Telekom hinkt dem Dax hinterher

Seite 1 von 3
neuester Beitrag:  22.11.05 10:13
eröffnet am: 20.05.05 10:48 von: EinsamerSamariter Anzahl Beiträge: 63
neuester Beitrag: 22.11.05 10:13 von: Unbedarft Leser gesamt: 19307
davon Heute: 6
bewertet mit 2 Sternen

Seite:  Zurück   1  |  2  |  3    von   3     
20.05.05 10:48 #1 Telekom hinkt dem Dax hinterher
Teilweise unverschuldete Schwächen

Telekom hinkt dem Dax hinterher

Eigentlich könnten die Börsianer mit der Deutschen Telekom rundum zufrieden sein: Der rosa Riese hat im ersten Quartal seinen Umsatz von 13,89 auf 14,38 Mrd. Euro gesteigert und beim operativen Ergebnis (plus 5,1 Prozent auf 4,92 Mrd. Euro) die Erwartungen der Analysten punktgenau getroffen. Trotzdem hinkt die Aktie dem Dax deutlich hinterher – seit dem gleich am 4. Januar markierten Jahreshoch ging’s um rund 13 Prozent nach unten, während der Index bislang immerhin auf einen bescheidenen Zuwachs von einem Prozent kommt.

Fast scheint es, als würden die Anleger derzeit nur das Geschäft mit Festnetz- und Breitband-Anschlüssen bewerten. Hier zeigt der Konzern tatsächlich Schwächen, teilweise jedoch unverschuldet: Nachdem die Regulierungsbehörde dafür gesorgt hat, dass die Telekom von ihren Wettbewerbern immer weniger für die Nutzung der Netzkapazitäten verlangen darf, tobt vor allem bei DSL-Zugängen ein brutaler Preiskampf. Hinzu kommt die immer populärer werdende Internet-Telefonie („Voice over IP“), die langfristig bis zu 50 Prozent der Festnetz-Umsätze kosten könnte. Allerdings hat der Ex-Monopolist frühzeitig reagiert, um diese Einbußen durch andere Geschäftsmodelle zu kompensieren. Freude bereitet Vorstandschef Ricke vor allem die Mobilfunksparte – in Deutschland trägt die Konzentration auf profitable Kunden Früchte, in den USA gelang der einst als Milliardengrab geschmähten Tochter VoiceStream im letzten Quartal ein Umsatzzuwachs von 27 Prozent. Darüber hinaus kommt auch das Geschäft mit Multimedia-Inhalten allmählich in Gang.

Auf dem gegenwärtigen Niveau erscheint die Aktie sowohl fundamental als auch charttechnisch recht ordentlich abgesichert – unterhalb von 14,50 und 14,00 Euro liegen wichtige Haltemarken, außerdem stützt die mit 4,7 Prozent mehr als zwei Punkte über dem Geldmarkt-Niveau liegende Dividendenrendite. Antizyklische Anleger können deshalb jetzt zugreifen und darauf spekulieren, dass die „Volksaktie“ wieder Kurs auf den bei 17,00 Euro liegenden Widerstand nimmt. Konservative Bonus-Zertifikate bieten dabei trotz einer deutlich unter den Tiefs der letzten zwei Jahre liegenden Barriere die Chance auf einen Sockelertrag von knapp neun Prozent p.a. Risikofreudige Anleger wählen dagegen das nur noch bis Juni 2006 laufende Papier von HSBC Trinkaus & Burkhardt: Wenn die Aktie bis dahin nicht unter 13,50 Euro fällt, winken hier 25,1 Prozent p.a. nach Steuern. Falls der Gesamtmarkt nicht signifikant nach unten dreht, sollte diese Rechnung aufgehen.

Quelle: HANDELSBLATT, Freitag, 20. Mai 2005, 10:18 Uhr

...be invested
  
Der Einsame Samariter

 
Seite:  Zurück   1  |  2  |  3    von   3     
37 Postings ausgeblendet.
14.06.05 18:20 #39 Telekom mit Potential

Telekom mit Potential
 
(X-markets / Deutsche Bank) Die Telekom-Aktie weist seit September 2002 einen intakten primären Aufwärtstrend auf, der drei Auflagepunkte aufzuweisen hat. Der letzte erfolgreiche Test fand im Mai 05 statt, nachdem ein mehrmonatiger sekundärer Abwärtstrend das Papier von knapp unterhalb 17 auf im Tief 14,37 drückte.


Derzeit befindet sich diese Aufwärtstrendlinie bei 14,71, also nur wenige Cent unterhalb des
aktuellen Kurs-Niveaus. Gleichzeitig liegt die Aktie exakt auf einer aus dem Jahre 2001 stammenden

Abwärtstrendlinie auf. Der letzte Handelstag brachte einen erfolgreichen Test dieser Trendlinie
in Form eines Hammers. Beide Trendlinien bilden nun eine Kreuzunterstützung.

Auf der Oberseite lastet die fallende MA50 noch auf dem Kurs sowie eine Abwärtskurslücke, deren Oberkante bei 15,03 liegt. Darüber liegt der nächste relevante Widerstand bei rund 15,23. Für den Fall, dass es dem Papier gelingt, die 15,03 zu überwinden, kann aus technischer Sicht auf einen raschen Test der 15,23 spekuliert werden. Knapp darüber befindet sich - bei derzeit 15,51 - die steigende MA200, das analytisch mögliche Kursziel der nächsten Handelstage/-wochen.

Technisch sind demzufolge zwei Long-Einstiegsmöglichkeiten denkbar: Entweder erfolgt ein Entry auf aktuellem Niveau oder es wird als Bestätigung ein Überwinden der 15,03 abgewartet. Der anfängliche Stopp-Loss ist aus technischer Sicht etwa bei 14,70/14,60 anzusiedeln.
Gruß Moya

 
15.06.05 15:35 #40 güllehaufen telekom jetzt long gehen? o. T.
22.06.05 09:58 #41 Was ist mit der scheiße wirklich los?? o. T.
 
22.06.05 10:05 #42 echt unglaublich....
...wahrscheinlich hat die hitze den letzten fondsverwaltern und shortern das hirn komplett versengt  
23.06.05 09:36 #43 merrill lynch...
...die F***er:

Die Ratingagentur Moody's hat die Bonität der Deutschen Telekom von bisher "aa1" auf "A3" hochgestuft. Nach Einschätzung von Per-Ola Hellgren, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, dürfte dies nach den Kursrückgängen der vergangenen Tage zu einem freundlicheren Umfeld für die T-Aktie beitragen.Ein negativer Analystenkommentar dürfte dem jedoch entgegenwirken. Laut Händlern hat die US-Investmentbank Merrill Lynch die Aktien der Deutschen Telekom herabgestuft.  
23.06.05 11:23 #44 Deutsche Telekom schwächer; Merrill Lynch stuf.
Deutsche Telekom etwas schwächer - Merrill Lynch stuft ab

dpa-afx FRANKFURT. Papiere der Deutschen Telekom haben ihre Kursverluste der Vortage am Donnerstag nach einem negativen Analystenkommentar ausgeweitet. T-Aktien verloren gegen 10.25 Uhr 0,61 Prozent auf 14,64 Euro. Sie notierten damit nahe dem Tagestief von 14,62 Euro und standen am Dax-Ende. Der deutsche Leitindex legte 0,28 Prozent auf 4 632,74 Punkte zu.

Zuletzt häuften sich wieder die negativen Nachrichten um die T-Aktie, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Analysten äußerten sich zuletzt zunehmend skeptisch zu dem Ex-Monopolisten. Am Vortag hatte die CSFB zu Umschichtungen aus Deutsche Telekom in France Telecom geraten - nun stufe Merrill Lynch den Titel ab. Hinzu komme der zuletzt spürbar verschärfte Wettbewerb in dem Sektor. Dieser resultiere aus Preissenkungen anderer Anbieter und auch durch neue Technologien wie Internettelefonie.

Die Nachrichten über Zinsersparnisse durch die verbesserte Einstufung der Kreditwürdigkeit durch Moody's würden von diesen negativen Faktoren überlagert, ergänzte ein Börsianer. Die Rating-Agentur Moody's hatte zuvor die langfristige Kreditwürdigkeit der Telekom von "Baa1" auf "A3" angehoben. Ohnehin schwebe die erwartete Platzierung durch den Bund wie ein Damokles-Schwert über dem Titel.

Merrill Lynch hat die Aktien der Deutschen Telekom am Morgen von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Die Analysten verwiesen auf einen verschärften Wettbewerb im Festnetzgeschäft und im europäischen Mobilfunk und reduzierten ihre Prognose für die langfristige Margenentwicklung in Deutschland und Großbritannien. Das neue faire Wert der Experten für T-Aktien liege bei 16,4 Euro je Aktie.

Quelle: HANDELSBLATT, Donnerstag, 23. Juni 2005, 10:41 Uhr

...be invested
 
Der Einsame Samariter

 
23.06.05 14:47 #45 Telekom ist doch mehr mit
verlierenden Prozessen beschäftigt, als mit dem Geschäft!!
Wenn jetzt der Kröten-Hans den Rest abstößt, gibt es noch einige Milliarden von diesen Tapeten.
Was soll denn eine Firma, die zu 50% von Sozi's geführt wird und der Rest von der Gewerkschaft (Sommer)??

Manchmal entsteht der Verdacht, die T-Kom ist vor allem wg. Knete machen entstanden. Jedenfalls hat der Bund und die SPD damit Mrdn ( 5 Mrdn Stk - UMTS - Aufsichtsrat-Pöstchen) gemacht und den Aktionären blieb der Blick in die Röhre!
"Volksaktie", nennt man sowas - und dann kommt die Speku-Steuer.

Soviel Polit-Schrott kann die neue Regierung gar nicht wegräumen! - Kritiker.  
27.06.05 12:50 #46 In d. Regulierungszange: Die Telekom u. d. Bea.
In der Regulierungszange: Die Telekom und die Beamten

Die Deutsche Telekom hat in den vergangenen Jahren einen rasanten Wandel vollzogen -- nur eines schleppt sie immer noch mit: Die Beamten aus den alten Zeiten der amtlichen Bundespost. Fast 60.000 unkündbare Mitarbeiter in der Festnetzsparte T-Com sind für den Konzern nach Angaben aus Vorstandskreisen eine schwere Hypothek. Allein für die früheren Staatsbediensteten fallen jährlich mehr als 3 Milliarden Euro Personalkosten an. Viele sind bei Vivento geparkt, der Personalservice-Agentur der Telekom, andere zur Zeit ausgeliehen wie bei der Bundesagentur für Arbeit. Zum Vergleich: Der größte Telekom-Wettbewerber Arcor beschäftigt gerade einmal 4000 Mitarbeiter.

Inzwischen erzielt der rosa Riese in der Mobilfunksparte mit 25 Milliarden Euro (2004) mehr Umsatz als im deutschen Festnetz (23,9 Milliarden Euro), der einst sprudelnden Geldquelle des Konzerns. Noch dramatischer wird die Lage, fällt der Blick auf die Produktivität: So erwirtschaftet ein Beschäftigter im Mobilfunk mehr als doppelt so viel Umsatz und Ertrag wie sein Kollege aus dem Festnetz. Dabei hat die T-Com-Belegschaft bereits kräftig bluten müssen. Seit 1995 wurden jährlich im Schnitt 10.000 Arbeitsplätze bei dem Bonner Koloss abgebaut, hauptsächlich im Festnetzbereich. Doch allmählich droht dem Unternehmen die Vergreisung, wenn zur weiteren Produktivitätssteigerung dort Stellen entfallen, wo sich Ideen und Talente am ehesten entfalten: bei den jüngeren Beschäftigten. Rund 110.000 Menschen stehen derzeit bei der T-Com in Lohn und Brot. Und es müssten nach Ansicht des Telekom-Vorstands noch deutlich weniger sein.

"Wir haben keine Luft zum Atmen mehr", beschreibt ein Telekom- Manager die prekäre Lage. Nicht nur im klassischen Telefongeschäft, von dem die Telekom ohnehin schon viel an die Konkurrenz abgegeben hat, sondern auch beim schnellen Internetzugang, dem DSL-Geschäft, gerät das Unternehmen unter Druck. In die Zange genommen fühlt sich der Konzern vor allem von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. So sieht Behördenpräsident Matthias Kurth beim ehemaligen Staatsbetrieb weiterhin erheblichen Regulierungsbedarf. Das gilt besonders für Produkte, die die Konkurrenten als Vorleistung einkaufen müssen. Und wer den Netzzugang zum Endkunden so beherrsche, dem müsse beharrlich auf die Finger geschaut werden.

Die Telekom hält es dagegen für unfair, wenn auf einen Seite die Einnahmen staatlich angeordnet (Vorleistungen), ihr aber auf der anderen Seite die Chancen für Kosteneinsparungen genommen werden (Beamte). Dabei gibt es nach Telekom-Ansicht durchaus Potenzial zur Deregulierung. Hierzu gehörten etwa Telefonverbindungen ins Ausland, Mietleitungen im Fernsegment oder die Durchleitung von einem Netz zum anderen.

Auch Wissenschaftler warnen davor, die Regulierung zu überziehen und damit Innovationen abzuwürgen. "Gerade die Ausnutzung von Marktmacht schafft die notwendigen Anreize, risikoreiche Investitionen zu tätigen", schrieb das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) unlängst über die Regulierung neuer Netze auf den Telekommunikationsmärkten. "Das Virus der Überregulierung breitet sich aus", urteilt auch Günter Knieps, Professor für Verkehrswissenschaft und Regionalpolitik an der Universität Freiburg in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. So gebe es inzwischen bei den Fernnetzen wegen massiver Investitionen einen vielfältigen Wettbewerb. Es sei deshalb eine logische Folge, dass sich bei der sektorspezifischen Regulierung anders als bei Energie oder Bahn die Frage des Verfallsdatums stelle.

Bei der Telekom gibt man sich inzwischen bescheiden: "Wenn doch nur ein Signal aus der Regulierungsbehörde käme, das würde schon Eisberge versetzen", glaubt ein Konzernmanager. Doch ein Ende der Regulierung ist nicht in Sicht und das ist keine gute Nachricht für Karl-Gerhard Eick. Für milliardenschwere Festnetzinvestitionen wird der Finanzchef der Telekom vorerst nur ungern Gelder locker machen.

Quelle: dpa, heise.de

...be invested
 
Der Einsame Samariter

 
29.06.05 13:38 #47 was geht denn bei der T(oiletten)-Aktie?
2% hoch, spitze im dax? miss-trades?  
29.06.05 13:42 #48 ich hoffe aber, dass...
...das eben KEINE "misstrades" sind. wenn das aber welche sein sollen, dann hat die hitze im rhein-main-gebiet bei den haendlern ganz schoenen schaden angerichtet. vielleicht aber nur eine technische gegenreaktion. ich wäre froh, wenn der abwärtstrend der scheissaktie endlich mal gestoppt würde...  
30.06.05 11:14 #49 klopapier...
..seit gestern voll die outperformance. bleibt das so?  
27.07.05 10:51 #50 schau mal einer an...
die t-aktie steigt und steigt  
27.07.05 13:05 #51 wart mal ab....
...bis die F*** - KfW ihre Anteile raushaut, dann kackt die so was von ab, dass man sich gar nicht so schnell in sein Depot einloggen kann.  
27.07.05 13:25 #52 @Unbedarft
aber zuerst sehen wir noch die €16,84, und dann.....geht es weiter richtung 18,50  
27.07.05 13:34 #53 na dann: o. T.
 

Angehängte Grafik:
smileys100.gif
smileys100.gif
07.09.05 12:35 #54 long !

Schaut doch gut aus oder nicht??

servus an alle frakric

 
09.11.05 11:18 #55 kann man die aus dem dax ausschliessen
langweilig und dauernd underperformer  
14.11.05 17:58 #56 Das ist doch immer wieder zu lachen!
Kursziel € 18,-

Die Analysten der HypoVereinsbank bekräftigen ihr Anlageurteil "outperform" für die Aktie der Deutschen Telekom. Ihr Kursziel betrage nach wie vor 18 Euro. Beide von ihnen verwendeten Sum-of-the-Parts-Modelle würden dieses Kursziel untermauern.


Das schöne daran ist, das sie nicht dazuschreiben, wann?

In 1 Jahr in 2 Jahren oder 2012,...

echt lustig.

Die Kursziele von 17-19 Euro lese ich jetzt schon seid anfang des Jahres!  
15.11.05 16:36 #57 und wieder
2% runter. bitte an irgendwelche heuschrecken verkaufen. der laden geht mir auf den sack  
18.11.05 17:39 #58 Telekom was nun?Jetzt in looserPosition o. T.
18.11.05 17:40 #59 Telekom was nun?
Mobilfunker attackieren das Telekom-Festnetz


Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Deutsche Telekom stöhnt unter dem Angriff der Handy-Unternehmen. Wegen fallender Mobilfunktarife kappen Kunden ihren Festnetzanschluss. 

Die Zahl hatte niemand so hoch eingeschätzt. "Wir verlieren pro Monat etwa 100.000 Kundenanschlüsse", sagte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke in dieser Woche - und versetzte die Branche damit in Erstaunen. Damit musste der Marktführer öffentlich eingestehen: Die Kunden laufen ihm in Scharen davon. 

Eine schlüssige strategische Antwort fehlt der Telekom noch. 32.000 Mitarbeiter sollen den Konzern in den nächsten drei Jahren verlassen und so die Kosten drücken. Doch das Problem hat Ricke damit nicht gelöst.

Mehrere Ursachen hat der Abstieg der Telekom: Zahlreiche Kunden wechseln zu billigeren Konkurrenten wie Arcor, Hansenet oder Versatel. Auch die Kabelnetzbetreiber beginnen damit, ihren Kunden zu deutlich niedrigeren Preisen Telefondienste über das TV-Kabel anzubieten. Vor allem ist für viele das feste Telefonnetz einfach überflüssig geworden. Sie verzichten ganz darauf. 

Die Mobilfunkbranche in Deutschland macht es ihnen zunehmend einfacher. Die Handy-Tarife purzeln unaufhörlich. Im Oktober sind die Preise für Mobiltelefonate laut offizieller Statistik im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast sechs Prozent gefallen. Im Festnetz gab es dagegen überhaupt keine Bewegung mehr.

Tatsächlich ist das Oligopol der Netzbetreiber in Deutschland zerbrochen. Über Jahre haben T-Mobile, Vodafone, E-Plus und 02 die Preise hoch gehalten. Doch inzwischen drängen immer mehr Mobilfunkdiscounter auf den Markt, bald werden es mehrere Dutzend sein. Weil inzwischen neun von zehn Deutschen ein Handy haben, ist der Markt umkämpfter denn je. Höchste Zeit, die Festnetz-Telefonierer zu umwerben. 

"Wir gehen von einem Kunden-potential von 20 bis 25 Prozent des Marktes aus", sagt Simyo-Chef Rolf Hansen. Die E-Plus-Tochter mit inzwischen mehr als 400.000 Kunden hat zahlreiche Nachahmer gefunden. Statt teure Handys für einen Euro mit Zwei-Jahres-Vertrag abzugeben, vertreiben die sogenannten "No-Frills"-Unternehmen ihre Handy-Karten über das Internet - ohne Mobiltelefon und teuren Vertrieb.

In der vergangenen Woche hat der Markteinstieg von Easymobile den Minutenpreis noch einmal nach unten gedrückt. Die gemeinsame Tochter des dänischen Telekomkonzerns TDC und Easygroup verlangt dafür nur noch 16 Cent. Wenige Stunden später senkte die Drillisch-Tochter Simply ihren Preis auf 15,5 Cent. 

Im internationalen Vergleich sind die Deutschen mobile Telefonier-Muffel. "Das liegt an dem Teuerimage des Mobilfunks hierzulande", sagt Arno Wilfert, Berater bei Arthur D. Little. In Österreich sind die Tarife inzwischen bei unter zehn Cent angekommen - mit deutlichen Folgen. "Mehr als 50 Prozent aller Telefonminuten in Österreich laufen über die Mobilfunknetze", sagt Wilfert. In Deutschland sei es noch nicht einmal jede fünfte Minute.


Doch das ändert sich nicht nur durch die Mobilfunkdiscounter schnell. Auch Netzbetreiber bieten bereits Tarife, die Telefonierer praktisch aus dem Festnetz ins Mobilfunknetz schubsen. E-Plus lässt unter der Marke "Base" seine Kunden für 25 Euro pro Monat so viel ins Festnetz telefonieren, wie sie wollen. Ein verlockendes Angebot für Singles, die kein Festnetz mehr brauchen. Wer jedoch einen "Base" Kunden auf seiner Handy-Nummer aus dem Festnetz anruft, bezahlt hohe Gebühren. Für viele ist das abschreckend. 

Anders beim Mobilfunkbetreiber 02: Genion-Kunden bekommen für fünf Euro im Monat zu ihrer Mobil- auch noch eine Festnetznummer. Zu Hause in ihrer "Home-Zone" können Nutzer Mobilgespräche zu Festnetzpreisen führen. Ein ähnliches Produkt bietet inzwischen auch Vodafone an. 

Seit kurzem lässt auch 02 seine Kunden für weitere zehn Euro pro Monat aus der Home-Zone ohne zusätzliche Kosten ins Fest- und 02-Netz telefonieren. 02-Chef Rudolf Gröger kann damit nach eigenen Angaben wöchentlich 20.000 neue Kunden für diesen Pauschaltarif gewinnen. Jeder fünfte seiner 3,2 Millionen Genion-Kunden hat den Telekomanschluß gleich abbestellt. "Wir bauen die Alternativen zum Festnetz konsequent aus", sagt Gröger. 

Das Internet ist für viele der einzige Grund für den Verbleib im Festnetz. Denn die DSL-Geschwindigkeit ist in mobilen Netzen noch nicht zu erreichen. Zwar bieten 02 und Vodafone auch hierfür Boxen, die zu Hause den Computer über den schnellen Mobilfunkstandard UMTS ins Internet bringen. Doch ein DSL-Kabel ist bestens dreimal schneller - fast immer auch billiger.

Für die Deutsche Telekom wird künftig noch ungemütlicher den. Durch die UMTS-Technologie haben die Mobilfunkanbieter noch hohe Kapazitäten in ihren Netzen. Die Fallhöhe für die Tarife nach unten ist noch groß. Vodafone und auch T-Mobile haben komfortable Gewinnmargen von rund 40 Prozent, E-Plus und 02 liegen immerhin noch bei etwa 20 Prozent. Mit dem neuen Besitzer Telefonica könnte 02 sogar noch schlagkräftiger werden.

Die Telekom hat mit ihrer Abwehrstrategie bereits begonnen. Im kommenden Jahr will sie ebenfalls eine Home-Zone für T-Mobile-Handys anbieten. Außerdem soll es ein "Dual Phone" geben, das zu Hause über das Festnetz und unterwegs über das Mobilfunknetz telefoniert. 

Doch das wichtigste Argument, um Kunden zu halten, bleibt das Hochgeschwindigkeitsnetz, in das Telekom-Chef Ricke mehr als drei Milliarden Euro investieren will. 

Roman Friedrich, Telekom-Experte bei Booz Allen Hamilton, hat sogar einen gegensätzlichen Trend ausgemacht. "In einigen Ländern lockt das schnelle DSL Kunden aus dem Mobilfunknetz zurück", sagt er. "Das kann auch in Deutschland funktionieren."



Mit bester Empfehlung
 

Bundesverband Deutscher SachverständigenRat e.V.

 
19.11.05 00:08 #60 Wie seht Ihr die telekom auf Sicht Ende 2005 .
19.11.05 02:27 #61 uninteressant...
gibt einfach bessere storys die gespielt werden..  
20.11.05 00:16 #62 Dax steigt und steigt und steigt !


Und was macht der Dreck DTE ?
Wir brauchen doch hier wirklich keine Zeit auf irgendwelche
Analysen oder Überlegungen zu verschwenden.
Seht Euch den Chart an.
Dann seht Euch die Entwicklung anderer Aktien an.
Dann seht Euch wieder den Chart dieser Drecksaktie an.

Warum nur sollte der in den nächsten Jahren irgendwie anders
verlaufen?

Angesehen mal von Charttechnik dürfte die Deutsche Telekom zu den
meisstgehassten deutschen Unternehmen gehören.
Denen werden auch weiter die Kunden schneller weglaufen als das
Sackgesicht Ron Sommer seine aus der AG herausgezogenen Millionen
ausgeben kann.

Die Zeiten, wo die Entwicklung des Dax vom "Schwergewicht" DTE abhing,
sind endgültig vorbei.
 
22.11.05 10:13 #63 kurz rein, kurz raus
...um ein paar euros im 2stelligen bereich zu zocken, das ist alles was man mit dieser *otzenaktie machen kann....  

Angehängte Grafik:
smileys38.gif
smileys38.gif
Seite:  Zurück   1  |  2  |  3    von   3     
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen:    


Bitte warten...