Sammelklagen Wirecard! Wer ist dabei?

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neuester Beitrag:  11.07.20 01:25
eröffnet am: 20.06.20 09:47 von: mrymen Anzahl Beiträge: 406
neuester Beitrag: 11.07.20 01:25 von: BigMoney2020 Leser gesamt: 38889
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20.06.20 09:47 #1 Sammelklagen Wirecard! Wer ist dabei?
Hallo.
Ich möchte hier einen Thread einrichten, welche sich NUR um Sammelklagen um WDI befasst!
Wer ist dabei?
Wo reicht Ihr die Sammelklage ein?
Wie ist der Ablauf?
Welche Chancen seht Ihr?

Es gibt zigtausende, welche sich auf die Aussagen von Meister Braun verlassen haben.
Viele haben riesen Summen verloren!

Deshalb wäre eine Sammelklage schon sinnvoll.
Auch wenn die Chancen wohl sehr gering erscheinen!
 

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380 Postings ausgeblendet.
09.07.20 21:29 #382 @MeniNamaste
... telefonieren wäre gut, dazu ist mein Englisch aber leider nicht gut genug.

Ich werde mich morgen bei SDK anmelden, das sind mir die 80€ wert.  
09.07.20 21:33 #383 bei meiner letzten Anzeige habe ich
das mit den Klein und Großkriminellen mit hinein geschrieben. Daraufhin erhielt ich einen Anruf
von dem bearbeitenden Polizisten der meinte das er das dem Staatsanwalt nicht so vorlegen könne.
Ich solle es weniger dramatisch schreiben. Hinter vorgehaltener Hand gab er mir in seinem weitesten möglichen Sinne recht.  
09.07.20 22:04 #384 Litfin Fälle
ich habe mal die ersten beiden genannte Fälle im Internet recherchiert - die sind abgeschlossen.

LKW-Karteil - Urteil Februar 2020 - Klage abgewiesen
Mastercard Bankenendgelte - 2019 - ist erlaubt

Dann hatte ich keine Lust mehr. Die haben die Fälle von Google abgeschrieben.

Die können wir vergessen. Vielleicht sammeln die Adressen und mit der Angabe des durchschnittlichen Erwerbskurses und den Stückzahlen wissen Sie dann, wo es sich lohnt mal vorbeizuschauen - nur so ein spontaner Gedanke. Vielleicht sollte man die mal in Nirvana schicken.

Lit.Fin können wir vergessen.  

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10.07.20 09:41 #385 @blueeyes
Bedenke: der Prozess kann über 10 Jahre dauern und dann bezahlst Du mind. 10 x 80,- Euro = 800,- Euro. Und ob etwas dabei raus kommt, weiß man nicht.

Was haltet Ihr von TILP?
Ich habe mich da registrieren lassen. Jetzt wollen die eine umfängliche Vollmacht und eine detaillierte Aufstellung über meine Wirecard-Käufe und -Verkäufe.
Die Vollmacht geht weit über den Umfang, der für eine erste Prüfung notwendig wäre hinaus. Im eMail-Text steht, dass man davon natürlich noch keinen Gebrauch macht. Aber wenn ich gegen Betrüger klage möchte, sollte ich doch eher seriös vorgehen und nicht den Anschein eines weiteren Betrugs erwecken...

Für mich sieht das  alles so aus, als ob jetzt die AASGEIER kommen und uns Kleinanleger ein zweites mal ausquetschen wollen :-(  

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10.07.20 10:39 #386 Darunter
sind Aasgeier, weil sie wissen, dass nichts zu holen ist. Selbst, wenn sie etwas herausholen, kassieren sie überproportional ab, weil wir hier in keinem Rechtsstaat leben. Es dauert zu lange und ist zu teuer.
Man könnte das Recht noch in die eigene Hand nehmen, aber da reagiert die Gesellschaft empfindlich. Die Gesellschaft wohl weniger, eher die feine Gesellschaft. Irgendwann erstarken die Extreme und dann landet so ein Betrügerpack, wo es hin gehört. Nur, unter den Extremen kommt es dann zu anderen Exzessen. Wenn ich höre, dass man wieder Merkel wählen soll oder kann und gleichzeitig kritisiert man Putin, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln. Wenn wir nicht klagen, kommen die komplett ungeschoren davon. Auch Richter hatten Wirecard Aktien. Zur Kreditverweigerung fällt mir nur die Deutsche Bank ein. Die kam  es teuer zu stehen, dem Kirch öffentlich die Kreditwürdigkeit ab zu sprechen. Hier kollabiert sowieso alles. Mein Großvater hatte zweimal bei null anfangen müssen. Esnist noch nicht so lange her. Die Topleute haben zwischenzeitlich ihre Schäfchen im Trockenen.

 
10.07.20 11:01 #387 Nochmals böses zum Freitag
Klagen machen nur Sinn wenn jemand verurteilt wird oder außergerichtlich eine Einigung möchte.

Da sehe ich auch den Knackpunkt, kein amerikanischer Anwalt hat eine classaction eröffnet bis dato, warum?

*wc hat nur Schulden, da ist nichts mehr
*WP deren Haftung ist stark begrenzt und Fahrlässigkeit bzw Vorsatz ist bisher nur Phantasie von Kleinanleger.
Ganz perfide wird es wenn die bald Klagen an WC und deren Management adressieren werden.
*BaFin und Kontrollbehörden, haben versagt. Werden aber nur intern aufräumen, da besteht keine Haftung.
*Politiker, werden keine Fonds o. ä. aufsetzen, es gibt hier keinen weißen Ring. Die werden laut bellen ala Scholz und am Ende fast garnichts ändern.

 
10.07.20 11:13 #388 Zetschi #385
Ich habe mich auch bei  der Kanzlei Tilp registriert und die gleichen von dir beschriebenen Unterlagen erhalten, auch die umfangreiche Vollmacht. Ich frage mich nun, ob die Kanzlei diese Vollmacht auf jeden Fall von uns benötigt oder nur (so wie ich das verstehe) für deren Deckungsanfrage an die Rechtsschutzversicherung, s. hierzu den nachstehenden Text der Kanzlei:
Quote
Bitte beachten Sie, dass wir für die Deckungsanfrage an Ihre Rechtsschutzversicherung eine Vollmacht benötigen. Diese finden Sie im Anhang dieser Email. Es handelt sich hierbei um eine umfassende Vollmacht, welche dem Wortlaut nach zu diversen Rechtshandlungen berechtigt. Seien Sie jedoch versichert, dass wir von der Vollmacht selbstverständlich nur in dem Umfang Gebrauch machen werden, zu dem Sie uns ausdrücklich ermächtigen – zunächst also ausschließlich für die Korrespondenz mit Ihrer Rechtsschutzversicherung. Sollten spätere, kostenauslösende Maßnahmen eingeleitet werden, werden wir selbstverständlich nicht tätig, ohne dass uns von Ihnen zuvor ein entsprechender weiterer Auftrag erteilt wird.  
Unquote
Ich werde diese Vollmacht NICHT unterschreiben (habe auch keine Rechtsschutzversicherung, die Kapitalmarkttransaktionen abdeckt), sondern der Kanzlei nur die angeforderten Unterlagen über Käufe + Verkäufe von WDI-Aktien zusenden, mit dem  Hinweis, dass ich  auf deren Nachricht wie folgt warte:
(1) gegen wen sie alles über die Musterfeststellungsklage vorgehen wollen,
(2) welchen Prozessfinanzierer sie für die sich daraufhin anschliessenden Einzelklagen anbieten, sofern die Musterfeststellungsklage erfolgreich ist
(3) eine Bestätigung der Kanzlei, dass meine Teilnahme an der Musterfeststellungsklage kostenfrei ist.  

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10.07.20 11:38 #389 @Dorothea1
Ich glaube nicht, dass die Kanzlei auf individuelle Ausgestaltungen, wie von Dir angefragt, eingeht. Das hört sich für mich eher nach allgemeiner Massenabfertigung an. Der Text in der eMail ist nachher wertlos, da Du ja alles pauschal unterschrieben hast.
Wenn man das nur für die Prüfung der Rechtschutzversicherung bräuchte, hätte man ja genau so eine Vollmacht aufsetzen können.
Dann hätte man nach erfolgreicher Prüfung und bevor weitere Schritte eingeleitet werden können die Vollmacht ausweiten können. Iwi habe ich keine Bock drauf, jetzt schon "Feuer frei aus allen Rohren" zu geben.  

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10.07.20 12:18 #390 Zetschi
Ja, ich stimme dir da voll zu.  Das mit der Vollmacht verunsichert mich auch! Deshalb werde ich diese auch nicht unterschreiben und der Kanzlei nur die WP-Abrechnungen zusenden. Mal schauen, wie die Kanzlei daraufhin reagiert und ob sie dann weiterhin die Vollmacht anfordert. Auch frage ich mich, auf welcher Basis die Kanzlei Tilp anhand der erbetenen Aufstellung von WP-Käufen / Verkäufen (WDI) für uns ermitteln will, welcher Anspruch uns daraus bei erfolgreicher Klage entsteht. Das ist alles unausgegoren und ziemlich dubios.
 

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10.07.20 16:03 #391 @ Zetschi: @Dorothea1
Haltet mich bitte mal auf dem Laufenden. Sind da irgendwelche Termine genannt, bis wann dort die Unterlagen einsenden muss ?  Vollmacht geht garnicht.

Ich werde mal Mitglied bei der SDK,  die Mitgliedschaft kann man jährlich kündigen. Den Weg halte ich Moment für am seriösesten.

Blueeyes  

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10.07.20 16:30 #392 ...Vollmacht
wen du keine Rechtsschutzversicherung hast dann kannste TILP auch keine Vollmacht erteilen...
Aber vermutlich wird´s für die Kleinanleger nix mehr geben...Ganz vorne in der langen Schlange stehen die Banken und die institutionellen Anleger...
Letztendlich muß man es, auch für den eigenen Seelenfrieden, akzeptieren lernen, daß die Investition ein Vollgriff ins Klo war...die Kohle ist weg...und in 5-7Jahren gibt´s dann nach Prozeßende noch eine Nachschlagwatschen für die Kleinanleger, wenn er erfahren muß das für ihn nix zu holen gewesen war...

Allerdings wird M. Braun, sollte er irgendwo audf diesem Planeten Geld gebunkert haben, nicht glücklich damit werden...gewisse Kreise werden ihn genau beobachten da wird dann Gesundheit wichtiger als der schnöde Mammon...  

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10.07.20 17:40 #393 Bin schon angemeldet
Bin bei TILP, angeblich vertreten die 36.000 Leute derzeit gegen Wirecard. Unterlagen etc. schon alles dort, Rechtsschutz übernimmt es. Ich meine 3 Tage nach bekannt werden des Bilanzbertrugs habe ich das gemacht.
Glaube aber nicht, dass viel dabei herum kommt.
Die Tabelle war in 5 min ausgefüllt und die Belege dazu. Also der Aufwand hat sich in Grenzen gehalten. Die wollen halt, dass man die Tabelle mit der Aufstellung selbst ausfüllt, weil sie überlaufen wären. Wie gesagt, ist das aber gleich gemacht..

Sprich, der Aufwand war gering, und wenn in 2-3 Jahren vielleicht wenigstens ein paar Hundert Euro rumkommen okay.
Wirecard wird sicher nichts mehr haben, und die Bafin wird nichts zahlen müssen, die Wirecardvorstände werden sich schon drücken könnne, aber EY (früher Ernst and Young), die sollen bluten. Da würde ich mich über jeden Euro freuen.

Ansonsten habe ich es abgehackt. Mehr kann ich nicht machen, habe meine Lehren daraus aufgeschrieben und ich hatte ja mein Risikomanagement. Wer da vollinvestiert war, war ohnehin ein Zocker, dem alles egal war.

Hat mir halt meinen ganzen 2020 realisierten Gewinn gekillt. Wenn ich jetzt die Buchgewinn noch rechne, dann bin ich 2020 gerade mal ca. 1.000 Euro im Plus :/  

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10.07.20 17:58 #394 EY soll bluten...
Okay, das würde ich mir auch wünschen...wenn mann die Gesamtsumme der letzten 10 Jahre sieht, die die an wdi verdient haben...
Aber ich meinte mal gelesen zu haben, daß EY sich da ganz gut abgesichert hat für solche Fälle...aber zumindestens ist ihr Ruf komplett im Eimer.

 

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10.07.20 18:02 #395 Danke HamBurch, für die Info zur Vollmacht
Ich werde mich auch der Kanzlei Tilp anschliessen, aber ohne Vollmacht, die (wie du bestätigst) wirklich nur für solche Fälle mit Rechtsschutzversicherung gedacht ist.    
10.07.20 18:26 #396 Entschädigungsfonds.....nicht aufgeben, sondern
an die Bundestagsabgeordneten schreiben.

Das ist sehr wichtig, das Thema muss in den Vordergrund Rücken und in Kürze im Budestag fallen.
Eine Entschädigung für Privatanleger ist hier geboten.....siehe dazu meine emails.


Bitte schreibt.

Ernst&young haftet mE unbegrenzt, da sie vorsätzlich weggeschaut haben.
Bedingter Vorsatz heißt das.....

 
10.07.20 18:35 #397 ich bin nicht dabei...
 
10.07.20 19:11 #398 Illusionen
Ich sehe hier viele Illusionen am Werk - nicht unähnlich denjenigen, die noch vor einigen Wochen zu Wirecard herrschten. Nun, die Rechtsanwälte wird's freuen, die werden euch ausnehmen wie Weihnachtsgänse.

Glaubt hier jemand ernsthaft, ihr würdet hier zeitnah eine relevante Summe erstreiten können? Von wem denn? Schaut doch einmal an, welche Marktkapitalisierung hier vernichtet wurde! Wirecard hat ja jetzt schon Insolvenz angemeldet, da ist nichts zu holen, und privat wird bei den Schuldigen auch nicht viel zu holen sein. Was sind schon ein paar hundert Millionen im Vergleich zu den vernichteten Milliarden?

Die Rolle der Wirtschaftsprüfer wird hier auch massiv überschätzt. Es ist beispielsweise nicht deren Aufgabe, mit hoher krimineller Energie gefälschte Dokumente als Fälschungen zu entlarven. So eine Prüfung läuft viel oberflächlicher ab, als sich das offenbar viele hier vorstellen.

All dies lenkt auch davon ab, dass ihr selbst eure eigenen Fehler erkennt und daraus lernt. Und dann auch irgendwann mit Wirecard abschließt. Ich habe gleich am 18. Juni alle Wirecard-Aktien verkauft und den Erlös anderweitig, d.h. in gut aufgestellte und gut geführte Unternehmen, investiert. Damit bin ich auf einem guten Weg, meine Verluste wettzumachen.  
10.07.20 19:42 #399 @rothenstein
Ich finde es richtig hier zu prozessieren.  Alle Beteiligten müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Auch EY, die Vorstandsmitglieder von Wirecard sowie die deutsche Finanzaufsicht!

Der Finanzplatz in Deutschland  wurde durch den Wirecardskandal massiv geschädigt.

Die Anleger in Deutschland werden sich dadurch weiter von Investitionen in Aktien abwenden und aus dem Ausland werden nur noch Hedgefonds Leerverkäufe in deutschen Werten durchführen.

Mehrere Anwaltskanzleien fahren nun die Geschütze auf gegen die Beteiligten. Allein bei 2 Kanzleien gabe es letzte Woche schon fast 50000 Kläger und da sind Institutionelle wahrscheinlich noch gar nicht dabei.
Es wird eine Bugwelle geben, da ist die Sammelklage gegen VW ein leichter Wellengang  dagegen.  
10.07.20 19:58 #400 Ich bin bei Tilp dabei
Bisher hat auch alles geklappt bzw. wurde zeitnah bestätigt, das dies und das eingegangen ist. Wenn die Rechtsschutz jetzt mitspielt gibts vielleicht doch noch eine ungeplante Grillpary der anderen Art. Ich seh das nach 3 Wochen schon etwas entspannter und denke alles kann, gar nichts muss.

Kennt jemand den Film Reichtum ist keine Schande mit Steve Martin? Für mich persönlich wäre es eine Genugtuung, wenn auch nur einer der Verantworlichen heruntergekommen für den Rest seines Lebens im Morgenmantel Entschädigungsschecks über 1$ (darf natürlich deutlich mehr sein) ausstellen muss.  
10.07.20 20:53 #401 @Bratworscht
Mag sein. Ich wünsche euch viel Erfolg. Damals bei HRE, als Tilp auch schon beteiligt war, war viel heiße Luft, und am Ende hat wohl nur Tilp verdient.  
10.07.20 22:14 #402 Nichts dazugelernt
...dies zeichnet viele Einschreiber in Foren aus. Hier in diesem Forum ist es leider ebenso. EY soll zahlen! Ja, die gesetzliche Haftungsgrenze ist 4 Millionen EUR.  
10.07.20 22:32 #403 aha
 

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11.07.20 00:20 #404 Was passiert eigentlich...
Was passiert eigentlich, wenn eine Aktie im Depot auf Null fällt, nicht mehr handelbar ist oder aus dem Depot gebucht wird? Solche Totalausfälle (Brokat und Kinowelt stehen heute noch mit 0,00 Euro unverkäuflich als Leichen in meinem Depot) hatte ich nämlich vor 2009 vor der Abgeltungssteuer noch, also bevor Gewinne automatisch versteuert, aber Verluste wenigstens anrechenbar sind.
Es entsteht ja rein rechnerisch im Depot keine Verlustveräußerung, weil die Aktien dann ja nicht mit Verlust veräußert wurden, sondern eben lediglich 0 wert (oder weg) sind. Dann wird dieser tatsächliche Total-Verlust aber nicht automatisch von meiner Depotbank als Verlust im Verlustverrechnungstopf landen! Und er wird mit Gewinnen nicht automatisch verrechnet bzw. als Verlust erkannt!
Wie macht man das denn dann steuerlich geltend?

Dazu https://blog.handelsblatt.com/steuerboard/2019/04/...ertloser-aktien/
"Fraglich bleibt jedoch auch in diesem Fall, ob die Finanzverwaltung einem entsprechenden Urteil auch über den Einzelfall hinaus Bedeutung für die Anwendung des § 20 Abs. 2 Satz 2 EStG zugestehen wird."

So ganz klar scheint das also nicht zu sein.
Ist es dann nicht besser, man verkauft die fast wertlose Aktie (bevor sie nicht mehr handelbar wird), um wenigstens ohne weiteren Ärger mit dem Finanzamt den Verlust und damit die automatische Verlustverrechnung zu realisieren?

Im Fall von Xenon_x geht es ja z.B. um Verluste in Höhe von 28000 Euro, wodurch bei entsprechenden Gewinnen von 28000 Euro in anderen Aktien 25% also 7000 Euro an nicht zu zahlenden Steuern entstehen würden...  

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11.07.20 01:10 #405 #404
kannst ja hier mal nachfragen vielleicht können die helfen

https://www.sharedeals.de/...r-dem-grossen-knall-letzte-schnaeppchen/

nmM  

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11.07.20 01:25 #406 Rotenstein
hat Recht wenn er sagt, dass sich hier viele so eine Prüfung komplett falsch vorstellen. Keiner der Prüfer geht davon aus, dass die vorgelegten Unterlagen gefälscht sein könnten. Das ist auch überhaupt nicht die Aufgabe der Prüfer. Aufgabe ist es zu, überprüfen ob die Bilanzrechtlichen Vorschriften eingehalten wurden.

Wird eine Kontobestätigung aus Fernost vorgelegt, wird das als Nachweis so akzeptiert. Anders würde es auch gar nicht funktionieren.

Mich wundert eher, dass die wenigsten hier im Forum, aber auch in anderen Foren, mit Wirschaftsprüfern zu tun haben. Ich habe seit 20 Jahren das ganze Jahr immer mal wieder mit Anfragen von Prüfern zu tun . Und ich habe habe nichts mit der Erstellung der Bilanz, GuV oder den Anhängen zu tun. Die Prüfer checken aber auch Tätigkeiten in Abteilungen die für die Zulieferung / Grunddaten verantwortlich sind. Bei Finanzunternehmen, zu denen auch Wirecard gehört, können das auch solche profanen Sachen sein wie Kurskontrolle von Derivaten, abgeschlossene Kreditverträge etc.

Wenn es bei alle den kleinen Prüfungen keine Beanstandungen gibt, und davon ist auszugehen, kommt doch niemand auf die Idee, dass Saldenbestätigungen gefälscht werden.

Gruß

der von den zittrigen LV bezahlte Basher  
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