öl- oder Gaspreis. Siehe Chart der letzten Jahre. Das allein macht mich schon sehr skeptisch bezüglich der Aussichten.
Auch Zeal Network ist sehr spekulativ, wie man an der heutigen Performance sieht.
Also bei diesen beiden Werten fehlt mir die sichere Basis, denn hier sind schnell unvorhergesehene Kurseinbrüche angesagt, siehe Verbio Ende letzten Jahres und Zeal zuletzt.
Ich habe großen Respekt vor Deinen Kenntnissen bezüglich Wind- und Solar, aber einige aktuelle Werte Deines wikifolios sind mir zu spekulaiv.  
29.01.17 14:12 #11 Zeal
Hi Ulm,
Wie ist denn deine Einschätzung Bzw Strategie bei Zeal?
Du hast ja nach dem Absturz nochmal nachgelegt. Willst du kurzfristig rebound mitnehmen oder langfristig drin bleiben?
 
29.01.17 14:47 #12 @firstgermany
Also bei Verbio von sehr unsicher zu sprechen zeugt von "nicht schlau gemacht zu haben"....

Hast Du Dir mal die Ergebnis Entwicklung bei VERBIO angesehen:

2013/14 : EPS  0,08 Euro
2014/15 : EPS  0,43 Euro
2015/16 : EPS  0,77 Euro
2016/17 : EPS  1 - 1,10 Euro (prognostiziert)

Ich glaube man sollte sich mittlerweile daran gewöhnt haben das Verbio Anfang des neuen Geschäftsjahres eine sehr sehr konservative Prognose angibt. Nur deshalb ist VERBIO letztes Jahr gefallen und weil es natürlich nach einem starken Anstieg Gewinnmitnahmen gab.

Und das VERBIO nicht konform mit dem Ölpreis oder Gaspreis geht ist doch auch logisch. Es liegt vielmehr auch an dem "Rohstoffpreis" den man zur Herstellung im "BIO-Bereich" braucht....VERBIO bohrt ja nicht nach Öl und Gas....
Natürlich hängt man auch am Endpreis aber der komplette Verlauf ist doch ein anderer als bei den "normalen" Ölpreisplayern.

Aber gut vielleicht äußert sich ULM ja auch noch mal zu den Werten....ist ja sein Thread und es geht um sein wiki nicht um meins...aber um den selben Wert in beiden....    
29.01.17 20:42 #13 Einschätzung Bzw Strategie bei Zeal?
Baerenstark du hast doch schon alles zu Verbio gesagt. Mehr muss ich dazu auch nicht sagen, denn ich stimme dir voll und ganz zu.Aber es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass Verbio in der Vergangenheit recht volatil war. Deshalb sollte man da schon etwas vorsichtig agieren. Habs ja auch so geschrieben.

Tja das bei Zeal ist am Donnerstagabend richtig mies gelaufen Lenny. Vor allem völlig unerwartet. Charttechnisch war das ganze ja super klasse und die Aktie ist ja seit ich drin bin (31 € nach der SKS-Auflösung Anfang November) wie im Technikbilderbuch gelaufen..Da ich bei 31 € rein bin und noch die Divi von 0,70 € eingesackt habe ist das zwar logischerweise ärgerlich, aber ich kann es verkraften. Andere Wiki-Aktien sind dafür ja sehr gut gelaufen die letzten 2 Wochen (z.B. König und Bauer - aber wieder verkauft). Ich habe bei Zeal aufgestockt bei 29 €/30 €, weil Zeal nach dem 20%igen Kursabsturz am Montag um 11 Uhr eine Conference Call stattfindet und ich kann mir hier beim besten Willen nicht vorstellen, dass da von Zeal nochmal etwas negatives kommen sollte. Ist jetzt eigentlich der einzigste Grund. Aber von den Fundamentals her ist die Aktie mit einem KGV von 10 wirklich alles andere teuer.  
02.02.17 12:52 #14 Kleine Analyse:Zahlen von Washtec und Berentz.
Der Autowaschanlagenbauer Washtec hat ein super Q4-Quartal hingelegt mit einem Umsatz von 113 Mio. € (+ 19% gg. Q4 2015) und einem EBIT von 18,9 Mio. € (+ 50% gg. Q4 2015) mit einer EBIT-Marge von 16,7% (Q4 2015: 14%). Einen Nettogewinnausweis gab es bei den vorläufigen 2016er Jahreszahlen zwar nicht, aber mit den vorläufigen Zahlen dürfte in Q4 in etwa ein EPS von 0,98 € generiert worden sein. Somit dürfte das 2016er EPS bei um die 2,30 € liegen (9M 2016: 1,30 €). Auf 2016er Jahressicht konnte Washtec den Umsatz um 9,4% auf 372,8 Mio. € steigern und das EBIT um 20,9% auf 44,1 Mio. € mit einer EBIT-Marge von 11,8% (2015: 10,7%).

Bei Washtec läuft es schon mehr als rund und für weiteres Wachstum ist schon gesorgt, denn zum einen liegt nach Angaben der Augsburger der Auftragsbestand weit über dem Vorjahr (daher wird ein anhaltend hohes Wachstum auch in den ersten Monaten 2017 erwartet) und zum anderen hat Washtec ihre Waschchemieproduktion (Tochter Auwa) im letzten Jahr modernisiert und verdoppelt auf 10.000 t. Die Waschchemie dürfte im letzen Jahr einen Umsatz von um die 38 Mio. € gehabt haben (= rd. 10% vom Gesamtumsatz). Alles in allem sollte Washtec in diesem Jahr die 400 Mio. € beim Umsatz gut übertreffen können mit weiter steigender EBiT-Marge. Zumal Finanzvorstand Rainer Springs auch sagt: "Wir werden in 2017 eine unterproportionale Kostensteigerung sehen und wird unsere EBIT-Marge 2017 weiter steigern". Außerdem scheint Washtec so langsam aber sicher in den USA mit ihrer Tochter Mark VII endlich auf die richtige Spur zu kommen

Bei einem Umsatz von 400 Mio. € (+ 7% gg. 2016) und einer EBIT-Marge von 12,5% würde ein EBIT von 50 Mio. € raus kommen und das impliziert ein EPS von um die 2,45 €. Sollte aber eine konservative Schätzung sein.

Washtec wird von allen Analysten gelobt für ihre super Q4-Zahlen, aber es heißt auch unisono, dass mit der hohen Aktienbewertung bereits die deutlichen operativen Fortschritte des Unternehmens eingepreist sind. Kann man durchaus so sehen, denn mit einem KGV von um die 22 ist die Washtec-Aktie nun wirklich nicht billig. Auf der anderen Seite verfügt Washtec über ein sehr robustes Geschäftsmodell (nur noch ca. 55% des Umsatzes läuft über den reinen Autowaschanlagenverkauf), hat mittlerweile in Europa fast schon ein Monopol im Autowaschportalbereich (bis auf die deutlich kleinere Memminger Christ fast keine Konkurrenz), die Verschuldung ist sehr niedrig mit einer Nettofinanzverschuldung von 4,5 Mio. € und Washtec erzielt sehr gute Cash Flows und ist damit  ein sehr verlässliches Dividendenpapier (Div dürfte bei ca. 1,80 € liegen in diesem Jahr = 3,4% Dividendenrendite). Ein weiterer und nicht zu unterschätzender Vorteil hat Washec, die Unternehmenszahlen unterliegen einer sehr hohen Visibilität und Washtec hat in den letzten 2,3 Jahren nie enttäuscht mit ihren Zahlen.

Der Getränkehersteller Berentzen hat ebenfalls vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht und die lagen etwas über den Erwartungen mit einem Umsatz von 170 Mio. € (+7,3% gg. 2015), einem EBITDA von 17,5 (+11,5 gg. 2015) und einem EBIT von 10,5 Mio. € (+38,2% gg. 2015). Es gab zwar keinen Nettogewinnausweis, denn den wird es erst planmäßig am 23. März geben, aber das EPS sollte mit dem vorläufigen EBIT bei um die 0,50 € liegen. Die Zahlen zeigen sehr gut Berentzen ist auf einem guten Weg und das bestätigte auch Vorstandssprecher Frank Schübel: „Die nachhaltig positive Entwicklung ist das Resultat der klaren Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen und -marken, sowie der Erweiterung der Geschäftstätigkeit auf frische und natürliche Produkte.“

Die Emsländer haben zwar nicht ein ganz so tolles und mit Fantasie unterlegtes Geschäftsmodell und die Aktie ist mit einem 2017er KGV von um die 15 auch nicht mehr so billig, aber dafür ist das Multiple EV/EBIT mit 5,8 alles andere als teuer wie auch das KUV mit 0,5. Wobei man bei den Schätzungen beachten muss, dass Berentzen erst aus einer Krise herausgekommen ist und somit durchaus auch noch Überraschungspotential nach oben haben könnte und im Herbst läuft die 50 Mio. € schwere und sehr teure Unternehemensanleihe (6,5% Zinsen) aus und das alleine sollte beim EPS einen positiven Effekt von 0,15 bis 0,20 € haben. Wird man aber erst in 2018 gut erkennen können. Alles in allem Berentzen ist meines Erachtens ein hoch interessante Aktie mit einem eventuellen (sehr) guten Kurspotential.

Übrigens habe ich GFT vor 2 Tagen in den Wiki aufgenommen nach dem die Aktie deutlich nachgeben hat als bekannt gegeben wurde, dass der aktuelle GFT-Vorstand Ulrich Diertz seinen Vorstandssitz abgibt und an die Spitze des Verwaltungsrat wechselt. Neuer GFT-Chef(in) wird die bisherige geschäftsführende Direktorin Marika Lulay. Ich sehe bei diesem Wechsel in der GFT Führungsspitze eigentlich nichts Negatives.
Der Hauptgrund für die Aufnahme in den Nebenwerte-Wiki war der Kursrückfall auf die 200 Tageslinie, die aktuell bei 19,50 € liegt. Von den Fundamentals her spricht eigentlich nichts gegen einen Kauf. GFT ist mit einem 15er KGV bei der Bewertung im TecDAX-Mittelfeld, aber die Stuttgarter werden nach dem enttäuschenden Jahr 2016 in diesem Jahr wieder ihren "alten" Wachstumskurs aufnehmen. Von dem geht das Unternehmen selbst aus wie auch die Analysten, die Kursziele von bis bis zu 28 € ausrufen. Im letzten Jahr gab es u. a wegen der Pfundabwertung wohl überhaupt keinen Anstieg des Nettogewinnes und in diesem Jahr soll der Nettogewinnanstieg wieder so um die 10% zulegen nach den Analystenschätzungen.
Stopp bei etwa 2 bis 3% unter der 200-Tageslinie. Also bei um die 18,80 €. Wobei aber der Rebound der GFT-Aktie dann doch recht verhalten ist bis jetzt.

Stattdessen habe ich den Onlineanbieter Zeal Network peu a peau verkauft. Die Kürzung um 2/3 der Dividende hat die Aktie enorm unter Druck gebracht, denn Zeal Network droht eventuelle Umsatzsteuerzahlungen in Deutschland und sollte die kommen, dann dürfte das in etwa einen negativen EPS-Effekt von um die 1 € bzw. ca. 30% haben. Wirklich schade, denn Zeal hat wirklich ein sehr interessantes Geschäftsmodell und die Bilanzqualität ist richtig gut. Aber vorerst dürfte aus der Aktie die ganze Fantasie draussen sein und die große Unsicherheit über eventuelle Umsatzsteuerzahlungen ist dafür drin.  
21.02.17 19:44 #15 Taseko Mines
Habe gesehen, dass Du Taseko Mines aufgenommen hast.
Was hat Dich dazu bewogen?
Der Wert ist mir bisher völlig unbekannt.  
23.02.17 15:46 #16 Taseko Mines - mir bisher völlig unbekannt
Taseko Mines ist ein kanadischer Kupferproduzent. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit das eine oder andere größere Problem, aber die scheinen sich in den letzten 6, 9 Monate einigermaßen aufgelöst zu haben. Die Probleme (Kosten, Ausstoß) in der kanadischen Kupfermine Gibraltar scheint Taseko endlich im Griff zu haben. Sieht man auch an den Q4-Zahlen.  So konnten z.B. die Gesamtkosten in Q4 gg. Q1 um rd. 5% auf 9,13 CAD$ pro Tonne gesenkt werden.

Taseko Mines ist natürlich ein recht spekulativer Wert ohne Frage. Zumal das Minenunternehmen mit einem Jahresumsatz von rd. 260 Mio. CAD$ doch recht klein ist und natürlich abhängig ist vom Kupferpreis. Aber meiner Einschätzung nach macht es hier die Kombination. Jeder rechnet weiter mit steigenden Kupferpreise aufgrund der gut laufenden Weltwirtschaft und die Q4-Zahlen zeigen, dass Taseko ihre Probleme mittlerweile weitestgehend im Griff hat. So gab es in Q4 ein EPS von 0,02 CAD$ und auf None GAAP-Basis wurde sogar ein Nettogewinn von 16 Mio. CAD$ bzw. ein EPS von 0,07 CAD$ erzielt. Was aber noch wichtiger ist es wurde in Q4 ein operativer Cash Flow von satten 49,7 Mio. CAD$ generiert.

Übrigens habe ich nach guten Vorabzahlen Visocm ins Depot aufgenommen. Viscom kommt aus Hannover und ist ein  Hersteller von Prüfanlagen. Viscom konnte den 2016er Umsatz auf 77,3 Mio. € steigern bei einem EBIT von 10,5 Mio. € und einem EPS von 0,80 €. Alles sehr solide zumal Viscom den Auftragseingang um gute 24% auf 83 Mio. € steigern konnte. Damit ist die Aktie aus ihrem Dornrößchenschlaf der letzten Monate aufgewacht und hat damit ihre Hochs seit August überwunden. Was als Kaufsignal gedeutet werden kann. Auch der signifikante horizontale Widerstand von 14,50 € konnte leicht hinter sich gelassen werden. Mit einem 2017er KGV von 17, einem recht ordentlichen Wachstum (z.B. Umsatzplus von 11%in 2016) inkl. einer EBIT-Marge > 13% und einer tadellosen Bilanz mi einer Eigenkapitalquote von rd. 80% eigentlich noch nicht allzu teuer.  
07.03.17 19:13 #17 Taseko
Taseko hast Du schon wieder abgestoßen, wie kommts?

Schön, dass Norcom nun angesprungen ist. Wie ist Dein Ziel?  
08.03.17 10:28 #18 Taseko hast Du schon wieder abgestoßen, wie .
Ganz einfach: Der Kupferpreis hatte ja deutliche Probleme nachhaltig über die 6.000 $ zu kommen und dann war eigentlich charttechnisch fast schon logisch, dass der Kupferpreis zumindest temporär abtauchen wird. Die logische Konsequenz daraus: Ich verkaufe Taseko wieder. Bleibt aber klar auf meiner Watchlist und je nachdem sich der Kupferpreis entwickelt kaufe ich wieder.

Dass über kurz oder lang ein DaSense-Lizenzauftrag bei Norcom kommen würde war ja klar und dass dann der Kurs richtig anzieht eigentlich auch. Darum habe ich ja so viele Norcoms im Wiki. An der Börse muss man halt auch mal etwas Zeit mitbringen und nicht die Geduld verlieren..

Bei einem solch kleinen IT-Unternehmen wie Norcom ist es kaum möglich abschätzen zu können wohin der Kurs denn wirklich laufen kann. Die Wachstumsraten bei Norcom sind richtig gut. Umsatz in diesem Jahr plus 15% - Gewinn in diesem Jahr + 30% . So meine konservative Schätzungen zu Norcom. Der gestern gemeldete Daimlerauftrag wird mit Sicherheit  nicht der letzte Auftrag eines großen Automobilkonzerns für Norcom gewesen sein in diesem Jahr.

Alles in allem halte ich Norcom bei einem geschätzten EPS von um die 1 € in diesem Jahr mit einem KGV von 19 nicht für teuer. Norcom generiert trotz Mitarbeiterinvestitionen im Umfeld von BigData ansehnliche positive Cash Flows, Norcom hat null Finanzschulden (Nettocash von 2,2 Mio. € = Nettocash 1 € pro Aktie), in Q3 konnte die EBITA-Marge deutlich auf 12% gesteigert werden (da ist mit Sicherheit die nächsten Jahre noch gut Luft nach oben als Softwareunternehmen) und letztendlich bewegt sich Norcom mit ihrer spezialisierten Software aufs autonome Fahren in einem riesigen Wachstumsmarkt, der natürlich in die Aktie jede Menge Fantasie rein bringt.

Werde aber wohl demnächst peu a peu die doch deutliche Übergewichtung von Norcom im Wiki auf ein Normalmaß zurückfahren. Mal sehen ob wir in dieser Woche bei Norcom noch an die 20 € Marke hin schnuppern werden.

Ich bin ohnehin mit meinem Nebenwerte-Wiki sehr zufrieden mit einem Plus von 10% in den letzten 3 Monate. Zum einen dass die Volatiltät doch recht gering ist vom Wiki und zum anderen weil rd. 70% der Wikiaktien dann doch recht ordentlich die letzten Wochen gelaufen sind wie Verbio, Norcom oder Tom Tailor, aber auch eine Berenzen. Von dem Fiasko mit Zeal abgesehen, wobei ich mit der Aktie trotz des Absturzes inkl. der Divi keine Investverluste eingefahren haben, sind die letzten Monate bei meinen Wiki-Akien recht gut verlaufen.

Ich habe jetzt ein wenig meine Strategie verändert, denn ich gehe davon aus, dass die Börsenrallye spätestens in ein paar Wochen zu Ende gehen wird. Hab auch schon einen schöne Short zur Absicherung des Wiki bereitgelegt. Aber mal abwarten, eventuell erleben wir dann noch ein weitere kleine Abschlussrallye an den Börsen bevor die Korrektur kommen wird.  
06.04.17 12:52 #19 Gewichtung
Warum wird eigentlich bei deinem "Universum" Wikifolio keine Gewichtung der Einzelwerte angezeigt?  
06.04.17 13:06 #20 keine Gewichtung der Einzelwerte angezeigt?
Ich bin vor ein paar Wochen in einen Stada Long Knock Outer von der Societe Generale rein. Bei Stada steht aber jetzt wohl in Kürze eine Übernahme ins Haus. Die Societe Generale stellt nun für diesen Knock Outer kein Geldkurse. Heißt also man kann den Knock Outer nur noch verkaufen, aber nicht mehr kaufen. Da ist der Societe Generale mittlerweile wohl das Risiko viel zu hoch, dass sie mit ihrem Schein ganz kräftig drauf zahlen müssen. Da es keine Briefkurse gibt zu dem Stada-Papier kann L&S nun nicht mehr sauber rechnen und kann bei dem Universum-Wiki ebenfalls keine Geldkurse mehr stellen. Ergo kann L&S auch keine Gewichtung mehr berechnen.

Das ganze bei dem Universum-Wki funktioniert erst wieder, wenn ich den Stadaschein verkauft habe. Werde ich aber derzeit sicher nicht tun, denn kommt die Übernahme, dann sind da ganz saftige Gewinne drin mit dem Schein.  
06.04.17 15:16 #21 Interessant, danke!
20.04.17 18:56 #22 Aufnahme von Viscom in den Wiki
Es zeigt sich mehr und mehr, dass einige deutsche Nebenwerte, die in meinem Wiki drin sind, top Zahlen präsentieren werden. Das war beim Turn Arounder LPKF so wie auch beim Augsburger Autowaschanlagenbauer Washtec, die schon Q1 Vorabzahlen vorgelegt haben.

Heute hat die Hannoveraner Viscom nachgezogen mit top Q1-Zahlen:

Umsatz: + 75% auf 19,5 Mio. €
EBIT: 2,7 Mio. € mit einer EBIT-Marge von 13,6%
Auftragseingang: + 36% auf 20,2 Mio. €
Auftragsbestand: + 21% auf 18,7 Mio. €

Viscom ist ein Hersteller von optischen Prüf- und Röntgeninspektionssystemen für die Elektronikindustrie und profitiert u.a. von der kräftig wachsenden Autoelektronikindustrie. Zudem dürfte bei Viscom mehr und mehr das Thema "E-Mobility" eine größere Rolle in ihren Geschäften spielen.

Mit den Q3 Vorabzahlen sollte eigentlich die Umsatzguidance mit 80 bis 85 Mio. € gut zu schaffen sein (2016: 77 Mio. €) wie auch die EBIT-Margenguidance zwischen 13 bis 15% (2016: 13,6%). Damit dürfte Ende des Jahres ein EPS zwischen 1,20 bis 1,40 € sehr realistisch sein. Zumal ja das EBIT in Q1 schon um 3,9 Mio. € gesteigert werden konnte zum Vorjahreszeitraum. Wäre alleine schon ein Plus von rd. 0,30 € beim EPS gg. dem Vorjahreszeitraum (EPS 2016: 0,80 €). So gesehen könnte das EPS in diesem Jahr auch über 1,40 € gehen bei dieser Umsatz- und Auftragseingangsdynamik.  

Damit ist Viscom ein hochinteressanter deutschen Nebenwert mit einer super Wachstumsdynamik bei Hardware und Software und Viscom hat heute schon ein gute EBIT-Marge von knapp unter 14%. Bei einem 2017er KGV von um die 13 könnte Viscom ein wahres Schnäppchen sein bei diesem zu erwartenden dynamischen Wachstum. Zumal Viscom lediglich Finanzschulden von 3,6 Mio. € hat bei einer Liquidität von 6,5 Mio. €. Ergo verfügt Viscom sogar über einen kleinen Nettocash und einer sehr guten Eigenkapitalquote von 83%.

Mal sehen ob die Börse diesen Tec-Wert in den nächsten Wochen entdecken wird. Rein von den aktuellen Fundamentals ist Viscom für mich eindeutig unterbewertet.  
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen:    


Bitte warten...