Tesla - Autos, Laster, Speicher und Solardächer

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eröffnet am: 07.09.17 11:26 von: SchöneZukunft Anzahl Beiträge: 15493
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07.09.17 11:26 #1 Tesla - Autos, Laster, Speicher und Solardächer
Tesla hat mit den Modellen S3X gezeigt, dass sie phantastische und wettbewerbsfähige Autos bauen können. Zu S3X kommt bald das Y und dann weitere Modelle wie ein Pick-Up-Truck und der neue Roadster.

Aber Tesla ist inzwischen auch in anderen Bereichen aktiv. In kürze soll das Konzept für einen Sattelschlepper vorgestellt werden. Die Produktion für Solarziegeln soll noch dieses Jahr hoch gefahren werden und die Powerwall 2 erreicht allmählich eine breite Verfügbarkeit in den Märkten. Batteriespeicher zur Stabilisierung der Stromnetze spielen eine immer größere Rolle.

Inzwischen ist klar, dass den erneuerbaren Energien die Zukunft gehört, schon alleine weil sie inzwischen billiger geworden sind als herkömmliche Energieträger. Insofern passt eigentlich alles zusammen und es sieht so aus als ob Tesla der Technologiekonzern der Zukunft wird.

Neben Tesla gibt es eigentlich nur noch einen Hersteller, der ähnlich aufgestellt ist, den chinesischen Hersteller BYD.

Doch Tesla mach noch keinen Gewinn, hat große Schulden angehäuft und hat inzwischen eine Marktkapitalisierung erreicht die höher ist als z.B. die von Ford oder GM, die wesentlich mehr produzieren. Viele zweifeln daran, dass Tesla es schafft seine Pläne umzusetzen, daher gehen viele von einer Blase aus.

Darüber möchte ich hier diskutieren. Dabei sollten der Unterschied zwischen Fakten und Meinungen respektiert werden. Beleidigungen werden weder gegenüber Aktien-Käufern noch gegen Tesla-Bären geduldet. Bezeichnungen wie Naivlinge, Lemminge, dumme Kleinanleger, Sekten-Jünger etc. bitte ich zu unterlassen.  
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16.11.18 13:35 #15469 @fragles: Heimspeicher
Virtuelle Kraftwerke gibt es ja schon längst. Firmen wie Sonnen und viele andere arbeiten schon lange daran.

Tesla kann zur Zeit leider kein Vehicle to Grid. Solange es nur ein paar zehntausend davon gibt ist das ja auch noch nicht so wichtig.

Kostenlose SuperCharger-Nutzung klemmt Tesla ja gerade ab. Damit würden sie sich die Möglichkeit für VtG wieder eröffnen. Ich denke das ist der Hintergrund.  
16.11.18 15:41 #15470 Powerwall

SZ: Die Tesla Powerwall 2 kostet wohl 6.200 ? Brutto* zuzüglich Installation. Da ist man schon nicht mehr weit weg von deinen Anforderungen. Bisher bezahlt man auch für den gefühlten Wert einer USV für das Haus mit und für das Wissen einen größeren Selbstversorgungsgrad zu haben.

Bei Tesla steht sie derzeit für 6.850,00 € + 1.130,00 € 'unterstützende Hardware'. Macht 7.980,00 € an Hardware. Zuzüglich geschätzten Installationskosten von 1.100,00 € bis 3.300,00 €. Bei mittleren Installationskosten und mit den Best-Case-Zahlen von Kleinviech erreichst du nach 14 Jahren gerade so den Breakeven, falls nichts kaputt geht und keine weiteren Kosten anfallen. So richtig lohnt sich das ohne Förderung also noch nicht. Je nachdem ob man steigende Stromkosten oder Dinge wie Zeitwert d. Geldes einrechnet, verschiebt sich der Break Even natürlich ein paar Jahre nach vorne oder hinten. Ich selbst investiere ungerne Geld für 14 Jahre im Voraus, in der Hoffnung danach bei +/- Null zu landen. Gerade bei Produkten, bei denen es wenig Langzeiterfahrungen gibt. Das trifft derzeit frelich auf alle Batterien zu, nicht nur auf die Powerwall.

https://www.tesla.com/de_DE/powerwall 

 

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16.11.18 15:49 #15471 NOx
Ich werde immer skeptischer, dass dieses NOx-Thema und der 40müg/cm3 Grenzwert (Bei uns 50 seit gestern) tatsächlich ein Problem ist. Die Berichte häufen sich, dass da eine Menge Hysterie und grünes Sendungsbewusstsein dahinter steckt, und die Grenzwerte ungerechtfertigt niedrig sind.

SZ, ON und andere tun ja so als ob Diesel so eine Art Killermaschinen wären. Davon kann aber keine Rede sein. Für mich als Raucher ist das sowieso irrelevant, aber auch wer z.B. Adventskerzen oder gar einen Christbaum mit Kerzen brennen lässt, kriegt viel mehr ab.

Es sieht so aus, als ob hier eine E-Mobility-Lobby gewaltig an der Schraube dreht und den Leuten Angst zu machen versucht. Wir riskieren Abermilliarden Investitionen in Verbrenner (seitens Industrie und Konsumenten) und sogar unsere wichtigste Industriebranche.  

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16.11.18 16:09 #15472 @Stefannieder: 7.000/W

"Tesla wartet nicht auf nachzügler
Jahres Endspurt scheint zu starten.
Hoffentlich können sie die Produktion noch mal ordentlich anziehen, es gibt viele in Europa und Asien die sehnsüchtig auf das Model 3 warten
"Tesla?s end-of-the-year delivery push is always crazy, but I think we are going to see the craziest one yet. Good luck Tesla employees." Tesla is pushing to achieve Model 3 production of 7,000 units per week within 2 weeks -
Electrek
https://electrek.co/2018/11/15/...-model-3-production-7000-per-week/"

Dir ist schon klar, dass von diesem Jahresende-Powerpush kein einziges Auto in Europa ankommen wird? Aber das ist egal. Wichtiger ist, dass Musk/Lambert wieder Phantasiezahlen (7.000/W) in die Welt blasen. Klar wird Tesla mit Hauen und Stechen das eine oder zwei Wochen lang schaffen. Die düstere Wahrheit ist aber, dass sie bis heute immer noch nicht einmal 5.000/W nachhaltig produzieren können.

Dazu kommt, dass die diversen Werbeaktionen vermuten lassen, dass es gar nicht genug Bestellungen gibt, um solche Zahlen zu erreichen. Von den ominösen 400T Reservierern scheinen also sehr viele keine Lust zu haben, das Auto zu bestellen.

 

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16.11.18 16:40 #15473 @WernerGg #15471
Wenn es um Grenzwerte gibt es immer konträre Ansichten - ob bei Radioaktivität, Acrylamid, NOx. Davon abgesehen, dass sich die Autoindustrie selbst völlig deppert angestellt hat - und darin trägt das schützende Verkehrsministerium eine maßgebliche Mitschuld - ist das doch nur eine Teilproblem, das uns heute tatsächlich betrifft.
Das sich verändernde Klima fordert eine neue Ausrichtung der Energie- und Mobilitätspolitik. Die gegenwärtige Witterung dürfte ein Indiz sein und kostet uns alle richtig Geld. Die Frachtraten explodieren, nachdem auf den Flüssen immer weniger transportiert werden kann. Dies führt bei Herstellern wie Kronos, BASF und anderen zudem dazu , dass Produkte wegen Rohstoffmangels nicht mehr hergestellt werden können. Damit haben wir noch vollere Straßen und die nicht nur daraus resultierenden Kosten werden wir alle spätestens Anfang nächstes Jahres spüren.
Als moderner Industriestandort lebt Deutschland von Innovationen und schon schade, dass in der Politik die weltweite Vorreiterrolle Deutschlands im Umweltschutz auf Eis gelegt wurde. Das Deutschland das kann sieht man an den Solarzellen, die damals einen kleinen Teil der Energiewirtschaft umgekrempelt haben und heute weltweit zum Energiemix beitragen.
Mit der Unterstützung der KI und den vielfältigen neuartigen Konzepten von Batterie bis Brennstoffzelle wäre dies das Feld, wo sich Deutschland eine Führungsrolle erarbeiten sollte. Manche Firmen wie Bosch, Elring Klinger, Siemens sehen das Potential. Wäre schön, wenn die Politik sich hier mehr einbringen würde.
Den Verbrenner wird es sicher noch länger geben, die Zukunft liegt aber in alternativen Energie- und Mobilitätskonzepten. Man kann zu Tesla stehen wie man will - Tesla hat aber gezeigt, dass es für alternative Antriebe einen Markt gibt. Und in den nächsten Jahren wird Tesla sicher nicht mehr in dem Umfang diskutiert, wenn in Europa die Produktion von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben erst so richtig startet und Tesla damit nur noch ein Hersteller unter vielen ist.  

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16.11.18 16:50 #15474 @WernerGg
Danke für die Nachfrage, aber ja, mir ist bewusst, dass diese Autos nicht nach Europa kommen. Erstmal muss halt die enorme Nachfrage in NA befriedigt werden. Aber umso schneller dies geschieht, desto  schneller können wir in Europa mit dem Model 3 rechnen. Vermutlich wird es aber leider Q2 bis nennenswerte Stückzahlen nach Europa geliefert werden.
Und zu deiner Befürchtung wegen zu wenig Nachfrage: ich mach mir da weniger Sorgen, eher würde ich mich da um BMW oder Daimler sorgen. Die haben bis jetzt ja immer noch nichts gleichwertiges zu bieten was sie Tesla entgegensetzen könnten.  
16.11.18 17:22 #15475 @WernerGg: die Bären wissens wieder
Die düstere Wahrheit ist aber, dass sie bis heute immer noch nicht einmal 5.000/W nachhaltig produzieren können.

Das ist nicht die Wahrheit sondern deine Vermutung. Wenn Tesla sagt dass sie am Anfang des Quartals bei 5.000 waren, dann glaube ich denen mehr als irgendwelchen Hobbyparkplatzüberwachern. Der Bloomberg-Tracker fährt ja auch nur mit Blick in den Rückspiegel. Amüsant wie manche meinen die Daten wären live aus der Fabrik. Wir werden es im Januar ja sehen wo die Wahrheit lag.

Apropos Europa. Hier kann man ja noch nicht mal bestellen. Natürlich geht die gesamte Q4 Produktion nach Nordamerika, zumindest die bis Weihnachten. Und wenn Tesla ab Dezember 7.000 pro Woche schafft, dann schaffen sie es auch im Januar und wir haben mehr Autos für Europa.

Ist jetzt schon absehbar. Wenn am 1. Februar auf InsideEVs die Tesla-Zahlen für die USA gemeldet werden gibt es wieder ein riesigen Bärentamtam: "Absatz bricht ein, in Europa verkaufen sie auch nichts" etc. blabla

Natürlich ist das Ende einer Subvention immer eine Zäsur. Und die Autos für Europa sind dann auf dem Schiff, in Tilburg oder sonst irgendwo auf dem Weg. Am Ende von Q1, wenn "überraschend" steigende Zulassungszahlen weltweit auftauchen, gibt es dann wieder das Geschrei "Betrug, Manipulation, glaub ich nicht" ... halt das übliche.

Viele Bären sind so in ihrer Traumwelt gefangen, die haben den Schuss nicht gehört. Ich kann mich nur amüsiert zurück lehnen und abwarten. Tesla macht den Rest.

Die Weltwoche | Weltwoche Online – www.weltwoche.ch: Brief aus dem Silicon Valley:Beobachtungen zum Innenleben von Tesla | Die Weltwoche, Ausgabe 46/2018
 
16.11.18 17:22 #15476 Da_Willi
Ist richtig, was Du schreibst. Man muß das aber in den richtigen Zeitramen setzen. Das CO2, das ja das Klima verantworten soll, läßt sich nicht einfach abstellen. Du erweckst den Eindruck, wir bauen nur noch E-Autos und in 10 Jahren ist des Klima wieder in Ordnung. Selbst wenn wir von Heute auf Morgen CO2 frei produzieren, wird das keine direkte Wirkung haben. NOx und Dieselstaub sind dem Klima egal und AKWs sind auch nicht besonders schlecht für das Klima. Scheinbar muß man sich aber doch entscheiden, was man kurz bis mittelfristig haben will, weil Alles auf Einmal, AKWs KKWs abschalten, E_Mobile einführen wird innerhalb von 20 Jahren nicht klappen. Natürlich sind Solar und Heimspeicher ein Schritt in die richtige Richtung, aber das ist nur ein Mückenschiß. Stahl, Alu und Chemie, wie soll man das am laufen halten? Schon mal überlegt was passiert, wenn in einer Stahlgießerei für 2 Tage der Strom ausfällt?
Die ganze Welt ist scheinbar dumm, nur wir Deutschen sind mal wieder besonders schlau. Als Belohnung werden wir dann mal als " Beispiel" in den Geschichtsbüchern stehen, als Exportweltmeister einer vergangenen Epoche. Ohne Geld ( das wir dann bald nicht mehr haben ), gibt es keine Forschung und keinen Fortschritt. Bis jetzt hat mir noch niemand erklärt, wie Deutschland innerhalb von 50 Jahren den Umstieg schaffen sollte, ohne ins Mittelalter zurück zu fallen, was bei 80 Mio. Menschen sowieso schwierig würde.  

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16.11.18 17:31 #15477 @Lerzpftz: Powerwall
Powerwall

Danke dafür laugthing.

Schreibe ich ja, dass Speicher aktuell noch nicht das beste Investment sind. Sie sind aber auch keine riesige Senke mehr. Und einerseits gibt es schon diverse Fördermöglichkeiten, je nach Bundesland/Stadt, und andererseits wäre mir die Gewissheit dass beim Stromausfall im Sommer der Kühlschrank und im Winter die Heizungspumpe weiter läuft auch schon dem ein oder ander Euro wert. Das ist nicht unbedingt rational und das kann jeder so sehen wie er will. In den meisen Ländern ist die Stromversorgung nicht so stabil wie hier.

Der Punkt ist aber, dass die Speicher von Jahr zu Jahr billiger werden, genauso wie die PV-Module. Wenn ich zu Haus selber Strom für 8 Cent herstellen kann, die Versorger aber 30 Cent haben wollen, dann wird es ganz schnell gehen. Das einzige was dann noch limitiert ist die Anzahl der verfügbaren Handwerker.


 
16.11.18 17:58 #15478 Da_Willi 15473
kpl. einverstanden - bis auf den letzten entscheidenden Satz, denn heute:
https://www.thestreet.com/technology/...4256?puc=CNBC&cm_ven=CNBC

Vorgeschichte, Hintergründe v.  Ende Okt. dazu und mit wem man es mit Musk zu tun hat:
https://www.cnbc.com/2018/10/31/...tellite-launch-window-sources.html

"Such a move would keep it in the race to expand affordable high-speed Internet access to billions of people in rural or suburban areas globally. The Satellite Industry Association, a lobby group, estimates the global market for satellite-based broadband and television services is worth $127.7 billion, dwarfing the roughly $5.5 billion satellite launch services market."

Das sind Dimensionen, die viele noch nicht erkannt haben.
Wenn das alles einmal "in den Köpfen" ist...  

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16.11.18 18:25 #15479 Da_Willi: Einverstanden. Fast.

"Wenn es um Grenzwerte gibt es immer konträre Ansichten - ...
Das sich verändernde Klima fordert eine neue Ausrichtung der Energie- und Mobilitätspolitik. …"

Ich bin im Wesentlichen mit deinen Ausführungen einverstanden. Der Klimawandel ist tatsächlich ein echtes Problem.

Ich sprach aber von NOx, was (wie Feinstaub) wenig bis nichts mit dem Klima zu tun hat. Die ganze Diesel-Hysterie und die Fahrverbote (Jetzt sogar A40, Essen. Verrückt!) hängt sich aber an NOx auf. Bis vor ein paar Jahren waren Diesel wegen ihres geringeren CO2-Ausstoß' noch gut für das Klima.

 

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16.11.18 18:41 #15480 @SZ: 5T/W, 7T/W

"die Bären wissens wieder
"Die düstere Wahrheit ist aber, dass sie bis heute immer noch nicht einmal 5.000/W nachhaltig produzieren können."
Das ist nicht die Wahrheit sondern deine Vermutung. Wenn Tesla sagt dass sie am Anfang des Quartals bei 5.000 waren, dann glaube ich denen mehr als irgendwelchen Hobbyparkplatzüberwachern. "

Du darfst meinetwegen jeden Unsinn glauben, den Musk erzählt. Tesla sagte bereits Ende Juni, dass sie bei 5T/W waren - eine Woche lang oder so.

Das einzige, was wir wissen, sind die Q3-Zahlen: 53.239 M-3 in 13 Wochen = 4.095 pro Woche. Alles andere sind bloß Sprüche: 5T/W in der letzten Q3-Woche, in 14 Tagen 7T/W.

 

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16.11.18 19:02 #15481 @ubsb: Alles auf einmal

"Man muß das aber in den richtigen Zeitramen setzen. Das CO2, das ja das Klima verantworten soll, läßt sich nicht einfach abstellen. …"

Ich sehe wie du, dass man nicht alles auf einmal machen kann. Man muss die Probleme in einer vernünftigen Reihenfolge angehen, nicht alles mischen und nicht jeden Furz für dramatisch halten. Und man muss die Kosten (in einem allgemeinen Sinn: Geld, Wohlstand, Zufriedenheit, ...) berücksichtigen. In meinem Verständnis:

1. Ist der Klimawandel und damit CO2 und andere Klima-Gase ein echtes, existentielles Problem.

2. Eventuelle Gesundheitsrisiken durch NOx und Feinstaub gibt es, und sie sind zwar hart für den, den es erwischt, aber kein existentielles Problem für die Menschheit. Fahrverbote und sogar der Ruin ganzer Industrien scheinen mir ein zu hoher Preis.

3. Sonstige Ängste wie Glyphosat, Gen-Food, Fett, Zucker, tausend Sachen, kann man nebenher im Augenwinkel haben.

 

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17.11.18 11:20 #15482 Nur EE Strom in 20 Jahren?
Mal kurz rechnen:

Jetziger Verbrauch 100%. Plus 25% wenn wir alle bis dahin elektrisch fahren wollen. Plus 35% sonstiger Mehrverbrauch (Industrie/Privat). Zusammen 160%.

Vom jetzigen Verbrauch entfallen 33% auf EE. https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Infografiken/...-in-deutschland.html und die Kapazitäten dafür wurden überwiegend in den letzten 20 Jahren geschaffen.

Also folgt 160/33 = 4,85. D.h. wir müssen in den nächsten 20 Jahren ~5 Mal soviel EE Kapazitäten schaffen, wie in den letzten 20 Jahren.

Da dies alles über den Strompreis/EEG bezahlt bzw. finanziert wird und der Verbrauch nur um Faktor 1,6 steigt, wäre eine Verdreifachung der EEG Umlage notwendig. (Inflation nicht mit eingerechnet).

Wer soll das bezahlen? Die 40% der Bevölkerung die so um den Mindestlohn verdient, oder die Mittelschicht die immer teure Immobilien kauft und früher oder später mit steigenden Zinsen rechnen muss? Auch die BEV Fahrer werden sich nicht freuen...

Tja, wer eine schöne Zukunft will, muss dafür bezahlen (können), und zwar als Gesellschaft insgesamt. Trotzdem halte ich Strom nur aus EE für möglich, in Deutschland. Nicht in 20 Jahren, aber vielleicht in 30 oder 40 Jahren.

 

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17.11.18 13:47 #15483 Manico
"Vom jetzigen Verbrauch entfallen 33% auf EE. https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Infografiken/...-in-deutschland.html und die Kapazitäten dafür wurden überwiegend in den letzten 20 Jahren geschaffen."

Das mit den 33% ist nur bedingt richtig. Nach EEG hat der Ökostrom Vorrang, also wird er auf jedenfall abgenommen, wenn z.B. der Wind richtig bläst. Kraftwerke müssen dann reduzieren, bzw. auf standby gehen, um im Bedarfsfall wieder anzulaufen, weil der Wind ja nicht immer bläst. Die Grundlastfähigkeit ist meines Wissens unter 10%. Das ist aber der entscheidende Wert, denn diese Kraftwerke sind ja nach den Vorstellungen der Ökos nachher nicht mehr da. Man kann also vereinfacht sagen, dass man erst mal die gesammten 33% vorhandenen Energien speichern können müßte, damit man von reellen 33% EE reden könnte. Die Pumpspeicherkraftwerke sind aber schon alle gebaut, weil Topographisch auch nicht mehr viel möglich wäre und die machen auch nur 3-4% aus. So eine megagroße Speicherbatterie kann mal 1-2 Std überbrücken, was aber lächerlich ist, weil da nicht nur Häuschen drann hängen. Ein Stromausfall von 2 Tagen würde eine Katastrophe für eine Gießerei darstellen, zumindest wenn der Schmelzofen gerade voll ist ( was er meistens ist ), weil er dann zufriert. Bei Chemie sähe das wohl nicht besser aus. Selbst wenn man das Problem versucht, mit Wasserstoff zu lösen, wird das eher unmöglich werden. So viel überflüssige Energie wird auch nicht erzeugt und die Wandlungsverluste betragen ca.60-70%. H2 macht auch alle bisher bekannten Materialien porös, die man für Lagerung und Transport benutzt.
Deshalb kann ich nur den Kopf schütteln, wie Mancher hier die Energiewende mit leuchtenden Kinderaugen als möglich bezeichnet. Ist auch bezeichnend, dass man keine konkreten Vorschläge zu einer Gesammtlösung zu lesen bekommt. Die oben erwähnten 33% EE sind auch so ein krummes Argument.
Es wird ohne einen Energiemix nicht gehen, wobei Gaskraftwerke sicher ein Teil sind, weil man diese sehr schnell rauf und runterfahren kann. Dann muß man sich entscheiden, ob man Kohle oder AKWs haben will. Das ist die Entscheidung zwischen zwei Krankheiten, aber treffen muß man sie, weil es teurer wird, je länger man wartet. Ich hoffe, dass man neue AKWs konstruieren kann, die kaum noch radioaktiven Abfall hinterlassen. In USA wird an kleinen AKWs gearbeitet, die quasi standartisiert werden. Da sollte dann auch die Sicherheit noch größer sein.
Die ganze entwickelte Welt, außer 3 Staaten, nutzt Atomkraft, sind die alle doof? Thorium soll wohl auch genutzt werden, sogar Norwegen, die ja jede Menge Wasserkraft haben, forschen in dieser Richtung. Ich glaube eben, dass man in diese Richtung gehen muß, um in Zukunft einen gesunden Mix zu bekommen. Wir haben die Forschung so gut wie eingestellt, das ist doof.
Kleinere Reaktoren, die regional verteilt werden, mit nachgeschalteten Dampfturbinen und Fernwärmenetzen wäre doch eine feine Sache, aber über so was hört man gar nix.  

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17.11.18 14:15 #15484 Manico

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17.11.18 15:34 #15485 @Maniko: Nur EE Strom in 20 Jahren?
Deine Überlegungen sind sehr verständlich. Der Mensch denkt nun mal linear.

Trotzdem ist dein Ergebnis in jeder Hinsicht völlig falsch. Denn die Vorgänge in Gesellschaft, Natur und Technik sind fast nie linear.

Schau dir einfach mal die Preisentwicklung bei PV und Windkraft in den letzten 20 Jahren an. Teuer war früher. Die EEG Umlagen die wir heute zahlen, zahlen wir weil früher teure PV und Windanlagen gebaut wurden und das Gesetz nach meiner Meinung sehr schlecht gemacht ist ... anderes Thema.

Heute sind es die billigsten Energiequellen. Wenn wir jetzt in PV und Wind investieren sparen wir sogar Geld. Und von dem Geld was wir ausgeben bleibt viel mehr hier im Land als bei Kohle, Öl oder Uran.

https://cleantechnica.com/2013/10/08/...es-disadvantages-solar-power/  
17.11.18 15:42 #15486 @Maniko: Link vergessen
Es gibt jede Menge Links, Wikipedia ist nur ein beliebiger unter vielen. Vergleiche mal die Modulpreise oder die Preise für Windkraft vor 20 Jahren und dem was heute gezahlt werden muss.

Und diese Entwicklung bleibt ja nicht stehen, sondern geht weiter. Noch sind die Tesla-Solarziegel nicht in Stückzahlen verfügbar, aber sie kommen noch. Und das ist nur ein Beispiel, es gibt Fassadenelemente die Strom produzieren usw. Schon in 10 Jahren sind da Sachen möglich uns selbstverständlich von denen heute kaum jemand was weiß. Smartphones sind auch von 0% auf nahezu 100% in gerade mal 10 Jahren gegangen.
 
17.11.18 15:48 #15487 @ubsb55: du verbreitest veralteten FUD
den du da verbreitest. Natürlich wehren sich die Multi-Billionen Fossilen-Industrien gegen die neuen Möglichkeiten. Vergleiche doch mal die Preisentwicklungen seit 2007 (da hatte in Deutschland z.B. noch so gut wie niemand ein Smartphone, nur mal zur Einordnung).

Mit Kampfbegriffen wie Grundlast, Zappelstrom und Kaltdunkelflaute wird versucht an einem veralteten Geschäftsmodell festzuhalten.

Die lächerlichen Drohungen mit Stromausfällen wenn man die Kraftwerke abschaltet und ähnliches entbehren doch jeder Grundlage. Natürlich darf es keine Stromausfälle geben. Das ist heute wichtiger denn je nicht nur für Stahlkraftwerke ... Und natürlich geht niemand einfach hin und stellt die Kraftwerke ab ohne vorher dafür zu sorgen, dass die Stromversorgung stabil bleibt.

Als ob es nur Batteriespeicher und Punpkraftwerke gäbe. Wasserkraft und vor allem Biogas könnte man technisch hervorragend für die Bedarfsangleichung einsetzten, wenn die Gesetze nicht so grottenschlecht wären wie sie im Moment sind.

Es gibt praktisch keinen einzigen Tag im Jahr komplett ohne Windenergie und Sonnenergie wenn man ganz Deutschland betrachtet. Wenn man die ganze EU zusammen nehmen würde, dann schon garnicht, denn Kaltdunkelflauten sind immer nur lokal begrenzt.  
17.11.18 16:06 #15488 E-Cannonball 2018
Model 3 gewinnt E-Cannonball 2018. Das ist eine Elektro Auto Vergleichsfahrt von Hamburg nach München.
Die Tesla Model S und X waren langsamer.
Wenn denn ein Elektrischer Jaguar, Mercedes, Audi oder Porsche dabei gewesen wäre, hätte das Model 3 die auf der Langstecke auch geschlagen :-)
Die Aktuellen E-Golfs, BMWs, Nissans, Ioniqs, Souls und Konas hatten auch keine Chance.
 

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17.11.18 17:06 #15489 Schöne Zukunft
" du verbreitest veralteten FUD "

Oh , entschuldige. Ich Dummerle hatte mir eingebildet, dass ich meine Meinung schlüssig dargelegt hätte.

Aber gegen deine Argumentationskette, gespickt mit lauter ununstößlichen Fakten, kann ich natürlich nicht anstinken. Welche waren das doch gleich.... Ähmmmm


Nebenan werden auch 33% EE als Tatsachen vermutet, aber die Hintergründe nicht erkannt.
Wie ich schon gepostet hatte, diejenigen, die hier so gewaltig tönen, sollten die Kosten und die Konsequenzen tragen.  

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17.11.18 17:16 #15490 Schöne Zukunft
"Als ob es nur Batteriespeicher und Punpkraftwerke gäbe. Wasserkraft und vor allem Biogas könnte man technisch hervorragend für die Bedarfsangleichung einsetzten, "

Sagenhaft. Soll das ein Witz sein? Wasserkraft ist schon ausgenutzt und Biogas, sorry, willst Du gleich neben die BASF eine Biogasanlage bauen und auch gleich 3-5 Maisäcker. Mit dem Strom kann man zumindest die Fluchtwege beleuchten. So ein unreflektierter Unsinn. Ich hoffe, das die Bestimmer in unserem Lande nicht so unbedarft sind. Wenn es nach dir geht, sind unsere Städte bald sauber, zumindest die Luft.
 

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17.11.18 17:42 #15491 Lithium gibt
es nicht ohne Umweltauflagen. ( Ist ja alles so schrecklich ÖKO )



https://www.cnbc.com/2018/11/13/...plans-to-boost-lithium-output.html

 

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17.11.18 18:02 #15492 5 Energiespeicher für die Zukunft der Energ.
Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, brauchen wir Speicher, die die Energie von Sonne und Wind abpuffern und gleichmäßig verteilen. In den Video werden 5 spannende Energiespeicher vorgestellt, die im Laufe der Zeit noch wichtig werden:
https://www.youtube.com/watch?v=evjD-h1r7Qk

 

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