Swiss banking, qou vadis?

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neuester Beitrag:  27.11.16 21:52
eröffnet am: 17.09.11 12:44 von: lifeguard Anzahl Beiträge: 89
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17.09.11 12:44 #1 Swiss banking, qou vadis?
Das schweizer Bankwesen ist in Veränderung, es lohnt sich mal den Blick von den täglichen Kursen zu lösen und einen Blick auf das Ganze zu werfen.

1. Bankgeheimnis. Hier herrschte schon immer viel Unwissen; der korrekte Ausdruck lautet Bankkundengeheimnis. Dieser feine Unterschied zeigt schon den Sinn, es ging um den Schutz des Einzelnen vor seinem Heimatstaat, falls dieser plötzlich alle Privatsphäre missachtet und die Bürger enteignet. Das ist in Europa in den letzten Jahrhunderten schon mehrmals vorgekommen, seit dem Fall der Mauer und dem Ende des kalten Krieges aber ist diese Gefahr nicht mehr aktuell; eine genaue Analyse der neuen Situation zu machen, das wurde sträflich verpennt. Unter Druck wird nun eine Weissgeldstrategie erarbeitet. Dem Argument, das Ganze habe einzig allein dem Zweck gedient die Steuern zu hinterziehen, antworte ich immer, warum haben dann die Schweizer selber ihrem Staat in all den Jahren fleissig ihre Steuern abgeliefert? Keine Frage, Missbrauch wurde in riesigem Umfang getrieben. Von ausländischen Kunden mit tatkräftiger Unterstützung der Banker. Dieses Geschäftsmodell löst sich gerade in Luft auf, und das ist auch gut so. Gerne zitiere ich den ehemaligen Privatbankdoyen Bär:
"Das Bankgeheimnis macht uns fett, aber impotent."

2. Grossbanken UBS und CS: Beide Banken sind für die Schweiz viel zu gross geworden, bedrohen gar die Schweizer Existenz. Der Zustand ist unhaltbar, ob aber eine weitere Erhöhung des Eigenkapitals daran was ändert? Das wird nicht genügen. Seit die beiden Banken versuchen, swiss banking mit angelsächsischem zu verbinden wurden Dutzende Milliarden versenkt, Gewinne mehrheitlich als Boni ausgezahlt anstatt wie früher als Dividenden. Die Aktionäre sind hier schon lange die Dummen. Shareholder value? Ich lach mich tot. Lösung wäre das Entmachten der Manager durch Aufhebung des Depotstimmrechtes und Aufspaltung der Banken.

3. Privatbanken: Die Bankplätze Zürich, Genf, Basel, St. Gallen und Lugano unterscheiden sich zum Teil sehr, aber für alle gilt sich möglichst schnell in der neuen Zeit der Doppelsteuerabkommen zurechtzufinden. Die Zeit der fetten Margen wird nicht wiederkommen. Ich rechne mit einer grossen Fusionswelle, die Besten werden aber eine gute Zukunft haben aufgrund ihrer Solidität und dem grossen Knowhow. Zitat von Boris Collardi, CEO Bank Bär: "Jetzt herrscht das Prinzip des Survival of the fittest".

4. Schweizer Franken und SNB: Hier läuft das Spiel noch, die SNB führt 1:0 in der ersten Halbzeit. Mein Tipp, unterschätze die Schweizer nicht. Das Risiko ist allen bewusst, alle Parteien unterstützen die Aktionen der SNB; solange das so bleibt, sehe ich eine gute Chance das Spiel zu gewinnen.  

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63 Postings ausgeblendet.
02.11.14 10:10 #65 die politik in der pflicht
"Odier hebt lobend hervor, dass der Bundesrat gegenüber Frankreich "Unklarheiten bei Amtshilfegesuchen geklärt" habe. "Auch in anderen Ländern könnten Interventionen nötig werden. Wir können nicht alles machen, was das Ausland von uns verlangt. Die Schweiz ist keine Bananenrepublik, sondern ein souveräner Staat.""

Odier: «Irgendwann reicht es» | Front | News | CASH
Der Präsident der Bankiervereinigung, Patrick Odier, fordert mehr Unterstützung durch die offizielle Schweiz gegen ausländische Behörden, die gegen Schweizer Banken vorgehen.
 

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04.11.14 14:27 #66 the good, the bad and the ugly
The Good, the Bad and the Ugly - News Wirtschaft: Unternehmen - tagesanzeiger.ch
Mark Branson, Raoul Weil und Martin Liechti: Der Steuerstreit hat die Geschichte dieser Männer miteinander verwoben. Weils gestriger Freispruch besiegelt das Schicksal der drei ehemaligen UBS-Banker.
 

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09.11.14 13:20 #67 digitale revolution
"Den historischen Umbruch, vor dem die Kreditwirtschaft steht, machte Kirsch mit der schöpferischen Zerstörung deutlich. Diesen Begriff verwendete der Wirtschaftswissenschaftler Joseph Schumpeter vor 80 Jahren, um die Ablösung alter Wirtschaftsordnungen durch den technologischen Fortschritt zu beschreiben.
Die digitale Revolution hat inzwischen ein Tempo aufgenommen, auf das die Banken noch nicht vorbereitet sind."

Die digitale Revolution setzt der traditionellen Kreditwirtschaft immer mehr zu. Neue Wettbewerber wie Vodafone, Google,... jetzt lesen
 

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13.11.14 12:33 #68 falsche finanzpolitik?
" Es ist nicht Sache des Bundesrates, eine Finanzplatzstrategie festzulegen. Die Politik soll vielmehr die Rahmenbedingungen definieren, innerhalb derer die Unternehmungen ihre eigenen Strategien definieren können. Es braucht keine Kooperation zwischen den grossen Marktteilnehmern und der Politik. Das ist gegen die Interessen der Kunden und der kleinen Marktteilnehmer."

 

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15.11.14 08:36 #69 "einschränkung des menschlichen faktors"
"Die Finanzaufsichtsbehörde Finma wies die UBS an, mindestens 95 Prozent ihres Devisenhandels künftig über elektronische Handelsplattformen zu leiten."
Schweiz bei Devisen-Automatisierung Vorreiter | Front | News | CASH
Die Entscheidung der Finma für eine Automatisierung des Devisenhandels ist beispiellos. Nach den Währungsmanipulationen von Grossbanken dürfte sich ein Trend beschleunigen, der den Handel bereits stark verändert hat.
 

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21.12.14 00:29 #70 den franken freigeben
ich finde, es ist zeit den franken wieder freizugeben. seit drei jahren gilt die untergrenze zum euro schon, zeit genug also, damit sich die schweizer wirtschaft an den starken franken gewöhnen konnte. und es gibt weitere gründe:
- mit der einführung des negativen einlagenzinses bestraft die snb ausgerechnet jene banken, die am meisten eigenkapital haben.
- die ezb wird voraussichtlich an der nächsten sitzung am 22. januar ein qe in der einen oder anderen form bekanntgeben und als folge wird der druck auf den franken explodieren.
zeit also zu handeln, solange es noch aus eigenen antrieb möglich ist. wenn die freigabe unter akutem druck des marktes erfolgt, was für ende januar zu befürchten ist, dann wirds übel.

der tages-anzeiger hat die diskussion in der schweizer öffentlichkeit soeben eröffnet:
Der Euro-Mindestkurs soll weg - News Wirtschaft: Konjunktur - tagesanzeiger.ch
Wie lange wird die Untergrenze beim Euro-Franken-Kurs noch bestehen? Mehrere Finanz-Schwergewichte stellen die Massnahme erneut infrage – und fordern die Nationalbank zum Handeln auf.
 

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23.12.14 08:25 #71 ubs vs. cs...
UBS oder CS - wer hat 2015 die Nase vorn? | Newsletter | News | CASH
Welche der beiden Schweizer Grossbanken hat aus Anlegersicht die nächsten 12 Monate die Nase vorn? cash macht den Ausblick.
 

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24.12.14 11:49 #72 CS
CS bleibt wohl auf lange Sicht ein Low Performer.

Vielleicht könnte ein neues Management neue Impulse liefern, aber danach sieht es zurzeit nicht aus.  

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30.12.14 08:39 #73 cs hat ein vertrauensproblem...
kann ich gut verstehen!
Diese Grossbank hat ein Vertrauensproblem | Newsletter | News | CASH
Welche der beiden Schweizer Grossbanken geniesst unter Anlegern mehr Vertrauen für das kommende Jahr? Für die cash-Leser ist die Antwort aktuell klar.
 

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06.02.15 13:02 #74 konsequent
"Nach zwei Jahren und unzähligen Selbstanzeigen hat Julius Bär die letzten deutschen Steuerbetrüger vor die Tür gesetzt. Ergänzend zur Weissgeldstrategie setzt die Bank nun auf Zukäufe in Europa."

Julius Bär: Fusstritt für deutsche Steuersünder | handelszeitung.ch
«Handelszeitung», die führende Schweizer Wirtschaftszeitung für Unternehmen und Management.
 

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27.04.15 20:49 #76 mögliche Beteiligung der UBS an Postbank in C.
Die UBS ist unter den Bewerbern für eine Beteiligung an der Postbank in China PSBC.

http://www.finews.ch/news/banken/...ancen-wealth-management-neukunden

Klingt für mich gut, wenn das konkreter wird, könnte ich mir vorstellen, meine Stückzahl aufzustocken.

Der Chart aus den letzten 3 Monaten sieht auch gut aus, richtig solide.

Darüber hinaus versucht Axel Weber mit seiner internen Compliance-Aktion, das ewige Handicap der UBS, die Steuerbetrügereien insbesondere in den USA, in den Griff zu kriegen, und könnte damit erfolgreich sein.

http://www.finews.ch/news/banken/...eber-ubs-compliance-kweku-adoboli

Diese Besch . . . waren jedes mal Gift für den Kurs und das Ansehen der UBS bei Anlegern und Kunden.
 

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16.05.15 23:53 #77 sofort abspalten
"Charles Duross, früher Staatsanwalt beim DOJ und nun Anwalt in New York, erklärt sich das Vorgehen des DOJ mit dem verstärkten öffentlichen Druck und gesteht der UBS zu, dass an ihr vielleicht zu Unrecht ein Exempel statuiert wird. Mit Blick auf das Sündenregister der Bank sagt er allerdings auch, dass die Behörden in diesem Fall gar nicht mehr anders konnten, als Härte zu zeigen. Und er spricht auch gleich eine Warnung aus: «Wenn noch einmal ein grosser Fall auftritt, dann riskiert die Bank, ihre Lizenzen in den USA zu verlieren, und das wäre verheerend.»"

jetzt wäre es wirklich an der zeit, endlich den us teil abszuspalten.
Letzte Chance für die UBS - News Wirtschaft: Unternehmen - tagesanzeiger.ch
Weil sie sich im Falle des Libor-Skandals erneut schuldig bekennen muss, wird die UBS zur «kriminellen Bank». Ein weiterer Fall wäre verheerend.
 

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19.05.15 05:40 #78 Dividende
Wann wird den dieses Jahr die Dividende gezahlt/gebucht?  

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19.05.15 15:56 #79 also ich
habe die schon, Gutschrift Kapitalrückzahlung am 13.5., 0,50 CHF pro Aktie.
Dividende zahlen die glaube ich keine, das heißt bei denen Kapitalrückzahlung. Die wäre im Falle eines deutschen Unternehmens eigentlich steuerfrei, für ein ausländisches Unternehmen aber nicht.
Also war meine Kapitalrückzahlung voll kapitalertragssteuerpflichtig.  

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19.05.15 16:07 #80 Nachtrag
habs noch mal genauer nachgesehen
https://www.ubs.com/global/de/about_ubs/...dividend/history/2014.html
Demzufolge müßte es am 27.5. noch mal einen Divi-Nachschlag von 0,50 CHF pro Aktie geben.
Wenn das tatsächlich so ist, wäre die Dividendenrendite bzw. Ertragsrendite mit ca. 5 %; nicht schlecht.  

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06.09.15 21:42 #82 US-Gericht verurteilt Credit Suisse zu Strafe üb.
13.09.15 22:27 #83 Credit Suisse steht wohl vor tiefgreifendem Kon.
24.09.15 15:55 #84 UBS Kapitalrückzahlung von 25 Rp (Ct)
Salü,

nun hat es also geklappt - und Schäuble hat natürlich sofort seine Krallen darauf obwohl es ihm de legaliter gar nicht zusteht!
Nach der aktuellen Rechtsansicht des BMF sind Kapitalrückzahlungen auch aus der Schweiz dann steuerfrei zu belassen, wenn die ausländische Unternehmung einen Nachweis nach EU-Regeln beibringt, daß diese Rückzahlung aus schon versteuertem Kapital erfolgte.
Weiß jemand, ob die UBS eine derartige Verlautbarung veranlasst hat?

Gruß Till  
02.01.16 22:00 #85 folgen nach 7 mageren jahren 7 fette?
es ist ruhig geworden um die ubs, die grösste vermögensverwaltungsbank der welt. genau so soll es sein!

folgen nun nach sieben jahren der aufarbeitung von skandalen und neufokussierung auf ertragstabile geschäfte sieben fette jahre?

die chancen stehen nicht schlecht dafür...  

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04.02.16 15:21 #86 Lifeguard
wie erklärst du dir die -13% von heute? es ist schon krass... sollte man hier mit einem einstieg lieber warten, kommt hier eine ke in frage?  

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04.02.16 22:48 #87 ist schon ein thema bei der cs, das ek
offenbar wollte man im winter einen teil des us investmentbankings verkaufen, aber niemand wollte es. jetzt steht ein börsengang des schweizgeschäfts im raum. das problem ist, dass grosse teile des investmentbanking mit den neuen aufsichtsbedingen nicht mehr rentieren, es muss deutlich mehr eigenkapital hinterlegt werden. die db hat genau das gleiche problem, die ubs hingegen ist da deutlich weiter und besser aufgestellt.  

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27.11.16 21:51 #88 die zukunft liegt im osten
während die zahl der auslandsbanken aus westlichen ländern in der schweiz sinkt, kommen die ersten chinesischen banken. die zukunft liegt im osten. die neue seidenstrasse ist am entstehen und handel braucht entsprechende finanzverbindungen.

krisen sollte man als chancen sehen,
und chancen sollte man nutzen.  

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27.11.16 21:52 #89 die ccb kommt in die schweiz
Bereicherung für Schweizer Finanzsektor: Zweite chinesische Bank steht vor der Tür - NZZ Wirtschaft: Wirtschaftspolitik
Der Genfer Banquier Patrick Odier rechnet mit einem raschen Ausbau der Beziehungen zwischen den Finanzplätzen der Schweiz und Chinas.
 

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